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Hamburgs Nein zu Olympia: Die Quittung
DPA

Die Hamburger haben in einem Referendum die Olympia-Bewerbung für 2024 verhindert. Wundern muss man sich darüber nicht - es gibt zu viele gute Gründe für ein Nein.

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muru 30.11.2015, 06:41
240. Die Hamburger

haben schon Probleme mit der Elb-Harmonie, das wäre mit den olympischen Spielen dann auch schief gelaufen. Das Geld kann man dann für die Absicherung der Landesgrenzen verwenden, da ist es besser angelegt.

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DMenakker 30.11.2015, 06:44
241.

Zitat von Theo!
die mit NEIN gestimmt haben. Der olympische Gedanke existiert nicht mehr, die Spiele sind zu einem Massengeschäft degeneriert. Unterstützt den Sport an Schulen, in Vereinen. Aber bitte nicht die Funktionäre und Spitzensportler.
Schon einmal darüber nachgedacht, dass Spitzensportler nichts anderes sind, als Breitensportler mit einer gewissen Begabung und und sehr viel mehr Training? Und ich rede jetzt nicht von den "Geld"Sportarten wie Fußball. Ich rede genauso von Bogenschiessen, Kanuten, Speerwerfern etc. Allesamt Bereiche übrigens wo D wegen des immer noch stark ausgeprägten Breitensports ganz besonders stark ist. Und es ist unbestritten, dass Ereignisse wie olympische Spiele gerade solche Sportarten und die Attraktivität des Breitensports MASSIV fördern. Immer wieder wenn einzelne Sportler in D hervorstechen sieht man stark steigende Mitgliedszahlen in den Vereinen. Und da man sich in D ja nicht zu blöde ist, bei jedem Pups die dadurch enstehenden Todesfolgen in der Bevölkerung hochzurechnen, behaupte ich ganz einfach einmal, dass diese Entscheidung, die Spiele vorerst überhaupt nicht mehr in D stattfinden zu lassen ( denn genau das war es ) in Zeiten von play-station, facebook aber gleichzeitig rücklaufenden Zahlen von Jugendlichen die Sport treiben, eine unbekannte 6-stellige Zahl von vorzeitigen Herzinfarkten verursacht, bedingt durch Jugendliche, die weiterhin vor ihren Daddelgeräten sitzen, anstatt sich wieder für aktiven Sport motivieren zu lassen.

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homerun 30.11.2015, 06:46
242. Mehr Vernunft wagen

Ich habe mich darüber gefreut, dass die Hanseaten offenbar doch mehr politischen Weitblick haben als unsere verantwortlichen Politiker. Angesichts der politischen und gesellschaftlichen Aufgaben, die in der kommenden Dekade zu bewältigen sind, auch noch blind derartig kostenintensive Ereignisse herbeizu jubeln, wäre schier verantwortungslos. Danke Hamburg!

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Mähtnix 30.11.2015, 06:46
243.

Zitat von wll
Schon lustig, der Bund hätte das Fünffache der Nettokosten tragen sollen, aber abstimmen durften nur die Hamburger und Kieler. Irgendwie ein merkwürdiges Demokratieverständnis, das hier gelebt wird. ... Die Bürger folgen eben nicht mehr einfach nur blindlings der von oben verordneten Begeisterung, sondern wollen überzeugt und mit ihren Sorgen ernst genommen werden. Und das ist auch gut so...
Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Bei Stuttgart 21 war es genauso. Da hätten alle (steuerzahlenden) Bundesbürger auf die Barikaden gehen müssen.

Ich vermute mal, die Hamburger haben es Scholz auch (zu Recht) nicht abgenommen, dass die Ausgaben Hamburgs bei 1,2 Milliarden gedeckelt seien. Wieso der Bund so blöde sein sollte, hierzu ja zu sagen und damit das Risiko der Verteuerung komplett zu übernehmen, hat sich mir und wahrscheinlich auch vielen Wählerinnen und Wählern nie erschlossen.

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arrache-coeur 30.11.2015, 06:47
244.

Zitat von bratwurst007
Aus dem Nachbarartikel: "Um die Sommerspiele 2024 bewerben sich damit nur noch Budapest, Paris, Rom und Los Angeles. Dort wird die Bevölkerung jeweils nicht gefragt. Die Entscheidung fällt das Internationale Olympische Komitee (IOC) 2017 in Lima (Peru)." Eigentlich Schade, das Ergebnis hätte mich interessiert. Möglicherweise wird die Olympiabewerbung dereinst ja zu einer Olympiaverordnung... :-)
"Um die Sommerspiele 2024 bewerben sich damit nur noch Budapest, Paris, Rom und Los Angeles. Dort wird die Bevölkerung jeweils nicht gefragt. Die Entscheidung fällt das Internationale Olympische Komitee (IOC) 2017 in Lima (Peru)." - Eigentlich kann keine dieser Städte den Zuschlag bekommen.

Budapest halte ich für nicht ausreichend solvent zur Ausrichtung eines derart teuren Events, ausserdem wird die Achse der Willigen im IOC dagegen stimmen, um Orban einen (vermeintlichen) Denkzettel zu verpassen.

Rom ist infrastrukturell und finanziell bereits völlig überlastet.

Wer will denn in Paris, der europäischen Stadt mit der derzeit höchsten Terroranschlagswahrscheinlichkeit, so etwas durchführen? Ausserdem scheint Frankreich auch das Geld auszugehen, wenn das Land schon den eigenen Krieg gegen Daesh nicht (mehr) bezahlen kann?

Und eine US-amerikanische Stadt wird wahrscheinlich so schnell nicht mehr den Zuschlag zu einem Event wie der Olympiade oder einer WM bekommen, da immer die Gefahr einer Verhaftung von Funktionären besteht.

Vielleicht wäre Athen wieder eine adäquate Wahl, denn immerhin ist man in Griechenland derzeit recht nah am Puls der Welt;-)

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giorgio2012 30.11.2015, 06:48
245. Unsere Botschaft an die Welt

die Bedenkenträger, Ängstlichen und Verhinderer haben gewonnen, die Freie und Hansestadt Hamburg hat verloren. Die Provinz grüßt mit breitem Lächeln. Eine Schande für unsere Stadt.

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laotao 30.11.2015, 06:49
246. Korruption, Betrug und organisierte Wettkriminalität

Da mögen von den einschlägigen Seiten noch so viele Multimediawerbebeiträge in Form von Zeitungs-, Rundfunk- und TV-Beiträgen gefloatet werden, es sind inzwischen so viele Menschen mit relativ professionellem Verständnis dieser Mafiasysteme vorhanden, dass die Finanzierungsquellen ebenso abgeschnitten werden, wie das ja auch bei sonstigen kriminellen Organisationen hilfreich und unbedingt nötig ist.

Es gibt für diese Systeme, zu denen ja auch das System der Finanzspekulations- und -anlagenbetrugswirtschaftssystem der Grossbanken gehört, eine ziemlich alte Beurteilung, die vielleicht als die Besitzstands- und Erbbesitzfeudalgesellschaftskonstante bezeichnet werden kann:
„Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.”

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bollrock 30.11.2015, 06:49
247. Genau aus diesem Grund gibt es so selten in Deutschland

direkte Demokratie. Ich bin froh das der Verstand gesiegt hat. Allerdings wird es sich die Chefetage das nächste mal zwei mal überlegen nochmal einen Volksentscheid zuzulassen.

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nivh 30.11.2015, 06:52
248.

Ich denke ein großer Faktor war auch, dass die Leute in Zeiten wie diesen ihre Steuergelder nicht für private Sportveranstaltungen wie diese aus dem Fenster werfen wollen.

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a320cdr 30.11.2015, 06:53
249. Genau das passiert

wenn Bürger abstimmen dürfen.
Wo soll das hinführen, wenn Politiker, Funktionäre und Medien nicht alternatives bestimmen dürfen?
Am Ende gibt es weniger Millionäre in Deutschland.
Und die paar Leute, die dann ein bisschen mehr zahlen, können das ja locker verkraften, die schaffen das.
Hier hat das Volk versagt und gehört aufgelöst.

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