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Geißel Doping - ist der Radsport noch zu retten?

Der Radsport kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen. Trotz aller Beteuerungen wird offenbar noch immer massiv gedopt. Nun steht der aktuelle Tour-Sieger Alberto Contador unter Verdacht. Hat der Radsport noch eine Zukunft?

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Ragnarrök 28.01.2011, 09:34
200. j

Zitat von janos71
Fussball ist dafür aber deutlich komplexer. Hier hilft Ihnen reine Ausdauer nicht so viel weiter. Viel wichtiger sind Schnelligkeit, Regenerationsfähigkeit, Technik und Taktik.
Ja, aber der entscheidende Vorteil ist wenn man diese Qualitäten lääänger (Achtung Wortspiel) ausspielen kann.
Wenn die eine Mannschaft nach 70 Minuten langsam einbricht und die andere bis zur 90 Minute durchpowern kann. Wer hat auf Dauer den Vorteil?

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lemmiecaution 28.01.2011, 10:37
201.

Zitat von hannovernews
auch gerne Profis verpflichtet werden, die wegen Dopings gesperrt waren, und der Bund deutscher Radfahrer nicht endlich massiv einen neuen Weg einleitet, wird sich auch in Deutschland nichts in Sachen Doping ändert. ....
Weil wir beim Dopen hinterherfahren ?

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janos71 31.01.2011, 09:39
202. Doping

Zitat von Ragnarrök
Ja, aber der entscheidende Vorteil ist wenn man diese Qualitäten lääänger (Achtung Wortspiel) ausspielen kann. Wenn die eine Mannschaft nach 70 Minuten langsam einbricht und die andere bis zur 90 Minute durchpowern kann. Wer hat auf Dauer den Vorteil?
Ich will ja nicht bestreiten, dass eine gedopte Fussballmannschaft gegenüber einer ungedopten keine Vorteile besitzt. Jedoch wenn im Fussball ebenso "flächendeckend" wie im Profiradsport gedopt wird, warum werden z.B in Deutschland so wenige Profifussballer erwischt. Unter der folgenden Quelle kann man nachlesen http://www.dfb.de/index.php?id=508292: "In der Bundesliga und 2. Bundesliga werden derzeit bei mindestens drei Begegnungen pro Spieltag eine Doping-Kontrolle durchgeführt"

a) Der DFB besticht ständig die WADA und die positiven Resultate werden nicht veröffentlicht
b) Es wird im Profifussball kaum gedopt weil der Nutzen nicht so hoch ist
An a) kann ich wirklich nur schwerlich glauben, da irgendein Involvierter sicherlich plaudern würde. Das klingt für mich wie eine Verschörungstheorie ala "Die Amis waren nicht auf dem Mond
b) Meine persönliche Meinung ist, dass im Profifussball weitaus weniger gedopt wird. Prinzipiell sind natürlich noch viele weitere Varianten möglich, z.B. Die Aussagen des Quellmaterials stimmen nicht, so dass es im Profifussball gar keine Kontrollen gibt und wo nix kontrolliert wird kann auch nix festgestellt werden. Das müsste aber durch weitere Nachforschungen feststellbar sein.

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Dodol 16.02.2011, 16:25
203. Sandkastenhelden

Was soll's. Ob ein Clown im Zirkus vorher einen Schnapps getrunken hat oder nicht, wen juckt's, so lange die Leute Spaß daran haben. Ob ein Radfahrer sich irgendwelches Zeugs spritzt oder nicht, wen juckt's, so lange die Leute dies lustig finden. Mit einem fairen Wettkampf haben weder die Olympischen Spiele, noch Profifußball oder Profiradrennen was zu tun. Das sind reine Gladiatorenkämpfe wo sich irgendwelche arme Würstchen um des Geldes wegen schinden. Und die Zuschauer ergözen sich ob der schwitzenden Leiber.

Und erzähle niemand jungen Menschen das dies Rumgekaspere auf dem Fahrrad, das Rumgeeiere auf dem Rasen, das Stöhnen auf dem Centercourt oder das Rumrutschen am Hang irgendwelche Vorbildfunktion sein soll.

Wer wirklichen Wettbewerb erleben möchte, und seinen Mann oder Frau stehen will, soll dies im richtigen Leben machen. Leistungssport ist nichts anderes als Sandkastenspiele für Menschen die sich vor dem echten Leben fürchten. Und Loddar, Boris und Co als Vorbild für unsere Jugend?

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MartinB. 16.02.2011, 16:39
204. Da kann ich...

Zitat von janos71
b) Meine persönliche Meinung ist, dass im Profifussball weitaus weniger gedopt wird. Prinzipiell sind natürlich noch viele weitere Varianten möglich, z.B. Die Aussagen des Quellmaterials stimmen nicht, so dass es im Profifussball gar keine Kontrollen gibt und wo nix kontrolliert wird kann auch nix festgestellt werden. Das müsste aber durch weitere Nachforschungen feststellbar sein.
Ich bin Fan eines Regionalliga-Vereins, dessen "Stadion" doch recht... sagen wir, familiär ausfällt. Beim Bierchen nach Abpfiff ist man da in Sicht- und Hörweite der Umkleiden. Der Ruf nach ausgesuchten Spielern, die doch bitte zur Dopingprobe antreten sollen, habe ich auch in der vierthöchsten Spielklasse schon mehr als einmal vernommen.

Die Disziplinen der Leichtatlethik, des Schwimmens, des Radfahrens oder vergleichbaren Sportarten sind die Optimierung eines vergleichweise simplen Bewegungsablaufs. Jedes bißchen mehr Kraft oder Ausdauer läßt sich dort direkt in individuellen Erfolg umsetzen. Bei Mannschaftssportarten ist es nicht ganz so einfach, körperliche Leistung in sportlichen Erfolg umzusetzen.

Oder sagen wir es andersherum: Der aktuelle Wettskandal zeigt, das man abseits der ganz großen Bühne offenbar mehr Geld damit verdienen kann, zu *verlieren* statt zu gewinnen...

Auch da habe ich mit meinem Verein (leider) direkte Erfahrungen: Da sind Spiele, die laut Wettmafia eigentlich verloren gehen sollten, trotz der "Arbeitsverweigerung" einiger Spieler trotzdem gewonnnen worden. Auch das läßt Rückschlüsse darauf zu, wie stark - oder eben wenig stark - sich die Leistung eines Einzelnen auf den Mannschaftserfolg auswirkt.

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MartinB. 16.02.2011, 16:45
205.

Zitat von Dodol
Wer wirklichen Wettbewerb erleben möchte, und seinen Mann oder Frau stehen will, soll dies im richtigen Leben machen. Leistungssport ist nichts anderes als Sandkastenspiele für Menschen die sich vor dem echten Leben fürchten.
Als langjähriger Leistungssportler in einer in Deutschland reinen Amateursportart (American Football) möchte ich da heftig wiedersprechen. Sich selbst an die Grenzen treiben und die eigene Leistungsfähigkeit erleben; gleichzeitig das, was Sie das "richtige Leben" nennen, für ein paar Stunden hinter sich lassen - das hat etwas Befreiendes.

Auch wenn Sie es nicht glauben mögen, mit den Mannschaftskameraden gegen einen Gegner anzutreten zum sportlichen Kräftemessen hat in sich selber einen Wert, ganz ohne Lohn und Werbeverträge. Das Sie diesen offenbar nie genießen durften, tut mir leid für Sie.

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schleppie 16.02.2011, 16:55
206. ...

Was für ein Elend...
Da will die kluge und listige Merkel ihren größten Popularitätswidersacher kalt stellen, in dem sie ihn auf den unbeliebten Posten des Verteidigungsministers verbannt, und dann vergeht doch tatsächlich keine Woche, wo die Medien nicht ein neues Guttenberg Thema aus dem Hut zaubern um Aufmerksamkeit zu generieren.
Neulich im Supermarkt...schlimm aber wahr....in der Warteschlange vor der Kasse...da, wo die ganzen quietschbunten Hausfrauenmagazine ausliegen....Herr und Frau Guttenberg glitzernd und strahlend auf sämtlichen Titelblättern!!!

In was für einer dämlichen Zeit leben wir eigentlich mittlerweile?

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_veritas_ 16.02.2011, 17:21
207. haters

Dass jeder Radfahrer in den top 50 gedopt ist das weiss ja wohl jeder. Im Fussball da seh ich das ein wenig anders. Bei Einzelsportlern bleibt das Geheimnis gut gehütet, bei einer Mannschaft ist das schon sehr riskant. Bei den vielen Transfers heutzutage würden doch jegliche Spieler versuchen andere mit solchen Vorwürfen in den Dreck zu ziehen. Also systematisches dopen bei teams sehe ich gar nicht, das ist absolut unmöglich heutzutags.
Was mich ein wenig ärgert an diesem Artikel ist dieses diskriminieren von spanischen Sportlern.
Da muss man einfach die Klasse anerkennen im Fussball, Tennis, etc.
Aber da sticht auch wieder mal der Neid hervor wie so oft. Und dann verbindet man seine tiefsten Emotionen noch mit der wirtschaftlichen Misere eines anständigen Volkes.
Aber im Sommer dann wieder ab nach Malle zu diesen "Betrügern" nicht wahr?! Schande

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Dodol 16.02.2011, 17:22
208. Nur das richtige Leben hat Würze

Zitat von MartinB.
Als langjähriger Leistungssportler in einer in Deutschland reinen Amateursportart (American Football) möchte ich da heftig wiedersprechen. Sich selbst an die Grenzen treiben und die eigene .....
Sport als Ausgleich für beruflichen Stress und zur Freizeitgestaltung befürworte ich ausdrücklich. Dies hat aber aber nichts mit den Profikaspern zutun, deren Leben sich nur um unnützes Rumgehampel dreht.
Auch wenn Freizeitsport zum Leistungssport tendiert wird wegen des notwendigen Zeitaufwandes und der Aufmerksamkeit dafür, unvermeidlich Beruf und Familie vernachlässigt. Man kann entweder volle Leistung im Beruf erbringen oder in einem Leistungssport.

Das spielerische sportliche Kräftemessen mag wie viele andere Arten von spielerischem Kräfte messen im Bereich der Freizeit durchaus vergnüglich sein, aber die richtige Musik spielt woanders. Und wer die Möglichkeit dazu hat, den kann (muss nicht) das spielerische Kräfte messen irgendwann langweilen.

Nur haben leider viele Menschen nicht die Möglichkeit dazu, da sie wie in Deutschland oft üblich, nicht den Mumm haben im richtigen Leben etwas zu riskieren und sich durch zigfache soziale und anderweitige Ab und Überversicherung die Würze des Lebens berauben, und wegen der daraus entstehenden Reizarmut auf allerlei anderweitige Risiken in der Freizeit ausweichen.

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gurkensalat32 16.02.2011, 17:45
209. Diese...

Zitat von wilde Socke
Gähn. Die Medien machen die Heuchelei mit, weil sie was zu berichten haben. "Radsportler gedopt" ist in Wirklichkeit KEINE Nachricht, ähnlich wie "Der Himmel ist blau" oder "Der Regen ist naß". Hört endlich auf mit der Heuchelei und gebt Doping frei.
...scheinpopuläre und scheinfaire Meinung ist mehr als zynisch. Die Drogen, die die Sportler nehmen erlauben es ihnen dauerhaft in dem Bereich zu arbeiten, der vom Körper für absolute Alarmzustände reserviert ist. Bewegt man sich hier auf Dauer ist das IMMER gesundheitsschädlich.

Ihr Vorschlag würde bedingen, dass Sportler sich dem aussetzen müssen ohne die Möglichkeit auf eine dopingfreie Leistung, die irgendjemanden interessieren würde.
Bei den Gladiatoren in Rom wars wohl ähnlich.

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