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Gleichberechtigung im Fußball: Nationaltorhüterin Schult prangert Haltung im DFB an
Matthias Hangst / Getty Images

Während andernorts Spielerinnen gegen Ungerechtigkeit kämpfen und ihr Sport wächst, wurde in Deutschland lange geschwiegen. Nationaltorhüterin Almuth Schult kritisiert nun den Verband und beklagt Geringschätzung.

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Rentenkassierer 30.04.2019, 21:07
40. In kleineren Stadien spielen

Zitat von goal111
Die riesigen Stadien gähnen vor leeren Rängen, die Stimmung ist wie auf einem Kindergeburtstag.
Wir waren früher oft im Lichterfelder Stadion in Berlin-Steglitz. Dort gab maximal Platz für wenige hundert Leute und oft waren noch viel Platz. Stimmung herrschte dort und es hat auch Spass gemacht.

Die Stadien, in denen normalerweise die Frauen-Bundesligavereine sind auch nicht sonderlich gross, so dass seitens der Stimmung wohl eher keine Probleme bestehen, weil eben auch alle Zuschauer fast am Spielfeldrand sitzen oder stehen.

Wer bei potentiell 800 bis 2500 Zuschauern natürlich in einem grossen Stadion spielen will, der darf sich über die Konsequenzen nicht wundern. Bayern München ist ja inzwischen für die Spiele auch in ein kleines Stadion umgezogen, weil es einfach bezüglich der Stimmung viel besser passt.

Ganz nebenbei kann ich nur hoffen, dass beim Frauenfussball nie solche Verhältnisse bezüglich Chaoten unter den Zuschauern eintreten, wie beim Männerfussball. Ich kann so etwas aber auch nicht vorstellen, weil es ein ganz anderes Publikum ist - sehr viel Familien mit Kindern und auch viele ältere Zuschauer. Viele Zuschauer der Frauenfussballbundesliga sind auch im Verein aktiv.

Ich mag es sehr, dass man die Trainer und Spieler hört und versteht, was sie sich zurufen. Mir ist das zehnmal lieber, als diese Rummelkulisse, wie sie in vollbesetzten Stadien bei den Männern jedes Wochenende herrscht.

Ich fand es auch früher schon viel lohnenswerter bei irgend einem Dorfverein ein paar Mark Eintritt zu zahlen und dann mit einer Bockwurst quasi neben der Seitenlinie zu stehen oder zu sitzen, als beispielsweise im Oberring des Berliner Olympiastadion weit entfernt ein paar Spieler in der Grösse von Ameisen erkennen zu können, bei denen man ohne Fernglas nicht mal erkennen konnte, wer es jeweils war.

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Lua-Lua 30.04.2019, 21:37
41. Wie wäre es mit Gleichberechtigung vs den "Alten Herren" ?

Frau Schult, der VfL Wolfsburg könnte ja auch mehr Geld für ihre "Alten Herren" zur Verfügung stellen. Was können den Roy Präger und Co. dafür, das Sie wegen ihres Alters an Dynamik & Tempo eingebüßt haben und deswegen nicht mehr in der Kampfmannschaft ( Ösi Begriff !) mitspielen können. Mühe geben die sich auch und spielen 90 Minuten. Gegen die Damen Mannschaft des VfL, gewinnen die aber allemal. 200€ - 10000€ Gehalt bei den Frauen ist nicht so schlecht. In der U19 gibt es diese Gehälter nicht, aber gegen die Damenmannschaften gewinnen die wohl 10-0.

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dagmar1308 01.05.2019, 09:29
42. Von wem soll die Kohle kommen?

Im Showgeschäft, und das ist Fußball wenn nicht sogar nur ein Hobby wie viele Tausend, gibt es per se keine Gleichheit bei der Bezahlung. Geld fürs Rumkicken zu verlangen ist eigentlich schon eine Frechheit, da diese Freizeitaktivitäten von allen Arbeitnehmern auf verschiedene Art mit Geld getemperten werden, und sei es nur verbilligter Strom für die Flutlichtanlage.
Also Ball flach halten und einer produktiven Arbeit für ein anständiges Gehalt nach gehen. Nur weil der mehr hat will ich auch mehr und dritte,sollen Blechen. dreist!

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doktordoktormueller 01.05.2019, 12:48
43. Frauenfußball wird subventioniert ohne Ende

Männerfußball übrigens auch. Wenn bspw. kein Abnehmer für die Rechte da ist, dann ist es nicht notwendig, immer höhere Summen zu bezahlen. Die ÖR-Programme zahlen aber immer mehr, obwohl sie gar keinen echten Druck verspüren. Für Privatsender sind gewisse Rechte eh zu teuer und ohne Free-TV verliert ein Sport schnell Zuschauer.
aber das ist bei weitem nicht so schlimm wie im Frauenfußball. Auch da zeigen ja die ÖR-Programme bspw. Länderspiele. Die haben die schon gezeigt (Subvention halt), als sich noch keiner dafür interessiert hat oder als es in ganz Europa nur zwei ernsthafte nationalfrauschaften gab.

aber das eigentliche Problem ist doch, das Frauenfußball im Vergleich kaum Interesse hervorruft.
Wenn man vor 500 Zuschauern in der Bundesliga spielt, kann man nicht erwarten, dass man Gehälter kriegt, wie die Männer, die vor 50000 Zuschauern spielen.
Also unterbezahlt sind Fußballerinnen mit Sicherheit nicht.

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zauberer2112 01.05.2019, 18:40
44. Wahnsinn

Ich schaue gerade das Damen-Finale. Das Stadion leer, keine Stimmung, kein Tempo, technische Fehler - braucht kein Mensch.

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Der_schmale_Grat 01.05.2019, 20:21
45. Ohne Worte

Die dumpfen Kommentare von vielen Männern über eine Nationalspielerin, die Deutschland bei Olympia den Medaillenspiegel vergoldet hat und bestimmt viele damals dachten: Wenigstens eine Ballteamsportart, in der wir es weit bringen. Es gäbe noch viel Potential aus dem Frauenfußball zu gewinnen, aber bei dem DFB wundert mich nichts mehr. Weiter so, Frau Schult! PS an einige Foristen: Egal, ob Freikarten oder nicht, dass alleine treibt niemanden ins Stadion.

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Rentenkassierer 02.05.2019, 15:13
46. Wo haben sich die alle bloss versteckt?

Zitat von zauberer2112
Ich schaue gerade das Damen-Finale. Das Stadion leer, keine Stimmung, kein Tempo, technische Fehler - braucht kein Mensch.
Es waren ca. 20000 Leute im Stadion, was man auch leicht erkennen konnte, wenn man seine Augen aufgemacht hat.

Spielerisch und bezüglich der Torszenen könnte sich so manches Spiel der Männerligen eine Scheibe abschneiden.

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