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Kufen-Affäre: Machata von Teamkollegen scharf kritisiert
DPA

Mit der Verleihung seiner Kufen an den russischen Olympiasieger von Sotschi hat sich Manuel Machata keine Freunde im eigenen Team gemacht. Seine deutschen Kollegen haben die Aktion des Bobpiloten jetzt deutlich kritisiert. Machata habe sich "moralisch schwach" verhalten.

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Creedo! 07.03.2014, 12:49
10. ???

Zitat von sysop
Mit der Verleihung seiner Kufen an den russischen Olympiasieger von Sotschi hat sich Manuel Machata keine Freunde im eigenen Team gemacht. Seine deutschen Kollegen haben die Aktion des Bobpiloten jetzt deutlich kritisiert. Machata habe sich "moralisch schwach" verhalten.
Wenn die Kufen so bedeutsam sind, warum hat Machata dann mit diesen Wunderkufen die Olympiateilnahme verpasst?
Man mag sich über Sinn und Unsinn der Kufenweitergabe streiten, aber die Kufen haben sicher nicht den Ausgang der Bobmeisterschaft bei Olympia entschieden. Die deutschen Bobpiloten waren einfach zu schwach. Der beste deutsche Zweierbob ist nur 8er geworden. Haben alle 7 besseren Teams die Kufen von Machata verwendet? Die gleiche FRage stellt sich beim 4er Bob. Bester Platz für die Deutschen war Platz 6. Waren alle 5 besser platzierten Bobs mit Machatas Kufen ausgerüstet? Wohl eher nicht.
Ob Machata grundsätzlich moralisch verwerflich gahendelt hat, unabhängig vom Einfluß der Kufen, kann man dann wohl erst klären, wenn die Vetragsbedingungen des Kauf- od. Leihvertrages zwischen Machata und dem schweizer Kufenhersteller bekannt werden. Alles andere ist reine Spekulation.

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ChildInTime 07.03.2014, 12:54
11.

Zitat von sysop
Mit der Verleihung seiner Kufen an den russischen Olympiasieger von Sotschi hat sich Manuel Machata keine Freunde im eigenen Team gemacht. Seine deutschen Kollegen haben die Aktion des Bobpiloten jetzt deutlich kritisiert. Machata habe sich "moralisch schwach" verhalten.
Ich erinnere mich noch dunkel an einen Vorfall im Biathlon. Da ist einem deutschen Sportler der Ski gebrochen und ein russischer "Konkurrent", der bereits im Ziel war (muss wohl ein Staffelrennen gewesen sein), hat ihm ohne jedes Zögern seinen eigenen Ski als Ersatz gegeben. Der edle Spender wurde kurz darauf im Aktuellen Sportstudio als "echter Sportsmann" präsentiert (ich habe noch den Namen V. Maigurow im Kopf, bin mir aber nicht sicher).

Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen und die "Kollegen" im "Team" mal die alten Aufzeichnungen anschauen.

Außerdem ist es - nach den bisherigen Berichten - noch gar nicht klar, ob Machata aus freien Stücken gehandelt hat oder im Auftrag des Kufeneigentümers, der schließlich mit seinen Kufen machen kann, was er will.

Machata sollte tatsächlich zum jamaikanischen Verband wechseln, und vielleicht sollten seine Kollegen ihre Kufen zukünftig dort aufbewahren, wo keine Sonne hinscheint...

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zippzapp 07.03.2014, 13:02
12.

Man könnte ja noch unken, dass Machata die deutschen Bobfahrer den Sieg gekostet hat, wenn sich nur das russische Team vor ihnen platziert hätte.
Was ist aber mit den anderen Nationen? Kanada, USA, Lettland, Schweiz, Großbritannien? Ich bin mir ziemlich sicher, dass Machata nicht so viele Kufen für Zweier- und Viererbobs im Schrank hat, dass er die alle "versorgen" kann.
Hier wird ganz klar nur ein Sündenbock gesucht, damit der Verband sein eigenes Versagen kaschieren kann. Dass die deutschen Bobs untereinander offensichtlich nicht reden, um als Mannschaft bei Olympia stark zu sein, ist für mich einfach nur lächerlich. Das Ausleihen von Material ist in anderen Sportarten völlig normal. Beim Biathlon oder Langlauf bekommt ein Athlet sofort Ersatz, wenn Ski oder Stock brechen, egal, zu welcher Nation der Trainer gehört.
Aber sollen die so weitermachen. Dann fährt Machata in der nächsten Saison auch persönlich für Russland.

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FKassekert 07.03.2014, 13:09
13. Olympischer Geist

dabei sein ist alles! Ihr muesst ? Medaillen bringen, also hat der Verband fuer das entsprechende Material zu sorgen! Nicht gemacht, eben Deppen die da verantwortlich sind ... Sanktionen, Sanktionen ...

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stollenreiter 07.03.2014, 13:20
14. In dem Team stimmt was ganz arg nicht

Ich habe nichts gegen Christoph Langen, als Rennfahrer war er für mich einer der Größten. Aber als Trainer und Rückhalt der deutschen Bobmannschaft versagt er gerade kläglich. Damit meine ich nicht das miese Abschneiden bei Olympia sondern sein derzeit grenzenloses Schweigen zu dem Thema und das sein Team sich zu solchen obskuren Aussagen hinreißen lässt. Klärt das bitte intern denn jetzt wird es so langsam peinlich und lächerlich wenn Machatas Kufen sowieso nur eine schweizer Leihgabe waren die bei so ziemlich jedem hätten landen können aber das Pech hatten beim Sieger unter zu kommen.

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rotinator 07.03.2014, 13:22
15. Wirkt auf mich,

als ob sich Verband und Aktive ihre eigene Dolchstoßlegende zurechtzimmern.

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doobiebrother 07.03.2014, 13:30
16. scheinheilig...

anscheinend darf man nur losern material geben, wenn irgendwelche dritte welt länder für olympia von deutschen verbänden mit schuhen etc ausgesgattet wird, wird das als humaner akt gerpiesen, anscheinend aber nur, solange sie damit hinter her laufen... wenn sich dann jemand erdreistete mit material eines deutschen zu gewinnen ist es ein skandal...

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colinchapman 07.03.2014, 13:31
17. Das Drama hinter dem Drama :

Nach der Insolvenz der DSG Dresden mußten alle deutschen Sportler in Sotchi mit Material der FES Berlin antreten. Deren Material hat sich als nicht wettbewerbsfähig erwiesen. Die Kufen, die Machata weiter gereicht hat, waren keine deutschen, sondern schweizer Kufen gewesen. deutlicher als auf dem Weg konnte man nicht klar machen, dass die FES Berlin die jüngsten Entwicklungen auf dem Sektor verpaßt hat. Das vordergründige Drama ist, dass Machata einen Konkurrenten der deutschen Bobs gestärkt hat. Das hintergründige Drama ist aber, dass damit erwiesen ist, dass die FES Berlin weder die besten Bobs noch die besten Kufen herstellt. DORT gehören Weichen anders gestellt, statt den Indikator hierfür (Machata) zu blackmailen.

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frau_flora 07.03.2014, 13:50
18. Stimmt!

Zitat von ChildInTime
Ich erinnere mich noch dunkel an einen Vorfall im Biathlon. Da ist einem deutschen Sportler der Ski gebrochen und ein russischer "Konkurrent", der bereits im Ziel war (muss wohl ein Staffelrennen gewesen sein), hat ihm ohne jedes Zögern seinen eigenen Ski als Ersatz gegeben. Der edle Spender wurde kurz darauf im Aktuellen Sportstudio als "echter Sportsmann" präsentiert (ich habe noch den Namen V. Maigurow im Kopf, bin mir aber nicht sicher). Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen und die "Kollegen" im "Team" mal die alten Aufzeichnungen anschauen. Außerdem ist es - nach den bisherigen Berichten - noch gar nicht klar, ob Machata aus freien Stücken gehandelt hat oder im Auftrag des Kufeneigentümers, der schließlich mit seinen Kufen machen kann, was er will. Machata sollte tatsächlich zum jamaikanischen Verband wechseln, und vielleicht sollten seine Kollegen ihre Kufen zukünftig dort aufbewahren, wo keine Sonne hinscheint...
Daran habe ich mich auch sofort erinnert. Aber da hat ja ein Deutscher vom Fair Play profitiert...

http://www.spiegel.de/sport/sonst/ma...s-a-17468.html

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deus-Lo-vult 07.03.2014, 14:00
19.

Zitat von sysop
Mit der Verleihung seiner Kufen an den russischen Olympiasieger von Sotschi hat sich Manuel Machata keine Freunde im eigenen Team gemacht. Seine deutschen Kollegen haben die Aktion des Bobpiloten jetzt deutlich kritisiert. Machata habe sich "moralisch schwach" verhalten.
Bei Olympia versagen, und dann auch noch auf's Übelste nachtreten.
Da krassiert wohl die Angst, die Sporthilfe könnte Gelder streichen, oder man könnte gar komplett aus dem Team fliegen, was?

Man hätte Machata einfach früh genug nach den Kufen fragen können. Er war und ist nicht verpflichtet diese feil zu bieten.

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