Forum: Sport
Kritik am DFL-Sicherheitspapier: "Die Macht der Fans wird völlig unterschätzt"
DPA

Der Jurist Thomas Feltes sollte den Liga-Verband DFL bei der Stadionsicherheit beraten, nach einem Zerwürfnis musste er gehen. Im Interview spricht der Kriminologe über die Sinnlosigkeit von Stadionverboten und beklagt die Unwissenheit der Verbandsbosse über die Fan-Kultur.

Seite 4 von 21
berndine 11.12.2012, 10:41
30. k

Nur: Steuern bezahlt die Dorfdisco auch und diese wird nicht durch Hundertscahften gratis beschützt Steuern bezahlen wir alle - das ist doch nichts besonderes. Ich zahle auch Steuern und bekomme keine Polizeiunterstützung für mein Geburtstagsfest. Leute. Lastt mal die Kirche im Dorf. Das ist doch kein Argument!
Desweiteren bezweifle ich die 1,5 Milliarden Steuernzahlungen, die hier genannt wurden! woher nehmen Sie diese Zahlen?
Es ist doch Quatsch, dass keiner mehr ins Stadion geht, wenn die Ultras nicht mehr hingehen. Wie kommt man denn darauf?
Ich finde es toll wie die Jungs Stimmung machen, aber das geht doch auch durch Gesänge und Anfeuerungsrufe. Warum müssen es immer Böller und Bengalos sein?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diplpig 11.12.2012, 10:43
31. Jugend-Fußball

Ich schaue mir lieber die Spiele der leistungsorientierten D-Jugend an. Kostet nix, hochspannend, guter Fußball, keine Bengalos.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RugbyLeaguer 11.12.2012, 10:43
32.

Zitat von Jonny_C
...wenn die Fans sich einig sind, und bundesweit tatsächlich mal 3-5 Bundesligaspiele boykottieren (es reichen schon 80-90% der Zuschauer) dann können die meisten Vereine ihren Laden dicht machen, weil ihnen die Einnahmen wegbrechen. Gut, z.B. Bayern und Schalke haben noch die Dauerkartenbesitzer, aber wenn die in der nächsten Saison auch nicht mehr wollen ? Was dann Bundesliga, was dann DFB ? "Die Macht der Fans wird völlig unterschätzt." Stimmt !
Meines Wissen sind doch heutzutage die Gelder die über Eintrittskarten erzielt werden sehr klein. Das mag vielleicht für die
70er/80er gegolten haben, aber heutzutage sind solche Einnahmen nicht mehr wichtig.

Wenn ich das so mitbekommen, nehmen sich die Fans hierzulande viel viel zu wichtig! Man könnte den Eindruck gewinen, ohne Fans kein Fussball. Sie sind das WICHTIGSTE überhaupt. Die Spieler, der Ball alles nur Nebensache. Hauptsache die Fans sind da und machen "Stimmung".
Ehrlich gesagt.. etwas lachhaft diese Einstellung...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
talueng 11.12.2012, 10:43
33.

Zitat von Olaf
Ich weiß nur, dass sich weder Politik, Sponsoren noch DFB sich weiter Gewalt in und um Fußballstadien ansehen werden. Also entweder die Fans bekommen die Krawallmacher in den Griff oder sie werden eben alle darunter leiden.
Gehen Sie doch mal ins Stadion, bevor Sie von Dingen reden, von denen Sie offensichtlich keine Ahnung haben.

Zitat von prontissimo
Was daran Kultur sein soll ist mir schleierhaft.
Das ist nicht schlimm; man muss nicht jeden Begriff verstehen. Schlagen Sie doch einfach mal im Wörterbuch nach. Anschließend könnten Sie in der Stadtbibliothek Ihrer Wahl weitere Literatur finden, der Ihnen diese Begriff erläutert.

Zitat von sobollo
um was gehts eigentlich? die ultras wollen ein recht auf randale und es wird diskutiert wer das bezahlen soll?
Sie räumen ja bereits im ersten Satz ein, dass Sie nicht wissen, worum es geht. Dann lassen Sie doch einfach auch das Posten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flanke 11.12.2012, 10:46
34. ..

Die Frage ist doch eigentlich, was ist "Fußball"? Und vor allem, was soll Fußball zukünftig sein?

Für den wirklichen Fußballfan - und da meine ich nicht nur Ultras - ist Fußball mehr wie "... sie haben zwar verloren, aber sie haben doch gut gespielt." Für die ist Fußball Emotion, Leiden, Nicht-Hinschauen-Können, Jubel, Fremden-Menschen-um-den-Hals-fallen. Die sind selbst zu Hause vor dem Fernseher nicht mehr von ihrer Gattin ansprechbar, wenn das Spiel ihrer Lieblingsmannschaft läuft.

Dem gegenüber steht mehr und mehr der "Eventfan". Der geht ins Stadion, weil ihm die Gattin Karten zum Geburtstag geschenkt hat. Oder weil er mit der Familie gerade mal in der Stadt ist und noch freie Zeit vor dem Theaterbesuch hat. Der vor dem Spiel noch schnell den Fanshop aufsucht, um den Junior einzukleiden und sich selbst einen -huch!- subversiven Schal kauft. Und der auch mit der selben Begeisterung zu einem Spiel der Frauenfußball-WM geht. Hauptsache, es ist "was los".

Mein Eindruck, insbesondere seit der WM 2006, als Hunderttausende, die vorher (und wahrscheinlich bis heute) nicht wussten, was "Abseits" bedeutet, auf den Fanmeilen tanzten, ist, dass DFB und DFL genau diesen "Fan" wollen. Für den zukünftig auch 50-80 € für eine Karte kein Problem sind, da er dies ja "...nicht jede Woche macht".
Und - man muss ehrlich sein - nur diese Zuschauer können die riesigen teuren Stadien in Deutschland auch jede Woche füllen. Nur um diesen "Fan" mit seiner Familie nicht zu verprellen, weil der glaubt, dass während oder nach dem Spiel sein Sohnemann vermöbelt wird, gibt es diese Phantomdiskussion überhaupt. Denn dass es eine ist, davon bin ich fest überzeugt. Die in den Medien abgebildete Realität hat mit der tatsächlichen "Gefahr" des Besuchs eines Fußballspiels nicht das Geringste zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bunterepublik 11.12.2012, 10:46
35. Richtig

Zitat von Jonny_C
...wenn die Fans sich einig sind, und bundesweit tatsächlich mal 3-5 Bundesligaspiele boykottieren (es reichen schon 80-90% der Zuschauer) dann können die meisten Vereine ihren Laden dicht machen, weil ihnen die Einnahmen wegbrechen. Gut, z.B. Bayern und Schalke haben noch die Dauerkartenbesitzer, aber wenn die in der nächsten Saison auch nicht mehr wollen ? Was dann Bundesliga, was dann DFB ? "Die Macht der Fans wird völlig unterschätzt." Stimmt !
Wenn....

Ich wäre auch dafür, wenn die echten Fans mal ein Fanal setzen würden und schlicht zwei Spieltage (der Fairness wegen Heim- und Auswärtsspiel) wegblieben oder zumindest 180 Minuten keine Gesänge, Applaus etc. pp anstimmen würden, um deren einzigartige Macht zu zeigen.

Dann können auch mal die anderen Zuschauer, die ins Stadion gehen und sich "bedroht" fühlen, sehen, wie öde und langweilig das Gekicke wäre....Kreisklasse-Stimmung. Der einzige Stimmungsmacher wäre dann wohl der Stadion-Sprecher....und vielleicht dann irgendwann mal die Hammond-Orgel wie in den US-Stadien.....Eine gaaaaanz tolle Stimmung wäre das....aber wenn die Funktionärsbonzen das wollen....bitteschön...Aber danach jammern gibts nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fackus 11.12.2012, 10:47
36. nicht hart genug

Zitat von sysop
Der Jurist Thomas Feltes sollte den Liga-Verband DFL bei der Stadionsicherheit beraten, nach einem Zerwürfnis musste er gehen. Im Interview spricht der Kriminologe über die Sinnlosigkeit von Stadionverboten und beklagt die Unwissenheit der Verbandsbosse über die Fan-Kultur.
Da wird der Begriff "Sicheres Stadionerlebnis" kritisiert. Nun ja - klingt nach Waschmittel.

Aber gleichzeitig das Verhalten grölender, mit Feuerwerkskörpern um sich schmeissender Horden mit dem Euphemismus "Fankultur" zu umschreiben - das ist doch noch ne Stufe drunter.

Unter den ersichtlichen Umständen können die Sicherheitsmassnahmen gar nicht hart genug sein. Auch ein Fussballfan ist ausnahmslos Zuschauer und nicht Akteur einer lärmenden Nebenveranstaltung.

Die Auswüchse sieht man ja jüngst in den Amateurligen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
plasmopompas 11.12.2012, 10:47
37.

Zitat von CitizenTM
... SPON zu lesen. Ein kritisches Interview gegen den vorherrschenden Mainstream der Verblödung. Zwar inzwischen seltener bei SPON, aber immer noch zu finden. Die DFL benimmt sich wie ein Herbergsvater im Landschulheim anno 1950.
Da sich viele "Fans" wie pupertierende Halbstarke benehmen macht die DFL es genau richtig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thechamelion3@web.de 11.12.2012, 10:48
38.

Zitat von zappuser
nur kommt der Steuerzahler für Polizeieinsätze in Stadien auf? Natürlich haben wir ein Sicherheitsproblem! Herr Feltes soll sich doch nur einmal die Polizei im Stadion wegdenken. Die DFL als Veranstalter hat dafür zu sorgen, daß im Idealfalle gar keine Polizei mehr erforderlich ist.
SO ein Unfug.

DIe Vereine zahlen Steuern, die Zuschauer zahlen Steuern.
Die Polizei wird aus Steuermitteln finanziert.

Und wie kommen sie wahnsinniger ueberhaupt darauf, das es gut sein soll, wenn die Polizei von Privaten Personen bezahlt wird?
Schonmal diesen Satz gehoert: Wer bezahlt, schafft an?!
Wollen sie von einem von mir bezahlten Polizisten festgenommen werden?

Und die ganze Polizei in den Stadien gibts doch erst seit 2004, als man die Stadien fuer die WM 2006 sicherer machen wollte- komisch nur das ich als kleiner Junge bei Derbys von 60 gegen Bayern im Muenchner Olympiastadion war und da war kaum Polizei und auch kaum Probleme.
Aber jetzt hat man die Probleme, und was hat man veraendert? Ja, man hat mehr Polizei ins Stadiong geholt.
Die erzeugen eine Gegenbewegung und die ganze Stimmung wird anders,, die Polizisten wollen ja auch nicht nur rumstehen.

Deutschland hat andere Probleme als diesen Unsinn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tigermommy 11.12.2012, 10:48
39. Titel

Zitat von berndine
Nur: Steuern bezahlt die Dorfdisco auch und diese wird nicht durch Hundertscahften gratis beschützt Steuern bezahlen wir alle - das ist doch nichts besonderes. Ich zahle auch Steuern und bekomme keine Polizeiunterstützung für mein Geburtstagsfest. Leute. Lastt mal die Kirche im Dorf. Das ist doch kein Argument! Desweiteren bezweifle ich die 1,5 Milliarden Steuernzahlungen, die hier genannt wurden! woher nehmen Sie diese Zahlen? Es ist doch Quatsch, dass keiner mehr ins Stadion geht, wenn die Ultras nicht mehr hingehen. Wie kommt man denn darauf? Ich finde es toll wie die Jungs Stimmung machen, aber das geht doch auch durch Gesänge und Anfeuerungsrufe. Warum müssen es immer Böller und Bengalos sein?
Die Vereine, die Sender die die Spiele übertragen und die Firmen die mit dem Fussball werben zahlen auch alle Steuern und das nicht zu knapp.
Und die Polizei kommt auch zu ihrer Party wenn sie Hilfe brauchen. Seien sie dann froh dass sie in so einem Fall nicht den Einsatz zahlen müssen.
Insofern sollte es schon gleiches Recht für alle geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 21