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Hoeneß über Bayern-Transfers: "Auch mal 50, 60 oder 70 Millionen"
Bongarts/Getty Images

Uli Hoeneß hat angekündigt, dass der FC Bayern "auch mal einen größeren Transfer machen" wird - aber nicht in Dimensionen wie Paris Saint-Germain. Im Kampf gegen zu hohe Ablösesummen hofft der Präsident auf Hilfe aus Brüssel.

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donald17 17.12.2017, 18:51
30. Echter Ohime-Trump

Zitat von Oihme
Ihr Versuch der klubübergreifenden Fairness in allen Ehren, aber warum streiten Sie etwas ab, was Hoeneß selber ganz offen als - zumindest ehemalige! - Strategie des FC Bayern zugegeben hat? "Ehrlich, es ist überhaupt nicht unser Interesse, den anderen zu schwächen. Das haben wir früher mal gemacht, aber das kann nur ein Nebenaspekt sein", so Hoeneß 2013 Hinter vielen Transfers der Bayern stand also tatsächlich keine andere Absicht als die Schwächung des Gegners. Warum wird die Erwähnung dieser Tatsache derart skandalisiert?
"Hinter vielen Transfers der Bayern stand also tatsächlich keine andere Absicht als die Schwächung des Gegners."

Diese Behauptung ist - wie so oft - frei erfunden. Hoeneß nannte in diesem Zusammenhang exakt einen - für Sie gerne noch einmal einen! - Fall. Dies war Schlaudraff, der Werder Bremen vor der Nase weggeschnappt wurde. Wie man daraus viele schließen kann, dass es noch weitere Fälle gab oder gar "viele", bleibt wohl auf ewig Ihr Geheimnis. Ebenso wenig hat Hoeneß von einer "Strategie" gesprochen, auch dies haben Sie sich zusammenphantasiert.

Aber irgendetwas mußten Sie ja schreiben, nach dem sich Ihre Behauptung der FC Bayern könne nicht mehr auf dem Transfermarkt mithalten in Luft auflöst.

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immerfroh 17.12.2017, 19:12
31.

Zitat von ge1234
... stimmt aber so nicht. Das Geld, welches der FCB zur Verfügung hat, wurde erwirtschaftet und entstammt dem Verkauf von Anteilen, Fernsehgeldern, Prämien Merchandising etc. pp. und ist in seiner Höhe begrenzt. Wenn der FCB einen Gewinn von 33 Mio. erwirtschaftet, dann hat er (stark vereinfacht dargestellt) für die nächste Saison 33 Mio. zur Verfügung, um zusätzliche Spieler zu verpflichten, ohne sich zu verschulden. Das gleiche gilt für Barcelona etc. und auch dem BVB, S04 etc. Letztendlich sind all diese Vereine davon abhängig, wie gut sie wirtschaften und mit ihrem Erfolg umgehen. Und das ist auch gut so. Für PSG gilt das nicht. Wäre CR7 diesen Sommer kurzfristig für 500 Mio. auf den Markt gewesen, dann hätten sie ihn mit ziemlicher Sicherheit zusätzlich zu Neymar und Mbappé auch noch gekauft. Sie werden niemals pleite gehen, egal was sie machen, wie gut sie spielen oder ob sie erfolgreich sind oder nicht, außer die Katarer verlieren irgendwann mal die Lust an der PSG. Das einzige, was die noch ausbremst, sind Regeln wie FFP, die sie jedoch, wo nur möglich, aushebeln. Am Geld für gute Anwälte fehlt es ja nicht.
Falsch verstanden.
Welcher neue Emporkömmling musste bisher noch nie seinen Etat selbst erwirtschaften ?

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immerfroh 17.12.2017, 19:16
32.

Zitat von Oihme
Ihr Versuch der klubübergreifenden Fairness in allen Ehren, aber warum streiten Sie etwas ab, was Hoeneß selber ganz offen als - zumindest ehemalige! - Strategie des FC Bayern zugegeben hat? "Ehrlich, es ist überhaupt nicht unser Interesse, den anderen zu schwächen. Das haben wir früher mal gemacht, aber das kann nur ein Nebenaspekt sein", so Hoeneß 2013 Hinter vielen Transfers der Bayern stand also tatsächlich keine andere Absicht als die Schwächung des Gegners. Warum wird die Erwähnung dieser Tatsache derart skandalisiert?
Uli Hoeneß ist für mich ganz und gar unglaubwürdig.
Selbst wenn er eigenes fragwürdiges Handeln eingesteht.
Die Bayern oder wer auch immer können kaufen wen sie wollen.
So ist nun mal das Geschäft.

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raihower 17.12.2017, 19:28
33. Momentchen

Zitat von cave68
ja und was soll dann dieses Gerede von Herr Hoeness? Ist das nicht dieselbe Leier? Hat er Angst,dass internationale Vereine ihn zwar nicht schwachkaufen aber Ablösen und Gehälter bezahlen bei denen die Bayern nicht mithalten können? Also auch hier müssen sie der Vollständigkeithalber sagen:So war es immer und so wird es immer sein...Business as usual
Wer mal kurz innehält und nachdenkt, der kommt von selbst, dass hier Äpfel und Birnen verglichen werden. Aber in Satz zwei zeigen sie gleich warum sie das machen.
Ja, es war früher schon so, dass Länder wie Quatar (PSG) oder Abu Dhabi (ManCity) mittels ihren Ölmillionen versuchten ihre Marketingziele zu erreichen. Sie pumpten viel Geld in Werbung - auch der Ärmelsponsor der Bayern ist ein solcher Premiumsponsor. ABER: das was sie nun machen hat eine andere Qualität. Man kauft sich Erfolg um internationale Marketingziele zu erzielen. Wer den Unterschied zu Clubs wie Real, Barca oder selbst dem FC Chelsea nicht sieht der will ihnen nicht sehen. Am ehesten kann man es noch mit Mateschitz' Brauseclub in Leipzig vergleichen. Denn er will nur noch mehr Brausewasser verkaufen und investiert dort wo er meint, dass dies am besten klappt. Er kaufte sich einen Verein. Das gleiche machen die Scheichs.
Aber solange man sich lieber freut, dass da jemand ist, der es den blöden Bayern zeigt, solange man diese Scheuklappen gerne trägt, solange kommen halt solche schiefen Vergleiche. Ich kann damit leben.

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Oihme 17.12.2017, 19:29
34. Da gibt es noch andere Insider-Aussagen

Zitat von donald17
Diese Behauptung ist - wie so oft - frei erfunden. [...] Ebenso wenig hat Hoeneß von einer "Strategie" gesprochen, auch dies haben Sie sich zusammenphantasiert.
Dass hinter der Transferpolitik sehr wohl Kalkül steckt, bestätigte auch der langjährige Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld. "Es ist die Strategie von Bayern München, dass man nicht nur sich stärkt, sondern auch die direkte Konkurrenz schwächt", meinte er zum Götze-Transfer.

Alles legal, aber die Bayern sollten dann auch mit einem selbstbewussten "Wir können es halt" dazu stehen, anstatt immer wieder in dieses weinerliche "Wähh, wähhh, wähhh, stimmt doch garnicht" zu verfallen.
Zumal ihnen das ohnehin niemand mehr abkauft, der Augen im Kopf hat zwei und zwei zusammenzählen kann.

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ge1234 17.12.2017, 19:49
35. Jetzt...

Zitat von immerfroh
Falsch verstanden. Welcher neue Emporkömmling musste bisher noch nie seinen Etat selbst erwirtschaften ?
... habe ich's auch kapiert. Aber denen unterstelle ich mal, dass sie, im Gegensatz zu den Katarern, auch nur einen begrenzten Marketingetat haben. Erweist dieser sich als nicht ausreichend, weil der erhoffte (Werbe-)Erfolg ausbleibt, wird das Budget vermutlich nicht unbegrenzt erhöht, sondern das damit finanzierte Marketingtool wird irgendwann eingestellt. Und wenn ich mir das nebenbei auf Sky laufenden Spiel so ansehe, ist der Anfang vom Ende nicht mehr weit! :-)

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raihower 17.12.2017, 19:54
36. Licht und Schatten

Zitat von immerfroh
Wie soll denn Hilfe aus Brüssel aussehen ? Ich glaube nicht, dass die EU so massiv in Eigentumsrecht,Wettbewerbsrecht oder Arbeitsrecht eingreift, um eine Hoeneß genehme Situation zu schaffen. Wieso Waffengleichheit ? Die gibt es in keinem Sport in keinem Geschäft. Wir können aber schon erahnen was Hoeneß damit meint. Wer war nochmal Mitbegründer der G-14, die dazu diente den Klubs mit den großen Namen erhebliche wirtschaftliche Vorteile gegnüber den Kleinen zu verschaffen ?
Weiter unten stimmen sie ja mit mir überein. Hier aber sind sie auf dem Holzweg. Waffengleichheit bedeutet hier eben nicht was sie unterstellen. Es geht um die Einhaltung dessen was offiziell schon lange gilt - das FFP der Uefa.
Sie wissen es und ich weiß es, PSG umgeht aktuell massiv das FFP der Uefa. Nur deshalb wurde Mpappe erst einmal lediglich "ausgeliehen", nur deshalb wird in den kommenden Wochen wohl der eine oder andere Spieler abgegeben werden (Draxler, Di Maria u.a. sind im Gespräch). Man will die Uefa gnädig stimmen und die Bücher so gestalten dass es irgendwie passt. Denn wer glaubt denn schon, dass die Uefa PSG ernsthaft bestraft?
PSG und ManCity sind inzwischen Instrumente von Staaten um deren Ziele zu verfolgen. Dagegen spricht erst grundsätzlich mal nichts, also gegen das Ziele verfolgen. Aber wenn dabei massiv in sportliche Systeme eingegriffen wird ist es ein Thema. Quatar hat mal eben für zwei Spieler über eine halbe Milliarde in die Hand genommen. Es geht um "geregelte Marktkonkurrenz gegen Raubtierkapitalismus". Denken sie es einmal weiter. Am Ende steht sonst die totale Marktbeherrschung. Die Geldspeicher der Scheichs sind randvoll. Im IT-Bereich haben Amazon, Google und MS quasi Monopole aufgebaut. Wollen wir das auch im Sport?

Ich finde es halt komisch wie hier jahrelang Salarycaps u.a. gefordert wurden - solange es darum ging, die finanziellen Vorteile der Bayern in der BL zu beschränken. Nun, wo etwas scheinbar eben diesen Bayern schadet, da sollen die sich halt den Marktmechanismen fügen.

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raihower 17.12.2017, 20:04
37. Tja, sehe ich diametral anders

Zitat von ge1234
... dass er eben nicht Recht hat. Die Zeiten haben sich geändert und die alten Zeiten kommen auch nicht mehr zurück, insofern hilft auch aussitzen nichts mehr. Im Gegensatz zu früher haben nun einige wenige Verein Geld in unbegrenzter Menge zur Verfügung, welches sie nicht mehr selbst erwirtschaften müssen. Dieses Rad läßt sich auch nicht mehr zurückdrehen, es wird eher noch schlimmer. Die Italiener mit ihren Chinesen im Rücken stehen schon in den Startlöchern. Der FCB muß sich mittelfristig entscheiden, wohin die Reise gehen soll. Hält er an der Zentralvermarktung sowie der 50+1 Regel aus Solidarität mit dem Rest der Liga fest, werden sie mittelfristig den Anschluß an Europa verlieren. Öffnen sie sich Investoren und vermarkten sich selbst, werden sie in der BuLi unerreichbar für alle anderen Vereine und die Europaliga ein Muß. Und diee wird allen anderen Vereinen, die in der nationalen Liga verbleiben, das Genick brechen.
Das was sie hier so lapidar hinzunehmen scheinen ist nichts anderes als eine Quasikapitulation vor Investoren ohne Grenzen. Ein Markt braucht immer Regeln und Grenzen - sonst funktioniert er nicht. Und da ist es egal woher das Geld kommt.
Abramowitch hat aus Lust und Laune über all die Jahre etwa 1 Milliarde in sein Spielzeug FC Chelsea gesteckt. Quatar versucht sich nun innerhalb weniger Monate mit ähnlichen Summen zum Erfolg zu kommen.
Nicht missverstehen - sollte PSG über erwirtschaftete Einnahmen im gleichen Rahmen verfügen - no Problem. So aber geht es nicht.

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vickyo 17.12.2017, 20:07
38. es

gab mal Zeiten unter effenberg in denen ich mit den Bayern international mitgezittert habe. Ich glaube was Hoeness plant oder fordert ist inzwischen allen mehr als egal....ob Real Psg oder Bayern die champions League gewinnt interessiert im Lande keinen mehr...also nimmt euch nicht zu wichtig

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raihower 17.12.2017, 20:11
39. Schiefer Vergleich

Zitat von KlausMeucht
Das was die Bayern (verdient?) verdient haben, beruht aus dem Vorsprung die sie sich in Jahrzehnten aufgebaut hatten. Nur hat das mit Wettbewerb nicht mehr viel zu tun. Es ist so als ob bei der Leichtathletik im 100 Meterlauf der Sieger der Vorjahre 10 Meter Vorsprung hat - und dann wenn er wieder gewinnt noch einmal 2 Meter Vorsprung dazugewinnt. Der Vorsprung ist inzwischen so gross dass es immer unwahrscheinlicher wird, dass eine Überraschungsmannschaft Meister wird - es sei denn ein Scheich oder Milliardär kauft sich für seine Hobbymannschaft entsprechend Vorsprung ein. Die Bayern mögen 2018 wieder Meister werden, aber nicht wegen ihrer Leistung 2017/18 sondern weil sie Jahrzehnte zuvor sich einen Vorsprung aufgebaut haben. Und dies obwohl sie für ihre Verhältnisse eine echten Schmarren spielen, reicht dies um sich einen deutlichen Vorsprung herauszuspielen. Das Problem ist dass man sich über eine deutsche Meisterschaft nicht mehr freuen kann. Es muss der CL-Titel sein. Wobei da kommt es nur auf ganz wenig Spiele an. Die Gruppenphase ist nur Training und wenn es gegen die ganz starken Mannschaften geht entscheidet die Tagesform und Glück.
Wenn sie schon mit dem 100m-Lauf kommen ... dann doch eher die Vergangenheit mit Trainingsleistungen vergleichen. Im Gegensatz zu anderen haben die Bayern dauerhaft gut trainiert und so nie den Anschluss verloren.
Oder: stellen sie sich einmal vor wie Usain Bolt über Jahre trainiert und immer besser wird und dann kommt Quatar und kauft sich den Sieg bei Olympia für ihren Läufer.
Ja, der Vorsprung des FCB ist gewachsen. Aber das lag eben auch an Fehlern der anderen. Wo könnte der HSV z.B. stehen wenn er Kühnes Geld besser einsetzen würde, wo stünde der BVB heute wenn er nicht zwischendurch mal fast pleite gegangen wäre?

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