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Kritik an Sportförderung: "Ein Olympiasieger bekommt 20.000 Euro, ein Dschungelkönig
DPA

Die deutschen Schwimmer schneiden in Rio bislang ähnlich enttäuschend ab wie in London. Der Ex-Aktive Markus Deibler schimpft über die schlechte finanzielle Förderung.

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stevenspielberg 12.08.2016, 08:33
50.

Ich finde es befremdlich das manche hier Spitzensport immer noch als ‚Hobby‘ bezeichnen. Um wirklich in der Weltklasse mitzuhalten muss man bei den meisten Sportarten 6 – 8 Stunden am Tag trainieren, und das 6-7 Tage die Woche. Dieser Aufwand ist somit mit einem Vollzeitjob vergleichbar. Natürlich tut es jeder Sportler erstmal für sich, und nicht für sein Land. Aber, abgesehen von Mannschaftssportlern, ist der finanzielle Output ausschließlich erfolgsbasiert. Auslagen wie Reisekosen werden evtl. von einem Verein übernommen, aber von dem bekommt man als Sportler ja kein Geld. Das gibt es nur in Form von Siegprämien, also für Erfolge. Wenn Jugendliche sich für eine Sportlerkarriere entscheiden, ist meistens die finanzielle Unterstützung der Eltern notwendig.
Natürlich gibt es Ausnahmen wie die Marathonläufer Julian Flügel und Anja Scherl, die einen normalen 40-Stunden-Job haben und das Laufen ‚nebenher‘ machen, aber Medaillen sind von denen keine zu erwarten. Und das Volk will ja Sieger sehen, ein 25. Platz wird ja nicht gewürdigt, geschweige denn gefördert!

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cater 24567 12.08.2016, 08:33
51. Dosb

Wer sich über die unglaublichen Zustände im Sport wundert soll einfach mal auf der Website des IOC oder des DOSB schauen, wer die Menschen sind, die die Milliardeneinnahmen verwalten. bei diesem gruseligen Rentnerkabinett kann einen nichts mehr wundern. Die olympische Bewegung gehört der Jugend! Statt dessen wird sie von machtgeilen Rentnern verwaltet

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kritischer-spiegelleser 12.08.2016, 08:34
52. Olympiasiege

sind ja auch nur Randerscheinung des opulenten Treffens der Sportfunktionäre. Da bleibt dann eben nichts übrig. Oder eben der Staat muss zahlen. Schließlich wird ja auch die deutsche Flagge gehisst und das Medaillienranking nach Ländern gezeigt. Vielleicht könnte man ja aber auch die Anzahl der reisenden Funktionäre zugunsten der Sportförderung reduzieren.

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WillyWusel 12.08.2016, 08:35
53. Schwimmen!

... ist ein großartiger Sport. Und wir Deutschen waren mal eine großartige Schwimmnation. Ich erinnere nur an Namen wie Michael Groß, Jörg Hoffmann, Franzi, oder Steffen. Aber die letzten 15 Jahre sind ein einziger gewaltiger Abstieg. Und wenn ich sehe, dass Markus Koch morgens um 5:00 ins Bad muß, um trainieren zu können, dann weiß ich auch, was schief läuft: Wir fördern unsere Schwimmer nicht mehr genug! Im Leistungssport ist Schwimmen eine manchmal sehr monotone Sportart. In jedem Fall eine üble Schinderei. Wer das auf sich nimmt, sollte vernünftig gefördert werden. Er sollte angemessene Trainingsmöglichkeiten haben und keinerlei finanzielle Sorgen. Solange wir das nicht hinkriegen und gleichzeitig wollen, dass deutsche Sportler sauber sind, werden wir keine Schwimmnation sein. Und ich zumindest empfinde das als traurig.

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larss 12.08.2016, 08:37
54. Alternativvorschlag

Dschungelkönig ist auch mehr und besser und ruhmvoller als Rudern in Rio.
Die Rio-"Helden" aus Deutschland würden nach Rückkehr zB in Nordkorea sicher öffentlich ausgepeitscht werden, im Iran gleich gesteinigt. Bei uns sollte man ihnen vielleicht keine Mark für ein Eis geben, weil sie dann noch dickere Schwimmbojen werden. Die Rio-Reiser sollten zufrieden sein und den Mund geschlossen halten. Sie haben dem Vaterland der Schande genug bereitet.

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stevenspielberg 12.08.2016, 08:37
55.

Zitat von wachsame
es sei eine Ehre sein Land zu vertreten. Im Übrigen ist der Vergleich mit dem Dschungelcamp Blödsinn. Hier geht es um etwas völlig anderes.
Worum geht es denn beim Dschungelcamp? Darum, das Volk zu unterhalten?
Der eine unterhält es, der andere vertritt es, ist durchaus vergleichbar, und wirft die Frage auf: Wer tut mehr für die Gesellschaft?

Im übrigen kann Herr Deibler von Ehre seine Kinder nicht ernähren, deswegen verkauft er jetzt ja Eis.

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klausmoskau 12.08.2016, 08:37
56.

Zitat von dbeck90
Sport ist denen ihr Leben geworden, nur um in Olympia zu siegen, und sie bekommen für ihr Lebenswerk nur 20.000 Euro? Lass das bloß keine anderen Länder hören, die werden wieder mal uns auslachen :D So etwas ist eher entwürdigend und ein Grund, nicht an den Spielen teilzunehmen.
20.000 für Gold reicht völlig , wer sich neben dem Sport gut vermarkten kann kann auch Million verdienen siehe Franziska von Almsick , gibt noch andere

denke aber man könnte absolute Spitzensportler durchaus ein Beamtenstatus verleihen und berufliche Perspektive nach dem Sport garantieren , als Sportlehrerin in Schulen bei Behörden - Polizei oder Bundeswehr -

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binkywobrain 12.08.2016, 08:38
57.

Zitat von observerlbg
So sieht es aus in diesem unserem Land. Markus Deipler fühlt sich nun wohl auf St.Pauli und befriedigt die Eisgelüste seiner Kunden. Bekommt dafür Anerkennung und ein einträgliches Auskommen. Und beim Schwimmen? Überflieger wie Phelbs räumen alles ab und unsere Athleten bekommen allenfalls 'n feuchten Händedruck. Kann mal Jemand beziffern, wieviel Stunden man täglich trainieren muss, damit man an der Weltspitze mitmischen kann? Und dann bekommt man dafür bestenfalls die Auslagen ersetzt. Nur die Berufssportler der Bundeswehr bekommen ihren Aufwand einigermaßen bezahlt. Nun denn, erwarten wir ein: Bundesrepublik Deutschland unter ferner liefen.
Tja, wer sind denn die Berufsportler bei der Bundeswehr oder Bundesgrenzschutz?
Die quasi den ganzen Tag nichts tun müssen ausser ihrem Sport nach zugehen? Mit einem durchaus auskömmlichen Gehalt zzgl. Altervorsorge etc.?

Richtig, das sind die Athleten die bei einer Goldmedaille 'nur' 20.000 € bekommen. Das heißt die bekommen ohne jede Medaille jedes Jahr nur für Sport machen mindestens 24.000€ Netto.

Von daher ist die ganze Diskussion vollkommen ohne Hintergrundinformationen. Mal wieder wird ein Artikel plaziert, der nichts wiedergibt ausser der Meinung eines Protagonisten. Es werden keine belegbaren Informationen geliefert, sondern einfach nur eine beliebige Meinung rezitiert.

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hapebo 12.08.2016, 08:40
58. Es gibt Alternativen.

Vielleicht sollte RTL die Olympiade ausrichten,wäre spannend welche Disziplinen ins Programm aufgenommen würden.Beispiel:Zwergenwerfen,Tittenwackeln mit Preisrichter Wendler etc.Vorschläge erwünscht,Preisgeld nach oben offen.

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stevenspielberg 12.08.2016, 08:41
59.

Zitat von In Vino Veritas
Der Dschungelkönig bekommt sicher keinen Obolus vom Steuerzahler.
Der Dschungelkkönig bekommt sein Geld vom Sender. Der Sender bekommt sein Geld von Werbepartnern. Die Werbepartner bekommen ihr Geld vom Kunden. Kunde = Steuerzahler.
Die Intransparenz ist hier der Vorteil des Dschungelkönigs gegenüber dem Olympiasieger!

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