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Höchstleistungen bei WM: Kenias Athleten unter Verdacht

Kenia ist bisher die überragende Nation bei der Leichtathletik-WM in Peking. Dopingfahnder betrachten die Erfolge mit Argwohn.

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in_peius 29.08.2015, 13:05
1. Ich bin gerade etwas erstaunt darüber,...

dass anstelle von generellen -möglicherweise noch zu rigidisierenden- Dopingkontrollen aller Sportler, die an einem Wettkampf teilnehmen, ein a priori-Ausschluss bestimmter Länder in Erwägung gezogen wird. Das hat mehr als ein Geschmäckle, insbesondere wenn dieser Vorschlag von der "Konkurrenz" stammt...

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heinrich4449 29.08.2015, 13:06
2. Unglaublich!

Das Ganze ist nicht nur eine Farce, sondrn eine unglaubliche Sauerei! Der Welt-Leichtathletic-Verband hat hier völlig versagt. Und wir finanzieren die ganze Sch... auch noch mit unseren Fernsehgebühren und Steuergeldern.
"Saubere" Athleten werden hier im großen Stil betrogen, nicht nur um Medaillen und Platzierungen, auch um viel Geld.

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w.diverso 29.08.2015, 13:06
3.

Ganz sicher wird in Kenia gedopt. Das nächste Labor ist in Südafrika, also werden effektive Kontrollen nicht so leicht zu machen sein. Was aber wichtiger ist, der wirtschaftlich Druck ist auf die Sportler dort viel größer als in Europa. Mit Erfolg ein halbwegs vernünftiges Leben, ohne Erfolg ein Leben in Armut. Zumindest bei dem Großteil der Sportler von dort. Es soll keine Entschuldigung sein, aber man kann das Problem so besser verstehen.

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Alias Alias 29.08.2015, 13:11
4. Wenn es um viel Geld geht,

ist niemand mehr ehrlich.
Das lässt sich erst recht behaupten, wenn die Athleten aus einem Land wie Kenia kommen. Entweder man wird ein weltklasse Athlet, oder man geht in das "Loch" zurück, aus dem man kam. Ein sehr hässliches Loch aus Plastik und Wellblech. Einem Menschen, der zwischen Müll, Gewalt und Hunger groß wird, kann ich eine gewisse Habgier gar nicht übel nehmen.
Ich schlage alternativ vor, Dopingmittel frei zu geben und einfach nur aufs Trikot zu schreiben, was drin ist. Dann wissen wir auch, was funktioniert und was nicht. Als ob auch nur EINER der Tour de France-Fahrer nicht gedoped sei. Die medizinischen Abteilungen arbeiten im Sportbereich alle jenseits der legalen Grenzen. Recherchieren Sie doch mal, welche spanischen Ärzte sich auch um die Spieler von Real Madrid und FC Barcelona gekümmert haben ... ja, es war der eine, mit dem auch Jan Ullrich in Verbindung stand.

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stefan1904 29.08.2015, 13:12
5. Die mediale Aufmerksamkeit ist das Problem

Würde die Leichtathletik-WM in Peking von den Medien ignoriert werden (dürfte leichter fallen als bei Olympia), dann würden auch irgendwann die Anreize verschwinden zu dopen.

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haenner 29.08.2015, 13:22
6. Selbst Schuld

wer sich diesen Beschiss auch noch täglich im TV anschaut.

Bei der Tour de Doping (France) waren ARD/ZDF ja zumindest zeitweise mal ausgestiegen aus der Berichterstattung. Warum bringt die ARD zwar Dokumentationen über Doping in Russland und das Schattenreich der Leichtathletik, gleichzeitig überträgt man solche "Chemie-Wettbewerbe" zusammen mit dem ZDF jedoch tagtäglich. Völlig inkonsequent dieses Gebahren!

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axelmueller1976 29.08.2015, 13:24
7. Es ist doch nicht nur Kenia

Immer dann wenn außergewöhnliche Leistungen gezeigt werden müssten eigentlich die Dopingkontrolle sofort exakt prüfen .Aber genau das wollen die Funktionäre nicht .Und bei den Tests wird nur auf Ladenhüter geprüft damit man nichts findet. Lesen sie doch einmal Infos von Prof.Simon,Prof.Franke und Prof Sörgel. Die wissen was im Doping geht aber das will man Leichtathletic-Verband nicht hören.

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Rosa3000 29.08.2015, 13:27
8. Nur Dopingfahnder?

Liebe SPON, manchmal tut Ihr ziemlich naiv. Man muss nicht Dopingfahnder sein, um alle Erfolge der LA-WM mit Argwohn zu betrachten.
Nicht wegen der Erfolge, sondern wegen der Art, wie die Verbände mit dem Thema umgehen. Und den Geldsummen, die Erfolge inzwischen mit sich bringen.

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DavidSchmitz 29.08.2015, 13:29
9. Alle sind gedopt, alle wissen das seit Jahren

Warum tun immernoch alle so, als würde das überraschen?

ALLE Kraft- und Ausdauersprotarten sind geradezu dafür geschaffen zu dopen.

Natürlich ist die Doping-Industrie den Fahndern immer einen Schritt voraus. Was sollen die auch anderes machen, als zu reagieren? Es können ja schlecht Dopingkontrollen und Tests entwickelt werden, für bislang nicht existierende Dopingmittel.

Die Verbände haben logischerweise kein ehctes Interesse an Aufklärung. Denn geringere Leistungen bedeuten weniger Spektakel und das bedeutet wenigre Geld. Schuld daran hat die gesamte Gesellschaft. Denn mit menschlichen Leistungen lassen wir uns nicht mehr unterhalten. Es muss schon übermenschlich sein.

Auch deutsche Athleten haben bei dieser WM schon "überrascht". Wenn da gestandene Sportler pünktlich zum prestigeträchtigsten Wettkampf des Jahres ihre Leistungen enorm steigern, muss das zu denken geben. Nicht nur bei Kenianern, Jamaikanern etc., sondern auch bei Europäern.

Viele Grüße,
David Schmitz

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