Forum: Sport
Gräfes Freistoß-Entscheidung: Gegen die Hand
DPA

Hat Schiedsrichter Manuel Gräfe dem HSV zum Klassenerhalt verholfen? Der unterlegene KSC ist der Meinung, die Freistoß-Entscheidung in der 91. Minute sei nicht korrekt gewesen. Wie viel Raum zur Interpretation lässt das DFB-Regelwerk?

Seite 1 von 14
vorortkoelner 02.06.2015, 14:27
1.

Weder geht die Hand zum Ball (da reicht auch ein Reflex um einen Freistoß zu rechtfertigen) noch vergrößert der Spieler seine Körperfläche. Der Spieler kann aus der Distanz auch nicht den Kontakt von Hand und Ball vorhersehen (auch das würde einen Freistoß rechtfertigen). Also handelt es sich nicht um ein absichtliches Handspiel also auch um keinen Freistoß. Wenn der Schiedsrichter keine gute Sicht hat, um diese Fakten zu beurteilen, darf er den Freistoß eigentlich nicht pfeifen. - Auf der anderen Seite gab es zu Beginn der zweiten Halbzeit eine ähnliche Situation im HSV-Strafraum, wenn ich mich recht erinnere. Da hat Gräfe - zurecht - nicht gepfiffen. Wenn man diese Situation als Blaupause nimmt, kommen mir Zweifel, ob der Schiedsrichter bei einem anderen Spielstand (oder für ein anderes Team) diesen Freistoß gepfiffen hätte.

Beitrag melden
exilant64 02.06.2015, 14:28
2. auf der Couch...

... und nach 5 Zeitlupen lässt sich trefflich meckern. Aber haben diejenigen, die über den Schiri herziehen, jemals selbst gepfiffen? Ich glaube in der Regel nicht, denn sonst wären sie etwas vorsichtiger.

Beitrag melden
j1958 02.06.2015, 14:30
3. Millionenspiel

Fussball ist ein Millionenspiel, nicht nur unmittelbar mit den Vereinen sondern auch mit der Wettindustrie dahinter. Solche Schiedsrichter(fehl)entscheidungen hinterlassen immer ein Geschmäckle. Es wird Zeit, dass die heutige Technik inden Fussball eingeführt wird, wie es in vielen anderen wichtigen Sportarten (z.B. US-Football) schon lange üblich ist.

Beitrag melden
rolforolfo 02.06.2015, 14:30
4. ..es war Hand

Der Arm war angewinkelt, der Spieler drehte sich bewusst seitlich weg, wissend, dass sein Arm den Ball eben gerade noch stoppen würde.

Also: Pfiff und Freisstoß.

Beitrag melden
filos eleftherias 02.06.2015, 14:32
5. Stimmt

Als neutraler Fan muss ich den Karlsruhern zustimmen, aber wie im Artikel richtig angemerkt, sind die lächerlichen Kriterien, die auch im DFB-Regelwerk angemerkt werden, zur Bestimmung der Absicht regelmäßig Schuld an solchen geistigen Schiedsrichteraussetzern. Mittlerweile muss man als Fußballer aktive dafür Sorge tragen, den Ball NICHT mit der Hand zu berühren, und das geht klar gegen den Geist der Handspielregelung, die Absicht und nicht Fahrlässigkeit sanktioniert. Hier müsste mal wieder völlig neu angesetzt werden, damit sich Farcen wie die von Gestern nicht wiederholen.

Beitrag melden
tafkat 02.06.2015, 14:32
6. Die Körperfläche

wurde sehr wohl vergrößert. Ohne den Arm wäre der Ball in Richtung Tor geflogen. Ich hätte den Freistoß auch gegeben.
Die Dreistigkeit von dem ARD-Kommentator, der seine völlig veraltete Regelsicht wieder und wieder darlegte, geht auf keine Kuhhaut!
Niemand kann sich solche berufliche Inkompetenz leisten. Nirgendwo!

Beitrag melden
burningbridges 02.06.2015, 14:35
7. Die Hand war am Ball

Man nicht von einer falschen Entscheidung sprechen wenn der Ball eindeutig mit der Hand gespielt wurde.
Die Frage bleibt natürlich ob unabsichtig oder nicht. Demzufolge kann es eine unglückliche Entscheidung gewesen sein, wie sie aber in jedem Spiel zuhauf gibt (Eckbälle, Einwürfe und Freistösse sind schon immer oft Fehlentscheidungen gewesen). Noch vor 20 Jahren hätte sich da niemand überhaupt aufgeregt, weil viel schlimmere Entscheidungen passieren, und es sich auf lange Sicht ausgleicht. Wenn man etwas ändern will sollte man in der Relegation 3 oder mehr Spiele machen wie in den Playoffs, dann werden solche Kleinigkeiten weniger ins Gewicht fallen. Ein Wiederholungsspiel wird es deshalb jedenfalls nicht geben.

Beitrag melden
cds89 02.06.2015, 14:37
8. Schwacher Versuch sich den Pfiff schön zu reden

Sehr plumper Versuch die Entscheidung von Herrn Gräfe zu rechtfertigen. Ein Handspiel muss "absichtlich" sein, damit es strafbar ist: War in besagten Fall nicht so, der Arm ist angelegt, der Spieler dreht sich weg. Der Schuss kam außerdem aus kürzester Distanz.

Zitat der Autorin: "Aus seiner etwas verdeckten Perspektive dürfte es für Gräfe schwierig zu sehen gewesen sein, ob Meffert seinen rechten Arm bewusst in Richtung des Balls bewegt hatte." In diesem Fall darf kein Schiedsrichter jemals einen Freistoß 'auf Verdacht' hin pfeifen. Schon gar nicht in der 90. Minute eines Relegationsspiels an der Strafraumgrenze.

Leider konnte man in der Schlussphase der Saison eine verstärkte Auslegung von 50:50 Situationen pro HSV beobachten, je näher ein Abstieg des 'Bundesliga-Dinos' rückte... (z.B. gegen Mainz und Freiburg)

Beitrag melden
globus007 02.06.2015, 14:37
9. Klare Fehlentscheidung

Also ich bin bei weitem kein KSC Fan. Trotzdem muss der SPIEGEL anerkennen, dass dies eine klare Fehlentscheidung war. Nur weil der Verlag in Hamburg sitzt, hat er hier nicht die Tatsachen zu verdrehen.
Darüber hinaus ist es eine Frechheit, dass der HSV mit so einer schlechten Saison trotz seines Etats in der Bundesliga bleibt. Ich glaube ganz Fussball-Deutschland (mit Ausnahme der HSV-Fans) hat dem HSV den Abstieg gewünscht. Dann eben nächstes Jahr ;)
Gräfe war gekauft denke ich, da er auch schon letztes Jahr die Relegation des HSV gepfiffen hat und auch schon dort nur PRO HSV entschieden hat.

Beitrag melden
Seite 1 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!