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Leichtathletikstar Semenya: Sie will nur laufen
imago/ Xinhua

Caster Semenya ist ein Weltstar im Laufsport - und gleichzeitig begleitet sie der Argwohn von Verband und Konkurrenz, Fragen nach ihrem Geschlecht. Über den unwürdigen Streit um ihre hohen Testosteronwerte.

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jsavdf 01.05.2019, 10:01
1. Ich verstehe beide Seiten nicht

Wenn man eine DNA Analyse machen ließe, dann kann zweifelsfrei das Geschlecht festgestellt werden. Also machen und dann ist Ruhe.
Dass die IAAF dann Testosterongrenzen einführt ist Schwachsinn. Wenn ein weiblicher Körper eben in dem Maß Testosteron produziert, dann ist das eben so. Es ist ihr in die Wiege gelegt worden.
Dafür kann sie nichts. Sie scheint unter den Vorraussetzungen eben die Beste zu sein.

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jetbundle 01.05.2019, 10:06
2. Dumme Diskussion

Spitzensportler sind fast immer körperlich "nicht normal", sonst wären sie nicht Spitzensportler. Wenn Semenya nun (auf natürliche Weise) einen besonders hohen Testosteronspiegel hat, dann ist das halt ihr Glück. Auch wenn es natürlich zig Definitionen des Geschlechts gibt kann man es doch angesichts dessen im Sport ganz einfach machen: XY = Mann, XX = Frau. Ein kleiner Gentest, und das Thema ist erledigt. Ach ja, und öffentliche Diskussionen über das Geschlecht von Sportlern sind einfach nur unwürdig.

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Susi64 01.05.2019, 10:06
3. Biologische Vorteile/Unterschiede

Natürlich ist es schwierig immer mit dieser Frage zu leben ob sie eine "richtige" Frau ist. Allerdings ist diese Frage eben auch relevant, da schon Sportlerinnen ausgeschlossen wurden, weil sie eben keine "richtigen" Frauen waren. Prinzipiell ist sehr wohl auch die Frage relevant inwieweit Transgender-Frauen an Frauen-Wettbewerben teilnehmen dürfen. Das Problem ist schon die Fairnis gegenüber Frauen, die eben einen biologisch bedingt schwächeren Körper haben als Männer.

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unglaeubig 01.05.2019, 10:17
4. Wenn man keine Ahnung hat...

‚Außer Ihr glänzt nicht viel in der Südafrikanischen Leichtathletik‘

Sorry, aber das ist Blödsinn. Südafrika war bei den letzten Leichatathletik-Weltmeisterschaften auf Rang 3 des Medaillenspiegels. Sie haben unglaublich gute Weitspringer und Sprinter. Wayde van Nykerk und Luvo Manyonga dominieren ihre Disziplinen. Ehrlich, wenn ich meinen Job so mache wie dieser Journalist, bekomme ich eine Abmahnung. Ärgerlich!

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Lisa_can_do 01.05.2019, 10:35
5. einfache Sache

Schwarz + Frau + aus Afrika: schlechter könnten die Voraussetzungen nicht sein. Es wird keinen fairen Prozess geben. Es werden weiße alte Männer aus der westlichen Welt entscheiden. Währenddessen schauen wir zu auf so viele Sportarten, die uns lieb sind, und bei denen nachweislich gedopt wird, sei es über Hormone oder Blutprodukte.

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The Restless 01.05.2019, 10:48
6. Das Leben ist nicht fair

daher werden im Sport immer diejenigen vorn sein, denen es in die Wiege gelegt wurde. Zufällig können wir den Testosteronspiegel mit Medikamenten verändern - soll das ein Grund sein, die Sportlerin dazu zu zwingen? Ich dachte immer, all die Anti-Doping Diskussion ginge darum, zu verhindern, dass die Leistungsfähigkeit des Sportlers mit Medikamenten beeinflusst wird. Seid konsequent und lasst sie in Ruhe laufen - die biologische Uhr wird das Problem in absehbarer Zeit lösen und ein anderes Supertalent nach vorn bringen.

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Keene Ahnung 01.05.2019, 11:23
7.

Zitat von The Restless
Wayde van Nykerk daher werden im Sport immer diejenigen vorn sein, denen es in die Wiege gelegt wurde. Zufällig können wir den Testosteronspiegel mit Medikamenten verändern - soll das ein Grund sein, die Sportlerin dazu zu zwingen?
Es geht in dem Fall nicht um Genetische Vorteile. Es geht dabei um die Einteilung in die vorhandenen Geschlechterklassen! Hätte man keine Trennung der Geschlechter, würde es diesen Prozess nicht geben. Man hat sie aber und sie müssen umgesetzt werden.
Der Grund für die unterschiedlichen Geschlechterklassen im Sport ist die Körperlich größere Leistungsfähigkeit der Männer. Man möchte also erreichen, dass auch Frauen im Sport gewinnen können. Es ist also wichtig, dass die Kategorie "Frau" von in Kraft, Ausdauer ... genetisch ihnen überlegenen Männern getrennt wird. Und nun ist man an einem Problem, in dem Mann das Geschlecht "Frau" definieren muss. Die Regeln sind recht alt und kennen nur die 2 Geschlechter. Tatsächlich sagen Wissenschaftler, sind die 2 Geschlechter nur Extremwerte und dazwischen gibt es auch viele Geschlechter. Semenya gehört zu einem dieser. Ist es nun fair, dass sie bei Frauen startet und überlegen ist und damit dem Gedanken der Geschlechtertrennung ad absurdum führt? Oder wäre es fair sie als Mann starten zu lassen. Oder wäre es fair zu erwarten eine Angleichung an den Extremwert Frau zu erwarten...
Wie gesagt, dass hat überhaupt nichts mit Vorteilen wie Körpergröße, Lungenvolumen, Beinlänge, Armlänge, günstige Hebelverhältnisse, höheren Hormonspiegel ... zutun.

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chipart 01.05.2019, 11:59
8. Das Kernproblem ist ein ganz Anderes...

Die binäre Trennung in "Mann" und "Frau" die im Sport praktiziert wird ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Nicht biologisch und erst Recht nicht sozial. In fast allen Lebensbereichen ausser dem Sport gilt es heute sogar als extrem Rückständig, diese binäre Geschlechterdefinition aufrecht halten zu wollen.
Das Problem ist nur, dass der (Frauen-)Sport fundamental auf diese binäre Geschlechtersicht aufbaut. Ob eine Teilnehmer*in mit einer Zeit von 10,71Sekunden über 100m eine Olympische Goldmedaille bekommt oder in der Vorrunde klar ausscheidet hängt einzig und alleine an einer einzigen Frage: Das binäre Geschlecht.
So lange keiner eine bessere Idee hat - die nicht dazu führt, dass die meisten Sportarten nur noch von Männern betrieben werden - müssen wir mit Grenzfällen wie Fr. Semenya leben!

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jonathankoschera 01.05.2019, 12:05
9. Agenda?

Zitat von Lisa_can_do
Schwarz + Frau + aus Afrika: schlechter könnten die Voraussetzungen nicht sein. Es wird keinen fairen Prozess geben. Es werden weiße alte Männer aus der westlichen Welt entscheiden. Währenddessen schauen wir zu auf so viele Sportarten, die uns lieb sind, und bei denen nachweislich gedopt wird, sei es über Hormone oder Blutprodukte.
Bevor man so ein Kommentar schreibt und immer von der beschriebenen Viktimisierung ausgeht, könnte man ja auch mal schauen, wer im IAAF Komitee sitzt
https://www.iaaf.org/about-iaaf/structure/council
In einer rationalen Diskussion könnte man einfach darüber reden, ob weibliche Athleten über ihre Chromosomen oder über den Testosteronwert als weibliche Athleten gelten. Einen Standpunkt dazu gibt es eben. Die Frage ist eben ob man lieber Frauen (sex) oder Frauen (gender) benachteiligen will.

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