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Gemeinsamer Zieleinlauf: Scharfe Kritik am Jubel der Hahner-Zwillinge
DPA

Schon wieder Wirbel um den Auftritt deutscher Leichtathleten: Nach der Kritik an Christoph Harting sind nun die Hahner-Zwillinge angegriffen worden. Sie waren gemeinsam über die Marathon-Ziellinie gelaufen.

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mcbarby 15.08.2016, 08:43
1. Ball flach halten

Was treibt denn Sabrina Mockenhaupt an, so ein von Neid und Missgunst geprägtes Statement abzugeben? Emotionen gehören verboten - soll das ihre Botschaft sein? Sie ist zutiefst zu bedauern.

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Bueckstueck 15.08.2016, 08:46
2. Hä?

Es ist doch wohl die Schuld der Medien, wenn sie lieber über ein schönes Foto berichten als über ein deutlich besseres Resultat einer anderen. Hier den beiden einen Vorwurf zu machen, ist albern. Die sind nicht dort um trübsal vorzutäuschen wenn sie abgeschlagen durchs Ziel laufen, wenn sie sich - ganz ganz mutig unterstellt - halt gefreut haben dabei gewesen zu sein.

Also, kritisiert die Sport Journallie, die haben sich die herbe Kritik redlich verdient.

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franz.v.trotta 15.08.2016, 08:48
3. Selbstkorrektur

Frau Mockenhaupt hat ihren Kommentar auf Facebook nach kurzer Zeit wieder gelöscht. Gut gemacht.

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ackergold 15.08.2016, 08:52
4.

Man kann sich wirklich und wahrhaftig über alles aufregen und wenn es überhaupt nichts mehr gibt, dann eben über gemeinsam ins Ziel laufende Zwillinge. Was soll daran bitte "nicht authentisch" sein?

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-kk- 15.08.2016, 09:00
5.

Das eigentliche Problem ist, dass jede persönliche Meinung eines Individuums heute eine Welle auslösen kann, die in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Gewicht der Meinung steht. Genau solche Artikel wie dieser hier, die aus einer unscheinbaren Meinungsäußerung, die sogar durch Löschung korrigiert wurde, eine Meldung machen, reden Konflikte und Sensationen herbei, wo keine sind. Früher wurde so etwas in den eigenen vier Wänden oder beim Bier in der Kneipe diskutiert und blieb auch da. Heute scannen Volontaireund Studenten in den Redaktionen die sog. "sozialen" Medien mit dem Auftrag, Sprengpotential zu finden und schwups, wird daraus ein handfester Skandal gezimmert, der wiederum mehr Meinungsäußerungen provoziert... and so on and so on... das selbstbefuchtende System Journalismus in den 10er Jahren des 21. Jahrhunderts, ekelig.

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zaunreiter35 15.08.2016, 09:15
6. Der Neid

läuft mit in Rio. Aber das hat Frau Mockenhaupt aus Siegen mit der Wahlsiegerländerin Silvia Neid gemein. Soviel Neid war nie..kleines Wortspiel ;-)

Mal ehrlich. Die Leichtathleten - wenn sie gerade keine Sportsoldaten sind oder freigestellte Polizeibeamte müssen ja irgendwie Geld verdienen, um ihre sportlichen Träume realisieren wollen.
Und wenn dann noch Zwillinge gemeinsam Marathon laufen, wird man doch hellhörig in der Monokultur Fußball und schaut sich das schon mal an, wenn sie im Aktuellen Sport-Studio zu Gast sind und über sich berichten dürfen. Da wird dann auch die verbiesterte Bundestrainerin gezeigt, die so ein Verhalten nicht gut heißt. Im preußischen Geiste gehören sie zurück in Reih und Glied. So ein Verhalten, wie die Bundestrainerin einfordert, oder auch jetzt wie Frau Mockenhaupt, will ich bei keinem Leichtathleten sehen oder auch bei anderen "Randsportlern", wenn sie irgendwie ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.
Sie schreiben Bücher und geben Lauf-Seminare - aber das machen andere Sportler auch. Wenn sie sich dadurch, dass sie anders sind und sich mehr lächelnd präsentieren und auch medial darstellen und dies zur weiteren Bekanntheit beiträgt, ihren Lebenstraum nachgehen können, soll mir das Recht sein.

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richardheinen 15.08.2016, 09:16
7.

Was kann man dagegen haben, wenn zwei Läuferinnen, ob Zwillinge oder nicht, die (Zitat:) weit abgeschlagen gemeinsam ins Ziel laufen? Was wird verfälscht? Wie kann ich darin eine mediale Inszenierung sehen? Dieser Schuss von Frau Mockenhaupt geht nach hinten los.

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Gerdd 15.08.2016, 09:16
8. Saure Trauben?

Sie wird ihren Faceook-Post wohl geloescht haben, als sie gemerkt hat, wie dumm er war.

Ich bin kein Wettkampfsportler, masse mir also nicht an, beurteilen zu koennen, wie bedeutsam der Unterschied zwischen Platz 44 und Platz 82 ist, aber es scheint mir doch, dass man sich da eher uebers Dabeisein freut als ueber den Sieg (?)

Genau das haben die zwei getan - vielleicht ein wenig "Eye Candy" im allgemeinen Trubel der Ambitionen - und die drei Estinnen machen diese Randerscheinung dann vielleicht noch ein wenig sympathischer. Es war nicht wichtig, aber fuer ein Laecheln allemal gut. Es hat bei Wettbewerben immer mal wieder solche Sympathietraeger gegeben, die mit dem Endergebnis herzlich wenig zu tun hatten. Auch die Araberin aus (???) die in langen Pluderhosen und mit Kopftuch einenLauf beendete, als alle anderen schon beim Abendbrot sassen, hatte unsere Sympathie, wobei sie immer noch eine politische Botschaft hatte. Aber es gab auch immer mal jemanden, der die Gelegenheit nutzte, um seine Unreife zu dokumentieren - Harting Junior ist da nur das bisher letzte Beispiel. "Haende an die Hosennaht" - wie hier ein Kolumnist formulierte - ist nun wirklich nicht mehr gefordert, aber 30 Sekundne ohne Faxen, das sollte doch moeglich sein.

Davon unabhaengig, faende ich es viel schoener, wenn wir es schafften, die Erfolge von Sportlern zu feiern, ohne sie an National-Symbole zu pappen. Dafuer hatten diese Spiele dank der Staatsdoping-Affaere mal eine gute Gelegenheit - fast voellig verspielt.

Aber wer sich zu Olympischen Spielen anmeldet, der weiss, dass er (auch) "fuer sein Land" antritt und kann sich dann darauf einstellen, dass er das ordentlich abwickelt.

Und dass Frau Mockenhaupt Menschen mit Ecken und Kanten liebt, das ist schoen. Aber sie koennte ja denen, die etwas geschmeidiger sind, ja auch den raum zur Entfaltung goennen.

Und ob sich "Ehrlichkeit und ein Kaempferherz" in unserer Gesellschaft noch lohnen, das kann man an diesem Testfall wohl wirklich nicht pruefen - andere haben auch gekaempft uns sind auch ehrlich. Dass sich ein 44. Platz im Marathon nicht nicht wirklich fuer einen Platz in der "Hall of Fame" eignet, darf man allerdings dann nicht ignorieren. Wer es nicht in die eistelligen Raenge schafft, der wird eben nicht fuer seine Lauffaehigkeiten beruehmt.

Aber ich finde es legitim, wenn sich jemand seine 15 Minuten Ruhm bei Andy Warhol mit einem (oder in diesem Fall mit zwei) Laecheln abholt

;-)

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qlcasa 15.08.2016, 09:24
9. Was soll das?

Ohne die Medien, hätte das mit der Welt weiten Aufmerksamkeit nicht geklappt. Wer die Bühne dafür schafft, sind die Medien. Ich fand es gut.

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