Forum: Sport
Homosexualität im Sport: 100 Gesichter gegen das Schweigen

Sie holen olympische Medaillen, sind die Besten ihrer Disziplin, Legenden des Sports - und homosexuell. Was lange ein Tabu war, wird jetzt in einer Berliner Ausstellung offen thematisiert: Schwule und Lesben im Sport sind fast Normalität geworden. Wieso bloß im Fußball nicht?

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ich schon wieder 13.05.2010, 17:58
10. Habt Ihr alle nichts zu tun?... oder was ?

Zum einen geht das jeden anderen 'nen Scheiß an was wer denkt und wie er Sexuell orientiert ist solange das im Rahmen der Gesetze ist... Sport hin oder her und zweitens gehts hier um Sport und da interessiert den außenstehenden, geistig gesunden Menschen doch vorrangig die sportliche Leistung und nichts anderes. Probleme werden hier gewälzt... ne wirklich.

Man könnte meinen wir leben nicht im 21.Jahrhundert und ist umzingelt von Bunte-Leserinnen die bei nem wöchentlichen Kaffeklatsch die "geheimen" Neuigkeiten aus den Königshäusern Europas austauschen.

Aber immer nur weiter so... verteidigen wir unsere geistige Rückständigkeit auf Teufel komm raus.

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Heinzel 13.05.2010, 18:04
11. ....

Zitat von avollmer
Ich bin heterosexuell und für mich war Fußball nie ein attraktiver Sport, mit Mannschaften bei denen Männer in kurzen Hosen daherkommen wie Village People, fehlt nur noch dass sie mit den Hüften wackeln und YMCA singen.
Kurze Hosen werden nicht nur beim Fussball getragen.

Ausserdem weiss man doch, daß die bevorzugte Mannschaftssportart der männlichen homosexuellen Volleyball ist.

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dramaticmoments 13.05.2010, 18:05
12.

Zitat von stanis laus
... Bei Frauen habe ich nicht das Gespür, aber manche erscheinen mir sehr herbe.
Und das bedeutet was???

Zweite Frage: Fanden Sie Maggie Thatcher süß?

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dramaticmoments 13.05.2010, 18:09
13. Bravo!

Zitat von Hercules Rockefeller
Man sollte vielleicht lieber die Homosexuellenqoute in den Medien untersuchen? Wer, wenn nicht Homosexuelle interessiert sich denn dafür, wer noch schwul ist? ...
Exzellente Fragen!

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ach-nur-so 13.05.2010, 18:11
14. . . . .

Zitat von malbec freund
(...) Wenn jemand meint sich erklären zu müssen dann kann er das doch machen. Tut er es nicht und leidet darunter dann ist das auch immer noch sein privates Problem.
Das gute Gefühl, sich nicht erklären zu müssen, erwächst aber leider (wirklich leider) aus der Notwendigkeit, sich einmalig zu erklären, um im besten Falle die Erfahrung zu machen, dass es der Umwelt vollkommen egal ist. Das ist ja das paradoxe an der Sache.
Nachdem ich mich seinerzeit zuerst meinem besten Kumpel, und danach meiner Schwester und meinen Eltern geoutet hatte, waren riesige Lasten von meinen Schultern gefallen. Ich konnte endlich öffentlich Gedanken und Worte in Einklang bringen und war das ungute Gefühl los, einen Teil meiner Persönlichkeit verleugnen zu müssen. Zu MÜSSEN wohlgemerkt. Dass ich das aber eben NICHT musste, wurde mir verständlicherweise erst hinterher klar.
Das soll keine Empfehlung für ein coming out auf teufel-komm-raus sein. Nur meine persönliche Erfahrung. Und jeder homosexuelle Mensch, der sein coming out noch vor sich herschiebt und es nicht darauf anlegt, seine sexuelle Orientierung offensiv (also "tuckig" oder "kampflesbisch") zur Schau zu stellen, kommt immer wieder in Situationen, in denen er gezwungen ist, zu lügen. So war das auch auch bei mir. Da wird der Freund verheimlicht oder kurzerhand zu einer Freundin umdeklariert oder Ähnliches.
So sehen leider all zu häufig die Selbstbilder von Homosexuellen aus. Angst fressen Seele auf.
Ich verstehe gut, dass man sich als heterosexueller Mensch heute vielleicht fragt: was soll das Ganze? Warum das Theater? Dabei wird aber vergessen, dass der größte Feind manchmal in einem selbst schlummert.

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poitiers732 13.05.2010, 18:14
15. Marsch in die Gesichtslosigkeit

Zitat von Sternenzähler
Irgendwie versteh ich nicht, dass um dieses Thema immer soviel Wind gemacht wird... Ich schau Sport, wegen der körperlichen Leistung, der Unterhaltung, weil ich Fan eines Teams bin, etc... und ganz ehrlich, es ist mir sowas von egal, mit wem Sportler/in privat zusammen ist. Dabei interessiert mich genausowenig, ob der oder diejenige nun eine heterosexuelle Beziehung führt, wie es mich interessiert, ob er eine homosexuelle führt. Interessiert mich auch übrigens bei meinem Metzger, meinem Frisör, meinem Anlageberater und meinem Hausarzt nicht. Das ist deren Privatleben und hat doch nichts mit dem Sport oder der Leistung zu tun für die sie bezahlt werden und an der ich interessiert bin...
Mit Verlaub, da haben Sie was verpasst. Die ganze Aktion ist höchst politisch. Ihnen als Bürger soll klar gemacht werden, dass nicht der männliche Athlet X eine bestimmte Sportleistung erbringt, sondern der genderisierte, d.h. der geschlechtlich normierte (lies: geschlechtlose) Athlet X dies tut. Das ist der Anfang einer langen Reihe von Maßnahmen, die wir zu erwarten haben. Demnächst werden die Vornamen abgeschafft werden, an denen man das Geschlecht erkennen kann. Pinkeln tun eh alle schon im Sitzen.

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Zero Thrust 13.05.2010, 18:21
16. Ist das ernst gemeint?

Zitat von avollmer
Natürlich sind Schwule und Lesben eine Normalität im Fußball, sie sind sogar häufiger in derartigen Mannschaftssportarten anzutreffen, als in Einzelsportarten,
Dafür herzlichen Dank, ich habe lachen dürfen.

Übrigens gaben Sie außerdem an, selbst heterosexuell zu sein. Darf man fragen, wie Sie gleichwohl zu wissen meinen, was aus Sicht Homosexueller einen "hohen Reiz" auslöst und was weniger?

Zitat von
für mich war Fußball nie ein attraktiver Sport, mit Mannschaften bei denen Männer in kurzen Hosen daherkommen wie Village People, fehlt nur noch dass sie mit den Hüften wackeln und YMCA singen.
:-D

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dramaticmoments 13.05.2010, 18:25
17. .

Zitat von ich schon wieder
Habt Ihr alle nichts zu tun?... oder was ?
Oh Mann, das pisst da draußen wie die Socke! Tiefgrauer Himmel & kalt & ungemütlich! Lassen Sie uns doch noch ein Weilchen drinnen im Trockenen spielen. Geht das?

Zitat von ich schon wieder
Man könnte meinen wir leben nicht im 21.Jahrhundert und ist umzingelt von Bunte-Leserinnen die bei nem wöchentlichen Kaffeklatsch die "geheimen" Neuigkeiten aus den Königshäusern Europas austauschen.
Hoppala, der ging aber jetzt daneben. Bunte-Leserinnen sind es wohl kaum, die sich daran stören würden, wenn Fußballspieler sich outeten. Bekanntlich sind es vor allem die sich hinter Machogehabe versteckenden homophoben Männer, die in solchen Fällen in eine Krise zu geraten pflegen. Oder sehen Sie das anders?

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sappelkopp 13.05.2010, 18:26
18. Bastion

Zitat von sysop
Schwule und Lesben im Sport sind fast Normalität geworden. Wieso bloß im Fußball nicht?
Es ist die vermeintlich letzte männliche Bastion: der deutsche Fußball. Die Zuschauer sind Männer, die Trainer, Vereinsvorsitzenden, die Kollegen. Da ist es sicher nicht einfach. Die haben eben alle ein verqueres Männerbild.

Ich merke nur immer wieder, dass ich persönlich sehr gut mit Schwulen und Lesben zusammengearbeitet habe; will sagen, das Schwulsein dieser Männer und das Lesbischsein dieser Frauen spielte dabei keine Rolle. Aber das gilt in meinem Fall auch für Türken und Polen, für Muslime und Juden. Ich vermute das hat mit Toleranz zu tun. Und die hat der Blöd-Zeitungslesende Durchschnittsmann wohl kaum, nicht gegen Schwule und Lesben, aber auch nicht gegen Muslime oder Polen.

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marypastor 13.05.2010, 19:08
19. Fussball

Zitat von sysop
Sie holen olympische Medaillen, sind die Besten ihrer Disziplin, Legenden des Sports - und homosexuell. Was lange ein Tabu war, wird jetzt in einer Berliner Ausstellung offen thematisiert: Schwule und Lesben im Sport sind fast Normalität geworden. Wieso bloß im Fußball nicht?
ist ein Mannschaftssport. Hier ist ausser guten Leistungen vor allem Teamgeist gefragt. Da passt Homosexualitaet nicht rein.

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