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Hitzlsperger über Homosexualität und Profifußball: Wider den Zwang zur Lebenslüge
REUTERS

Thomas Hitzlsperger hat seine Sexualität öffentlich gemacht, der mutige Schritt könnte das Fußball-Geschäft verändern. In einer Videobotschaft hat der 31-Jährige sein Coming-out jetzt erläutert. Was verrät seine Stellungnahme über den Umgang der Fußball-Profis miteinander?

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cucco 09.01.2014, 14:19
440. wo sind wir?

Zitat von andrehbear
Als ich 16 Jahre alt war, fing ich an, zu sagen, dass ich eine Bisexualität habe, die man im Extremfall im Randbereich von Pädophilie zuordnen könnte. ich suchte solch 'lange dünne Arme' lieber nur an Mädchen. Das war wohl nicht mutig und es war wohl gut, mich mi Kopfstößen lebenslange Gesundheitskomplikationen zuzufügen, weil ich auch ein gestehenswilliger Fahrzeugdieb war.
Ich habe den Eindruck, Sie verwechseln das Spon Forum mit dem Beichtstuhl in unserer heiligen katholischen Kirche. Es tut mir leid , wenn Sie keinen Priester Ihres Vertrauens gefunden haben.

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mcmurdo 09.01.2014, 14:19
441.

Man warte ab, bis sich der erste AKTIVE Pöler "outet". Der Mob in den Stadien wird Spass ohne Ende haben, die jeweils gegnerische Mannschaft als Hinterlader zu beschreien.
Ok, der Hitzlsperger hat sich total "mutig" (LOL) verhalten, mit seinem Geständnis: er braucht nicht mehr in den Hexenkessel Stadion zu trippeln...bin gespannt, wann die erste aktive Koriphäe die Buxen runter lässt - in dessen Haut möchte ich nicht stecken.
Apropos habe ich seinerzeit zu meinem Schatzi immer gesagt: irgendwie sieht der Hitzl schwul aus - Bingo!

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bolonch 09.01.2014, 14:21
442. Macht euer Ding

Zitat von andere Hobbys
Welches Problem haben Schwule und Lesben ?? Mangelnde Toleranz durch die große Mehrheit der dt. Bevölkerung kann es nicht sein. Die sagt nämlich, " Macht euer Ding" ! Für mich ist die Frage, reicht das nicht ?? Muss ich von allen und jedem geliebt und akzeptiert werden ???
"Geliebt" sicher nicht, "akzeptiert" allerdings.

Ja, in der Tat habe (und hatte) ich in meinem normalen Leben eigentlich gar keine Akzeptanzprobleme, ich kenne allerdings eine Menge Lesben und Schwule, die in einem weniger wirklich toleranten Umfeld leben und arbeiten, die sich oft mit unangenehmen Bemerkungen, Sticheleien und echter Diskriminierung auseinander setzen müssen.

Das ist nicht lustig und führt oft zu Verstecken und Verstellen.
Bei Transen ist es noch krasser.

Zitat von andere Hobbys
Diese unsägliche Präsenz diese Themas trägt bestimmt nicht dazu bei.
Von welcher "unsäglichen Präsenz" sprechen Sie denn? Mal ein paar Artikel oder Fernsehberichte wenn es gerade aktuell ist. Mehr nicht. Niemand zwingt Sie die zu lesen.

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scharfekante 09.01.2014, 14:21
443.

Zitat von wili564
dass die sexuelle Präferenz durch den Hormonhaushalt in der Heranwachsphase festgelegt wird.Diese wirken auch auf die körperliche Erscheinung,Gesicht,Verhalten wie man oft sieht bei der Personengruppe.Auch Hitzelsberger macht da m.M. nach keine Ausnahme.Und so ist es es besonders traurig wenn jemand aufgrund dessen,einer körperlichen "Eigenart"diskriminiert wird oder es auf irgendeine "moralische" Ebene zieht.
Welch ein Unsinn. Tatsache ist, dass die Ursachen der "sexuellen Präferenz" der Homosexualität bisher wissenschaftlich gesehen unbekannt sind; es gibt nur Vermutungen und Spekulationen, von denen die von Ihnen geäußerte eine der absurdesten ist. Wie groß die Hemmung ist, hier nachzuforschen, wird auch dadurch belegt, dass die Redaktionen es noch nicht einmal wagen, das Verhältnis zwischen dem früheren "heterosexuellen" Verhalten des Fußballers mit seinem jetzigen "Outing" zu hinterfragen.

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postmaterialist2011 09.01.2014, 14:22
444. Na Gott sei Dank !

Zitat von Apologet
Oder schauen Sie nach BW. Lehrplan im Zeichen des Regenbogens. Gegner werden in SWR diffamiert, Etc. Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Initiator einer Petition. U Das ist eine klassische Kampagne und erklärt die unverhältnismäßige Sichtbarkeit des Themas.
Ich bin in den späten 70iger und 80iger Jahren in Baden-Württemberg in die Schule gegangen und damals wurde der Lehrplan von einem ultrarechten Alkoholiker verantwortet. Der Nazimarinerichter Filbinger war der Ministerpräsdient und es gab noch genug Lehrer die "St. Petersburg wäre eine schöne Reichshauptstadt geworden" und "von vielen Entscheidungen Hitlers profitieren wir noch heute" zum besten geben durften. Die inzuchtgeschädigten Schwaben bedürfen einer frühzeitigen Sexualkundeaufklärung und auch Informationen über Homosexualität schon im Kindesalter um Heranwachsenden viel Leid und viele Selbstmorde zu ersparen. In Schweden spricht man schon ab der 2. Klasse über alle Formen der Sexualität, Lehrer stehen zu ihren gleichgeschlechtlichen Partnern und die Folge ist eine äusserst aufgeklärte und liberale Gesellschaft.
Auch Ewiggestrige wie Sie müssen es akzeptieren, dass in der Pampa modernes Gedankengut Einzug hält, die Pläne der neuen Landesregierung sind daher nur zu begrüssen !

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ollowain13 09.01.2014, 14:23
445.

Zitat von kufu
Den Spruch "Schiri, Du Weißbier-Sau" habe ich im Stadion noch nie gehört. Oder müssen Sie nach Ihrem "mutigen" Rotwein-Outing mit solchen Beleidigungen rechen?
Sie verstehen nicht: Der Forist möchte darauf hinaus, dass eine öffentliche Zurschaustellung der eigenen sexuellen Orientierung weder erforderlich noch sinnvoll ist - und zwar für niemanden. Ausgehend davon, dass Hetero- und Homosexualität moralisch gleichwertig sind, ist es nichts Besonderes, einer der beiden Richtungen anzugehören - und nebenbei Privatsache. Es geht mir zunehmend auf den Nerv, ständig über die sexuelle Orientierung anderer, mir völlig gleichgültiger Personen "informiert" zu werdern. Warum sollte mich das interessieren? Jeder wie er mag, aber warum muss man mich damit belästigen?

Warum begreifen gerade viele Homosexuelle, die von den Heteros Toleranz und Respekt einfordern, nicht, dass es eine gewisse Zumutung ist, jeden Tag einem anderen, der gerade das Bedürfnis nach eine Outing verspürt, auf die Schulter klopfen zu sollen und ihm persönlich zu versichern, dass man ihn jetzt noch toller als vorher findet und wie mutig und wasweißichnochalles? Und wofür? Fürs homosexuell Sein, obwohl man ja angeblich dafür kämpft, dass das als ganz normal und gleichwertig angesehen wird? Sehen Sie da keinen Widerspruch? Wenn es doch so normal ist - warum muss man sich das dann ständig öffentlich bestätigen lassen?

Ich frage niemand danach, welche Vorlieben er hat. Es geht mich nichts an und ich will es auch nicht wissen. Wenn ich es zufällig weiß, ist das dafür, ob und wie sehr ich einen Menschen wertschätze, irrelevant, aber ich will nicht auf Schritt und Tritt jemand zu seinem Outing beglückwünschen müssen, nur weil man sonst sofort in die homophobe Ecke gestellt wird. Ist es wirklich zuviel verlangt, dass man das mit sich selbst ausmacht und mich damit zufrieden lässt?

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zh1006 09.01.2014, 14:25
446. Noch ein langer Weg

Das erste Outing eines Fußballers im Jahr 69 nach Ende der Schwulenverfolgung durch die Nazis, beim Militär lässt das Outing eines hohen Militärs weiter auf sich warten, homophobische Beiträge zu zig Tausenden in den Foren der Tagespresse, die alle völlig unbeanstandet unter dem Jubel der Gleichgesinnten veröffentlicht werden, Beiträge, die sich gegen die homophoben Kommentatoren richten, verschwinden im Nirwana. Dann schauen wir doch nochmal in ein paar Jahrzehnten, ob sich da etwas gebessert hat. Widerwärtig.

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drahdinedum 09.01.2014, 14:26
447. Jepp!

Zitat von grimboldunfried
...wie hier latente Homophobie aus den Kommentaren wabert. Als ich heute Morgen das Thema zum ersten Mal im Radio gehört habe, hab ich noch gedacht, dass mich das nicht wirklich interessiert, dass ja 2014 in Deutschlan dwohl kein Thema mehr ist. Die Kommentare unter der SPON-Meldung haben mich aber dann doch eines besseren belehrt. Gut gemacht SPON, offensichtliche gesellschaftliche Probleme sind m.M.n. ein Kernthema der Presse! Peinlich das es in Deutschland hinter den Kulissen doch nicht soviel anders ist als in Rußland (so geht Fremdschämen also!)
Hab ich mir auch mehrmals gedacht! Heftig!

Normal wäre es im übrigen wenn in unserer Gesellschaft

Beispiel Park:

-Unter 30-40 Händchenhaltenden Pärchen auch zwei drei gleichgeschlechtliche über die Gehwege schlendern würden.

-Auf einer großen Parkbank zwei Pärchen sich zärtlich küssen würden eins davon sind zwei Männer/Frauen

oder in einer Großraumdisko Schwule, Lesben und Heten gleichermaßen das Tanzbein schwingen...

...und keiner gafft, wendet sich ab, gibt einen abwärtenden Kommentar ab... weil man eben akzepiert, dass Menschen unterschiedlich sind!!!

Aber manch ewig gestriger wird das wohl nie lernen. Und gibt seine Meinung auch noch an unschuldige Mitmenschen weiter...

Einigen wünscht man wahrhaft ein Outing in der (sehr) nahen Verwandtschaft am besten mit einem Partner aus Ghana und einem Adoptivkind aus Nordkorea!...

Eine Welt würde wohl zusammenbrechen!

Und das Zurecht!

Weil sie die Verschiedenheit, Vielschichtigkeit menschlicher Neigungen einfach nicht tolerieren können.

GG Art.1

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Wildes Herz 09.01.2014, 14:26
448.

Zitat von runticket
Nein, Mensch, das Sexuelle ist nicht ein Aspekt der Homosexualität, sondern Homosexualität ist ein Aspekt des Sexuellen (wenn überhaupt), deshalb nennt man es ja Homo-sexualität, um diese besondere Form der Sexualität von anderen Formen abzugrenzen. Sexualität als Begriff beinhaltet immer auch sexuelle Handlungen. Sexuelle Handlungen lassen sich Zwecken zuordnen. Um solche Zwecke geht es hier. Sexualität dient nur subjektiv der Befriedigung, objektiv dient sie der Fortpflanzung. Das ist in der Tat ein Dingsbumsding, es ist eben evident.
Jeder Mensch kann selbst entscheiden, wozu ihm Sex dient. Der/dem einen dient Sex z.B. als Broterwerb, indem er/sie Sex gegen Geld anbietet, dem anderen als Mittel, sich fortzupflanzen, dem anderen wiederum, einfach seinen Spaß zu haben. Von Bonobo-Affen wiederum weiß man, dass Sex (auch homosexueller!) ein wichtiger Faktor für den sozialen Gruppenfrieden ist, zum Abbau von Spannungen dient etc.

Schon Ihre pauschale Behauptung, Sex diene der Fortpflanzung, ist also viel zu undifferenziert. Richtiger wäre: Sex KANN der Fortpflanzung dienen - muss es aber überhaupt nicht. Und in ca. 99,9% der Fällen dient Sex den Menschen, die ihn betreiben, allem möglichen, aber ganz sicher nicht der Fortpflanzung ;-)

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Revisor 09.01.2014, 14:27
449. Biologisch normal

Zitat von Namal
Biologisch normal ist normal? Kann ich mal die wissenschaftliche Arbeit sehen in der bewiesen wurde, dass man schon homosexuell geboren wird, bitte?
Zitat von Svenner80
Nee. Wenn Sie ehrlich an dem Thema interessiert sind und noch nicht einmal solch Grundlegendendes über die menschliche Sexualität wissen, dann helfen auch wissenschaftliche Arbeiten nichts. Dann sind Sie einfach zu doof.
Es gibt kein Gen für Homosexualität, das haben selbst homosexuelle Fachleute zugeben müssen. Eine gewisse charakterliche Disposition mag ja mitwirken, etwa eine besondere, sozusagen "unmännliche" Sensitivität, um jemanden zur Homosexualität zu bringen, aber auch die dürfte überwiegend von der Erziehung bewirkt sein.

Grundsätzlich ist die Hinwendung zum gleichen Geschlecht primär eine erworbene Einstellung, bei Jungen oft hervorgerufen durch eine unnatürlich exzessive Mutterbindung.

Homosexuelle wissen eben wie die meisten Menschen sehr wenig über die Bedingungen ihrer Psyche und leugnen daher etwas, was sie nur nicht begreifen. Dann erklären sie andere für doof.

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