Forum: Sport
Gender Pay Gap im Sport: Superstar mit Nebenjob
Elaine Thompson / AP

Viele US-Basketballerinnen spielen in mehreren Ligen, weil sie in der WNBA unterbezahlt sind. Eine der Besten, Breanna Stewart, hat sich dabei verletzt. Ihr Fall ist der neueste in der Debatte über Gleichbehandlung.

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ole#frosch 22.04.2019, 09:57
1. nicht alles was hinkt...

Die Liga der weiblichen us Basketballer muss sich ja auch finanzieren und wenn die Liga insgesamt nicht so viel Gewinn erwirtschaftet, dann kann sie auch nur wenig ausschütten, auch prozentual vesehen.
Ansonsten wäre die Liga irgendwann pleite und die Spielerinnen müssten immer im Ausland spielen, wollten sie Geld verdienen.
Profisport ist Business und entsprechend kann nur soviel Geld als Gehalt verteilt werden, wie das Business erwirtschaftet.

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stagedoor 22.04.2019, 10:35
2. Vorschlag

Die männlichen NBA Spieler könnten eine Initiative starten, womit sie eine freiwillige Summe in einen Topf einzahlen, um die ungleiche Bezahlung etwas abzumildern. Diese Gesamtsumme wird dann zum Beispiel als Sockelbetrag an die Spielerinnen ausbezahlt. Ähnliche Bewegungen gab es bereits im Fußball für weltweit gerechtere Bildung.

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symolan 22.04.2019, 10:43
3. Die Armen

Möchten auch verdienen wie LeBron. Verständlich, wer will das nicht.
Der Markt ist der Markt und ebensowenig wie er den 2. BL-Liga Spielern dieselben Saläre wie CR7 gewährt wird's auch beim Damenbasketball sein. Wenns keinen interessiert liegt halt nicht so viel drin. Mag sexistisch sein, ist aber eine Realität, die niemand weggendern wird.

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mindmonkey 22.04.2019, 10:47
4. Eine Frage der Nachfrage.

Profi Basketball in den USA ist ein denkbar schlechtes Beispiel für den Genderpaygap.

Die Nachfrage nach Frauenbasketball scheint ja offensichtlich wesentlich geringer zu sein als bei den Herren. Herrenbasketball hat ja mit Sport auch nicht mehr wirklich viel gemein. Es ist ein Event, ein Schauspiel...

Dadurch sind natürlich die Erlöse durch Fernsehergelder, merchandising etc. ein vielfaches geringer bei den Damen.

Das wäre in etwa so, wie wenn man die Gehälter eines Fussball-Stars der 1. Bundesliga mit dem eines gleichwertigen Handballers vergleicht – es sind quasi 2 unterschiedliche Sportarten.

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RealSim 22.04.2019, 10:48
5. Pay Gap

"Demnach stünde der Center von Minnesota anhand ihrer sportlichen Leistung ein Jahresgehalt von 1,22 Millionen US-Dollar zu."

Was soll denn das heißen, dass es ihr "zusteht"? Ich würde jetzt mal provokant argumentieren, dass so viel Geld noch nichtmal ihren männlichen Kollegen zusteht. Man muss mal einen Schritt zurückgehen und schauen um was es hier geht: Weil Leute eine sinnlose Tätigkeit wie einen Ball in einen Ring werfen, oder andere daran hindern, gut beherschen sollen sie Millionäre werden. Vielleicht sollte man auch einfach feststellen, dass dort niemand in dieser Sportart unterbezahlt ist sondern alle überbezahlt und die Männer noch schlimmer als die Frauen. Das ist doch auch eine legitime Sichtweise.

Aber gut, meinethalben sollen die Leute ruhig Millionäre sein, das ist OK für mich. Ich hätte auch kein Problem damit, wenn die Frauen 5 mal so viel verdienen würden wie die Männer. Aber auch hier ist das kritisieren des Pay Gaps nur an der ideologisch genehmen Stelle vorhanden. Denn es gibt ja alle Arten von Gaps. Leistungs Pay Gap, Liga Pay Gap, Vermarktungspotenzial Pay Gap. Also auch innerhalb eines Genders gibt es gigantische Unterschiede im Gehalt. Aber das lässt sich alles mit einem Wort erklären: Marktwirtschaft. Die war noch nie ganz Gerecht.

Ich glaube jedenfalls nicht, dass da irgendjemand aus Samaritertum Männern 50% des Ligaumsatzes bezahlt und aus Frauenhass den Frauen nur 22,8%. Da gibt es sicherlich andere Gründe.

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slideaway 22.04.2019, 10:51
6.

das problem der wnba ist, dass sich nun mal niemand wirklich dafür interessiert. selbst jetzt, wo die spielerinnen nur diesen geringen anteil der einnahmen erhalten, macht die liga miese. sie existiert im grunde nur, weil sie von der nba querfinanziert wird.

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timtimtam 22.04.2019, 10:54
7. Unterbezahlt?

Ich lese 65.000 Dollar und dann braucht man noch einen Nebenjob? Das ist ein ordentliches sehr gut bezahltes Gehalt. Da gehört man schon zu den Besserverdienenden.

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ChristianPrivat 22.04.2019, 11:08
8. Wnba

Im Durchschnitt macht die WNBA seit Bestehen Verluste von 10 Millionen USD p.a. Dies wird gezahlt von der NBA. Immer mehr Teams ziehen in kleine Hallen um weil Sie die Arenen nicht annähernd füllen können.

Männliche Handballer, Volleyballer, Wasserballspieler, Ruderer, Schiess-mich-tot-Athleten erhalten weniger als Fussballprofis. Da fordert doch auch niemand ernsthaft Anpassungen. Ist nicht anders als im Berufsleben; wenn dein Traum Florist/Friseur ist, dann nimm ihn wahr, aber klag bitte nicht das ein Ingenieur, studierter IT-Profi mehr Lohn erwirtschaftet.

Die (männliche) NBA zahlt jedes Jahr Millionen um die WNBA überhaupt zu ermöglichen; eine Gender Sache daraus zu machen ist lächerlich.

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h3micuda 22.04.2019, 11:22
9. Angebot und Nachfrage

Würden die Damen die gleiche Zahl von Zuschauern begeistern, dann hätten sie eine bessere Verhandlungsposition. Die Nachfrage ist aber schlichtweg nicht vorhanden. Und das Argument mit dem Umsatzanteil ist betriebswirtschaftlich haarsträubend, denn es gibt noch so eine komische Sache, die Kosten genannt wird.

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