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Gemeinsames Foto: Merkel kritisiert Özil-Treffen mit Erdogan
Bongarts/Getty Images

Kanzlerin Merkel hat mit Befremden auf das Treffen der Nationalspieler Özil und Gündogan mit dem türkischen Staatschef Erdogan reagiert. Empörung gibt es auch in der Türkei - aus ganz anderem Grund.

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ichliebeeuchdochalle 15.05.2018, 15:58
1.

Der Einladung zu folgen ist dann problematisch, wenn der Einlader einer wie Erdogan ist. Und den Kniefall vor diesem Typen durch die Widmung auf dem Trikot ist nicht erklärbar. Und die Verharmlosung durch den Manager des DFB ist indiskutabel. Alle drei sind nicht mehr tragbar und sollten gedeuert werden.

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Seraphan 15.05.2018, 15:59
2.

Es ist schade, dass sich Özil und Gündogan von Erdogan politisch missbrauchen lassen. Ich bin sicher, sie wollten damit nicht Erdogan unterstützen. Vielmehr ist es offensichtlich eine große Ehre, für sie und ihre Familie, vom Präsidenten des Landes, in dem beide ihre Wurzeln haben, eingeladen zu werden. Statt auf ihnen herumzuhacken und öffentlich an den Pranger zu stellen, sollte man dies - wenn man sich tatsächlich von Erdogan unterscheiden will - unter 4 Augen klären. Dass Grindel in seiner Profilierungssucht da mitmischt, wundert mich nicht. Gerade beim DFB sollte das Thema intern angesprochen werden, wenn man meint, dass dies notwendig ist.

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M. Vikings 15.05.2018, 16:04
3. Das ist die Krönung - ausgerechnet Merkel.

Hätte Sie jetzt noch erklärt,
dass Sie den türkischen Außenminister nicht in Solingen sehen will,
auf einer politischen Veranstaltung
während des türkischen Wahlkampfes,
hätte sie auch das Recht zu einer derartigen Kritik.

Zwei Sportler zu kritisieren während die Bundesregierung
hier türkische Regierungsmitglieder einreisen lässt,
um mit ihren Wahlkampfauftritten Unfrieden zu stiften
ist schlicht und ergreifend unverhältnismäßig und unglaubwürdig.
Aller billigster Populismus.

Solange die Bundesgierung Erdogan hofiert,
muss man sich über so einen Auftritt von zwei Sportlern
nicht wundern.

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mullertomas989 15.05.2018, 16:04
4. Wieso....

... steht die Türkei nicht einfach dazu, die Pressefreiheit in ihrem Land ... ähm... auszusetzen??!! Wieso muss Herr Grindel jetzt auch noch negativ dargestellt werden? Er hat in höflicher, aber direkter Art erklärt, was Sache ist. Und eins ist auch klar: Den Fußball zieht hier nur einer in die Politik hinein: die Türkei mit solchen Fotos.


den Fußball in die Politik hineinzuziehen".

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spon_3811901 15.05.2018, 16:05
5. Wenn es für den grossen Landesvater ...

... nicht für eine eigene Olympiade reicht, muss halt mal der Mesut kommen. :)
Ernsthaft ... das gibt es Politiker die ihre Stadt für den G20 hergeben, damit sie mal am am Tisch der großen sitzen dürften und hier wird auf einem Sportler herum eingedroschen, der ein Trikot überreicht.
Wie dankbar muss ich sein, dass ich regelmäßig gezeigt bekomme, worin unsere wahren Probleme liegen.

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regentanz 15.05.2018, 16:07
6.

Herr Özil und Herr Gündogan sind freie Männer und dürfen sich treffen, mit wem sie wollen – was soll das ganze Theater?

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PeterMüller 15.05.2018, 16:09
7. Was nun?

Ganz einfach. Özil und Gündogan haben sich klar positioniert, sie sehen Erdogan als ihren Präsidenten an, damit sehen sie sich als Türken. Das ist absolut in Ordnung, nur macht sich der DFB zu einer Witztruppe, wenn sie weiterhin auch nur einen der beiden Spieler für die deutsche Nationalelf nominieren.

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haarer.15 15.05.2018, 16:11
8. Doppel-Moral vom Feinsten

Aber hallo Frau Merkel ... wenn Herr Erdogan politisch in der Abseitsecke ist, dürfte man doch auch keinen Pakt mit ihm schließen oder ? Der Flüchtlingspakt ist etwa nicht umstritten ? Wenn der DFB das kritisiert, dann ist das Sache des Verbandes und deren gutes Recht. Aber von politischer Seite wäre hier wohl besser Zurückhaltung oder Schweigen angesagt gewesen. Meine Meinung.

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budweiser1 15.05.2018, 16:11
9. Gerade Frau Merkel...

...die 2015 und 2017, jeweils vor den türkischen Wahlen, Erdogan besuchte und damit Wahlkampfhilfe par excellence für den Sultan machte. Sie hatte es damals nicht einmal nötig, der Opposition ihre Aufwartung zu machen.
Von Fussballern kann man nicht erwarten, dass sie die Spielregeln der Diplomatie bzw. die Bedeutung von Bildern und Gesten beherrschen. Aber von der deutschen Bundeskanzlerin kann man das schon erwarten.
Ohne Özil und Gündogan verteidigen zu wollen - aber was ist der Unterschied zwischen einer Frau Merkel, die in die Türkei fliegt und Erdogan ihre Aufwartung macht, und den beiden Jungs, die nicht mehr können als Fussball spielen?
Jeder kehre vor seine eigenen Tür....

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