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Geröll und Wetterkapriolen: Rennabbruch verhagelt Frankreich die Tour
Thibault Camus / AP

Eine Verletzung, Geröll, Hagel und ein starker Egan Bernal zerstören Frankreichs Traum vom ersten Toursieg seit 34 Jahren. Thibaut Pinot bricht noch auf dem Rad in Tränen aus.

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nouseforanothername 27.07.2019, 00:14
10. @ cahill, #5

Ziemlich seltsame Theorie. Würde die heutige Etappe gar nicht gewertet, hätte Alaphilippe vor der morgigen, übrigens auf etwa 60Km verkürzten, Etappe weiterhin etwa 1:30Minuten auf seine Verfolger Vorsprung. Genau das würde ihm also sehr zupass kommen.
Dadurch dass die Etappe gewertet wird, ist er das gelbe Trikot los und Bernal führt mit 0:45Minuten vor ihm. Was genau nicht den Franzosen bevorteilt.

Und deshalb wurde vermutlich auch die morgige Etappe auf 60Km mit einzig dem Schlussanstieg nach etwa 30Km flacher Anfahrt verkürzt: geht Quickstep all-in und macht ein Berg-Zeitfahren daraus, wie wohl alle GC-Teams, besteht die ganz leise Hoffnung dass Alaphilippe zumindest das Podium verteidigt. Mit drei Bergwertungen Morgen wäre er nach heute vermutlich gnadenlos geplatzt.

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dragondeal 27.07.2019, 05:26
11. Hmm

Emanuel Buchmann fährt ohne Zweifel taktisch eine sehr gute Tour. Dennoch fand ich ihn bisher zu passiv für einen Platz auf dem Podium, bis auf den halbherzig Angriffs ersuche war er nicht zu sehen. Möglicherweise liegt das auch am Prämiensystem der Tour, dass er so auf Position halten fährt und nichts riskiert hat. Naja, mal sehen, was diese letzte Bergetappe bringt.

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leserlich 27.07.2019, 06:55
12.

Zitat von DiegoMarlasca
Keine Ruhetage am Wochende, tolle Strecken und ein sehr nah zusammenliegendes Spitzenfeld. Ich habe auch die heutige Etappe mit Begeisterung verfolgt. Der Abbruch war absolut richtig. Alaphillippe hätte auf der letzten Abfahrt kaum Zeit gut gemacht znd hätte wohl am letzten Anstieg noch mehr Zeit verloren. Ich drücke Buchmann die Daumen für das Podium. Er war bisher immer bis zum Schluss in der Spitzengruppe und hat am Tourmalet gezeigt, dass er auch angreifen kann.
Ich sehe es als nicht ausgeschlossen an, dass Alaphilippe zumindest den jetzigen Gesamt-Zeitrückstand wieder aufgeholt hätte. Der letzte Anstieg war nicht so steil, hätte ihm mehr gelegen. Sei es wie es sei, er hätte dann heute wohl das Trikot verloren. Und so wird er nun leider auch einen Podiumsplatz einbüßen. Kruijswijk, Buchmann, Thomas, sie alle wird er auf den Rampen der letzten Etappe nicht aufhalten können. Schade, er hat beeindruckend gekämpft.

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J.Corey 27.07.2019, 11:19
13. Ich finde ...

... das man aufgrund des Abbruchs dieser Etappe am Sonntag entgegen der Tradition das gelbe Trikot durchaus attackieren sollte. Außerdem hätten die Statuten es hergegeben die Etappe gar nicht zu werten - Mannschaftsradsport ist ein sehr strategisches Geschäft geworden und jetzt kommt quasi ein recht zufälliges Ergebnis in die Wertung. Natürlich war die Lage zumindest im vorderen Feld der Etappe für alle gleich, trotzdem finde ich, dass man diesen Teil der Entscheidung durchaus kritisieren kann. Der Abbruch war bedauerlich aber alternativlos, doch die Frage der Wertung ...

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tomdooley 27.07.2019, 11:31
14.

Zitat von J.Corey
... das man aufgrund des Abbruchs dieser Etappe am Sonntag entgegen der Tradition das gelbe Trikot durchaus attackieren sollte. Außerdem hätten die Statuten es hergegeben die Etappe gar nicht zu werten - Mannschaftsradsport ist ein sehr strategisches Geschäft geworden und jetzt kommt quasi ein recht zufälliges Ergebnis in die Wertung. Natürlich war die Lage zumindest im vorderen Feld der Etappe für alle gleich, trotzdem finde ich, dass man diesen Teil der Entscheidung durchaus kritisieren kann. Der Abbruch war bedauerlich aber alternativlos, doch die Frage der Wertung ...
Was wäre denn, wenn die Etappe gar nicht gewertet worden wäre?
Bernals Angriff wäre komplett verpufft, wäre das gerechter gewesen?

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