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Kölns Trennung von Stöger: Aus mit Applaus
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Der 1. FC Köln trennt sich von seinem Trainer, obwohl Peter Stöger bei Fans und Spielern bis zuletzt hoch im Kurs stand. Es scheint, als verfiele der Verein wieder in seine alten Fehler.

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wolke:sieben 03.12.2017, 15:19
1. Endlich !!

...hat man Stöger rausgeworfen, das ganze Theater hätte sich schon viel früher abspielen können/müssen, dieser Mann war ja schon lange nicht mehr tragbar.

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kopi4 03.12.2017, 15:48
2.

Treffende Analyse. Die Kündigung meiner Mitgliedschaft liegt schon im Briefkasten, mir reicht es. Ich bin alt genug die großen Erfolge miterlebt zu haben und zu alt um die offenbar zwangsläufig von ebenso selbstverliebten wie unfähigen Vorständen folgende Selbstzerfleischung ein weiteres Mal zu tolerieren. 1980 Weisweiler, 1990 Daum,2014 Stöger. Trainer die Erfolg haben und beim Anhang beliebt sind kann ein wahrer FC-Vorstand nicht tolerieren. Kleines,aber wichtiges Detail zu 2012 am Rande: in der Situation damals stand der FC auch ohne Präsident da,ein Trost der den Fans 2017 (noch) verwehrt wird.

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flaneur1962 03.12.2017, 16:13
3. Spürbar wie früher

Sehr gute Analyse - "Spürbar anders" ist eben doch nicht mehr als der Marketing-Claim. Die vielfach hervorgehobene "neue Kultur" im Verein hält genau bis zur ersten richtigen Krise. Richtig wäre es gewesen, gegen die "Gesetze der Branche" das "Freiburger oder Mainzer Modell" zu verfolgen und mit Peter Stöger den (angesichts des Rückstands ohnehin unvermeidlichen) Weg in die 2.Liga (und nach Möglichkeit zurück) zu gehen. Das Verhältnis zwischen Trainer, Mannschaft und Fans war intakt, wie die Energieleistung beim Spiel in Schalke, bei dem sich das "letzte Aufgebot" nach zweimaligem Rückstand zurück ins Spiel kämpfte und einen verdienten Punkt mitnahm, eindrucksvoll belegt hat. Statt dessen lässt auch dieses Präsidium sich von der Kölner Boulevard-Presse treiben, deren "Krokodilstränen" jetzt kaum zu ertragen sind. Die Herren im Präsidium sind inzwischen weit weg von den Fans und abgehoben. Der Verein landet immer wieder in der gleichen Situation und so langsam ist bei Vielen das Ende der Geduld erreicht. Na ja, wenigstens die intransparenten Pläne für einen Stadionneubau in der Pampa dürften mit dem erneuten Abstieg vom Tisch sein. Wenn alle, die jetzt schreiben, dass sie ihre Mitgliedschaft oder Dauerkarte kündigen wollen, dass auch täten, würde ein neues Stadion ohnehin nicht mehr gebracht.

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skeptikerjörg 03.12.2017, 16:26
4. Dietmar Beiersdorfer?

Beiersdorfer als neuer Sportdirektor, meint ihr das im Ernst? Ist der HSV nicht abschreckendes Beispiel genug? Oder meint jemand, die hätten schließlich dreimal in letzter Sekunde den Kopf aus der Schlinge gezogen? Jedenfalls sind die Fehleinkäufe Legende, das vereinsinterne Chaos auch!

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lektra 03.12.2017, 16:36
5. Trainer automatisch der "Hauptverantwortliche"? Das ist zu einfach.

Viel erklärt sich daraus, dass die überwiegende Mehrheit der Fans in Peter Stöger eben nicht den "Hauptverantwortlichen für den freien Fall" (wie es im Artikel heißt) erkennt. Die von Jörg Schmadtke getätigten Transfers für diese Spielzeit wurden im Fanlager vor der Spielzeit mit einiger Fassungslosigkeit registriert (gehen Sie einfach mal in die damaligen Diskussionen in verschiedenen Fanforen zurück; da finden sich alle Probleme des Kaders vorweggenommen). Dann die Verletztenserie: Momentan fehlen zehn potentielle Startaufgebotsspieler verletzt - und das bei einem Kader, der für die Dreifachbelastung mit Europa League eher klein bemessen wurde und mittlerweile sogar mit U19-Spielern aufgepolstert werden musste. Gesehen haben die Fans eine Mannschaft, die es geschafft hat, trotz aller Nackenschläge (immer wieder neue Verletzte, Schirifehlentscheidungen, aber auch in drei Spielen deutliches Einbrechen unter der mentalen Belastung bei Rückständen) immer wieder mit vollem Einsatz ins nächste Spiel zu gehen, auch wenn die Spieler ihre Verunsicherung gerade zu Beginn der Spiele nicht ganz abschütteln konnten (was Wunder auch).

Eins kann man nicht unkommentiert stehen lassen: "... Vizepräsident Harald Schumacher den Plan heraus posaunte, Horst Heldt als Sportdirektor zu verpflichten" - Das stimmt so nicht. Dass Kontakt zu Heldt besteht, ist viel früher an die Presse geraten - oder lanciert worden (ob Heldt durch die Öffentlichkeit Druck auf H96 machen wollte, um seinen Abgang zu erzwingen oder um seine Position bei Hannover zu verbessern, muss offen bleiben). Heldt hatte Tage zuvor vor der Presse erklärt, dass er mit dem FC reden wolle. Schumacher hat sich dann Tage später beim "Doppelpass" (allerdings sehr ungeschickt) zu den Meldungen geäußert, die sich in den Medien jagten. Also nichts mit "herausposaunt", auch wenn es so schön in althergebrachte FC-Klischees passt. Prüfen Sie noch mal die zeitlichen Abläufe, lieber Herr Theweleit.

Und am Ende noch etwas zum Lachen für den FC-Fan: Volker Finke als einen der "beiden Leute mit dem größten Detailwissen über die Mannschaft, die menschliche Seite der Spieler, sportliche und persönliche Entwicklungen" zu beschreiben - das grenzt an Satire. Ich kenne keinen Fan, der nicht das eigentliche Problem darin sieht, dass Finke überhaupt geholt wurde. Dass er von der menschlichen Seite der Spieler (und auch der des Trainers, der unter ihm agieren musste) keine Ahnung hatte, war das eigentliche Problem.

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Ignorant00 03.12.2017, 16:49
6. Gibt es auch ne Begründung...

Zitat von wolke:sieben
...hat man Stöger rausgeworfen, das ganze Theater hätte sich schon viel früher abspielen können/müssen, dieser Mann war ja schon lange nicht mehr tragbar.
oder ist Ihre Beitrag nur polemisches Bashing? Warum war der Mann denn nicht mehr tragbar? Hat er doch bis zum letzten Tag gut und gewissenhaft seinen Job gemacht!

Als Fan eines Erzrivalen konnte ich die letzten Jahre nur den Hut ziehen vor der Arbeit, welche in Köln geleistet wurde.

Was Stöger und Schmadtke in Köln aufgebaut haben war sehr anerkennenswert und lange am Optimum der Möglichkeiten.
Leider war die Einkaufspolitik von Herrn Schmadtke zuletzt leider nicht mehr optimal.

Aber Stöger kann man meines Ermessen nicht wirklich aus dieser Misere eine Vorwurf machen.
An Stelle des FC wäre ich eher mit beiden Machern in die zweite BuLi gegangen, als jetzt wieder Jahre auf die Suche zu solcher Kontinuität zu verschwenden.

Die 2te Liga wird sowieso kommen. Mit Stöger wäre es nur eine einjährige Episode geworden, jetzt können wir uns wieder alle zurücklehnen, zum Popcorn greifen und schauen, was uns die Kölner die nächsten Jahre wieder an Unterhaltung bieten ;-)

Der Rauswurf zum jetzigen Zeitpunkt ist mE die schlechteste aller Optionen.

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Orthoklas 03.12.2017, 17:05
7. Wie bitte?

Wenn ein Team nach 14 Spieltagen 3 Punkte geholt hat, mit großem Abstand Tabellenletzter ist, dann IST das unsagbar mies. Und dann MUSS etwas passieren. Da man nicht die ganze Mannschaft rausschmeißen kann, MUSS der Trainer gehen. Wer das nicht einsehen kann, muss wohl ein Romantiker sein.

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wolke:sieben 03.12.2017, 17:31
8. @ignorant00#6

Wenn Stöger so gute Arbeit geleistet hat, warum steht der Verein dann auf dem letzten Tabellenplatz???

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birka12 03.12.2017, 17:51
9. 1. FC Köln

Der 1. FC Köln konnte sich natürlich nicht verneinen, man hat die Person entlassen die am wenigsten Schuld an der Misere hat, genau wie früher. Der Vorstand macht es sich einfach um sich selbst zu retten. Wie früher wird jetzt wieder das Geld für die Auflösung von Verträgen verschleudert, andere Vereine kaufen mit ihrem Geld gute Spieler. Beim 1. FC Köln ist dieser Gedanke noch immer nicht angekommen! Umprofessionelle Vereinsführung, wie gehabt!

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