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Gewalt in der Kreisliga: Meister - weil keiner gegen sie spielen will
DPA

Eine Kreisliga boykottiert geschlossen die Spiele gegen ein Essener Fußballteam - das streicht die Punkte ein und wird Meister. Konkurrenten werfen dem Klub "unfaires und brutales Verhalten" vor, der sieht sich zu Unrecht angeprangert.

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themistokles 12.05.2015, 17:22
1.

""Es fällt schon auf, dass die Brutalität bei Fußballspielen extrem geworden ist", sagte ein Polizeisprecher"

Endlich auch mal ein Statement von "offizieller Seite" bzw. der Polizei. In der Tat ist die Gewaltbereitschaft in den unterklassigen Ligen enorm bis erschrecken. Nicht nur bei den Spielern sondern auch bei "Fans" und Betreuern der Mannschaften. Und noch erschreckender: sogar schon bei Jugendmannschaften.

Sicherlich betrifft dies nicht alle Ligen und Mannschaften. Aber schon mehr als genug, um noch von "bedauerlichen Einzelfällen" reden zu können.

Abschließend sei auch noch bitte die Bemerkung erlaubt, dass dies dann doch irgendwie ein fußballspezifisches Problem ist.

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alternativloser_user 12.05.2015, 17:23
2. ...

Und was lernt man daraus ?
Wer sich rücksichtlos verhält und genug Angst und Schrecken verbreitet, der ist zwar nicht beliebt, aber kommt weiter im Leben bzw. wird in diesem Fall Meister.

Im Rest der Gesellschaft und nicht nur beim Fußball läufts mittlerweile doch auch so. Wer Erfolg haben will, ist doch fast schon gezwungen sich den anderen Mitmenschen gegenüber wie ein Arschloch zu verhalten.

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KJB 12.05.2015, 17:30
3. Mehr sperren

Im Amateurfußball wird viel zu lasch durchgegriffen. Insbesondere Vereine aus strukturschwachen Orten oder mit hohem Migrantenanteil haben doch das Problem das nicht nur Spieler sondern auch der anwesende Fananhang immer wieder negativ auffällt. Da sollten die Verbände nach zufallsprinzip Leute zur Überwachung der Spiele abstellen, bei Verstössen radikal punkte abziehen und lebenslange sperren deutlich häufiger aussprechen. Unter den Spielern ist bekannt wie weit man gehen kann und der Grenze ist man oft sehr nahe. Bei den Fans ist es das gleiche, es gibt Vereine da fährt keiner mit ans Auswärtsspiel weil man danach abgetretene Außenspiegel am Auto hat. Manche die vom Elternhaus zu wenig fürs Leben mitbekommen haben müssen eben erst auf dem Platz erzogen werden und dazu gehören saftige strafen. Hart, aber das ist die Realität in den Amateurligen.

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geando 12.05.2015, 17:33
4.

Man kann die Teambilder "googlen": Viele wissen, woher der "Trend zu immer extremerer Brutalität im Fussball" kommt, das weiss auch die Polizei. Man nennt das Kind aber nicht beim Namen...

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Seraphan 12.05.2015, 17:38
5.

Das wär's noch, den Aufstieg ablehnen und weiter in der Liga spielen. Die anderen würden sich freuen. Der Boykott ist eine Kapitulation und eine Einbahnstraße. Ich bin froh, dass ich altersbedingt nicht mehr spiele. Auf so etwas hätte ich keine Lust. Hier helfen nur drakonische Strafen gegen gewalttätige Spieler. Und zwar so lange, bis der Verein ein Interesse daran entwickelt, auf seine Spieler einzuwirken.

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dfritzg 12.05.2015, 17:39
6. na denn

Augen zu und durch, so kommt man zu etwas. Eine Schande für den DFB.

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hatem1 12.05.2015, 17:42
7. Da steht ein rosa Elefant...

... auf dem Fußballfeld - und keiner redet drüber. Man wird das Problem aber nicht lösen, wenn man nicht bennent, was jeder weiß.

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thrashmail 12.05.2015, 17:47
8. Genial

ich plädiere schon seit langem für eine Liga "especiale" ohne Schiri, ohne Spielregeln, ohne Aus (Gummiwand ringsum). Die "Normalos" sind doch alles Weicheier :-)

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bratwurst007 12.05.2015, 17:48
9.

"Denn bei den Gelben und Roten Karten liege seine Mannschaft im Mittelfeld der Kreisliga."

Erkennt der Gutste den Widerspruch. Trotz 20 geschenkter Spiele nur im Mittelfeld? Mir wäre das ohne Ende peinlich.

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