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Hitzlspergers Coming-out: Na und?
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Die Resonanz auf das Coming-out des früheren Fußball-Nationalspielers Thomas Hitzlsperger ist groß. Zweifelsohne: Der Schritt ist mutig und ein wichtiger Tabubruch. Er und die Reaktionen darauf werfen viele Fragen auf. Eine Auswahl.

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max.nelles 08.01.2014, 22:35
50. gute

Fragen! Mutig ist und bleibt der Schritt, dennoch denn für einen Großteil der Fragen kann der Fußballer nichts.

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linoberlin 08.01.2014, 22:49
51. Redet über diese Fragen, damit

so etwas NIE wieder vorkommt: http://m.spiegel.de/sport/fussball/a-891105.html

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hwy2001 08.01.2014, 22:50
52. Bravo! Genau das!

Und das ist gut so!

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jujo 08.01.2014, 22:53
53.

Zitat von gag67
Die Frage müsste lauten, warum hat jemand das Bedürfnis sich zu bekennen? Oder meinetwegen, warum bedarf es dazu Mut? Die Sexualität eines anderen geht niemanden etwas an und doch gibt es nach wie vor genügend Menschen, die es interessiert. Die Vorurteile bauen sich leider nur langsam ab.
In der Regel bedarf es heute, auch für Leute die in der Öffentlichkeit stehen, keinen großen Mut mehr sich zu outen ohne weitere Konsequenzen und Nachteile. Beispiele gibt es genug. Dennoch ist es für jemanden der in einem Machosport in einem vollen Stadion einer anoymen grölenden Masse ausgeliefert ist sehr viel problematischer.
Das Bedürfnis sich zu bekennen liegt wohl darin begründet sich nicht mehr verstecken zu wollen.

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Barath 08.01.2014, 23:00
54.

Zitat von OskarVernon
Hat es nicht - die Frage müsste eigentlich lauten: "Warum misst jemand seinem eigenen Sexualleben Nachrichtenwert bei und tritt es öffentlich breit?" Wir wissen, dass die sexuelle Orientierung unveränderlich angeboren ist, also selbstverständlich niemandem vorzuwerfen - aber eben auch nicht sein Verdienst, der irgendwie besonders hervorzuheben wäre. Insofern finde ich auch im privaten Rahmen immer wieder mal befremdlich, von irgendwem darüber aufklärt zu werden, er sei schwul bzw. sie sei lesbisch: Das geht mich eigentlich gar nix an und interessiert mich auch nicht wirklich - was also soll das?
Vielleicht kann es ihnen helfen das zu verstehen, wenn sie sich fragen warum der Mann sich nicht vor seinem Karriereende "geoutet" (oder einfach nur dazu gestanden) hat.

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ohne_benutzername 08.01.2014, 23:06
55.

Und was ist mit der FIA usw.? Die sind doch genauso schwulenfeindlich wie Russland, aber hey, hauptsache man kann mal wieder den kalten Krieg auspacken um zu "übersehen" das die USA viel schlimmere Menschenrechtsverletzungen begehen .......

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andreasbln 08.01.2014, 23:13
56. erschreckend naiv und respektlos

Viele Beiträge sind so homophob, ohne dass die Verfasser sich wohl dessen bewusst sein. Es ist absoluter Müll, dass die sexuelle Orientierung eine Privatsache wäre, die niemanden interessiert. Heterosexuelle machen sich über ihre ständigen Statements in Bezug auf ihre sexuelle Orientierung nur überhaupt keine Gedanken und nehmen diese nicht wahr. Aber sie ist da, ständig und überall. Diejeniigen die glauben, der Umwelt sei es völlig schnurz ob man homo oder hetero sei, den wünsche ich mal eine Zeit als schwul zu leben und dann würden sie anders reden. Es ist eben noch überhaupt gar nicht normal und die, die hier vorgeben, es würde sie nicht interessieren, wollen einfach darüber auch nichts wissen, weil sie ein Problem mit dem Thema haben. Das ist Heuchelei unter dem Deckmantel der Normalität bzw. des angeblich entspannten Desinteresses. Natürlich ist es interessant zu wissen, wer wen wann liebt. Es gäbe keine Yellowpress, keine bunten Blätter, keine Bunte, kein Stern etc, wenn es den Menschen nicht interessieren würde. Insofern ist es doch absolut naiv zu glauben, ob jemand schwul oder hetero ist, ist uninteressant. Klaro ist das interessant. Aber das ist doch nicht die Frage. Die Frage ist, was die Gesellschaft mit diesem Wissen macht, urteilt, sich verhält. Und zu glauben, ein offen schwuler Profi-Fußballer sei nicht der Rede wert, macht sich lächerlich.

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wiedumirsoichdir 08.01.2014, 23:14
57. Dass das Outen

wichtig ist, zeigt ja die verkehrte Welt, in der wir leben. Es sollte gar nicht nötig sein, denn es ist so etwas von Normal, nach welchem Muster jeder Einzelne gestrickt ist. Es sollte gar kein Thema sein. Denkt mal einer, wie sein Leben bis anhin gelaufen ist? Immer das Versteckspiel, nie sich so geben können, wie es einem wohl ist. Das ist eine Tortur sondergleichen. Ich wünsche Thomas Hitzelsperger ein wunderschönes, befreiendes Leben!!

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hessehessefahrradkette 08.01.2014, 23:21
58. zu kurz gegriffen...

"Wer glaubt, dass es leicht sei, dazu zu stehen, nicht heterosexuell zu sein, kenne Schwule und Lesben wahrscheinlich nur aus dem Fernsehen." - Thomas Hitzlsperger
Die Frage danach, was denn an so einer Meldung über das normalste der Welt besonders sein sollte, solange dies nicht in der Gesellschaft angekommen ist, ist mehr als müßig und - mit allem Respekt jeder Einzelperson der Sportredaktion gegenüber - gar in klassischer Definition dumm und macht mich wütend. Auch die Frage danach, „wann das Coming-Out eines Fußballers keine Nachricht mehr wert“ sein wird, versetzt mich als Beitrag zum >ersten< Coming-Out eines Erstliga-Starts in fast schmerzhaftes Kopfkratzen.
So bleibt mir nur zu sagen, dass ich diesem sicherlich gut gemeinten Artikel nichts abgewinnen kann und freundlich dazu rate, das Ohr näher an Deutschlands Wohnzimmer-Sofas und Fankurven zu haben, bevor man die Leistung so eines Coming Outs relativiert.

Der trauriger Weise kleine aber feine Unterschied zwischen den Qualitätsmedien SPIEGEL und ZEIT...

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stalkingwolf 08.01.2014, 23:24
59. Hype

kp was an einem Outing so tolles sein soll. Da liebt jemand das gleiche Geschlecht. Machen wir nun auch News wenn jemand das andere Geschlecht liebt?
Mittlerweile meint man schon das Zweite wäre das besondere.

Outing zur Homosexualität waren vor 20-15 Jahren was besonderes. Heute lockt das doch keinen mehr hinter dem Ofen vor. Höchstens in paar zurückgebliebenen Ländern. Und die sollten wir einfach ignorieren.

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