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Hamburgs Nein zu Olympia: Die Quittung
DPA

Die Hamburger haben in einem Referendum die Olympia-Bewerbung für 2024 verhindert. Wundern muss man sich darüber nicht - es gibt zu viele gute Gründe für ein Nein.

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pandorawirkommen 30.11.2015, 00:14
170. Vor ein paar Jahren noch unmöglich

Denn da gab es in Hamburg noch keine Möglichkeit für Volksabstimmungen. Die Bürger konnten großen Schaden abwenden. Nur die Millionen für die Pro Olympia Kampagne müssen sie zahlen. Sind aber Peanuts im Vergleich zu den Schmiergeldern welche man für die IOC Clique hätte aufwenden müssen und den Milliarden Verlusten für die Ausrichtung der Spiele.

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mirror999999999 30.11.2015, 00:18
171. Mit Nein habe auch ich gestimmt.

weil:
- Großprojekte zur Zeit sowas von aus dem Kostenruder laufen bzw. gelaufen sind
- nur wenige davon profitieren, der Rest zahlt drauf
- IOC das Risiko an die Stadt ablädt, aber Gewinne behält
- die Kosten nicht gut genug bekannt sind
und weil Hamburg...
- genug Schulden hat
- zu viele Baustellen hat (A7 die nächsten 10 Jahre)
- gegen die anderen Städte verloren hätte
- Hamburg den Sport des kleinen Mannes sträflich vernachlässigt hat
- mit seinen Mieten schon hoch genug ist
- viele notwendige Dinge nicht anpackt
- ein Teil des Hafens umgesiedelt werden muss
- die olympische Anlage auf einer weichen Insel bauen will
- nicht die einzige Stadt ist, die NEIN gesagt hat
- mir nicht erklären kann, warum London 1,2 Mrd, aber Hamburg nur 500 Mio für die Sicherheit ausgeben will

Dennoch zeigt sich am Ergebnis, wie gespalten die Stadt ist. Da kann also keiner sagen, dass Ergebnis war ja klar.

Ich freu mich über das Ergebnis, über den Mut und die Vernunft nein zu sagen. Und Hamburg wird deswegen nicht untergehen.
Und schön, dass der Bürger in manchen Dingen mal gefragt wird.

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shinobi42 30.11.2015, 00:26
172. Fehlt nur noch ...

... dass sich die ÖRs von solchen Aktionen verabschieden, sie den privaten Sendern überlassen und das frei gewordene Geld in besseren Journalismus mit Festverträgen investieren.

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Wellness 30.11.2015, 00:36
173. Danke Hamburg

Es hat sich gezeigt das man nicht mit Gewalt ein undemokratischen System Wie dem Olympischen Komitee folgen muß.Diese Zirkel werden sich nicht von innern erneuern das muß von außen kommen.

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schwaebischehausfrau 30.11.2015, 00:36
174. Erst Vertrauen aufbauen..

Kein Wunder, dass unsere Politiker in Deutschland mit aller Macht versuchen, mehr Volksentscheide zu verhindern: Die Bürger werden zunehmend selbstbewusster und zunehmend immuner gegen die übliche Propaganda-Verdummungs-Maschine und Einschüchterungsversuche. Da helfen dann auch keine prominenten "Olympia-Botschafter" oder das übliche blabla "dass diesmal alles anders wird" als bei den bisherigen globalen Sport-Großveranstaltungen, die vorher immer "ökologisch, nachhaltig und sparsam" sein sollen aber regelmässig als Milliarden-Gräber zu Lasten der Steuerzahler und mit gigantischen Stadion-Ruinen enden. Oder gibt's irgendein Groß-Projekt in Deutschland, bei dem die Kosten auch nur annähernd eingehalten wurden? Oder auch nur 1 einziges Groß-Projekt, bei dem das Budget sogar unterschritten wurde? ´BER-Flughafen, Stuttgart21, Elb-Philarmonie und..und, und. Also: Erstmal die nächsten 10 Groß-Projekte so realisieren wie den Bürgern versprochen, und dann hat die Bevölkerung vielleicht auch irgendwann wieder mal Vertrauen . DANKE Hamburger!!!

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specialsymbol 30.11.2015, 00:39
175. Die Funktionäre? Sportverbände?

Nein, das ist nicht der Grund.
Der Grund ist, das speziell in Deutschland mit einer Verdreifachung der Kosten zur rechnen ist, da sich Politiker und tatsächlich auch gleichermaßen Funktionäre profilieren wollen, gleichzeitig aber keine Lust oder keine Kompetenz, sich mit der Planung tatsächlich auseinanderzusetzen, vorweisen können.

Der Steuerzahler hat hierbei ganz selbstverständlich die Rechnung zu tragen. Damit muss irgendwann Schluss sein. Hamburg ganz speziell nimmt keine rühmliche Rolle in ähnlichen Projekten ein. Selbst wenn der Bund in großen Teilen beteiligt wird - es wird für Hamburg zu teuer. Die Versprechen der Politiker die Kosten zu halten sind wertlos - ein Bruch hat keinerlei Konsequenzen.

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Wilbur_Walsh 30.11.2015, 00:39
176. Stuttgart 21

Ich frag mich nur, was Stuttgart 21 in der Aufzählung der nicht gelungenen Großprojekte soll. Der Erfolg oder Mißerfolg muss sich noch zeigen. Und auch zu Stuttgart 21 gab es eine Volksabstimmung, nur mit dem Unterschied im Ergebnis, dass sich dort die Bevölkerung dafür ausgesprochen hat.

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baumisms 30.11.2015, 00:43
177.

WOHIN muss Hamburg "nach vorne" ?? Bei den Mieten, bei den Schulden?
Jetzt, wo man sich 7 Milliarden netto erspart, kann man keine Sportstätten im Veddel bauen?
GERADE jetzt!
Man kann nur in Breitensport investieren, wenn man gleichzeitig das zehn- oder hundertfache in den Profi-Sport buttert?
Ich glaube, da haben Sie etwas falsch verstanden.
Partyträume schön und gut, aber gönnen Sie sich um das Geld, das SÌE sich dadurch garantiert ersparen werden, mit Ihrer Tochter einen schönen Urlaub! Sie werden MEHR davon haben....

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medwediza 30.11.2015, 00:45
178. Mühe mit der Demokratie?

Zitat von Pagode
Mich macht immer noch stutzig, dass die Stadt die Bewerbung wohl bei einem Sieg mit 51% weitergeführt hätte. So kam das jedenfalls in den Kommentaren rüber. Aber selbst dann hätte man darauf verzichten müssen. Welche Botschaft soll das denn sein, gegen Rom&Co mit immer noch der Hälfte als Gegner anzutreten? Wie hoch sollen die Chancen denn sein, sich gegen die anderen durchzusetzen? Stattdessen hätte Scholz bis 2017 weiterhin Kohle verbraten. Bin ich froh, dass das jetzt so gelaufen ist. Die Diskussion im Falle eines Sieges der Befürworter mit so einem knappen Votum hätte erst recht kein Ende mehr genommen.
Ob 51 Prozent oder 50,1 oder auch nur 1 Stimme mehr als 50 Prozent: Mehrheit ist Mehrheit. Was ein guter Demokrat ist, akzeptiert jeden Mehrheitsentscheid. Nur schlechte Demokraten diskutieren danach endlos weiter.

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tomymind 30.11.2015, 00:46
179.

Man muss sich mal antun was die Befürworter, DOSB, Sportler und Bürgermeister für einen Mist von sich geben.
Die tuen so, als ob sie die Spiele auch gekriegt hätten.
Nur ein Beispiel für all die dummen und dämlichen Aussagen. hier aus der FAZ:"Mit Tränen in den Augen kommentierte Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn das Aus des Olympia-Traums in Norddeutschland: „Es enttäuscht mich, dass die Menschen nicht sehen, dass es um den Sport geht.“ Nach den geplatzten Olympia-Plänen sehe es düster aus für den Leistungssport in Deutschland, sagte die Schwimmerin."
Nein die Menschen haben gesehen, dass es nicht um den Breitensport geht, die haben gesehen, dass Korruption und Elitendenken Im Quadrat nach Deutschland gekommen wären. Tja, die deutschen Sportler waren schon immer Weltmeister im jammern.

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