Forum: Sport
Gewalt gegen Unparteiische: Schiri, du Arschloch!
kicker.tv

Es ist die hässliche Seite des Fußballs: Fast an jedem Wochenende werden Amateurschiedsrichter bespuckt, geschlagen und getreten. Der DFB redet das Problem klein, doch das Ausmaß der Gewalt ist erschütternd.

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ray05 28.08.2016, 13:07
210.

Zitat von SP70
Ich war leider auch so ein "Penner" auf dem Spielfeld. Habe meine Gegenspieler bei Gelegenheit verbal provoziert und beleidigt. Der Schiedsrichter bekam auch gerne sein "Fett" weg. Dann war ich in einem neuen Verein und wollte/sollte dort 1.Herren spielen. Trainer verliest den Kader und ich war nicht dabei. Anschließend erklärte er mir: "So wie Du Fußball spielst, wirst Du bei mir nicht auflaufen. Du spielst gegen die andere Mannschaft und gegen den Schiedsrichter. Aber ich will, dass wir mit der anderen Mannschaft und mit dem Schiedsrichter spielen. Denn wenn die nicht da sind, dann ist Fußball blöd!" Danach hatte ich es kapiert. Man kann hart und intensiv Fußball spielen. Aber es gehören auch Fehlentscheidungen und Fouls zum Fußball. Tätlichkeiten, Beleidigungen oder vorsätzliche Körperverletzungen sind kein Fußball und gehören hart bestraft! Am Ende müssen sich alle ins schmutzige Gesicht gucken und sagen "Geiles Spiel"!
Sehr guter Beitrag. Ja, Sport an sich ist Erziehungssache. Lernen, dass man sich Regeln/Konventionen unterwerfen soll und trotzdem den größtmöglichen Spaß und Erfolg haben kann. Dass eins ohne das andere gar nicht zu haben ist. Mannschaftssportarten wie Fußball oder Rugby sind überhaupt nur erfunden worden, um die Menschen zivilisierter zu machen.

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nur_samstags 28.08.2016, 13:13
211. Regeländerungen müssen her

ein Problem ist doch, dass beim Fußball viele Provokationen zu lasch geahndet werden. Das kann sich dann im Zusammenspiel mit den Zuschauern schnell aufschaukeln. Da sind z.B. die Handball Regeln wesentlich strenger. Handball mit sehr viel Körperkontakt hat kaum ein Aggressionspotential weil jede Unmutsbekundung zu Schiedsrichter Entscheidungen sofort mit Zeitstrafe geahndet wird. Meckern, Ball wegschlagen und ähnliche Unsitten kommen hier nicht vor. Da sollte man aktiv werden.

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hockeyversteher 28.08.2016, 13:15
212. Da in Irland oder Fidschi ...

Zitat von widower+2
In 45 Jahren als Spieler und Trainer im Fußball habe ich auch noch nie einen tätlichen Angriff auf einen Schiedsrichter erlebt. Nicht einen einzigen! Würden genauso viele Leute Handball oder Rugby spielen wie Fußball, würde es auch dort vereinzelte Vorfälle dieser Art geben. Da können Sie sicher sein.
... durchaus mehr Rugby als Fußball gespielt wird, können Sie sicher ein paar Meldungen heraussuchen, von Ereignissen dass Spieler einen Schiedsrichter vermöbelt haben. Ich meine wortwörtlich EINEN.

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wahrsager26 28.08.2016, 13:17
213. Warum soll es denn

auf dem Platz anders aussehen als in der übrigen Gesellschaft?Ich sehe da Parallelen!Danke

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Atavist 28.08.2016, 13:19
214. Und täglich grüßt das Murmeltier ...

Zitat von soschautsaus2014
Letztes Jahr erhielt ein Fan ein Stadionverbot für 10 Jahre, weil er ihn als schwule Sau beschimpft hat. Und das war kein Provinzduell, sondern bei einem Spiel vor 82000 Zuschauern im Londoner Rugby-Stadion Twickenham. Und Fußball bekommt es nicht mal hin Gewalttäter zu sperren? Im Vergleich eine ziemlich lächerliche Veranstaltung.
Bei diesem Vergleich würde mich übrigens auch mal sehr interessieren, wie viele türkische, libanesische oder arabischstämmige Namen man in solchen Football- oder Rugby-Teams findet ...

Die Realitätsverweigerung bzw. der wohlfeile Relativismus, die sich in Artikeln und vielen Kommentaren zu diesem Thema immer wieder zeigen, bewegen sich irgendwo zwischen absurd und erschreckend. Deutlichere Worte waren vor einiger Zeit immerhin mal in der ARD-Doku "Fußball brutal" zu hören, in der z. B. jemand wie Dieter Westermann vom Kreissportgericht Celle das Problem mit gewissen Migrantengruppen anspricht (die Doku findet sich auf youtube unter "Fußball brutal - Wenn der Schiri zum Freiwild wird"). Was nur die Erfahrungen bestätigt, die viele Beteiligte machen und die sich z. B. in meinem Umfeld genauso oft wiederfinden wie in diversen Internet-Diskussionen.

Insofern auch Dank an Kommentatoren wie "elCaputo" (#70) oder " Jabromski" (#108), die völlig zurecht gewisse Muster erwähnen, die sich regelmäßig wiederholen ...

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mad_man_walking 28.08.2016, 13:28
215. !

Es ist doch wie im "richtigen Leben":

Wer ständig zurückweicht, entschuldigt und relativiert erreicht nur, dass die Täter sich bestätigt fühlen und erst richtig aufdrehen.

Mal ein ganzes Jahr einen Schiedsrichterstreik konsequent durchziehen und dann wird man ja sehen, wie die Verantwortlichen Reagieren.

Mit rumjammern oder läppischen "Strafen" wird man das Problem sicher nicht lösen !

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newline 28.08.2016, 13:30
216. Erinnern wir uns,

wie Roger Schmidt von Bayer 04 Leverkusen den Schiedsrichter mit einer "Bei-Fuß"-Geste, die er sich bei Hundehaltern abgeschaut hatte, aufforderte, zu ihm zu kommen.
Erinnern wir uns an das Verhalten des Herrn Völler.
Dann wird ernsthaft darüber diskutiert, der Schiedsrichter hätte seine Entscheidung gegenüber dem Trainer begründen müssen.
Der Schiedsrichter hat den undankbarsten Job, bekommt keine Anerkennung oder Respekt, weder von Zuschauern, Spielern, Trainern oder Medien.
Ach ja, er verdient auch am wenigsten.

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FeiHung 28.08.2016, 13:30
217. Eine Frage

Zitat von michael1974
Hahaha, umgekehrt wird ein Schuh draus! Was Sie meinen, ist die "Migranten sind an allem Schuld"-Keule, die von den AfD (Anlaufstelle für Dumme)-Mitläufern reflexartig rausgeholt wird. Leute, glaubt ihr den Quatsch wirklich? Dass Respektlosigkeit dem Schiri (oder auch Polizei und Lehrkräften) gegenüber ein "Migrantenproblem" ist? Wie lächerlich und armselig ist das denn... Bitte zitieren Sie doch erstmal die Quellen, denen Sie solche Informationen entnehmen. Und wenn Sie schon dabei sind, zitieren Sie doch bitte "den eigentlichen Nazi-Quark", den ich selbst "abgelassen" haben soll. Wirklich unfassbar...
Haben Sie in Ihrem Leben eigentlich selbst mal Fußball im Verein gespielt?
Ich nehme eher an, nein. Sonst hätten Sie nämlich Ihre Erfahrungen selbst gemacht. Denn es ist ganz einfach wirklich so, dass es vor allem Spieler mit Migrationshintergrund sind, die leicht gewalttätig werden oder Drohungen aussprechen. Das kann ich Ihnen durch diverses Selbsterleben garantieren, die geforderte Quelle bin also ich. Es ist ganz einfach so. Ich find das auch blöd, ich wünschte mir, es wäre anders, weil auch mein Weltbild grundsätzlich ein anderes ist, aber eine Tatsache bleibt leider nun mal eine Tatsache. Ausnahme sind vielleicht einige ostdeutsche Dorfvereine, in denen Nazis bestimmend sind, da gab es kürzlich mal so einen Fall. Da geht es vielleicht ähnlich zu. Aber besonders im großstädtischen Milieu sind es nun mal eher Migranten. In meinem Fall waren es praktisch immer Türken oder Spieler vom Balkan. Ich will nicht in Abrede stellen, dass da vielleicht auch soziale Gründe eine Rolle spielen, aber eine Tatsache bleibt am Ende trotzdem eine Tatsache. Wenn Sie selbst suchen, dann werden Sie übrigends die diversen Berichte im Internet finden und Sie werden sehen, dass so gut wie immer Spieler mit Migrationshintergrund aus Vereinen mit Spielern, die fast ausschließlich Migrationshintergrund haben, die Täter sind. Es hilft ja nichts, es bringt ja auch nichts, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen.

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t dog 28.08.2016, 13:31
218. Zu Beitrag 166

Richtig. Sonst gehen die Leute wieder demonstrieren und stellen der Regierung Forderungen. So lange die Bürger untereinander mit ihrer persönlichen Sicherheit beschäftigt sind, dann haben sie weniger Energie für die Politik. Außerdem entsolidarisieren sich die Bürger dadurch stark von ihrer Gesellschaft in der sie leben. Kein Wir-Gefühl = Kein Zusammenhalt.

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schwaebischehausfrau 28.08.2016, 13:36
219. @David K.: Nicht ganz...

Zitat von David K.
Die Wahrheit ist, dass die Brutalität fast ausschließlich von "Jugendlichen mit arabischem Migrationshintergrund" ausgeht. Und warum der DFB nix tut? Aus dem gleichen Grund, warum dieser Artikel das Problem nicht beim Namen nennt: Es wäre politische unkorrekt. Damit bleibt alles so, wie es ist! Aber denken wir mal weiter, denken wir mal, dass der DFB wirklich gegen das Gewaltproblem vorgehen würde. Dann wäre doch der SPIEGEL das erste Magazin "auf'm Platz" was laut Rassismus schreit......Fazit: Elende deutsche Heuchelei - man könnte kotzen.
Ich habe in Amateur-Ligen in vielen Jahren ne ganze Menge Ausschreitungen mitbekommen - je niedriger die Amateurliga, je übler die Ausschreitungen. und da haben sich auch "bio-deutsche" Bauern so richtig gekeilt mit anderen bio-deutschen Bauern aus dem Nachbardorf. Insofern ist ihre Aussage, dass es "fast ausschließlich um Jugendliche mit arabischem Migrationshintergrund geht", nicht korrekt. Es stimmt aber, dass bei den dokumentierten Ausschreitungen bei Amateur-Spielen die Mannschaften + Spieler mit Migrationshintergrund einen deutlich höheren Anteil an gewalttätigen Ausschreitungen haben. Es gab vor ca. 2 Jahren (vor der WM in Brasilien) darüber eine ARD/ZDF Doku, in der u.a. eine Studentin dies in ihrer Diplom-Arbeit untersucht hat und zu diesem Ergebnis gekommen ist. Kann mir auch nicht vorstellen, daß der DFB oder irgendein Landesverband dies ernsthaft bestreiten würde. Es hängt aber sicher nicht mit der Glaubensrichtung zusammen, sondern eher mit "südländischem Temperament", denn eine vermehrte Anzahl von Spiel-Abbrüchen gab's auch schon ab den 70/80iger Jahren, als erstmals Mannschaften aus "Gastarbeiter-Ländern" wie Italien, ex-Jugoslawien und der Türkei am Spielbetrieb in den Amateurligen teilgenommen haben. Und zu beobachten ist auch eine stärkere Gewaltbereitschaft: Wo der "bio-deutsche" Ausraster es meist bei ein paar Rempeleien oder einer Kopfnuß belassen hat, ist die Gewaltbereitschaft in einigen gesellschaftlichen Gruppen leider höher - so wie es früher in Deutschland zwar die üblichen Kirmes-Schlägereien gab, aber kaum Messer-Stechereien. In einigen Kulturkreisen sitzt das Messer eben traditionell lockerer als in anderen. Der Amateurfußball spiegelt insofern exakt das wider, was auch in anderen Bereichen des Lebens (Disco-Schlägereien, Schulhof-Gewalt, Körperverletzungen etc.) zu sehen ist - eine teilweise gescheiterte Integration seit 40 Jahren

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