Forum: Sport
Ist Wintersport zu extrem geworden?

Die Spiele von Vancouver beginnen mit einer Tragödie. Kurz vor der Eröffnungsfeier ist der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili beim Training aus der Bahn geflogen und an seinen Verletzungen gestorben. Athleten und Funktionäre kritisieren die schnelle Strecke. Ist der Sport zu extrem geworden?

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Darjaan 12.02.2010, 22:17
1. titel

Was für eine Stümperei der Verantwortlichen. Der Sport ist nicht zu schnell oder zu gefährlich, es fehlten ganz einfach banale, billige aber geignete Sicherheitsvorkehrungen.
Wo ist das Problem, dass man an solchen Strecken die Seitenwände solange etwas höher gezogen hält, wie die Geschwindikkeiten noch relativ hoch sind?
Was für eine dumme Eselei. Dieser Tod ist sowas von verhinderbar gewesen.
Die Verantwortlichen gehören in den Knast.
Man muss aber auch die Fahrer rügen. Jeder kennt die Schwachpunkte an den Strecken. Warum boykottiert man diese Strecken nicht einfach?

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HeinrichLöwe 12.02.2010, 22:28
2. Stahlträger

Unverkleidete Stahlträger neben der Strecke?! Mir fehlen die Worte!

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Steff-for 12.02.2010, 22:29
3. Splatterjournalismus

Meinem Vorposter zustimmend muss ich zudem den Splatterjournalismus anprangern. Klasse, genau die letzte Millisekunde zu veröffentlichen, in der der junge Mensch noch gesund war - im nächsten Moment dem Tod geweiht.
Schon mal daran gedacht, dass er auch Angehörige und eine Freundin hat? Wie wird solch ein Foto auf diese wirken??

Strecke sperren, bis die Sicherheitsmängel vollkommen beseitigt sind!
Es lebe der Sport....

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murun 12.02.2010, 22:30
4. Reißerisch...

Zitat von sysop
Die Spiele von Vancouver beginnen mit einer Tragödie. Kurz vor der Eröffnungsfeier ist der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili beim Training aus der Bahn geflogen und an seinen Verletzungen gestorben. Athleten und Funktionäre kritisieren die schnelle Strecke. Ist der Sport zu extrem geworden?
Die Bahn wurde schon beim ersten offiziellen Durchlauf, sprich Weltcup 2008/2009 heftig kritisiert. Nur hat da Möller gewonnen und Loch Bestzeiten aufgestellt. In dem Fall fragt man nicht. Bei SpOn erst, wenn jemand stirbt...

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random42 12.02.2010, 22:31
5. unglaublicher schock

ein schlimmer Tag für Olympia..
auf youtube ist dieses video vom unfall veröffentlicht worden:
http://www.youtube.com/watch?v=5p6LYYrhjxo

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maulwurfcommander 12.02.2010, 22:34
6. Sicherheitsvorkehrungen

Noch nicht Mal einfache Fangzäune sind auf den Fotos zu sehen. Dazu noch ungeschützte Stahlpfeiler.
Unglaublich solch Schlamperei bei solch teuren Anlagen.

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Englaender 12.02.2010, 22:49
7. Brot und Spiele?

Mein Mit- und Beileid gilt den Menschen, die hier einen persönlichen Verlust erleben.

Ich konnte dem Schneller, Höher, Weiter, mit und ohne Doping noch nie etwas abgewinnen. Wahrscheinlich nur, weil ich in der Schule immer der Zweitletzte war - dass bewahrt einem wahrscheinlich von Natur aus schon davor Leistung bringen zu müssen (wollen).

Ich habe auch noch nie verstanden, wie man sich Sport im Fernsehn anschauen kann. Mir sind die Wochen von Olympia und WM (und auch Fastnacht) immer unheimlich, weil ich mit der Begeisterung, den die Massen diesen Ereignissen entgegen bringen, die "Mitfiebern", nicht nachvollziehen kann.
Deutschland ein Sommermärchen - na und? Nächstes Jahr gewinnt dann ein anderer - aber einfach zum Spaß scheint all das keiner zu machen. Es ist immer Leistung, Konkurenz... da geht es doch wie bei allem inzwischen um das Geld, die "Ehre", Überlegenheit - und im Zweifelsfall muss dann eben das Grausen, dass jemand dabei stirbt in kauf genommen werden.

Es gibt manchmal Momente, da denke ich es ist etwas in meiner Sozialisation falsch gelaufen, dass ich dem "Sportlichen Wettbewerb" nichts abgewinnen kann. Einer guten Performance kann ich schon was abgewinnen - aber da noch unterscheiden zu wollen, A ist besser als B? Die sind doch alle Lichtjahre entfernt von "meiner Liga".

Kann jemand sich vorstellen, was eine Welt ohne Olympia, Bundesliga, NFL, etc. wäre? Was müsste alternativ kommen, damit das Bedürfnis nach Brot und Spiele gestillt wäre...

Der Tod eines Athleten und Probleme, wie die gesundheitlichen Folgeschäden durch Doping sind eventuell auch nur ein Kolateralschaden, wie der Tod von Zivilisten bei "kriegsähnlichen Auseinandersetzungen" oder den Folgen der Arbeitsbedingungen in chinesischen Bergwerken. Da gibt es zu viele Interessen, dass die Show weitergeht, dass weitere Millionen für Trainer- und Managergehälter locker gemacht werden, dass das Geld für Trikots Fahnen und und und im Umlauf bleibt und wir alle glauben, dass geschieht zu unserem eigenen Wohl.

Vielleicht bin ich auch nur neidisch ;)

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Opernfan 12.02.2010, 22:50
8. Idiotie !

Das hat nun echt nichts mit dem Sport zu tun. Die Planer und Erbauer der Strecke gehören zur Verantwortung gezogen ! Hab mir gerade die Bilder angesehen- wie kann man denn in einer Kurve,in der die Fahrer mit 140+ fahren ungeschützte Stahlträger hinter ein ca. 30 cm hohes Mäuerchen setzen ?
Armer Junge, furchtbarer und völlig sinnloser Unfall.
Und ja, warum weigern sich die Fahrer nicht ???

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Werner M. 12.02.2010, 22:53
9. Ein kurzer Check...

...für alle potentiellen Mitforisten:
* Seid Ihr erfahrene Rennrodler?
* Könnt Ihr die Strecke in Whistler aus eigener Erfahrung beurteilen?
* Habt Ihr einen detaillierten Überblick über den Standard der Absicherungsmaßnahmen vor Ort?
* Könnt Ihr sonstige fachliche Informationen beitragen, die nicht bereits in Artikeln oder Fernsehberichten breitgetreten werden?

[ ] Ja? Dann tippt in die Tasten.
[ ] Nein? Dann lasst doch bitte diesen Thread in aller Ruhe einschlafen.
Danke.

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