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Kugelstoßerin Kleinert: "Ich habe so die Schnauze voll"
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Nadine Kleinert war fast 20 Jahre lang eine der besten Kugelstoßerinnen der Welt. Mit Medaillen und großen Titeln wurde das aber nur selten belohnt - weil immer wieder Konkurrentinnen vor ihr lagen, die später wegen Dopings erwischt wurden. Für die verlangt Kleinert jetzt lebenslange Sperren.

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kabian 02.08.2013, 10:26
10. Hoffentlich hat die nächste Generation eine Chance

Die Forderung einer lebenslangen Sperre ist leider zu wenig. Alle Gewinne und Sponsorenverträge sollten wieder zurück, bzw. dem nächst besten Athleten zuerkannt werden. Bis jetzt ist der Hauptanreiz des Dopens der enermo finanzielle Gewinn. Zusätzlich eine 2 Jahre Freiheitsstrafe ohne Bewährung würde die Abschreckung perfeckt machen.
Wieso wird das nicht durchgesetzt? Macht es den Verantwortlichen Spaß den Dopernständig hinterher zu laufen? Oder hat sich da etwas lukratives entwickelt?

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sam07 02.08.2013, 10:36
11. Gier, Egoismus und Dummheit der Rezipienten

So lange die Veranstalter, Medien, Verbände, Vereine, Unternehmen, Mediziner, Städte etc. viel Geld mit dem Spitzensport verdienen, viel mehr als der Gedopte selbst, wird sich nichts ändern. Was haben Armstrong, Ullrich, Zabel usw. den internationalen Medien, Fahrradherstellern, Veranstaltern, Sponsoren etc. für Gewinne verschafft? Sie dürften in die Milliarden gehen. Dass die Aktiven auch daran partizipieren wollen, ist doch nur allzu verständlich, schließlich sind sie es, die ihren Körper ruinieren und die im Aufklärungsfall dem Publikum zum Fraß vorgeworfen werden. Es ist keine Frage des Dopings, sondern der Ethik, wie die Menschheit damit umgeht. Jeden Tag wird uns eingetrichtert, dass nur Höchstleistungen zählen. Der Zweite ist ja schon der erste Verlierer. Und so lange wir wohlig schaudernd am Fernseher verfolgen, welche unmenschlichen Leistungen von Athleten vollbracht werden, so lange sollten wir einfach die Fresse halten! Der normale "kleine" Bürger hätte so viel Macht, wenn er solidarisch wäre. Aber er ist zu dämlich und zu bequem, diese zu nutzen. Schaltet doch die Fernseher einfach nicht ein und bleibt den Veranstaltungen fern! Aber Brot und Spiele haben schon immer funktioniert, da sieht man gerne über die Hintergründe hinweg.

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Vollklappspaten 02.08.2013, 10:41
12. Money makes the world go around

Zitat von sysop
Nadine Kleinert war fast 20 Jahre lang eine der besten Kugelstoßerinnen der Welt. Mit Medaillen und großen Titeln wurde das aber nur selten belohnt - weil immer wieder Konkurrentinnen vor ihr lagen, die später wegen Dopings erwischt wurden. Für die verlangt Kleinert jetzt lebenslange Sperren.
Solange sich irgendjemand, durch irgendeinen Betrug, einen irgendwie gearteten Vortel (finanziell, Status, Macht usw.) verschaffen kann, wird es jemanden geben der dies tut.
Es ist btw völlig egal ob er selber, oder andere dabei zu Schaden oder auch zu Tode kommen.
Gier ist die mächtigste Triebfeder der Menschheit.

Ich habe schon vor 10 Jahren die Meinung vertreten das, sollte es sich finanziell lohnen Scheisse in Babynahrung zu mischen, wird es jemand machen, ob die Babys daran verrecken oder nicht.
Und siehe da, 2008 macht es jemand tatsächlich, obwohl es erwiesen war, das Melamin gerade für Kleinkinder extrem gefährlich ist.
Die Welt in der wir leben kotzt mich manchmal so dermaßen an....

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tomkey 02.08.2013, 10:46
13. Harte Bestrafung

Zitat von marinusvanderlubbe
es hilft nur eins: beim ersten mal, bei dem ein sportler erwischt wird, sofort lebenslang sperren.
Da schließe ich mich an. Dazu strafrechtliche Konsequenzen mit Freiheitsentzug für alle Beteiligten, keine Bewährung und selbstverständlich die nachweisbar ergaunerten Prämien zurück.

Diese Forderung kommt von den Radsportlern Marcel Kittel, John Degenkolb und Tony Martin.

Ich sehe das als einzig konsequenten Ausweg, der kommen muss, wenn es die Gesellschaft wirklich will. Das schließt natürlich nicht aus, dass trotzdem gedopt wird. Aber es wirkt garantiert abschreckend.

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statussymbol 02.08.2013, 10:58
14.

Zitat von Niamey
Ich würde fast beahupten wollen, dass auch im Fußball fleißig gedopt wird, wenn Spiele nicht gerade verkauft werden. Das System ist halt so.....
Und was sollte man da "dopen"?

Fußball lebt als Sport zu ich sag mal circa 85% von Technik am Ball und Taktik (wer läuft wann wohin usw., Konterbewegungen, Pressingbewegungen, Kurzpassspiel etc.).

Was sollte man also "dopen"?

Anabole Steroide zum Muskelzuwachs? Bringt erstens im Spiel herzlich wenig (eher nachteilhaft), ist recht gut nachweisbar und es gibt kaum einen Spieler
der wirklich so muskulös ist dass er Steroide bräuchte. Selbst Shaqiri ist in einem Fitnesszustand den ich auch nach 2 Jahren Fitnesstudio _ohne_ jegliches Doping hatte.

Was gäbe es also noch EPO-Doping um die Ausdauer zu erhöhen, wie eben die Leichtathleten? Möglich - aber die Sprints und gelaufenen Kilometer der Spiel sind kein Wunder
(schaffe ich als Hobbysportler größtenteils auch). Ergo spricht ziemlich viel offensichtliches dafür, für jemanden der zumindest ein bisschen Ahnung hat,
dass dort eher nicht gedoped wird.

Manipulation von Spielen zum Wettbetrug ist schon wieder eine andere Sache.

Abgesehen davon ist Doping im Fußball deswegen schon schwer, weil im Gegensatz zu anderen Sportarten bei denen z.T. nur vor/bei Wettkämpfen geprüft wird
die Saison und Turniere nahezu das ganze Jahr über durchgehend stattfinden und es deswegen kaum Wochen/Monate gäben in denen man sich "aufdopen" könnte ohne geprüft zu werden.

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statussymbol 02.08.2013, 10:59
15.

Zitat von tomkey
Da schließe ich mich an. Dazu strafrechtliche Konsequenzen mit Freiheitsentzug für alle Beteiligten, keine Bewährung und selbstverständlich die nachweisbar ergaunerten Prämien zurück. Diese Forderung kommt von den Radsportlern Marcel Kittel, John Degenkolb und Tony Martin. Ich sehe das als einzig konsequenten Ausweg, der kommen muss, wenn es die Gesellschaft wirklich will. Das schließt natürlich nicht aus, dass trotzdem gedopt wird.
Genau, die Abschreckung durch teils drakonische Strafen kann man im Justizsystem der USA sehr schön sehen. Schenkelklopfer!

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badbartboy 02.08.2013, 11:00
16. Foto 5: Gänsehaut!

Oleg und Victor wurden von Funktionären mit Kinderschminke und alten, verlausten Perücken getarnt, die Westberliner in den 70ern nach durchzechtem Fasching ohne zu ahnen, dass dieses Kunsthaargewölle vierzig Jahre später eine olympische Rolle spielen würden, arglos über die Mauer geworfen haben.

Man munkelt zudem, dass die Russen ihre Kraftathleten noch immer in alten Gurkengläsern aus Tschernobyl züchten.

Wegen solch schauriger Attraktionen ist Kugelstoßen alle vier Jahre ein Monsterspaß. Denn man bekommt angesichts der äußerst verwirrenden Geschlechtsmerkmalskombinationen zuverlässig eine Gänsehaut verpasst und freut sich zugleich auf den nächsten Christopher-Street-Day, um seine Urteilsfähigkeit anhand zusätzlicher Probanten überprüfen zu können.

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niroclean 02.08.2013, 11:02
17. Sportler sollen Vorbilder sein.....

... und das kann nur funktionieren wenn nicht der Sieger wird der sich unerlaubter, leistungssteigernder Mittel bedient.Ich kann Frau Kleinert sehr gut verstehen, sie hat sich jahrelang gequält und sehr gute Leistungen gebracht, aber immer sind die "unsauberen" Konkurrentinnen an ihr vorbeigezogen. Wenn der Sport wieder Vorbild sein soll, dann müssen konsequente Dopingkontrollen ausgebaut und mit genügend finanziellen Mitteln ausgestattet werden - einwandfrei überführte "Doper" müssen mit sofortiger Wirkung und unter Aberkennung aller erworbenen Siege lebenslang gesperrt werden. Nur solche drastischen Maßnahmen können auf Dauer den Sumpf des Dopings austrocknen.

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u_s 02.08.2013, 11:02
18. Die Mär vom sauberen Leistungssport...

Es wird keinen suaberen Sport geben, solange es um dermassen viel Geld und angebliches Prestige geht. Das ist zwar schade, ist aber IMHO systemimmanent und nicht zu ändern. Es sei denn, man boykotiert diese Fleischbeschau und deren Finanziers konsequent.

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badbartboy 02.08.2013, 11:02
19. Foto 5: Gänsehaut!

Oleg und Victor wurden von Funktionären mit Kinderschminke und alten, verlausten Perücken getarnt, die Westberliner in den 70ern nach durchzechtem Fasching ohne zu ahnen, dass dieses Kunsthaargewölle vierzig Jahre später eine olympische Rolle spielen würden, arglos über die Mauer geworfen haben.

Man munkelt zudem, dass die Russen ihre Kraftathleten noch immer in alten Gurkengläsern aus Tschernobyl züchten.

Wegen solch schauriger Attraktionen ist Kugelstoßen alle vier Jahre ein Monsterspaß. Denn man bekommt angesichts der äußerst verwirrenden Geschlechtsmerkmalskombinationen zuverlässig eine Gänsehaut verpasst und freut sich zugleich auf den nächsten Christopher-Street-Day, um seine Urteilsfähigkeit anhand zusätzlicher Probanten überprüfen zu können.

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