Forum: Sport
Hat Hoeneß recht mit seiner Fan-Schelte?

Bayern-Manager Uli Hoeneß hat die eigenen Fans angegriffen, ihnen Realitätsverlust und romantische Verklärung der Vergangenheit vorgeworfen. Hat Hoeneß recht - oder werden die Anhänger tatsächlich von den reichen Clubs zu wenig respektiert?

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Mike_D 14.11.2007, 13:48
1.

Zitat von sysop
Bayern-Manager Uli Hoeneß hat die eigenen Fans angegriffen, ihnen Realitätsverlust und romantische Verklärung der Vergangenheit vorgeworfen. Hat Hoeneß recht - oder werden die Anhänger tatsächlich von den reichen Clubs zu wenig respektiert?
Der Wutausbruch kam ja zustande, weil ein Fan die schlechte Stimmung im Stadion ansprach. Darauf hat Uli einen seiner berühmt berüchtigten Wutausbrüche bekommen und dem Fan erklärt, für die Stimmung im Stadion ist nicht der Verein sondern die Fans zuständig, womit er ja Recht hat. Einzig, der rüde Ton ist ihm vorzuwerfen.

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Brettschneider 14.11.2007, 13:49
2.

Zitat von sysop
Bayern-Manager Uli Hoeneß hat die eigenen Fans angegriffen, ihnen Realitätsverlust und romantische Verklärung der Vergangenheit vorgeworfen. Hat Hoeneß recht - oder werden die Anhänger tatsächlich von den reichen Clubs zu wenig respektiert?
Ohne die "7-Euro-Fans" käme auch das Logen-Publikum nicht so zahlreich in die Stadien. Die VIPs betrachten Stimmung als im Preis inbegriffen. Sonst könnten sie gleich in Schwabing bei ihren Schampus- und Häppchen-Events bleiben.
Also sollte sich Hoeneß mit abwertenden Kommentaren gegen die auf den billigen Plätzen zurückhalten.

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Devilfrog 14.11.2007, 13:55
3.

Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen ;)

Ernsthaft, ich bin kein großer Hoeneßfan aber das soziale Engagement des FCB kann man auf keinen Fall in Frage stellen und hier wird mit Sicherheit viel getan, damit der Eintrittspreis von 7€ gehalten werden kann.
Und wenn ich dann was höre von wegen "es wurde die Dauer der Fangesänge gemessen" frage ich mich schon, wer eigentlich für die Stimmung sorgen sollte wenn nicht die Fans selber.
Einzig ankreiden kann man mal wieder Hoeneß die etwas patzige Art der Antwort.

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nickname 14.11.2007, 14:26
4.

Zitat von sysop
Bayern-Manager Uli Hoeneß hat die eigenen Fans angegriffen, ihnen Realitätsverlust und romantische Verklärung der Vergangenheit vorgeworfen. Hat Hoeneß recht - oder werden die Anhänger tatsächlich von den reichen Clubs zu wenig respektiert?
Natürlich hat Hoeneß Recht: Fußball ist längst keine "11 Freunde sollt ihr sein"-Nummer mehr. Und für die Stimmung sind die Fans verantwortlich, wer denn sonst? Fehlende Stimmung hat nix mit VIP-Logen zu tun, schließlich machen diese Plätze nur etwa (grob geschätzte) 15-20% des Gesamtvolumens von 69.000 Plätzen aus, wenn überhaupt.

Ich war in der vergangenen Woche beim Spiel gegen die Bolton Wanderers. Die knapp 4.000 englischen Fans haben teilweise mehr Alarm gemacht als die kompletten Bayern-Fans. Die Leute (natürlich außer denen in den Kurven hinter den Toren) sind teilweise sogar zu faul, um aufzustehen, wenn es heißt "Steht auf ...". Unter Fans stelle ich mir was anderes vor.

Dass es auch in München ganz anders sein kann, habe ich beim letzten Spiel gegen Real gesehen und gehört (Wir erinnern uns: 2:1, 1:0 durch Roy M. in der 11. Sekunde - YES!! ;-) )
Da habe ich wirklich gedacht, jetzt fliegt das Dach weg.

Also, es geht doch! Nicht meckern - machen.

mfg

nickname

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tomandcherry 14.11.2007, 15:03
5. Es jedermanne Recht getan...

...ist eine Kunst, die keiner kann.

Dafür, dass der FCB ein "Fußballclub für alle", also einerseits für die sog. "Häppchen(fr)esser" in den teuren Business-Seats und andererseits für den "echten Fan", der fünf Tage die Woche für 8,50 €/Std. an der Werkbank steht sein möchte, läuft's doch - noch - erstaunlich gut.

Zitat von Devilfrog
Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen ;) Ernsthaft, ich bin kein großer Hoeneßfan aber das soziale Engagement des FCB kann man auf keinen Fall in Frage stellen und hier wird mit Sicherheit viel getan, damit der Eintrittspreis von 7€ gehalten werden kann.
7 (i.W.: sieben) Euronen kostet heutzutage in München ein Kinobesuch am Wochenende oder am Feiertag. Also hält der Verein immer noch ein Kartenkontingent im sog. "low budget" Bereich vor. Das ist im positiven bemerkenswert.

Zitat von Devilfrog
Und wenn ich dann was höre von wegen "es wurde die Dauer der Fangesänge gemessen" frage ich mich schon, wer eigentlich für die Stimmung sorgen sollte wenn nicht die Fans selber.
Ja, Devilfrog, da musste ich mich auch schon ganz schön wundern. Ob sowas noch mit "echtem Fantum" zu tun hat?

Zitat von Devilfrog
Einzig ankreiden kann man mal wieder Hoeneß die etwas patzige Art der Antwort.
Wahrscheinlich war es der - spitzfindige - Vergleich, bei Spielen des "geliebten" Stadtnachbarn und Arena-Untermieters, dem von FCB-Fans so gern als "Verein mit den vier Zahlen" geschmähten TSV 1860, wäre mehr Stimmung als beim FCB. Das ist natürlich Majestätsbeleidigung.

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Brettschneider 14.11.2007, 15:22
6.

Zitat von Devilfrog
Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen ;) Ernsthaft, ich bin kein großer Hoeneßfan aber das soziale Engagement des FCB kann man auf keinen Fall in Frage stellen und hier wird mit Sicherheit viel getan, damit der Eintrittspreis von 7€ gehalten werden kann. Und wenn ich dann was höre von wegen "es wurde die Dauer der Fangesänge gemessen" frage ich mich schon, wer eigentlich für die Stimmung sorgen sollte wenn nicht die Fans selber. Einzig ankreiden kann man mal wieder Hoeneß die etwas patzige Art der Antwort.
Ob der Eintrittspreis von 7 Euro soziale Ursachen hat, vermag ich nicht zu sagen. Sicher ist aber, daß der FC Bayern ein vitales Interesse daran hat, bei möglichst vielen Spielen eine ausverkaufte Hütte zu präsentieren.
Für das Image eines europäischen Top-Klubs ist es heutzutage eine peinliche Angelegenheit, wenn im TV leere Ränge gezeigt werden.
Es ist also mehr eine Prestigefrage. Hoeneß eher mal wieder scheinheilig bis zum Abwinken!

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Dylan1941 14.11.2007, 15:22
7.

Zitat von tomandcherry
Dafür, dass der FCB ein "Fußballclub für alle", also einerseits für die sog. "Häppchen(fr)esser" in den teuren Business-Seats und andererseits für den "echten Fan", der fünf Tage die Woche für 8,50 €/Std. an der Werkbank steht sein möchte, läuft's doch - noch - erstaunlich.....
Moin T&C !

Zu 1.) Wer verdient in München so wenig ?
Meinst Du die Zeitarbeiter in den tollen Jobs
mit den tollen Möglichkeiten seit es in Deutschland
wieder klar wirtschaftlich und auch auf dem Arbeits-
markt vorangeht ?

Zu 2.) Finde ich persönlich im Vergleich mit einem guten
Kinofilm unverschämt überteuert wenn noch nichtmal
die beste Mannschaft auch dem Platz steht !

Zu 3.) Die Blauen haben ja auch noch einen echten Mob .
Das die sich aus der Finanzierung des Schlauchboots
auskoppeln wollen find ich richtig prima !

Dann muß der Uli die Stromkosten für das permanente
in Form halten der Luftsäcke selbst bezahlen.

Wahrscheinlich gibt es dann wegen der Stromkosten
eine Yello Arena und die Bayern wechseln auf BVB
Farben.

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Christian W. 14.11.2007, 15:24
8.

Die Fans in München sind selbst schuld, dass sie alles mitgemacht haben, was der Verein vorgekaut hat.

Ich wundere mich nur, da ja die Minuten der Stimmung "gemessen" wurden, wann denn die 6-minütige-Stimmung gegen Frankfurt gewesen sein soll, vor oder nach dem Spiel? Währenddessen bestimmt nicht.

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Tim89 14.11.2007, 15:40
9.

Zitat von Mike_D
Der Wutausbruch kam ja zustande, weil ein Fan die schlechte Stimmung im Stadion ansprach. Darauf hat Uli einen seiner berühmt berüchtigten Wutausbrüche bekommen und dem Fan erklärt, für die Stimmung im Stadion ist nicht der Verein sondern die Fans zuständig, womit er ja Recht hat. Einzig, der rüde Ton ist ihm vorzuwerfen.
FALSCH!
Er hat Sippenhaft über die Münchner Ultrà-Gruppe Schickeria verhängt. Wer sich ein bisschen mit der Thematik Ultrà in Deutschland befasst, weiß, dass diese mit ihren Strukturen für den teils genialen Support verantwortlich sind und kaum eine andere Strömung in den Kurven mithalten kann.

Zum konkreten Fall: Aus der Masse der Schickeria hat jemand, nennen wir ihn mal größten Vollidioten in der Geschichte der Münchner Fanszene, eine volle Flasche auf einen Nürnberger Fanbus geworfen, die Frau des Busfahrers getroffen und schwer verletzt. Anstatt diesen Fan ausfindig zu machen, ihn zu bestrafen, die Sache zu klären, hat man sich beim FC Bayern dazu entschieden, die Stellungnahme der Schickeria, welche diesen Vorfall explizit verurteilte und sich trotzdem stellvertretend entschuldigte, einfach zu missachten und alle Mitglieder von den Spielen des FC Bayern fernzuhalten, indem ihnen keine Karten mehr verkauft wurden.

Rechtsstaat olé!
Und nun stellt er sich hin und meint, er hätte nichts damit zu tun?! So eine unverschämte Lüge habe ich lange nicht gehört.

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