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Hamburger Bewerbung für 2024: Tausende Olympia-Fans formen menschliche Ringe
DPA

Olympische Ringe in XXL: In Hamburg haben sich Tausende Anhänger der Spiele in der Hansestadt zu einer Choreographie getroffen. Eine Aktion der Olympia-Gegner tricksten sie aus.

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hakmak 09.11.2015, 09:52
50. als Kieler

freue ich mich auf die Abstimmung zur Olympiabewerbung. Ich hoffe, dass genügend Ja-Stimmer zusammenkommen, damit die Bewerbung für die olympischen Spiele 2024 weiterlaufen kann.

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lofi 09.11.2015, 10:00
51.

Da haben sich gestern in Hamburg offensichtlich Leute getroffen, die f ü r etwas sind.
Dabei mobilisiert man in Deutschland doch eigentlich nur Leute wenn man g e g e n etwas ist.

Drücke jedenfalls Hamburg für die Bewerbung die Daumen.

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outsider-realist 09.11.2015, 10:28
52.

Zitat von nixkapital
Tue ich doch eh. Mein Name ist beim Finanzamt bekannt und da geht mein Geld hin. Und mir ist es lieber, meine Steuern werden für Olympia ausgegeben, als für fragwürdige Auslandseinsätze der Bundeswehr und / oder für eine Bankenrettung.
Bei der Abstimmung geht es aber nicht um "entweder oder". Für Auslandseinsätze und Bankenrettung werden sie weiterhin zahlen.
Wer weiß, was sie nach Olympia noch alles retten müssen. Meist die verbrannte Erde....

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mirage122 09.11.2015, 11:08
53. Hamburg-Bashing

Es ist immer dasselbe, wenn über Hamburg berichtet wird: Da formieren sich die Gegner bundesweit, obwohl sie keine Ahnung haben. Und dann kramen sie gern die Elbphilharmonie hervor: Leute, die wird im Januar 2017 eröffnet und im Oktober nächsten Jahres fertig gestellt. Schon jetzt gibt es dort keine Kräne mehr (Gruß an BER und Stuttgart 21!)
Und die "Lobby", die das organisiert hat, ist eine Bürger-Initiative - geführt von den beiden Brüdern, die uns mit viel Liebe zum Detail das Miniatur-Wunderland beschert hat. Schon mal da gewesen?
Ein besseres Marketing kann sich eine Stadt und ein Land gar nicht wünschen.
Und nicht vergessen: In Hamburg haben wir eine Ansammlung von Milliardären und namhaften Großfamilien (Hertz, Reemtsma, Otto, Kühne und wie sie alle heißen). Da werden wir das mit so ein "bisschen Kohle" doch wohl wuppen. Und Pegida, Asylanten und NSU ist bis dahin längst Vergangenheit. Wir haben ja hinreichen Asylanten aufgenommen, die dann mithelfen können. Und bis es soweit ist: beim Aufbau!

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Larnaveux 09.11.2015, 11:39
54. Spaßbremsen

Es ist immer wieder bemerkenswert, wie spaßbefreit so mancher Neinsager hier rüberkommt, wenn die Gegenseite einen Marketing-Coup landet.

Wenn es eine gute Aktion der Olympiagegner gibt, wird darüber jubiliert, als ob die Welt vom Bösen befreit wurde, wenn es aber einen Erfolg der Gegenseite gibt, sind natürlich Lobbyisten schuld. Oder die Ringe sind eigentlich gar nicht so toll. Selbstverständlich...

Das Foto ist eine Persiflage der Gegner, denn selbst mit dem weißen "No" müsste ich schmunzeln, wenn ich die großen Ringe und das winzige "No" (erinnert doch stark an ein winziges, wenn auch unbeugsames Dorf in Gallien) daneben sehe. Wer hat hier mehr Gewicht? Der Schuss ist für die Olympiagegner voll nach hinten losgegangen, und das wird ungerne sportlich gesehen, sondern es sind natürlich - wie könnte es auch anders sein? - die unfairen, unfairen, unfairen Rahmenbedingungen verantwortlich.

Dass die Gegenseite hier einfach nichts auf die Beine stellen konnte, wäre auch mal eine Selbsterkenntnis gewesen, aber das würde ja Selbsteinsicht voraussetzen. Eine Eigenschaft, die so manchem Berufs-Nein-Sager überaus schwerfällt. Es ist einfacher, wenn "Die Lobbyisten" wieder mal Böses getan haben. Dann muss man selbst nichts an sich verbessern. Und ist darin bestätigt, noch konsequenter Neinsager zu werden.

Übrigens noch eine Bemerkung in eigener Sache: Ich persönlich bin von Olympia in Hamburg oder Berlin, in Deutschland aus verschiedenen Dingen nicht wirklich überzeugt. Mich stört vieles an der Kommerzialisierung des Sports. Wir sehen es auch gerade an dem Skandal um die WM-Vergabe 2006. Nichtsdestoweniger - ich erinnere mich gerne an ein paar wunderschöne Wochen in jenem Sommer mit vielen, vielen Gästen. Das war die Sache schon mal wert!

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Direwolf 09.11.2015, 11:50
55. Hmm

Zitat von bill_dauterive
Ich will aber nicht mitfeiern. Es gibt für mich nichts schlimmeres als riesige Proletenevents wie Fussball-WMs oder gar Olympiaden. Einfach nur widerlich. Für mich als Berliner war die WM2006 der absolute Alptraum.
Irgendwie habe ich bei der NOlympic Fraktion immer das Gefühl, dass sie panische Angst davor haben, dass Menschen an so einem Event Spass haben könnten

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P.Delalande 09.11.2015, 13:07
56.

Zitat von Direwolf
Irgendwie habe ich bei der NOlympic Fraktion immer das Gefühl, dass sie panische Angst davor haben, dass Menschen an so einem Event Spass haben könnten
Nö, die können bloß rechnen und sind sich im Klaren darüber, dass dieser Spaß Hamburg etwa 20 Milliarden Euro kosten wird, zu denen der Bund nicht viel beitragen wird.

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windpillow 09.11.2015, 14:19
57. Klappt schon noch

Wenn man Fußball WM´s kaufen kann, funktioniert das sicher auch bei Olympischen Spielen. Also Hamburg.... Das Geld vom Finanzausgleich aus Bayern müßte doch gerade erst eingetroffen sein.

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langsamfahrstelle 09.11.2015, 15:18
58.

Zitat von
- Die Zugführer, die die neuen U-Bahnen fahren und die Fahrgäste die sie befördern.
Ich komme zufällig als Planer aus der Branche und kenne die Hamburger Ideen halbwegs - arbeite aber nicht für die Hansestadt.

Kurz gesagt:
Da ist nix. Es gibt auch bis dato kein veröffentlichtes ausgearbeitetes Verkehrskonzept. Wohl aber grobe Züge:

- Es wird zu Olympia keine neuen U-Bahnen geben. Das Olympiagelände wird per Bus erschlossen werden. Eventuell wird schon für die Nachnutzung die U-Bahn um genau eine Haltestelle bis "OlympicCity" erweitert, aber für die Spiele wäre sie nicht nutzbar - man hat Sicherheitsbedenken.
- Für das Nachnutzungskonzept stellt sich Hamburg vor, den Anteil der Autos am Verkehrsaufkommen des neuen Gebiets auf "wegweisende 25 %" zu bekommen. Als Verkehrsplaner sage ich dazu nur: das ist lächerlich für ein Gebiet direkt neben der Innenstadt mit exzellenter ÖV/NMV-Anbindung. Andere Städte haben das für einen früheren Zeitpunkt als Ziel - und zwar auf die gesamte Stadt bezogen, inkl. abgelegener Ecken, die für den Autoverkehr prädestiniert sind.
- Die eine neue Haltestelle der U-Bahn würde, wir haben das mal überschlagen, maximal 2 zusätzliche Umläufe erfordern. Da die restliche U4, an die das angeschlossen wird, längst nicht ausgelastet ist, entsteht auch keine Mehrnachfrage, die einen höheren Takt erfordert. Grob gesagt haben wir also 2 Umläufe, das macht inkl. Wartung etwa 10 zusätzliche Arbeitsplätze bei der U-Bahn.

Insgsamt kenne ich keinen Profi, der Hamburgs Bewerbung wegweisend findet. Wir sind höchstens "gespannt" und fasziniert, dass die Hamburger über ein nicht bekanntes Konzept abstimmen wollen.

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langsamfahrstelle 09.11.2015, 15:20
59.

Zitat von
Und nicht vergessen: In Hamburg haben wir eine Ansammlung von Milliardären und namhaften Großfamilien (Hertz, Reemtsma, Otto, Kühne und wie sie alle heißen). Da werden wir das mit so ein "bisschen Kohle" doch wohl wuppen.
Bei der Elbphilharmonie hat das nicht geklappt. Nach großzügigen Anfangspenden hat die Stadt alle Mehrkosten übernommen.

Bei Olympia sind, so war gerade zu lesen, die Sponsoren der Bewerbung auch eher rar gesät. Es sollen nur ein Unternehmen als Unterstützer feststehen - wie der Zufall es so will, wieder einmal die stadteigenen Verkehrsbetriebe.

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