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Goldjubel "Oben ohne": Halbnackter Hindernisläufer verliert EM-Titel
AFP

Zu früh - und vor allem zu nackt - hat sich bei der Leichtathletik-EM Hindernisläufer Mahiedine Mekhissi-Benabbad über seinen Sieg gefreut. 50 Meter vor dem Ziel riss sich der Franzose auf dem Weg zu Gold das Trikot vom Leib und wurde später disqualifiziert.

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Sumerer 15.08.2014, 14:01
220.

Zitat von Larnaveux
Mir scheint, dass der User Sumerer, dem Sie hier sehr schön antworten, einfach gerne Verwirrspielchen treibt und immer krudere Thesen aufstellt, die längst nichts mehr mit dem konkreten Fall zu tun haben.
Verwirrspielchen? Ach was!

Ich stelle mir nur die Frage, welche grundsätzlichen "Allgemeinen Gesetze", die ich formulieren könnte, durch aberwitzige Regeln tangiert werden.

Bestehende Gesetze und gelebte Regeln sind dabei für mich nicht ausschlaggebend.

Dumm nur, dass ein bestehendes Regelwerk zerbröselt. Das ist aber nicht sonderlich schlimm. Es ist nur ungewohnt.

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Stefan_G 15.08.2014, 14:16
221. Falsch

Zitat von l.augenstein
Doch, diese Medaillen haben sich die Nachrücker verdient, weil dieser Depp durch die Disqualifikation ganz einfach nicht dabei war!
Der jetzige Erstplatzierte (wobei er hier tatsächlich platziert wurde) hat jetzt eine wertlose Goldmedaille, eben weil er nicht der Schnellste war. Ihm wäre mit einer ehrlich erworbenen Silbermedaille mehr gedient gewesen, so weiß die ganze Welt für alle Zeit, dass Gold ihm nicht zustand.

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Stefan_G 15.08.2014, 14:20
222. Und das ...

Zitat von W. v. Ockham
Siehe dort Regel Nr. 143: "No athlete shall be allowed to take part in any competition without displaying the appropriate bib(s) and/or identification."
... hat er während des ganzen Rennen eingehalten.
Links und rechts an der Hose war die ganze Zeit zu seiner Identifikation seine Startnummer '14' deutlich lesbar. Er hätte also (nach dieser Regel!) nicht disqualifiziert werden dürfen.

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W. v. Ockham 15.08.2014, 14:55
223. Nicht ganz!

Zitat von Stefan_G
... hat er während des ganzen Rennen eingehalten. Links und rechts an der Hose war die ganze Zeit zu seiner Identifikation seine Startnummer '14' deutlich lesbar. Er hätte also (nach dieser Regel!) nicht disqualifiziert werden dürfen.
Nochmal: Zitat von
No athlete shall be allowed to take part in any competition without displaying the appropriate bib(s) and/or identification.
Die Informationen auf seinem Oberteil zählen mit zu den "appropriate bib(s)" und dürfen daher nicht nach Belieben des Sportlers entfernt werden.
Zudem würde ich das "and/or" so interpretieren, dass keine der Kennzeichnungen entfallen darf.

Aufgrund des so formulierten Regelwerks hatte man meiner Ansicht nach gar keine andere Wahl, als den Sportler zu disqualifizieren.

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shalimarzuger 15.08.2014, 14:56
224. Fifa ahoi

Auch Fussball-Schiedsrichter stehen schlecht da!

Ein Kolumbianer will den Weltverband auf eine Entschädigung von einer Milliarde Euro verklagen. Die Leistungen der WM-Schiedsrichter hätten ihn krank gemacht.

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eineskimo 15.08.2014, 14:59
225. Irrtum.

Zitat von Sumerer
Sie müssten zunächst mal widerlegen, dass es ein grundsätzliches Recht des Menschen gibt auch nackt, quasi wie ihn die Götter schufen, in Erscheinung zu treten!
Muss ich nicht. Wer wilde Behauptungen aufstellt, muss diese zunächst mal _be_legen.
Ich springe nicht über jedes Stöckchen, das mir irgendein Forentroll hinhält.

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Larnaveux 15.08.2014, 15:00
226.

Zitat von Stefan_G
... hat er während des ganzen Rennen eingehalten. Links und rechts an der Hose war die ganze Zeit zu seiner Identifikation seine Startnummer '14' deutlich lesbar. Er hätte also (nach dieser Regel!) nicht disqualifiziert werden dürfen.
Sie zitieren nur einen winzigen Ausschnitt und interpretieren ihn sehr einseitig. Schauen wir uns die weiterführenden Passus mal an:
Es geht, in der deutschen Übersetzung, darum: "Keinem Wettkämpfer ist die Teilnahme am Wettkampf zu erlauben, wenn er nicht die bereitgestellte Startnummer(n) und/oder Identifikationsnummer sichtbar trägt."

Genau das hat der Athlet nicht gemacht, denn er hat nicht nur Unterabschnitt 9 nicht vollständig eingehalten, sondern auch gegen folgenden Passus in Unterabschnitt 8 verstoßen: "Die Startnummern müssen wie ausgegeben getragen und dürfen nicht in irgendeiner Weise beschnitten, gefaltet oder abgedeckt werden. Zur Unterstützung der Luftzirkulation dürfen bei Langstreckenwettbewerben die Startnummern, jedoch nicht die Buchstaben oder Ziffern, perforiert sein." Konnte jemand in der Endphase die Startnummern, wie ausgegeben, erkennen? Wohl kaum. Da ändern die Nummern an der Hose auch nichts, denn er hat die auf dem Trikot nicht sichtbar getragen.

Dann gibt es Unterabschnitt 7: "Jeder Wettkämpfer ist mit zwei Startnummern auszustatten, die während des Wettkampfes gut sichtbar auf Brust und Rücken zu tragen sind; ..." Die Phrase "Während des Wettkampfes" beinhaltet mit Sicherheit auch den Zieleinlauf.
Unterpassus 1 äußert sich zur Kleidung: "Die Wettkämpfer müssen bei allen Wettkämpfen saubere und einwandfrei geschnittene Sportkleidung tragen. Sie muss aus einem Material gefertigt sein, das auch in feuchtem Zustand nicht durchscheinend ist. Ein Wettkämpfer darf keine Kleidung tragen, die die Entscheidung der Kampfrichter erschweren würde." Auch das hat der Athlet nicht gemacht. Er hat in der Endphase oben herum gar keine Kleidung getragen.

Der Kurzzeit-Sieger hat sich aus eigener Dummheit ins Abseits geschossen. Pech. Soviel Dummheit schreit geradezu nach Strafe. Und bei dem vorliegenden Athleten, der bei seinen vorangegangenen EM-Siegen nicht anders konnte, als Maskottchen aggressiv zu schubsen, fehlt mir jegliches Mitleid.

Interessant allerdings ist der letzte Satz des Unterabschnitts 1: "Die Siegerehrung und Ehrenrunden gelten diesbezüglich als Teil des Wettkampfes." Da sollte unser Diskus-Herkules mal aufpassen, dass er nicht doch noch mal darüber stolpert...

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Larnaveux 15.08.2014, 15:01
227.

Zitat von eineskimo
Muss ich nicht. Wer wilde Behauptungen aufstellt, muss diese zunächst mal _be_legen. Ich springe nicht über jedes Stöckchen, das mir irgendein Forentroll hinhält.
Sehr schön gesagt!

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Larnaveux 15.08.2014, 15:06
228.

Zitat von Pless1
Nein, es ist sein gutes Recht gegen eine Wertung zu protestieren, bei der ein besser Platzierter sich nicht ans Regelwerk gehalten hat. Wer an einem Wettkampf teilnimmt, akzeptiert die Regeln. Diese gelten für alle gleich. Das Recht zu beanspruchen, sich nicht daran halten zu müssen, weil man ja sportlich so überragt zeugt von Unsportlichkeit, nicht der Verweis auf die Regeln des spotlich unterlegenen. Warum nur werden immer und überall Täter als Opfer dargestellt? Der Mann muss einzig die Folgen seines eigenen Verhaltens tragen. So ist das bei erwachsenen Menschen.
Sehr richtig!

Es ist aber ein Trend, dass derjenige, der den Autofahrer, der bei Rot über die Ampel fährt, allgemein gerne als Denunziant dargestellt wird. Der Autofahrer, der bei Rot gefahren ist, hat es ja auch nicht so gemeint. Und vielleicht hatte er auch eine schwere Kindheit. Der Anzeigende soll sich also nicht so haben...

Man kann natürlich gerne über die sportliche Qualität der Medaillen sprechen, da der jetzige Sieger nicht der Schnellste war, aber deswegen demjenigen, der gegen allgemeingültige Regeln verstößt, die Goldmedaille zu lassen, empfinde ich persönlich unbefriedigender.

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franz.v.trotta 15.08.2014, 15:14
229. Vorfreude

Zitat von ihawk
Sollte es Solidarität unter den Sportlern geben, sollten sich ab sofort alle Gewinner dieser EM das Trikot kurz vor dem Ziel herunterreißen.
Ich freue mich jetzt schon auf die Finals über 100 Meter.

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