Forum: Sport
Homosexualität im Sport: 100 Gesichter gegen das Schweigen

Sie holen olympische Medaillen, sind die Besten ihrer Disziplin, Legenden des Sports - und homosexuell. Was lange ein Tabu war, wird jetzt in einer Berliner Ausstellung offen thematisiert: Schwule und Lesben im Sport sind fast Normalität geworden. Wieso bloß im Fußball nicht?

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timboe 13.05.2010, 16:20
1. Im Fußball sind es unsere heißgeliebten

Hetzermedien die den Homosexuellen Angst machen.
Vor eingen Tagen war ein Artikel in der Zeit über das Comming Out eines schwulen Schiedsrichters.
Entgegen allem Schwachsinn den die Medien normalerweise so verzeichnen wusste dieser so gut wie nichts davon zu berichten, dass es eine nennenswerte Homophobie gibt.
Weder Spieler noch Fans haben ihn in irgendeiner Weise angegangen.
Einzig zu Beginn gab es Zweifel in Spiele von Jugendmannschaften pfeifen zu lassen.


Meine Vermutung, die angebliche homophobe Ader der Fußballfans dient der Diskreditierung der Männer.


Der geneigte Mitforist möge selber sich den Artikel ergooglen.

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avollmer 13.05.2010, 16:34
2. Outing vor der WM?

Zitat von sysop
Schwule und Lesben im Sport sind fast Normalität geworden. Wieso bloß im Fußball nicht?
Natürlich sind Schwule und Lesben eine Normalität im Fußball, sie sind sogar häufiger in derartigen Mannschaftssportarten anzutreffen, als in Einzelsportarten, übt doch das gleichgeschlechtliche Zusammensein einen hohen Reiz aus.

Ich bin heterosexuell und für mich war Fußball nie ein attraktiver Sport, mit Mannschaften bei denen Männer in kurzen Hosen daherkommen wie Village People, fehlt nur noch dass sie mit den Hüften wackeln und YMCA singen. Dann diese Alibiereignisse, wenn Spieler in Bordellen "entdeckt" werden, wie wenn man sich in der Gehaltsklasse den Service nicht nach Hause oder ins Quartier/Hotel kommen lässt. Deshalb sind schwule Spieler bei der WM sicherlich ein normaler Anblick, nur geoutet haben sie sich noch nicht. Wenn man aus Verhaltensweisen auf eine Affinität zum gleichen Geschlecht schliesst, dann ist eher der heterosexuelle Spieler die Ausnahme und homo- oder bisexuelle Orientierung die Regel.

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stanis laus 13.05.2010, 17:11
3. Warum bloß im Fußball nicht

Weil´s zuviele wären, natürlich.

Wenn Menschen gleichen Geschlechts miteinander spielen? Was ist das? Richtig Entertainment. Wie bei Tänzern.

Wer etwas schärfer hinschaut, weiss doch längst, wie es zwischen den Männern dort läuft. Auch in der Funktionärsspitze. Oder Trainerteam. Bei Frauen habe ich nicht das Gespür, aber manche erscheinen mir sehr herbe.

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ach-nur-so 13.05.2010, 17:19
4. .

Meine Erfahrung ist, dass "echte Kerle" eher nicht zu Homophobie neigen, wenn sie tatsächlich mit Homosexuellen konfrontiert sind (oder besser in Bekanntschaft zu Homosexuellen stehen). Meiner Meinung nach, trägt die Debatte "was alles passieren könnte, wenn jemand wüsste, dass..." nicht gerade zur Entspannung bei.
Um es mal mit einem Bild zu sagen: als Mann gerne Blondinenwitze zu reißen, schließt nicht aus, mit einer verheiratet zu sein. Ganz im Gegenteil.
Theorie und Wirklichkeit klaffen hier um Welten auseinander.
Hier wird medial ja schon im Vorhinein suggeriert: wenn du dich outest, Fußballer, dann stürzen wir uns berichterstatterisch auf dich. Ich glaube, unter diesen Umständen würde sich nicht einmal ein Eiskunstläufer outen. Von Triathleten mal ganz abgesehen :o)

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Sternenzähler 13.05.2010, 17:36
5. nö

Irgendwie versteh ich nicht, dass um dieses Thema immer soviel Wind gemacht wird...
Ich schau Sport, wegen der körperlichen Leistung, der Unterhaltung, weil ich Fan eines Teams bin, etc... und ganz ehrlich, es ist mir sowas von egal, mit wem Sportler/in privat zusammen ist. Dabei interessiert mich genausowenig, ob der oder diejenige nun eine heterosexuelle Beziehung führt, wie es mich interessiert, ob er eine homosexuelle führt. Interessiert mich auch übrigens bei meinem Metzger, meinem Frisör, meinem Anlageberater und meinem Hausarzt nicht. Das ist deren Privatleben und hat doch nichts mit dem Sport oder der Leistung zu tun für die sie bezahlt werden und an der ich interessiert bin...

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Till Heinz 13.05.2010, 17:37
6. .

Wenn man heute, mit dem Wissen über die Vorgänge in der Odenwaldschule usw den Artikel über Herrn Daum liest, auf den am Ende des aktuellen Artikels verwiesen wird, möchte man ihm fast Abbitte leisten.

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malbec freund 13.05.2010, 17:37
7. Homosexualität

Was soll eigentlich dieser ständige Eingriff in die Privatsphere ?
Wer nennt mir mal einen vernünftigen Grund warum jemand wissen will ob es schwule Fußballspieler gibt.
Sind das etwa die gleichen die auch hinter der Gardine stehen und Falschparker aufschreiben?
Wenn jemand meint sich erklären zu müssen dann kann er das doch machen. Tut er es nicht und leidet darunter dann ist das auch immer noch sein privates Problem.

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Hercules Rockefeller 13.05.2010, 17:38
8. Langweilig

Man sollte vielleicht lieber die Homosexuellenqoute in den Medien untersuchen? Wer, wenn nicht Homosexuelle interessiert sich denn dafür, wer noch schwul ist? Heterosexuellen ist es doch wurscht, ob schwule Fussball spielen. Das interessiert doch beim Fussball überhaupt nicht, wichtig ist, was auf dem Platz passiert.

Und mal ehrlich, so wie die angezogen sind und sich privat benehmen, kann man bspw. bei der deutschen Nationalmannschaft eher die Heterosexuellen auffordern, sich endlich zu outen...

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Unsere kleine Stadt 13.05.2010, 17:55
9. Homosexualität im Sport

Es fragt sich wirklich, warum dieses Thema im Fussball weiterhin Tabu ist. Kann man nicht offen seine Sexualität ausleben oder ist der Fussball so mit der katholischen Kirche verbandelt, dass man sich nich outen darf? Friedrich der Große hat einmal gesagt, dass jeder in seinem Königreich selig werden kann. Damit hat er Religon und somit auch Glauben gemeint. Leben wir denn heute im Mittelalter oder der Steinzeit?

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