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Indisches Ausnahmetalent Gukesh: Der Junge, der mit zwölf Jahren Schach-Großmeister w
Georgios Souleidis

Gukesh Dommaraju ist noch ein Kind. Trotzdem hält er den Titel des Großmeisters, als zweitjüngster Spieler in der langen Geschichte des Schach. Über einen Wunderjungen und darüber, was ihn antreibt.

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jesse01 24.04.2019, 12:21
1. interessant

schöner Artikel. leider ist es in der Tat in allen Bereichen so, dass Eltern erstmal die Karriere selbst anschieben müssen anstatt der Verband selbst schon früh fördert. hier habe ich schon immer ein großes Problem in Deutschland gesehen. und in anderen Ländern ist es leider scheinbar genauso.

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heissSPOrN 24.04.2019, 14:22
2.

Zitat von jesse01
schöner Artikel. leider ist es in der Tat in allen Bereichen so, dass Eltern erstmal die Karriere selbst anschieben müssen anstatt der Verband selbst schon früh fördert. hier habe ich schon immer ein großes Problem in Deutschland gesehen. und in anderen Ländern ist es leider scheinbar genauso.
Muss ja nicht unbedingt ein Nachteil sein; die Eltern haben (in der Regel jedenfalls) vorrangig das Wohl des Kindes im Blick - bei den Verbänden liegt der Fokus woanders. Im Schach vielleicht nicht so gravierend wie in anderen Sportarten: Das Doping-Problem, wenns mal nicht so klappt mit der erhofften Leistungssteigerung!

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ts1 24.04.2019, 14:35
3.

Zitat von jesse01
schöner Artikel. leider ist es in der Tat in allen Bereichen so, dass Eltern erstmal die Karriere selbst anschieben müssen anstatt der Verband selbst schon früh fördert. hier habe ich schon immer ein großes Problem in Deutschland gesehen. und in anderen Ländern ist es leider scheinbar genauso.
Der Deutsche Schachbund hat schon Millionen in die Frauenförderung und "die Prinzen" usw. gesteckt. Natürlich wurde in Jahrzehnten auch vereinzelt ein guter Spieler(in) heran "gezüchtet". Aber gut ist noch kein Wunderkind und schon gar kein(e) WM-Kandidat(in). Geld half nicht: Der DSB hat niemanden, der Vishy Anand, Ding Liren & Co das Wasser reichen kann. Vielleicht sollte man auf Konkurrenz und Druck statt auf Geld setzen, um Spitzensportler zu generieren. Zur Abwerbung der fertig ausgebildeten Weltspitze ist Geld dann wieder praktisch, wie das US-Schach eindrucksvoll beweist.

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cs01 24.04.2019, 15:40
4.

Ist auch eine Frage, was jeder im DSB mehr an Beitrag zahlen möchte, damit das Spitzenschach weiter gefördert wird. Ich bin derzeit jedenfalls nicht unbedingt bereit, mehr Vereinsbeitrag zu zahlen.

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krautrockfreak 24.04.2019, 15:47
5. Spitzensportförderung ist immer verschwendetets Geld, weil die Gesell-

schaft im Prinzip nichts davon hat. Beim Sport muss sie dann höchstens noch für die Spätfolgen des Irrsinns (immer weiter, immer höher, immer schneller...) aufkommen. Immerhin, beim Schach wird das nicht so sein, trotzdem ist es Blödsinn, Geld zu investieren in die Einzelleistung einer Person. Das Geld wäre immer besser angelegt, z. B. Werbung für den Sport zu machen oder die kleinen Vereine zu fördern.

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Newspeak 24.04.2019, 15:51
6. ...

Wenn die Foerderung vor dem Erfolg kommt, wird oft genug nur das Mittelmass auf Positionen befoerdert, auf die es nicht gehoert, weil man, einmal oben, eigentlich kaum noch herabgestuft wird. Wer sich aber ohne Foerderung durchsetzen kann, bei dem ist klar, dass es die Faehigkeiten sind, und nicht das Vitamin B. Insofern ist es kein Mangel, nicht frueh gefoerdert worden zu sein.

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cs01 24.04.2019, 15:59
7.

Zitat von krautrockfreak
schaft im Prinzip nichts davon hat. Beim Sport muss sie dann höchstens noch für die Spätfolgen des Irrsinns (immer weiter, immer höher, immer schneller...) aufkommen. Immerhin, beim Schach wird das nicht so sein, trotzdem ist es Blödsinn, Geld zu investieren in die Einzelleistung einer Person. Das Geld wäre immer besser angelegt, z. B. Werbung für den Sport zu machen oder die kleinen Vereine zu fördern.
Es gibt im Schach aber kaum eine bessere Werbung als Magnus Carlsen. Wenn man sich mal ansieht, wie die Zahlen im Schach in Norwegen seit Magnus gestiegen sind, so muss man sagen, dass Geld in einen "deutschen Magnus Carlsen" sehr gut angelegt wäre.Man muss ihn nur noch finden. Am besten noch ein weiblicher Magnus, das würde richtig ziehen.

Alles eine Frage des Blickwinkels und der Prioritäten.

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ts1 24.04.2019, 17:10
8.

Carlsen spielt schlechter Schach als so ziemlich jedes Schachprogramm auf einem modernen PC (Großrechner sind nochmal eine Welt für sich). Der Weltcup Sieger im Skiflug fliegt schlechter als so ziemlich jedes Flugzeug. Selbst bei überaus populären Sportarten wie Fußball gibt es in Deutschland wohl nur ganz wenige wirtschaftlich erfolgreiche Vereine (mit fällt jedenfalls nur einer ein). Ich habe nichts gegen diverse Sportarten, aber meine Prioritäten wären eher Ausbildung, Forschung, Infrastruktur und Technologie. Vielleicht würde ein exzellenter Denker wie Carlsen in einem anderem Beruf Malaria oder Krebs besiegen können? Ok, Carlsen liebt Schach und er soll ruhig damit glücklich werden. Aber wenn es um Steuergelder geht, zählen auch andere Argumente.

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dirkcologne 24.04.2019, 21:31
9. @8

das 99,99% aller Schachschüler wird niemals vom Schach leben können.
Aber 100% aller Schachschüler haben irgendwann verstanden das man Entscheidungen treffen muss,und wenn es nur das kleinere Übel ist das man wählen kann ,man mit Vorbereitungen weiter kommt(mag der Gegner lieber offene oder geschlossene Stellungen,hat seine Lieblingeröffnung einen Fehler den man ausnützen kann?) usw.

Unabhängig davon zeigt das doch: Selbst in Indien gibt es keine Chancengleichheit..Also Kind armer Bauern hätte Er noch so talentiert sein können und wäre wohl nie entdeckt worden,geschweige denn hätte um die Welt reisen können um Turniere zu spielen.Anders gesagt:Er wurde von seinen Eltern gefördert,nicht vom Verband.

Abgesehen davon haben wir in D Vicent Kaymer...

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