Forum: Sport
Hat Hoeneß recht mit seiner Fan-Schelte?

Bayern-Manager Uli Hoeneß hat die eigenen Fans angegriffen, ihnen Realitätsverlust und romantische Verklärung der Vergangenheit vorgeworfen. Hat Hoeneß recht - oder werden die Anhänger tatsächlich von den reichen Clubs zu wenig respektiert?

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Knütterer 14.11.2007, 18:38
50. Hoeneß und anderer Unfug

Zitat von sysop
Bayern-Manager Uli Hoeneß hat die eigenen Fans angegriffen, ihnen Realitätsverlust und romantische Verklärung der Vergangenheit vorgeworfen. Hat Hoeneß recht - oder werden die Anhänger tatsächlich von den reichen Clubs zu wenig respektiert?
Dieser - vorsichtige Menschen täten sagen: "Wildgewordene Würscht´l-Brater" scheint an Realitätsverlust zu leiden!

Die Legionärs-Truppe von der Säbener-Straße ist austauschbar - will meinen, manipulierbar geworden.
Und Hoeneß meint, das er jetzt nach der Mannschafts-Rochade auch die Fan-Rochade ziehen kann - doch da bekommt der erfolgsvewöhnte Selbstdarsteller
jetzt mächtig Gegenwind.

Dieser ist auch in anderen Stadien spürbar - z.B. wirfd in Mainz gelegentlich schon mal aus dem VIP (H)-Block gepfiffen und das bringt den Kloppo mächtig auf die Palme ;-))

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Tim89 14.11.2007, 18:44
51.

Zitat von TKranked
Dann bin ich froh dass nicht nur in Deutschland Fussball gespielt wird sondern auch auf der Insel mit 90 min. Dauerstimmung!

Also in meinen Augen ist die Fanlandschaft in England beschaulicher als in Deutschland, auch was den Support angeht.

Dazu gab es mal einen guten Spiegel-Online-Artikel, in dem beschrieben wurde, wie lebendig die Fankultur hierzulande im Vergleich zu anderen Ländern eigentlich ist.


Grade in England sehe ich eigentlich keine 90 Minuten Dauerstimmung, wie sie manche deutsche Kurven allerdings auf die Reihe bekommen. Inselfußball verfolge ich allerdings auch nicht so intensiv.

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WolfgangCzolbe 14.11.2007, 18:45
52. Vom Saulus zum Paulus

Für mich als Vereinsmitglied des FC St. Pauli ist aus dem Saulus Uli Hoeneß ein Paulus geworden, seit er vor einigen Jahren, als es meinem Verein einmal wieder finanziell schlecht ging, sich zu einem Freundschaftsspiel (offenbar ohne Honorar) am Millerntor mit seiner Mannschaft bereit erklärte und auf diese Weise half, den finanziellen Engpass, in dem sich unser Club befand, zu überwinden. Ich kann mich noch erinnern, dass er und sein FC Bayern Ende der achtziger Jahre ganz anders am Millerntor empfangen wurde und damals Hoeneß empört auf die Spottgesänge der Fans und die schriftlichen Äußerungen in einem Fanmagazin reagierte. Was wäre der FCB, wenn er nicht auch Gegner wie den FC St. Pauli hätte? Die Szene lebt doch von den Rivalitäten! Das hatte Herr Hoeneß offenbar eingesehen. Deshalb urteile ich über ihn heute milder.

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reflexxion 14.11.2007, 19:07
53. stellt Hoeneß endlich den Stuhl vor die Tür

Fußball lebt von den Fans, nicht den Großkopfaten in den Logen. Der FCB täte gut daran den ewigen Meckerpott Hoeneß endlich rauszuwerfen, andere Vereine haben sich auch von schwierigen Leuten in der Chefetage getrennt, sie Assauer und Kallmund

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Hollewood 14.11.2007, 19:09
54. Insel-Fussball

@ Tim 89

Der Inselfussball hat mit seiner Fankultur eine weit aus bessere und tiefer verwurzelte Unterstützung als diese in Deutschland zu sehen ist.
Wenn man beispielsweise Karten für ein Heimspiel des FC Liverpool kommt - wie gesagt wenn - dann kann man nicht nur 90 sondern manchmal 120 Minuten lang Fangesängen lauschen. Das ganze unabhängig davon ob die Heimmannschaft führt oder nicht!
In England werden im Gegensatz zu deutschen Stadien in der Regel nicht schon in der ersten Halbzeit Pfeifkonzerte veranstaltet, zumindest soweit ich das beurteilen kann.

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chefstratege 14.11.2007, 19:26
55.

Uli Hoeness hat auf der JHV sein wahres Gesicht gezeigt gegenüber den einfachen Fans. Beim FC Bayern ist der Fan endgültig zum Kunden mutiert. Es geht nur noch um Profitmaximierung.

Dabei ist Fan zu sein - zumindest für mich als Schalker Fan - immer noch eine Geisteshaltung, ein Lebensstil eine Überzeugung und mit sehr viel Emotionen und Leidenschaften verbunden. Und eben nicht nur eine Umsatzbasis!

Traditionelle Anhänger und mündige Fans haben beim FC Bayern keinen Platz mehr. Nirgendwo sonst in Deutschland hat sich der Fußball von seinen Ursprüngen so weit entfernt wie beim FC Bayern. Man muss sich nur einmal an der Säbener Straße umsehen. Die hohen Zäune dort um die Trainingsplätze verhindern, dass die Anhänger den Fußball-Millionarios zu nahe kommen und die Klub-Zentrale sieht aus wie geleckt und erinnert an den Stammsitz einer Immobiliengesellschaft.

Die Handvoll leidenschaftlicher Fans, die der FC Bayern neben den unzähligen Kunden noch hat, werden von der Vereinsführung behandelt wie Dreck am Ärmel. Wer diesem Klub wirklich emotional noch anhängt, wird - trotz all der sportlichen Erfolge - von mir nicht beneidet, sondern verdient mein Mitleid.

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icaros 14.11.2007, 19:26
56.

So, da haben ja die zahllosen Bayerngegner mal wieder einen Grund gefunden um über den FCB herzuziehen. Ihr solltet Hoeness dankbar sein, ohne ihn und den FC Bayern hättet ihr ja fast keine Feindbilder mehr. Ob er nun recht hatte oder nicht sei mal dahingestellt. Mir persönlich passen die Champagnerschlürfer in den Logen auch nicht, aber die bringen wohl Kohle. Und Tickets für 7 € bringen mir auch nichts, wenn eh jedes Spiel ausverkauft ist. So ist der FC Bayern halt meine TV-Liebe und mein Oberligaverein wird im Stadion unterstützt.Noch was hat Hoeness übrigens erreicht: keiner redet mehr über die Niederlage gegen Stuttgart...

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Natas 14.11.2007, 19:27
57.

Zitat von Devilfrog
Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen ;) Ernsthaft, ich bin kein großer Hoeneßfan aber das soziale Engagement des FCB kann man auf keinen Fall in Frage stellen und hier wird mit Sicherheit viel getan, damit der Eintrittspreis von 7€ gehalten werden kann.
Blödsinn. Das mit den 7 Euro ist schlichtweg eine Verdrehung der Wahrheit.
Nur unter 14 Jährige und Behinderte kommen mit 7 Euro ins Bayernstadion. Dass die nicht grad die Stimmungsbringer sind, sollte klar sein.
Ab 50 Euro aufwärts bezahlt man im Internet für die billigsten Plätze im Stadion.
Die behaupteten 7 Euro sind populistischer Schwachsinn.

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manni23 14.11.2007, 19:40
58. Fans?

Also ich versteh die Diskussion hier nicht wirklich. Bayernfans sind doch sowieso keine Fußballfans, denn zum Fansein gehört, dass man auch mit dem eigenen Verein leidet und in schweren Zeiten zu ihm hält. Ham die Bazis jemals schwierige Zeiten? Nein! Is doch kein Wunder wenn keine Stimmung is im Stadion. Da sind nur Modefans und keine richtigen Fußballfans.

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babezde 14.11.2007, 19:57
59.

wenn ich eine Loge in der Allianz-Arena hätte (zum Beispiel wie Microsoft), dann würde ich Herrn Hoeneß mal gepflegt in meine Firma einladen und ordentlich Druck machen, entweder - Rabatt oder den Rest der Saison umsonst... So was kann man denken und tun, aber nicht auf einer öffentlichen Sitzung sagen...

Bin echt gespannt, was die "abgezockten" Logenbesitzer dazu sagen...

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