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Horror-Job Schiedsrichter?

Immer mehr Unparteiische klagen über die steigende Gewaltbereitschaft in den unteren Ligen. Wie ist ihre Meinung zum Ärger im Amateurfußball?

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tomandcherry 28.01.2008, 17:56
1.

Zitat von sysop
Immer mehr Unparteiische klagen über die steigende Gewaltbereitschaft in den unteren Ligen. Wie ist ihre Meinung zum Ärger im Amateurfußball?
Die Gewaltbereitschaft scheint generell in allen Lebensbereichen anzusteigen. Für mich ist das kein Problem des Amateurfußballs, sondern ein gesamtgesellschaftliches.

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BeckerC1972 29.01.2008, 08:57
2.

Als ich 2004 eine Möglichkeit suchte in einem Fussballverein mitzutrainieren ohne Sonntags spielen zu müssen, entschied ich mich, Schiedsrichter zu werden. Ich habe es allerdings nur 2 komplette Spielzeiten gemacht, also ist der Eindruck eher temporärer Natur.

In den unteren Ligen wird schon kräftig zugetreten und vor allem im Jugendbereich stellen die "Fussballeltern" ein erhebliches Gefahrenpotential für den Schiedsrichter dar. Da wird ganz gezielt von der Aussenlinie zu Fouls aufgerufen und der Schiedsrichter wird massiv von Vätern angepöbelt. Auch nett, wenn man auf dem Platz von 16jährigen zu hören bekommt, dass man sich nach dem Spiel auf etwas gefasst machen könnte.

Aber im Endeffekt war alles halb so wild - 2 x musste ich Spiele abbrechen da ich von beiden Mannschaften zu viele Spieler vom Platz stellen musste - aber manchmal bleibt einem halt nichts anderes übrig. Persönliche Angriffe seitens der Spieler musste ich nur selten abwehren, bei den Eltern sah das meist etwas anders aus.

Ansonsten empfehle ich jedem, der sich in den Job des Schiedsrichters reinfühlen möchte, einmal in einem Bezirk wie "Offenbach Süd" ein Spiel zu leiten - neben der fast nicht mehr möglichen Kommunikation mit den Spielern ob der vorhandenen Sprachbarrieren stellt auch die sichere Abreise vom Spielfeld ohne Polizeischutz manchmal ein Problem dar.

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Fidelma 29.01.2008, 09:52
3.

Zitat von BeckerC1972
... In den unteren Ligen wird schon kräftig zugetreten und vor allem im Jugendbereich stellen die "Fussballeltern" ein erhebliches Gefahrenpotential für den Schiedsrichter dar. Da wird ganz gezielt von der Aussenlinie zu Fouls aufgerufen und der Schiedsrichter wird massiv von Vätern angepöbelt. Auch nett, wenn man auf.... ...
Die jungen Leute, die so eine Schiri-Ausbildung machen und sich am Wochenende ein kleines Taschengeld verdienen, haben meine Hochachtung.
Das sieht schon toll aus, wenn so ein kleiner, dünner Junge auf einen biertrinkenden und herumpöbelnden Vater zukommt und ihn höflich des Platzes verweist. Stark! Ich glaub, so ein Teenager lernt da wirklich einiges an Sozialkompetenz für´s Leben.
Manche Leute bilden sich ja ein, schlechtes Benehmen müsse zum Fußball dazugehören. Aber die Mehrheit der Eltern, die ich so sehe, ist dann auf der Seite des Schiris, schon allein, damit das Spiel weitergehen kann.

Und auch ein guter Trainer zeichnet sich meiner Meinung nach dadurch aus, dass er die Streiterei mit dem Schiri, schon allein seiner Fußballkinder wegen, einfach seinlässt. Es bringt doch eh nichts.

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borish 29.01.2008, 16:17
4. Die Vorbilder sind schuld

Im Profi-Fussball hat man meistens den Eindruck, dass die Mannschaft die am besten den Schiri veräppelt oder Emotionen schürt das Spiel gewinnt.

Ich finde das zuerst in den hohen Ligen anders mit den Schiedsrichtern umgegangen werden soll.

Ein Vorschlag - nur der Kapitän darf mit dem Schiri sprechen. Wenn andere Spieler mit dem Schiri kommunizieren möchten dann nur über den Kapitän. Bei Nicht-Einhalten dieser Regel gibt es entweder gelbe Karten oder der Spieler wird einfach ignoriert.

Funktioniert beispielsweise bei Rugby, dessen Gewaltpotential höher ist, ziemlich gut.

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MichaelR 29.01.2008, 16:23
5. tztzz

Mal wieder toll um das Problem herumgeschrieben, SpOn! Ich wette, jeder Leser weiß, dass man die unsportlichen Schläger ziemlich konkret und scharf weiter eingrenzen kann. Politisch korrekt wäre dies freilich nicht...
Schade dass Roland Koch für die politisch unkorrekte wahrheit abgestraft wurde und die Medien offensichtlich wieder zurückfallen in das Verschweigen dieser Wahrheit. "Offenbach-Süd" - mehr geht wohl nicht. Sonst Wahrheitsministerium!

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Cinnamon 29.01.2008, 16:38
6. Wer sind die Taeter?

Wer ist es denn der die Schiedsrichter bedroht, und wieso werden diese Leute nicht sofort auf Lebenszeit gesperrt?

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popnorm 29.01.2008, 16:41
7. Reife Leistung vom Spiegel....

Zitat von sysop
Immer mehr Unparteiische klagen über die steigende Gewaltbereitschaft in den unteren Ligen. Wie ist ihre Meinung zum Ärger im Amateurfußball?
....das Thema Gewalt in den Fußball-Kreisklassen zu behandeln, ohne auch nur einmal auf den Zusammenhang von Ausländer- bzw. Migrantenvereinen und Gewalt hinzuweisen. Aber wie es scheint ist man neuerdings wieder lieber politisch korrekt, als journalistisch umfassend.

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Analyser 29.01.2008, 16:45
8.

Auch in Köln ist Gewalt beim Fußball ein Problem. Es gab deswegen schon regelrechte Hilferufe.

--
Derzeit wird viel über gewalttätige junge Ausländer diskutiert. Im Kölner Fußball ist es seit Jahren so, dass die überwiegende Zahl der Platzverweise auf diese Spieler fallen. Hat der Fußball als Mittel der Integration versagt?

FRIEBERTZ: Das ist kein Geheimnis. Fast 90 Prozent der Delikte werden von ausländischen Spielern verübt. [...] Gerade viele Vereine mit ausländischen Spielern haben Hilferufe gestartet.
--

http://www.ksta.de/html/artikel/1201184399200.shtml

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BeckerC1972 29.01.2008, 16:52
9.

Zitat von MichaelR
Mal wieder toll um das Problem herumgeschrieben, SpOn! Ich wette, jeder Leser weiß, dass man die unsportlichen Schläger ziemlich konkret und scharf weiter eingrenzen kann. Politisch korrekt wäre dies freilich nicht... Schade dass Roland Koch für die politisch unkorrekte wahrheit abgestraft wurde und die Medien offensichtlich wieder zurückfallen in das Verschweigen dieser Wahrheit. "Offenbach-Süd" - mehr geht wohl nicht. Sonst Wahrheitsministerium!
Ach je, nun ziehen Sie sich da mal nichts aus der Nase. Bei Spielen Taunusstein gegen Idstein sieht es auch nicht viel besser aus, lediglich die Sprachbarriere fehlt. Wenn Sie glauben, dass die "deutschen" Jugendlichen auf dem Platz disziplinierter und die Väter weniger beschränkt wären, irren Sie sich. Die Sprachbarriere in Offenbach, Darmstadt-Nord oder Frankfurt-Ost ist nur eine Erweiterung des Problems - weil Sie da teilweise Spieler vom Feld jagen müssen, ohne denen wirklich klar machen zu können, was eigentlich los ist.

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