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Katars Weltmeister Barshim: Retter für einen Abend
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Die WM in Katar ist geprägt von teils unerträglichen Bedingungen für die Athleten und Apathie im halbgefüllten Stadion. Doch beim Hochsprung-Wettbewerb war plötzlich alles anders.

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hankc 05.10.2019, 10:30
1. Unerträglich

ist lediglich dieser Artikel. Die Athleten selbst berichten mehrheitlich von hervorragenden Bedingungen und angenehmer Athmosphäre.

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klaviermann 05.10.2019, 11:04
2.

Zitat von hankc
ist lediglich dieser Artikel. Die Athleten selbst berichten mehrheitlich von hervorragenden Bedingungen und angenehmer Athmosphäre.
Quelle?

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mantrid 05.10.2019, 11:05
3. Erbärmliches Zuschauerinteresse

Mögen sich die Athleten vielleicht wohl fühlen, das Zuschauerinteresse im Stadion ist erbärmlich. Der Oberrang ist komplett mit Tüchern verhängt, so dass die Kapazität um 20.000 Plätze verringert wurde. Beim 100m-Finale der Frauen waren vielleicht noch 2.000 Zuschauer im Stadion. Da wären selbst in Deutschlands tiefster Provinz noch mehr Leute zusammengekommen. Die Menschen in Qatar haben offensichtlich keinerlei Bezug zu diesem Sport.

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kl1678 05.10.2019, 11:13
4. verblödung

Wie bei den olympischen Spielen in Brasilien kommt lediglich dann etwas Stimmung auf, wenn die Gastgebernation eine Goldmedaille ergattert. Wie und in welcher Sportart ist dabei völlig egal. Vielleicht sind die Menschen heute, im Vergleich zum antiken Griechenland, wo die Sache erfunden wurde, mittlerweile auch einfach zu blöd.

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mase75 05.10.2019, 11:15
5. @hankc: Äh, nein!

Hier ein paar Zitate von Athleten:

Ein "Desaster" sei diese WM, sagt der französische Zehnkämpfer Kevin Mayer, "respektlos" findet die weißrussische Läuferin Volha Mazuronak das Verhalten des Weltverbandes IAAF, "abartig" nennt der zurückgetretene deutsche Diskuswerfer Robert Harting die Bedingungen in Katar. Unddie italienische Marathon-Läuferin Sara Dossena findet nach ihrem Hitzekollaps im Rennen nur ein Wort, um das zu beschreiben, was sie erlebt hat: "schrecklich".
"Ich bin ins Stadion gekommen und dachte: Das soll hier wirklich eine WM sein?", sagte Denise Lewis, britische Siebenkampf-Olympiasiegerin 2000, die ihre Landsfrau Dina Asher-Smith über 100 m anfeuern wollte: "Die Athleten arbeiten ein ganzes Jahr hart, um dann vor leeren Rängen zu laufen. Das ist einfach nicht richtig!"
"Wir sind aus den vergangenen Jahren verwöhnt, aber hier kommt wirklich kaum Stimmung rüber", sagte die deutsche Sprinterin Gina Lückenkemper nach dem Halbfinale am Sonntag.
"Es ging nur ums Überleben, sagte etwa der australische Betreuer Matt Di Massi.
Der französische Geher Yohann Diniz etwa wurde deutlich: ?Man hat uns in einen Backofen geschoben. Sie haben aus uns Meerschweinchen gemacht, Versuchstiere?.
Die Weißrussin Volha Mazuronak, Fünfte im Marathon, ärgerte sich ebenfalls: "Das ist respektlos gegenüber den Athleten. Die Funktionäre vergeben die WM hierhin, jetzt sitzen sie in kühlen Räumen oder schlafen."

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matteo51 05.10.2019, 11:20
6. Wow

Gratulation an Mutaz Essa Barshim! Plötzlich kochte das Wasser im Kessel! Selbst die Weißgewandteten wirkten lebendig und begeistert - ich fand's klasse!

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timo0105 05.10.2019, 11:26
7. Die vertagte Siegerehrung ist ein Schlag ins Gesicht

all derer, die ihre Medaillen vor leeren Rängen entgegen nehmen mussten. Dass hier für den local hero eine Ausnahme gemacht wird, ist absolut beschämend. Ein neuer Tiefpunkt im verbändeorganisierten Sport. Warum pumpen die öffentlich rechtlichen eigentlich immer noch Millionen in diesesdurch und durch korrupte System?

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timo0105 05.10.2019, 11:35
8. Sportlich ja,

Zitat von matteo51
Selbst die Weißgewandteten wirkten lebendig und begeistert - ich fand's klasse!
aber das drumherum hat mich eher traurig und wütend gemacht.

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GyrosPita 05.10.2019, 11:36
9.

Zitat von mantrid
Die Menschen in Qatar haben offensichtlich keinerlei Bezug zu diesem Sport.
Woher denn auch? Ich wüßte spontan nicht, welcher Sport in Katar aufgrund der klimatischen Bedingungen überhaupt eine Tradition hätte. Und im Übrigen: die Interessen weltweit sind nun mal verschieden, was hierzulande Volkssport ist lockt woanders niemanden hinter dem Ofen hervor. Vor ein paar Tagen hat bei SpOn ein Forist wortreich beklagt das der großartige Sport Rugby von den ahnungslosen Deutschen ja so mißachtet wird und hier so ein unberechtigtes Nischendasein fristet. Tja. Würde man hier die Rugby-WM ausrichten, dann wäre der Zuspruch wohl in etwa so hoch wie derzeit in Katar. Weshalb man tunlichst davon absieht, die Rugby-WM nach Deutschland zu vergeben. Und im Gegenzug hält hier den Neuseeländern niemand Vorträge warum sie nicht so Fußballbegeistert sind wie die Deutschen.

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