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Geschenktes Tor in Englands Zweiter Liga: "Die ganze Welt sollte sich das anschauen"
Clint Hughes / DPA

Es war eine der kuriosesten Szenen des Fußballjahres: Leeds-Trainer Marcelo Bielsa verordnete seinem Team ein Gegentor - aus Fairplay-Gründen. Einige Kollegen sind des Lobes voll, aber nicht jedem gefällt die Aktion.

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saarkast 29.04.2019, 15:01
1. Seltene Momente!

Es sind solche seltenen Momente, in denen man geneigt ist zu glauben, dass es in diesem knallharten Geschäft doch noch einen glaubwürdigen Rest an Sportsgeist und Fairness gibt! Zumal es hier kein PR-Gag war, sondern die Aktion das Team sogar den Aufstieg kosten kann!
Ich ziehe den Hut vor Mr. Bielsa!

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wjb27 29.04.2019, 16:11
2. Die andere Seite

Dann werden wohl nicht wenige Spieler den stzebenden Schwan machen wenn der Gegner n einer aussichtsreichen Position ist.

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LariFariMogelzahn 29.04.2019, 16:40
3. Grundsätzlich eine noble Geste

Aber wie ein Vorredner schon bemerkt hat: Es gibt genügend Spieler, die versuchen für den Oscar nominiert zu werden (z.B. bei einer knappen Führung). Und dann ist das Einstellen des Spielens eben unfair für die eigene Mannschaft. Fair play geht immer nur wenn alle mitziehen. Ist halt immer der Einzelfall, der betrachtet werden muss...

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fat_abbot@web.de 29.04.2019, 17:14
4.

zuerst einmal empfehle ich jedem, sich die Szene mal anzuschauen, bevor er darüber urteilt.

Roberts tut, als ob er den Ball fair ins Aus spielen wöllte und spielt ihn dann doch seinem Mann (übrigens wohl auch Abseits) in den Lauf. Das war schon grob unfair.
Und da spielt es auch keine Rolle, ob der Spieler nun schauspielert oder nicht.

Bielsa war schon immer "anders" als viele in diesem System, und ihm wurde schon oft seine Konsequenz und Integrität zum Verhängnis (was viel über den Fussball an sich heutzutage aussagt!)

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Hörbört 29.04.2019, 17:39
5. Der Spieler Gespür für Show

Zitat von LariFariMogelzahn
Aber wie ein Vorredner schon bemerkt hat: Es gibt genügend Spieler, die versuchen für den Oscar nominiert zu werden (z.B. bei einer knappen Führung). Und dann ist das Einstellen des Spielens eben unfair für die eigene Mannschaft. Fair play geht immer nur wenn alle mitziehen. Ist halt immer der Einzelfall, der betrachtet werden muss...
Bin mir sehr sicher, dass die Spieler beider Teams in einem Match sehr gut wissen, wenn jemand schauspielert oder es tatsächlich ernst ist. So sieht man z.B. oft genug, dass das eigene Team weiterspielt, obschon sich ein Kollege im vermeintlichen Todeskampf auf dem Rasen wälzt. Und ebenso oft bewirkt das dann auch eine spontane Wun(der)heilung.

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legeips62 29.04.2019, 17:39
6. Wer das Video

gesehen hat, sieht, dass ein Leeds Verteitiger ganz und gar nicht mit der Entscheidung einverstanden war. Der Schiri hat nicht gepfiffen, das Spiel läuft somit weiter... Tor für Leeds.. und ein Zeichen für alle "Bodenwälzer" die einen Spielzug unterbrechen wollen...

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mvaugusta8 29.04.2019, 17:51
7.

Wie schon mein Vorredner sagte, geht es nicht ums Weiterspielen an sich. Der Spieler von Leeds verlangsamt das Tempo, guckt zur Seite und scheint den Ball herrauszuspielen. Daraufhin schalten die Gegenspieler ab und der Steilpass überrumpelt die gesamte Abwehr. Hätte Leeds in normalen Tempo weitergespielt und den Gegner nicht getäuscht, wäre es meiner Meinung nach ein absolut korrekter Treffer gewesen(ethisch gesehen). Man muss nicht bei jeder Verletzung im Niemandsland den Ball ins Aus befördern. So fand ich es eine sehr faire und richtige Geste, dem Gegner ein Tor zu schenken.

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Reiner Geist 29.04.2019, 18:10
8. Erinnere mich auch anders

Am 18.5.1996 letzter Spieltag. 1.FC Kaiserslautern muss nach Leverkusen. Einer der beiden muss absteigen. Ein Unentschieden reicht Leverkusen. Bis zur 81.Minute führt Kaiserslautern durch ein Tor von Kuka. Dann liegt Marshall verletzt am Boden Miro Kadlec spielt den Ball ins aus. Den Einwurf gibt Bayer nicht zurück und Leverkusen erzielt aus diesem Angriff den Ausgleich. Brehme weint. Aber dann kam Otto Rehagel. Wiederaufstieg, Meisterschaft.
Those were the days.

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spiegeleck 30.04.2019, 13:04
9. Fussball - Brexit - Leeds gegen Villa

Was für ein "Fairplay" !?

Die umstrittene Szene war ein klares Foul des ("roten") Spielers.
Dass aber nicht der "weiße" Spieler, sondern der "rote" dann hingefallen ist, spielt für eine Foulabsicht keine Rolle.
Der Schiedsrichter hat die Vorteilsregel in diesem Moment und zugunsten der "Weißen" angewandt. Ich bleibe dabei:

Der einzige klar denkende und vernünftige Spieler war der Verteidiger der "Weissen" (ein Schwede), und der sich sportlich verhalten
hat. Es war richtig, die gänzlich unsportliche Haltung aller und die seines Trainers nicht zu beachten und zu versuchen, das gegnerische Tor zu verhindern. Alle anderen sollten sich angesichts dieses "Brexits" sowie der mannigfachen deutschen Haltung hierzu im Fußball schämen.

Der Schiedsrichter hätte dieses Tor m.E. wegen grob unsportlichen Verhaltens des durch den Trainer handelnden Vereins gar nicht anerkennen dürfen.

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