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Gleichberechtigung im Fußball: Nationaltorhüterin Schult prangert Haltung im DFB an
Matthias Hangst / Getty Images

Während andernorts Spielerinnen gegen Ungerechtigkeit kämpfen und ihr Sport wächst, wurde in Deutschland lange geschwiegen. Nationaltorhüterin Almuth Schult kritisiert nun den Verband und beklagt Geringschätzung.

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Leser_01 30.04.2019, 12:56
1.

Es stellt sich die Frage, welchen Anteil Frauenfussball am Marktvolumen hat. Wenn es mehr Zuschauer generiert, könnte man den Frauen sogar höhere Gehälter zahlen, als der Männernationalmannschaft. Der Markt regelt das von ganz alleine, sofern man ihn lässt.

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Edenjung 30.04.2019, 13:10
2. Nicht nur Frauenfußball

Ich kann die Frau verstehen.
nicht nur in Bezug auf den DFB, aber auch mit Sport in Deutschland.
Andere Sportarten in denen wir mal Erfolg haben (unsere Damen im fußball sind zigmal erfolgreicher als die Männer, was die gewonnenen Trophäen angeht) werden kaum berücksichtigt. Das geht soweit, dass wir nach einer Silbermedalie nichtmal nen paar Playoff-Spiele im Free-tv sehen können. Die Spiele der Frauen-Champions-League wären ja prädestiniert für den Nachmittag bei den ÖRs und Samstag-Abends nach der Sportschau dann schön die DEL-Playoffs oder nen NHL Spiel.

Aber nö muss ja ne belanglose sendung oder Spielshow sein.

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zauberer2112 30.04.2019, 13:21
3. Das ist bei den Männern nicht anders

200 bis 10000 ?? Bei den Männern verdienen sicherlich auch etliche Spieler weniger als z. B. Ribery, Lewandowski, Reuß & Co. Aber mal sehen, wie hoch die Einschaltquoten beim anstehen Pokalspiel sind (und danach mit den Drittligaquoten vom vergangenen Samstag vergleichen, vom Derby ganz zu schweigen oder SVW - FCB in der Vorwoche) und dann sehen wir mal weiter.

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ferryh 30.04.2019, 13:41
4. Im Bezug auf Nr. 1...

Frauenfußball interessiert einfach kaum jemanden. Ich würde es den Fußballerinnen wünschen, aber jeder schaut halt das was er/sie mag. Heutzutage will man ja überall für Gleichberechtigung kämpfen, aber man kann es halt nicht erzwingen.

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venster 30.04.2019, 13:49
5. Relation?

Sagt sie das jetzt aus'm Bauch raus oder hat sie harten Fakten (in Prozent) wieviel weniger Umsatz, bzw. Gewinn, der Frauenfussball generiert? Daraus koennte man dann zumindest eine Gehaltsspanne errechnen.

Bei einem Zuschauerschnitt von ein paar hundert Leuten (einige sicher auch mit Freikarten gelockt) kann man da wahrscheinlich aber keine grossen Toene anschlagen.

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swerd 30.04.2019, 14:00
6. Grotesk finde ich

die Forderung nach mehr Geld. Det Frauenfußball ist neunmal für den Durchschnittsbürger
nicht so reizvoll wie der Männerfußball. Da geht es wohl um Dinge, wie Schnelligkeit, Agressivitaet
oder körperlichem Einsatz. Die Zuschauer sind die Grundlage für die Bezahlung der Spielerinnen
und Spieler. Es entsteht hier der Eindruck für mich, dass der Männerfußball die Frauen bezuschussen soll. Fazit: Auch wenn die Frauen mehr Geld bekommen, werden sie keinen anderen
Fußball spielen.

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erlachma 30.04.2019, 14:06
7.

Zitat von Edenjung
Andere Sportarten in denen wir mal Erfolg haben (unsere Damen im fußball sind zigmal erfolgreicher als die Männer, was die gewonnenen Trophäen angeht) werden kaum berücksichtigt.
Man muss sich mal entscheiden. Ist "Fußball" eine Sportart, die Männer und Frauen spielen, oder sind es zwei Sportarten, die jeweils nur Männer und nur Frauen spielen.
Im Fall, dass es nur eine einzige Sportart ist, sind die Frauen nicht erfolgreich. Sie wurden noch nie allgemeiner Weltmeister, nur "Frauenweltmeister". Aber noch nie geschlechtsunabhängig. Wenn man Bezahlung vom Erfolg abhängig macht, dürften Frauen hier noch überbezahlt sein.

Oder man sieht, wie es eigentlich sinnvoller ist, Frauen- und Männerfußball als eigenständige Sportarten unter gleichen Regeln. Dann sind die Frauen deutlich erfolgreicher als die Männer. Dann kann man auch die Bezahlung danach richten, was die Sportarten jeweils einbringen. Im Ergebnis sind jedoch auch hier die Frauen überbezahlt.

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Max Hermann 30.04.2019, 14:07
8. Verstehe ich nicht

Es wird nach Gleichberechtigung gebettelt, ohne zu verstehen das man garnicht nach Gleichberechtigung bettelt, sondern nach Almosen.
Sport ist Unterhaltungsbranche mit wirtschaftlichen Zweck. Das war vielleicht mal anders, heute aber nicht mehr.
Der Kuchen den es zu verteilen gibt, speist sich aus dem Interesse der Zuschauer und was sie bereit sind für verschiedene Sportprodukte zu bezahlen.
Gerecht ist es, den Kuchen so zu verteilen, das jeder proportional den Teil bekommt den er erwirtschaftet hat. Ungerecht ist es, einen Teil von seinem abzugeben, damit andere etwas mehr haben die nicht so viel, über das Interesse der Zuschauer, erwirtschaften.
Das schliesst sich dennoch nicht aus. Man kann sagen wir nehmen Kapital in die Hand um einen Sport zu ermöglichen für den sich nur wenige interessieren, einfach nur um ihn zu Interessenten zu ermöglichen. Da bin ich auch dafür, jedoch können dann die Randsportarten nicht per se auf Unterstützung hoffen und können auch nicht, wenn sie diese nicht bekommen, es als Ungerechtigkeit werten.
Also überall entwickelt sich der Frauenfussball prächtig, nur in Deutschland nicht...wegen dem DFB also....die alten weissen Männer mal wieder.....

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briancornway 30.04.2019, 14:19
9. Hilfe, Geld

Zitat von swerd
Grotesk finde ich die Forderung nach mehr Geld. Det Frauenfußball ist neunmal für den Durchschnittsbürger nicht so reizvoll wie der Männerfußball.
Beziehen Sie sich auf diese Passage des Artikels ?
/ Es gehe ihr bei ihrer Kritik keineswegs ums Geld: "Auch im Fußball bestimmen Angebot und Nachfrage das Geschäft, und da ist es nun mal realistisch, dass im Männerfußball mehr Geld im Spiel ist." / ??

Sicher wünscht man sich als Profisportler auch, von seinem Sport leben zu können. Aber hier geht es um kostenlose Dinge wie Anerkennung, Aufmerksamkeit und Wertschätzung.
Und diese sollten unabhängig vom Umsatz vorhanden sein.

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