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Kosten für Polizeieinsätze: Bremen verschickt wieder Rechnungen an DFL
DPA

Das Bremer Verwaltungsgericht hatte im Mai zugunsten der Deutschen Fußball Liga entschieden, die Hansestadt sieht sich aber weiter im Recht. Der Streit um die Kosten für Polizeieinsätze geht in die nächste Runde.

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SteadyRollingMan 02.11.2017, 16:47
10.

Und warum müssen tausende Polizeibeamte den G20-Gipfel in Hamburg schützen? Die Politiker und ihr Troß könnten sich genau so auf eine kleine Insel im Meer verpieseln.

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sven2016 02.11.2017, 16:57
11.

DLF ist reiner Kommerz, also sollte Zusatzaufwand (nur den will Bremen ersetzt bekommen) auch zu den Kosten des Veranstalters zählen.

Andernfalls müssten die Vereine ausreichend Sicherheitspersonal, aber ausgebildet und geprüft vorhalten.

Wenn 2/3 der Bereitschaftspolizei jedes WE auf Kosten der Gemeinschaft bei Millionenkonzernen Hooligans trennen müssen, ist das nicht zu rechtfertigen.

Wenn Spiele als Risikoveranstaltung angesehen werden müssen, sollte man sie andernfalls untersagen. Sport ist anders

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MathiasF 02.11.2017, 17:05
12.

Im Stadion ist der Ordnungsdienst des Veranstalters präsent - außerhalb aber darf nur die Polizei agieren. Auch auf die Anzahl der Polizisten hat der Verein keinen Einfluss.
Solange der Staat auf sein Gewaltmonopol besteht, ist er auch ganz alleine für die Durchsetzung zuständig - inklusive aller Kosten. Immerhin sind allein die Steuern, die Werder Bremen bezahlt, ein Vielfaches der Kosten für die Heimspiele - aber von mir aus darf Bremen gerne aus Kostengründen auf Erstliga-Fußball verzichten.

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pascal3er2 02.11.2017, 17:05
13. Richtig so

Da sollten alle Bundesländer mal mitmachen.
Notstand bei der Polizei, zu wenig Personal und in der Bundesliga zahlen sie jedem der bisschen gegen den Ball treten kann 1-3 Mio. Dazu noch unverschämte Stadionpreise und Sky Gebühren.
Wird Zeit dem Fussball das Geld zu entziehen.
Öffentliche Veranstalltung = Kostenfrei Fussball im TV = kostenfrei Polizei
Nicht öffentlich = selbst Polizei bezahlen
ganz einfach.

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widower+2 02.11.2017, 17:05
14. Natürlich!

Zitat von touri
Jeder Veranstalter muss in aller Regel selbst für die Sicherheit bei seinen Veranstaltungen sorgen. Warum soll es in einem Stadion anders sein?
Und das ist beim Fußball auch so. Die Vereine sorgen auf eigene Kosten mit von ihnen bezahlten Ordnungsdiensten für die Sicherheit im Stadion und auf dem Stadiongelände. Wussten Sie das nicht? Es ist in einem Stadion also nicht anders.

Sollten die Vereine auch für die Polizeikosten bei An- und Abreise der Zuschauer bezahlen, müssten Sie auch jeden Kneipenwirt zur Kasse bitten, dessen Gäste auf dem Hinweg oder dem Rückweg sich vielleicht etwas zu Schulden kommen lassen (oder auch nicht), aber präventiv von der Polizei überwacht werden, die dafür frei Schnauze die nötigen Personalkosten kalkuliert und dem Wirt die Rechnung schickt.

Also veranstalten Sie bloß keine größere Gartenparty. Sonst könnte Ihre eigene Argumentation sie finanziell schmerzhaft einholen.

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markus.pfeiffer@gmx.com 02.11.2017, 17:12
15. Hoffentlich steigt Werder ab!

Wenn sich Bremen nicht um Gerichtsurteile schert und weiter mit diesem Mittel (wie mit so manch anderem) versucht, seine klamme Kasse zu füllen, kann man nur hoffen, dass der SV Werder doch absteigt.
Als Fußballfan würde ich mir eigentlich wünschen, dass dieser tolle Verein in der 1. Bundesliga bleibt, aber für Zweitligaspiele dürften die dreisten rechtswidrigen Rechnungen der Hansestadt weniger hoch ausfallen.

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pric 02.11.2017, 17:15
16.

Vielleicht sollte man einfach mal das Narrativ testen, ob derart viel Polizei für 'brisante Spiele' wirklich nötig ist. Könnte doch sein, dass ein hochgerüsteter Sicherheitsstaat bei Sportereignissen nicht sinnvoll oder nötig ist.

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markus.pfeiffer@gmx.com 02.11.2017, 17:17
17. Sehr gut

Zitat von widower+2
Und das ist beim Fußball auch so. Die Vereine sorgen auf eigene Kosten mit von ihnen bezahlten Ordnungsdiensten für die Sicherheit im Stadion und auf dem Stadiongelände. Wussten Sie das nicht? Es ist in einem Stadion also nicht anders. Sollten die Vereine auch für die Polizeikosten bei An- und Abreise der Zuschauer bezahlen, müssten Sie auch jeden Kneipenwirt zur Kasse bitten, dessen Gäste auf dem Hinweg oder dem Rückweg sich vielleicht etwas zu Schulden kommen lassen (oder auch nicht), aber präventiv von der Polizei überwacht werden, die dafür frei Schnauze die nötigen Personalkosten kalkuliert und dem Wirt die Rechnung schickt. Also veranstalten Sie bloß keine größere Gartenparty. Sonst könnte Ihre eigene Argumentation sie finanziell schmerzhaft einholen.
Damkit ist alles zum Thema gesagt; deshalb hat das gericht auch gegen die Hansestadt entschieden.
Aber der steht finanziell das Wasser anscheinen bis zur Unterlippe, weshalb sie solche Gerichtsentscheide einfach ignoriert und weiter versucht, für die öffentliche Sicherheit, die mit unseren Steuern eh schon bezahlt wurde, nochmal abzukassieren.

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jnek 02.11.2017, 17:18
18. Oje

Was all die Verfechter der "Verursacher muss zahlen"-Theorie vergessen ist folgendes:

1. Allgemeine Kosten für Polizei, Gesundheit, Feuerwehr, Bildung, Verkehr u.a. werden eben nicht ursacherbezogen umgelegt. Warum bezahlen auch Leute, die nie Kinder hatten oder deren Kinder längst erwachsen sind mit ihren Steuern für Kitas, Schulen und Unis? Warum zahlt jemand, der sein Leben lang rechtschaffen lebt trotzdem für das Vorhalten eines Rechtssytems mit Polizei, StA, Richtern etc.? Warum werden Krankenhäuser auch durch Steuern unterhalten die Leute bezahlen, die noch nie eines gebraucht haben? .....

2. Die Clubs erwirtschaften "dem Staat" weit mehr an direkten und an indirekten Steuereinnahmen als sie ihn kosten.

Ich halte den Bremer Denkansatz für populistisch und glaube, er ist v.a. der prekären Bremer Finanzlage geschuldet ist.

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widower+2 02.11.2017, 17:31
19. Und Bayern?

Zitat von markus.pfeiffer@gmx.com
Wenn sich Bremen nicht um Gerichtsurteile schert und weiter mit diesem Mittel (wie mit so manch anderem) versucht, seine klamme Kasse zu füllen, kann man nur hoffen, dass der SV Werder doch absteigt.
Da ging es zwar nicht um klamme Kassen, aber das Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts wurde auch geflissentlich ignoriert.

Außerdem wäre bei einem Abstieg keineswegs gewährleistet, dass die Rechnungen des Senats sinken würden. Wie viele Polizisten eingesetzt werden, liegt letztlich in der Verantwortung des Innensenators. Eine äußerst bequeme Situation. Man verfügt über die einzige im öffentlichen Raum befugte Sicherheitsorganisation, entscheidet selbst darüber, wie viel Personal man einsetzt und verschickt dann die Rechnungen. Ein Traum!

Einen derartigen Gestaltungsspielraum haben nicht einmal die Hell´s Angels in von ihnen beherrschten Rotlichtvierteln.:)

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