Forum: Sport
Hooligan-Krawalle: Ultras warnten vergeblich vor Neonazi-Schlägern
DPA

Wieso waren Polizei, Politik und Vereine vom Aufmarsch der Nazi-Schläger in Köln so überrascht? Antifaschistische Fangruppen wie die Aachener Ultras warnen seit langem vor der Gefahr von rechts. Meist ohne Erfolg.

Seite 2 von 2
manten75 30.10.2014, 09:28
10. Egal ob links oder rechts oder islamist

Straftäter müssen zur Rechenschaft gezogen werden

Beitrag melden
mariogaebler 30.10.2014, 09:31
11. Aus dem Nichts gekommen?

"Im öffentlichen Bewusstsein sind sie aus dem Nichts gekommen...". Im öffentlichen Bewusstsein gibt es gewaltbereite Fußballfans ja auch nur im Osten der Republik. Dort heißen sie Neonazis. Im Westteil sind es natürlich erstmal nur Hooligans. Mir fehlt hier gerade ein bisschen die gesellschaftliche Hassdebatte, die in genau solchen Fällen immer über den Osten insgesamt hereinbricht ....

Beitrag melden
lock_vogell 30.10.2014, 09:33
12.

Zitat von manten75
Straftäter müssen zur Rechenschaft gezogen werden
endlich mal jemand, der was wahres sagt...

Beitrag melden
TICKundTOOF 30.10.2014, 09:40
13. Vorahnung möglich

Schon seit 1-2 Jahren liest man immer wieder, wie sich das rechte Pack im Fußball und v.a. in der Ultraszene einschleust. Bei Dortmund wurde eine Gruppierung verboten, gleichzeitig gingen hohe rechte Köpfe in ganz Deutschland hausieren. Sowas liest man halt dann in der taz oder in kontext.

Beitrag melden
mameluk 30.10.2014, 09:44
14. na so was!

Die Nichtwahrnehmung rechter Gewalt im Vorfeld der Kölner "Ereignisse" passt zu dem Gesamtsystem der (unbewusssten) Tolerierung rechter Gesinnungen in vielen staatstragenden Organisationen, denn sonst hätte sich auch nicht der NSU - Terror so ungehindert entwickeln können.

Beitrag melden
UB17 30.10.2014, 09:49
15. Wie bitte?

Zitat von Hesekiel
Die Aufwertung linker Ultras zu freundlichen Mahnern der Nation finde ich unangebracht, in meinen Augen ist ein linker Ultra nicht besser als ein rechter. Aber die Berichterstattung ist sowieso wieder ein schlechter Scherz, wenn Salafisten und Kurden sich in den letzten Wochen gegenseitig auseinandergenommen haben oder IS-support-Demos (!) in deutschen Staedten abgehalten werden ist das eine Randnotiz, ...
Vielleicht sollten Sie sich da doch etwas informieren, bevor so eine Meinung abgesondert wird.
Tatsächlich ist es doch so, dass die Mehrheit (nicht alle!) der Ulra Gruppierung längere Zeit gegen das rechte Gesocks in den Stadion Aktionen gestartet hat, die durchaus Erfolge in der Breite gezeigt haben. Das, was in Aachen und Braunschweig geschehen ist, war ja nicht die Regel. Aus vielen Stadion haben sich die Alt-Hools längst verabschiedet und das ist nicht zuletzt den Ultras zu verdanken.

Man kann vieles, was unsere Ultras in deutschen (!) Stadien veranstalten kritisieren. Aber zumeist agieren sie unpolitisch bis antirassistisch und antidiskriminierend. Das ist ein feiner Zug, ohne dass man die Jungs deshalb lieben muss. Und selbstverständlich ist ein linker Ultra besser als jeder Rechte, denn er schlägt nicht blind auf Nicht-Bio-Deutsche ein und verbreitet Hetzparolen.

Und zumindest wenn es darum geht, Strömungen aus dem Umfeld des Fußballs zu erkennen und zu bewerten, wäre es durchaus sinnvoll, sich derer zu bedienen, die sich in diesem Metier auskennen. Die ultras haben nur leider ein Problem in diesem Zusammenhang, sie wollen mit den Ordnungskräften nicht zusammenarbeiten.

Beitrag melden
bauausdo 30.10.2014, 09:50
16. Nicht in einen Topf

Wer alle Ultras zu Hools erklärt, der kann auch alle Besucher der Bayreuther Festspiele zu Antisemiten erklären - die waren da ja auch mal gut vertreten. Ultras planen und realisieren sehr komplizierte Choreos, etwas, was im Suff gar nicht möglich ist. Das Problem ist, dass sie entweder in falschverstandener Fantreue Nazis aus der Szene nicht bei der Polizei melden, oder weil sie massiv von den Rechten bedroht und sogar verprügelt werden. Erfahrungen, die die Aachener gemacht haben, helfen nicht, Nazis in den Stadien zu isolieren und damit zu verdrängen. Umso positiver offener Protest gegen Rassismus wie vor dem jüngsten BVB-Heimspiel in Dortmund. Ein friedlicher und sichtbarer Protest der Ultras (zu denen ich übrigens nicht gehöre).

Beitrag melden
FDH 30.10.2014, 09:51
17. Jäger

Einmal mehr wird auch hier dem geschätzten Wahlbürger die gewohnte Politgeschwätzigkeit des NRW-Innenministers Jäger vorgeführt.
Der oberste Dienstherr bescheinigt seiner Polizei eine "präzise Einschätzung" der Lage in Köln, wahrscheinlich ähnlich präzise wie bei den Übergriffen in Wohnanlagen für Flüchtlinge oder seiner neumodischen Einteilung in "Risikospiele" und "Nicht-Risikospiele".
Außerdem: Mit rechten Hohlköpfen durchsetzte Gruppierungen wie "Karlsbande" u.ä. haben in den Stadien auf Dauer nichts zu suchen!

Beitrag melden
ironbutt 30.10.2014, 09:51
18. So ein Quatsch - die sind ALLE gleich

Gewaltbereitschaft ist kein Alleinstellungsmerkmal von Rechtsaussen, Musik mit Texten, die gegen die gruundgesetzlich garantierte Menschenwürde verstossen, kenne ich auch von links ("Bullenschweine" etc..) und Fussball hat nichts mit Politik zu tun. Wieso bitte soll es wichtig sein ob eine "Fangruppe" links oder rechts steht, ob Böller oder Fäuste von Linken oder Rechten abgefeuert werden? Ich finde beide Seiten (die sich tatsächlich extrem ähneln) widerlich.

Beitrag melden
BMG_Fan 30.10.2014, 09:53
19. Noch ein

Ich finde die ganze Aufregung völlig überzogen. Wir reden hier über NRW und da ist alles im Griff.
Ein Polizeiwagen wurde umgeschmissen. In Hannover, Hamburg, Berlin sind schon dutzende Polizeifahrzeuge richtig zu Schaden gekommen.
Die Kölner Schäden sind peanuts dagegen.
Kein peanuts sind die ganzen verbalen Parolen, die zu hören waren.
Aber Herr Ralf Jäger (der wirklich Jäger heißt) und seine Kollegen haben das im Griff.
Für Salafisten gibt es das Projekt Wegweiser; dieses Projekt der NRW Landesregierung soll mindestens so viel Erfolg haben wie das Projekt Kurve kriegen.
Warum nicht Wegweiser auch auf Rechte anwenden. Ich glaube, die Erfolgsquote wird dort höher sein, weil es definitiv keine sprachlichen Probleme mit der Klientel geben kann.
Den „Wegweiser“ kann man dann auch jede Woche rund um die Stadien in NRW anwenden. PS. Im Umfeld von Fußballspielen in NRW sind in den letzten Tagen mehr Schäden angerichtet worden als am Samstag in Köln. Nach Aussagen von Herrn Jäger greift das neue Konzept der Polizei im Kampf gegen Gewalt schon nach kurzer Zeit – so die offiziellen Statements aus Düsseldorf. Wer das anders sieht, braucht eine andere, nämlich die richtige Brille.

Beitrag melden
Seite 2 von 2
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!