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Grand Prix in Hamburg: Wie Schach auch ohne Magnus Carlsen spannend werden soll
NTB Scanpix/Berit Roald via REUTERS

Schach hat einen aktiven Weltstar: Magnus Carlsen. Doch wenn der Weltmeister nicht mitspielt, schauen weniger Menschen hin. Um das zu ändern, will der Weltverband mit der Fifa kooperieren.

phthalo 09.11.2019, 15:36
1. ....

Schach ist doch v.a. dann spannend für jemanden, der die Schachzüge in ähnlicher Weise nachvollziehen kann.
Und ich behaupte mal, dass dies bei Großmeistern nur die allerwenigsten können.
Und daher muss man für so eine Minderheit wohl kaum ein großes Fass aufmachen um diese Minderheit zufrieden zu stellen.

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mueller1 09.11.2019, 17:22
2. Schach ist sicherlich am spannendsten,

wenn es selbst spielt. Aber man muss nicht auf Großmeisterniveau spielen, um geniale Züge nachvollziehen zu können.
Das wäre ja so, als ob man Musik nur nach mehreren Semestern Harmonielehre genießen könnte.

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godfader 09.11.2019, 17:41
3. Es dauert Jahre

bis man als Normalsterblicher mal eine WM Partie von 1910 oder 1920 'verstehen' kann. Von modernen Matches ganz zu schweigen.

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search_for_truth 09.11.2019, 18:04
4. Heutzutage...

läuft doch bei jeder Schachpartie von Großmeistern (im Internet) eine Schachengine mit, anhand der auch der Schachamateur unmittelbar erkennen kann, ob der jeweilige Großmeister einen sehr guten oder einen schwachen Zug gemacht hat.

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phoenix! 09.11.2019, 19:19
5. Nicht gerade preiswert, aber lohnend

Im Zuschauerraum sitzen, die Atmospäre erleben, ohne Engine versuchen, selbst die Züge zu finden, das bringt den interessierten Schachspieler voran. Wer dagegen Zuhause vor dem Computer sitzt, verbessert seine Spielstärke nur wenig.

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Johannes60 09.11.2019, 19:48
6. Wie im Tennis

Meine Idee wäre, das Ganze wie im Tennis zu machen. Also keine Partie mit Remis oder Patt und ein Duell als "best of three" oder "best of five". Damit es kein Remis gibt, könnte man in solchen Situationen als eine Art "tie break" eine Bltzschach.Partie o.ä. durchführen.

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TS_Alien 09.11.2019, 20:24
7.

Ab einer gewissen Spielstärke kann man alle Züge der besten Spieler nachvollziehen. Die Betonung liegt auf nachvollziehen. Ab ELO 2000 und auch etwas darunter sollte das möglich sein, je nach Spielstadium, z.B. Endspiel.

Das Schach wird als Zuschauersport dennoch nie den Durchbruch schaffen. Weil in den üblichen Rundenturnieren ständig die gleichen Spieler spielen, oftmals ziemlich lustlos und friedlich gestimmt. Um nicht die ELO zu riskieren, werden Remisvarianten abgespult. Bis da jemand aufgrund seines ELO-Rückgangs aussortiert wird, vergehen oftmals Jahre. Mittlerweile mag ich als Zuschauer die starken Opens. Wenn die Veranstalter es endlich schaffen würden, die Übertragung hinzubekommen, dann würde auch das Live-Zuschauen Spaß bei diesen Turnieren machen.

Noch eines: Im Moment läuft in Hamburg ein Turnier mit richtig guten Spielern. Leider sind die Partien auf einem Niveau, das stellenweise peinlich ist. Das erkenne selbst ich mit einer ELO von 2100.

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