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Fußballbundesligist: Hannover 96 verkauft sich an Kind
Bongarts/Getty Images

Bei Hannover 96 geht künftig erst recht nichts mehr ohne Martin Kind: Die Unternehmensgruppe des Vereinspräsidenten hat die letzten Anteile an der Profi-Abteilung des Erstligisten aufgekauft.

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Dr.Watson 28.04.2015, 12:14
50. Och Joh!

Ich begrüße es, wenn alle Fussball-"Vereine" die "Firma" ihrer Hauptanteilseigner übernehmen müssen.

Das sind doch überwiegend keine "Vereine", sondern ganz banal profiorientierte Unternehmen.

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Hans_Suppengrün 28.04.2015, 12:15
51.

Zitat von Justitia
Und wenn Sie es noch so oft wiederholen wird es dadurch nicht richtiger! Den meisten Fans ist es eben nicht egal, was man am Widerstand der Fans gegen solche Entwicklungen sehen kann. Was Sie meinen, sind Zuschauer oder auch Gloryhunter, die nur bei Erfolg eines Vereins auch ins Stadion gehen und es möglichst bequem haben wollen, weshalb sie auch lange Anfahrtswege zu Auswärtsspielen meiden. Genau die sind aber als erste auch wieder weg, wenn es bei einem Verein mal nicht so dolle läuft.
Gerade in Hannover wäre es mal interessant zu erfahren, welche der heutigen "echten Fans" denn Ende der Neunziger unter Horst Ehrmanntraut im Niemandsland der zweiten Liga (ich glaube) gegen Reutlingen bei -15°C im Stadion waren. Ich erinnere mich an eine (wahrscheinlich stark geschönte) Stadion-Durchsage zur Zuschauerzahl: "Hannover 96 bedankt sich bei ca. 2500 Zuschauern!"

Wahrscheinlich sind viele der Fans zu jung, um damals dabei gewesen zu sein. Wahrscheinlich können sich viele nicht einmal an die Zweitligazeiten erinnern. Und das ist ja auch nicht schlimm. Aber:

Vorträge über das "echte Fan sein" verbiete ich mir. Solche Vorträge dürfen mir höchstens 2499 Personen halten. Und zwar die, die damals mit mir im Stadion waren!

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kodu 28.04.2015, 12:15
52. Nur kurz ...

Zitat von DMenakker
Wer sagt Ihnen denn, dass die "Verbraucherseite" mehrheitlich für die Beibehaltung traditioneller Strukturen ist? Es soll immer noch Fussballfans geben, die morgens nicht als allererstes den Tachenrechner in als Teufelszeug in den Tresor schliessen. Wer als Mäzen einem Verein hilft, will dort auch etwas zu sagen haben. Das ist das normalste der Welt und betrifft nicht nur Bundesliga, sondern auch den Kneipenwirt in der Kreisklasse, der mal auf eigene Rechnung Trikot machen lässt. Genauso sollte jeder wissen, dass Sport ohne Gelder einfach nicht möglich ist. In der Kreisklasse sind es eben Trikots, Trainingsbälle etc. Im Profisport die Gehälter. Da kann ein Verein noch so gut geführt sein, ohne Moos nix los. Warum sollte ich mich als Fan also dagegen wehren, dass ein Sponsor, der seit Jahren und Jahrzehnten mit seinem privaten Geld dem Verein hilft, dies nicht nur weiterhin so macht, sondern auch mitreden kann, was mit seinem Geld denn so passiert? Das Verlassen dieser "traditionellen" Strukturen stört doch immer nur die anderen, die keinen entsprechenden Gönner vorweisen können und mit neidzerfressener Seele zur Konkurrenz blicken.
Ich weiß, daß es derzeit keine Mehrheit gibt, und genauso, daß es im Profigeschäft um Geld geht.
Aber wir stehen vor dem Ausverkauf der Liga an fußballfremde Körperschaften, die die BuLi dann mit ihren "Ork"-Mannschaften besstzen!
Mit Neid - glauben Sie mir - hat es nichts zu tun. Mein Heimatverein wandelt in dieser Hinsicht auch auf sehr schmalem Grat, und ich bin deshalb durchaus ebenfalls in Sorge!

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cafe_kehse 28.04.2015, 12:17
53. Als Karl Alfred Weiss....

...im Radio noch Hannover-Spiele aus dem Niedersachsen-Stadion kommentierte, war die Welt an der Leine noch in Ordnung.

Hier die Mannschaftsaufstellung aus Mitte der 60er-Jahre:

Podlasly, Mühlhausen, Kettler, Breuer, Mittrowski, Laszig, Poulsen, Straschitz, Rodekamp, Siemensmeier, Gräber.

Aus diese Elf sind Podlasly, Kettler, Laszig, Rodekamp und Gräber schon tot (Quelle: Fußballdaten). Alle Namen lösen aber begeisternde Nostalgie aus.

Von den jetzigen Hannover-Spielern ist mir, obwohl Fußballfreund, kein einziger Spieler geläufig.
Darüber sollte H. Kind mal nachdenken, dass die jetzige Elf nichts mehr mit Hannvoer am Hut hat.

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thrashmail 28.04.2015, 12:18
54.

Zitat von fridericus1
... dass immer mehr Traditionsvereine zum Spielball herrschsüchtiger alter Männer verkommen. Die Aufweichung der 50 + 1 Regel ist Gift für die Bundesliga.
Was die 1. Bundesliga betrifft gehört die "50+1 Regel" abgeschafft. Sie wird sowieso schon umgangen sodass "Vereine" wie zB Wolfsburg ständig im Auge der "Fair financial play Verteidiger" ist.

Man muss sich darüber im klaren sein das die 1. BL ein "show Geschäft" ist. Volle Stadien, hohe Millionen Beträge p.a. an Spieler, SKY ist mit ´ner halben Milliarde dabei als "Melkkuh" der Vereinsmanager. Wolfsburg und Leverkusen mit Kohle Zuschuß ohne Begrenzung. Kind, Hopp & Co finanzieren.

Merke: ohne all diese genannten Möglichkeiten gäbe es keinen Reus und Ribery in der Liga. Erst recht keinen Guardiola.
Zweitens: Die 1. BL muss zusehen das sie den Anschluss behält weil sich die PL und PD nicht aufhalten lassen.

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peter_z. 28.04.2015, 12:22
55.

Es nervt sowas von wie alle Leute in Hannover diesen Typen blind abfeiern, weil er den Verein in die Bundesliga geholt hat. Liebe Leute der Mann ist Investor und hat mit seinen Kumpels jetzt eine Bundesligamannschaft für insgesamt ca. 25 Millionen Euro aus dem Verein herausgekauft. Der eigentliche Wert dürfte das 10fache betragen. Klar gesagt der Mann hat euren "Herzensverein" clever über den Tisch gezogen. Laut Mitgliederversammlung gestern hat Hannover 96 übrigens bis auf in den beiden Jahren Euroleague nur Verlust gemacht, wodurch so eine schlechte Bewertung der Anteile überhaupt erst möglich war.
Und was ist wenn Kind nicht mehr da ist? Der Verein hat zwar das Rückkaufrecht auf die Anteile. Da die einizgen Einnahmen aber von den Mitgliedern (knapp 1 Millionen) ausgehen, soll mir mal einer erklären wie die Rechnung aufgehen soll. Die Anteile gehen dann sicher an den nächsten Investor. Und wie wohlgesonnen der dann 96 ist kann keiner vorraussehen.

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peter_z. 28.04.2015, 12:24
56.

Es nervt sowas von wie alle Leute in Hannover diesen Typen blind abfeiern, weil er den Verein in die Bundesliga geholt hat. Liebe Leute der Mann ist Investor und hat mit seinen Kumpels jetzt eine Bundesligamannschaft für insgesamt ca. 25 Millionen Euro aus dem Verein herausgekauft. Der eigentliche Wert dürfte das 10fache betragen. Klar gesagt der Mann hat euren "Herzensverein" clever über den Tisch gezogen. Laut Mitgliederversammlung gestern hat Hannover 96 übrigens bis auf in den beiden Jahren Euroleague nur Verlust gemacht, wodurch so eine schlechte Bewertung der Anteile überhaupt erst möglich war.
Und was ist wenn Kind nicht mehr da ist? Der Verein hat zwar das Rückkaufrecht auf die Anteile. Da die einizgen Einnahmen aber von den Mitgliedern (knapp 1 Millionen) ausgehen, soll mir mal einer erklären wie die Rechnung aufgehen soll. Die Anteile gehen dann sicher an den nächsten Investor. Und wie wohlgesonnen der dann 96 ist kann keiner vorraussehen.

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hanky38 28.04.2015, 12:27
57. Dann...

Zitat von kodu
Fußball ist kein Wert an sich. Er wird erst werthaltig wenn es Menschen gibt, die bereit sind, auf welche Art auch immer, Geld dafür auszugeben, sich die Spiele ansehen zu dürfen. Und hier liegt der Hebel, mit dessen Hilfe sich bestimmte Entwicklungen auch wieder rückgängig machen lassen. Die entscheidende Hürde scheint derzeit aber zu sein, daß sich die "Verbraucherseite" nicht effektiv organisiert, um ihren Willen durchzusetzen. Sollte das gelingen, ist es mit dem Einbruch fußballfremder Körperschaften in die traditionellen Strukturen auch ganz schnell wieder vorbei ... !
... träumen Sie mal schön weiter.....

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hanky38 28.04.2015, 12:32
58. Wenn...

Zitat von btsvschorse
Mäzen, Sponsor, Eigentümer - ich hoffe sie machen sich mal Gedanken über die unterschiedliche Bedeutung. Zur Hilfe: - RB gehört zu 100% RED Bull und ist nur ein Pseudoverein mit einer Handvoll Mitgliedern - Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim waren die Vorreiter und Sündenfälle ( Danke DFB und DFL) der Übernahme des deutschen Profifußballs durch die deutsche Wirtschaft - 96 gehört demnächst Hern Kind - allen anderen Bundesligamannschaften haben Teile verkauft, oder auch nicht Verkauft der deutsche Fußball seine Seele weiter, ist er selbst schuld!
er nicht seine Anteile verkauft, dann dümpelt er auf dem Niveau der 1. Liga Österreichs oder Zypern daher. Keine Stars vom Format eines Ribery, Robben, Hummels, usw.
Aber Hauptsache die realitätsfremden Ultras sind überglücklich!

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hman2 28.04.2015, 12:40
59.

Zitat von Trainspotter
Was passiert eigentlich nach dem Ableben von Herrn Kind und Hopp? Wenn sich die Investoren Gemeinschaften, über die der Besitz der Vereine läuft, von dem Verein (aus welchem Grund auch immer) trennen möchten?
Dann bekommen seine Erben die Anteile, bzw. wenn es keine gibt oder die das Erbe ausschlagen, der Staat...

Wenn sich Investoren trennen wollen, na dann verkaufen sie ihre Anteile. Oder machen den Laden einfach nur dicht. Ja, Eigentümer dürfen das.

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