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Kerbers Final-Niederlage gegen Puig: Die Nummer eins - bald
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Top-Favoritin Serena Williams draußen, Finale gegen eine Außenseiterin: Der Weg zu Gold schien frei für Angelique Kerber. Doch gegen Mónica Puig sah der Tennis-Star den meisten Schlägen hinterher.

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Aufsichtsrat 14.08.2016, 10:56
40. Glückwunsch Monica Puig!

Sie spielte mit einem ungeheuren Druck und unglaublich hart. Sie war ganz klar überlegen, und hätte das Spiel auch früher entscheiden können. Im 2. Satz hatte sie lediglich zu viele unnötige Fehler, und auch ihre Stoppbälle waren eher unglücklich, hinzu kamen auch mehrere Asse von Angeliuqe Kerber. Die Medien und womöglich auch das Team um A. Kerber hatten die doch eher unbekannte Puig klar unterschätzt, verständlicherweise. Umso größer die Überraschung. Sie hat klar überzeugt, Kerber sah über weite Strecken der Partie schlecht aus. Ob es für die Nummer 1 reicht? Momentan eher schwierig.

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Creedo! 14.08.2016, 10:57
41.

Merkwürdige Kommentare, so voller Gehässigkeit. Viele Kommentatoren haben das Spiel wohl nicht gesehen oder haben keine Ahnung vom Tennissport.
Die Verletzung im 1. Satz, die deutlich zu Tage getreten ist, war wohl spielentscheidend. Eigentlich hätte Kerber aufgeben können.
Man hat deutlich gesehen, dass Kerber den letzten Schritt nicht machen konnte. Sie trifft den Ball zu hoch, da sie kaum noch tief genug in die Knie kommt, um flachen Bällen die passende Flugbahn zu geben, so dass einige Bälle ins Netz gegangen sind. Im Halbfeld hat Kerber einige smashes ins Netz geschlagen. Da hat eindeutig die Körperspannung gefehlt.
In Summe konnte Kerber ihr intensives Laufspiel nicht umsetzen, eben wegen der Verletzung. Im Halbfinale sah das noch ganz anders aus.
Selbstredend hat Puig gut gespielt. Im 2. Satz konnte man aber sehen, dass sie Kerber alles andere als beherrscht hat. Und der Gewinn des 1. Satzes fällt mit Kerbers Verletzung zusammen. Im 3. Satz war bei Kerber dann endgültig die Luft raus.
Anstatt Kerber genüßlich in der Luft zu zerreißen, sollte man ihr dankbar sein, dass sie trotz Verletzung noch ein so spannendes Match geliefert hat. Sie hätte auch im 1. Satz beim 2:3 aufgeben können. Dann wären ihr wohl die unverdienten Gehässigkeiten erspart geblieben und die Zuschauer hätten früher ins Bett gehen können.

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der_durden 14.08.2016, 10:59
42.

Zitat von hei-nun
Ich habe das genau so gesehen. Bei Gegnerinnen der letzten beiden Spiele hatten die wesentlich besseren Schläge drauf. Was bei der Amerikanern aufgrund deren noch hohen Fehlerquote nicht klappte, klappte dann bei Puig. Ist de Schlag aus der Hocke wirklich sinnvoll - Kerber braucht dann länger, um wieder zur Grundstellung zu kommen ? Kein Spitzenspieler der Herren macht ihn ... Trotzdem tolle Leistung von Kerber, der ich aber keine Nummer 1 zutraue. Der Vergleich mit Steffi Graf verbietet sich - leider. Die beiden jungen Spielerinnen werden Furore machen.
Sie haben recht. Aber Kerber macht sehr viel mit ihrer enormen Laufstärke wett. Diese kombiniert sie mit einer selbst aus absurd passiven Situationen starken Fähigkeit, Bälle dennoch sauber zu platzieren. Sie spielt nicht sehr offensiv, aber effektiv. Ich finde genau diese Spielweise macht sie aber auch zu etwas besonderem. Ich kennen von den Damen aktuell keine, die einen so unvergleichbaren Spielstil auf den Platz trägt.

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eswirdwieswird 14.08.2016, 11:08
43. Zu viel Pathos hier

Puig ist Anfang 20. und hat also das Tennis ihres Lebens gespielt. Aha- kann sie ja aufhören. Ich glaub sie stand auch rein zufällig im Finale ist mit schlechtem Tennis Runde für Runde weiter gekommen, um dann vs Kerber das Tennis ihres Lebens abzurufen.

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der_durden 14.08.2016, 11:15
44.

Zitat von Creedo!
Merkwürdige Kommentare, so voller Gehässigkeit. Viele Kommentatoren haben das Spiel wohl nicht gesehen oder haben keine Ahnung vom Tennissport. Die Verletzung im 1. Satz, die deutlich zu Tage getreten ist, war wohl spielentscheidend. Eigentlich hätte Kerber aufgeben können. Man hat deutlich gesehen, dass Kerber den letzten Schritt nicht machen konnte. Sie trifft den Ball zu hoch, da sie kaum noch tief genug in die Knie kommt, um flachen Bällen die passende Flugbahn zu geben, so dass einige Bälle ins Netz gegangen sind. Im Halbfeld hat Kerber einige smashes ins Netz geschlagen. Da hat eindeutig die Körperspannung gefehlt. In Summe konnte Kerber ihr intensives Laufspiel nicht umsetzen, eben wegen der Verletzung. Im Halbfinale sah das noch ganz anders aus. Selbstredend hat Puig gut gespielt. Im 2. Satz konnte man aber sehen, dass sie Kerber alles andere als beherrscht hat. Und der Gewinn des 1. Satzes fällt mit Kerbers Verletzung zusammen. Im 3. Satz war bei Kerber dann endgültig die Luft raus. Anstatt Kerber genüßlich in der Luft zu zerreißen, sollte man ihr dankbar sein, dass sie trotz Verletzung noch ein so spannendes Match geliefert hat. Sie hätte auch im 1. Satz beim 2:3 aufgeben können. Dann wären ihr wohl die unverdienten Gehässigkeiten erspart geblieben und die Zuschauer hätten früher ins Bett gehen können.
Sie haben recht. Der für die laufstarke Kerber so entscheidende letzte (vielleicht nur halbe) Schritt hat gefehlt. Dass Sie im Oberkörper Probleme mit ihrer Körperspannung fehlte, zeigt sich in den ungewöhnlich vielen Fehlern.

Dennoch kann man keineswegs sagen, dass die falsche Dame die Goldene hat. Beide haben sie sich verdient, die in diesem Match bessere hat sie dann nun mal gewonnen. Kerber ist dennoch in Topform und darf sich auf weitere spannende Turniere mir ihr freuen. Aktuell sehe ich für sie auch sehr gute Chancen, die Nummer 1 zu werden.

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suut 14.08.2016, 11:15
45. Puig eine Klasse für sich

Kerber ist nicht an sich gescheitert, sondern an Puig.
Ich kann mich nicht erinnern, eine Tennisspielerin je so frisch, so mutig, so angriffig und furios spielen gesehen zu haben wie sie. Einfach toll und begeisternd! Puig agierte, Kerber reagierte.
Kerber ist noch gut davongekommen und hat sich im zweiten Satz vor allem durch ihren sehr guten Aufschlag gerettet. Muguruza - immerhin French-Open-Gewinnerin 2016 - hat Puig zuvor an Olympia mit 6:1, 6:1 weggeputzt.

Der Sieg von Puig war weder zufällig noch der Schwäche Kerbers geschuldet. Er war herausgespielt und hochverdient.
Kerber und der Spiegel-Berichterstatter sind schlechte Verlierer. Sehr schlechte. Peinlich.

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pykomat 14.08.2016, 11:23
46. Schön anzusehendes Match

Allerdings - und das fehlt anscheinend noch zur absoluten weltklasse - fehlte Kerber die Variabilität im Spiel. Sie hätte merken müssen, dass sie an diesem Tag nicht mit dem powertennis ihrer Gegnerin mithalten kann und stattdessen versuchen sollen, deren Rhythmus zu brechen mit stoppbällen, weiten slice Schlägen etc..

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axel h. 14.08.2016, 11:25
47. Schon auch an sich selbst gescheitert

Kerber hatte leider nie die Körpersprache einer No 2, erst recht nicht einer No 1. Nachdem sie grade Match Point per Netzroller abgewehrt hatte, war sie eine Minute später schon wieder am jammern. Das Match war trotzdem sehenswert und eine Silbermedaille ist ja auch nicht so schlecht. Sympathisch sind sie offensichtlich beide und Puig war am Ende für mich ganz klar die verdiente Siegerin. Noch mehr hab ich mich allerdings für den ewig verletzten Delpo gefreut, sein Match gegen Nadal war der Hammer und die Stadionathmosphäre war im Gegensatz zum Frauenfinale gigantisch.

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kayakclc 14.08.2016, 11:32
48. Klasse Finale

Es super Finale: Kerber ist sichtlich versetzt, läßt sich behandeln, kommt zurück, aber hat am Ende an diesem tag keine Change. Kerbers Bälle sind systematisch zu kurz, landen am T und machen daher den Weg frei für Puig und ihren druckvollen Schlägen. Kerbers Klasse blitzt zwischen durch immer wieder auf, wenn sie endlich plazierte Schläge an die Grundline der Gegnerin bringt. Dann schwammtPuig sofort und macht Fehler. Kerber gelang das aber nur einige male. Ob es an Puig lag oder der Verletzung, unklar, wir wissen es nicht. Irgendwie erinnerte das Match ein bischen an das Wimbledon Finale gegen Serena. Dort hatte Kerber aber definitiv keine Chance. Auch hier war Puig mental stärker: sie hatte den umbedingten Willen zu gewinnen. Kerber dagegen haderte wieder zu sehr mit sich und der Welt (es ist alles gegen mich...) Es hatte nicht sein sollen und Puig hat gestern klar und verdient gewonnen.

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spontanistin 14.08.2016, 11:32
49. Körpersprache war eindeutig.

Die Körpersprache von Puig drückte von Anfang an Entschlossenheit und Siegeswillen aus, was bei Kerber nie der Fall war. Ob's an der Verletzung oder Kondition lag, dürften nur die Trainer wissen. Der Rebreak von Puig gleich im zweiten Spiel war bezeichnend!

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