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Leipzig-Derby Chemie vs. Lok: "Fußball wurde heute wenig gespielt"
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Das Leipzig-Derby wurde im Vorfeld zum Hassduell stilisiert, doch die Partie Chemie gegen Lok zeigte vor allem eins: Fußballerisch sind in der Stadt andere besser. Mehr hatten da die Fans drauf.

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plasmopompas 13.11.2016, 22:31
1.

Mein Gott, was für ein Brimborium um so schlechten fußball!

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stumpen89 13.11.2016, 22:51
2.

Also der Analyse zum Spiel und zum Spieltag stimme ich soweit zu. Vorallem das Aufenthaltsverbot für ca. 150 'Gewalttäter Sport' war bemerkbar.
Mir fehlt allerdings die schwere Straftat, die abseits des Alfred-Kunze-Sportparks stattfand: die Wohnung eines mutmaßlichen Lok-Anhängers und Hooligans, der mutmaßlich beim Überfall auf Connewitz im Januar 2016 beteiligt war, wurde von einer Gruppe Vermummter, mutmaßlich Linksradikaler, gestürmt und verwüstet. Das ganze wurde martialisch in einem Video festgehalten, das man frei im Netz ansehen kann. Die LVZ berichtete.

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NightToOblivion 14.11.2016, 01:12
3. RBL hat schon lange die Massen

Viel Aufwand und Geld für ein immer unwichtiger werdendes Spiel von Leuten die davon Träumen Leute an Brücken zu hängen.
Die meisten in der Stadt hat's am Ende nicht gejuckt und man hat nur gehofft dass nicht so viel kaputt geht.
Das spielt die BSG von 1997 und der 2. Lokomotive Leipzig gegeneinander und irgendwie war RB Leipzig trotzdem da.

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Liwjatan 14.11.2016, 01:44
4.

Wer bezahlt diesen Wahnsinn eigentlich? Hat mit Tradition nichts mehr zu tun, zum allgemein Wohl sollte man überlegen gewisse Vereine einfach zu verbieten. Gerade Lok Leipzig stand immer wieder mit negativen Fanverhalten im Fokus, das sollte auch mal Konsequenzen haben.

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guettl1 14.11.2016, 06:56
5. Grandios

Fußballerisch war dieses einzig wahre Leipziger Derby wirklich kein Leckerbissen. Das erwarte ich allerdings auch nicht, wenn 4. gegen 5. Liga spielt. Emotional und stimmungstechnisch war es jedoch eine Augenweide. Eben Fußball in seiner ureigensten Form: Volkssport, wie ihn die meisten Fans offen oder heimlich lieben.
Schön, daß es so etwas hin und wieder noch gibt.
Dynamische Grüße aus Dresden

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gerd.leineune 14.11.2016, 08:02
6.

Zitat von
doch die Partie Chemie gegen Lok zeigte vor allem eins: Fußballerisch sind in der Stadt andere besser
Ob mutwillig oder nicht, so eine Aussage ist schon ziemlich bösartig und verkennt die grundlegende Andersartigkeit der drei angesprochenen Vereine.

RB ist faktisch nur franchise. Beliebige Stadt gesucht, Startrecht für hohe Liga und dann entsprechend überqualifizierte Spieler auf Teufel komm raus eingekauft.
RB hat in seinem 24-köpfigen, hochprofessionellen Kader gerade mal 12 deutsche Spieler, von denen 3 keine einzige Spielminute (für die Erste) auf dem Platz standen.
Von den verbleibenden 9 kommt kein eiziger aus Leipzig, nicht einmal aus der Region oder überhaupt aus dem Osten. Bayern, NRW, Bawü... das Näheste ist noch Hessen.

Bei Lok spielen 23 Leute, von denen 21 Deutsche sind. Davon wiederum kommen 2 direkt aus Leipzig und der Rest aus un- oder mittelbarer Umgebung. Für die meisten ist Leipzig die erste erwähnenswerte Spielstation (im Gegensatz zum Nomadenvolk von RB). Soviel zum Thema regionale Ausbildung...

Bei Chemie sieht das ganze noch einen Tacken regionaler aus.

Dass die Trainingsbedingungen natürlich auch um Welten auseinanderliegen, dürfte klar sein und wenn man seine 40h-Woche schrubbt (als Nicht-RB-ler), und dann noch 3 bis 4x die Woche Training hat ... ist die Priorität zwischen Beruf und Training auch geklärt.

Man muss sich das einfach vor Augen führen. Wenn ich richtig guten, höchstklassigen Fussball sehen möchte, (übertrieben gesprochen) am Rande der menschlichen Fähigkeiten, dann schaue ich NATÜRLICH keine Regional-vs-Oberligapartie an.

Aber dann habe ich NATÜRLICH auch null Komma gar kein persönliches Verhältnis zu dem Klub, den Spielern, oder irgendwas Zwischenmenschlichem. Dann kann man auch Weltauswahl A sponsored by ... dieses Jahr in Stadt ... gegen Weltauswahl B sponsored by ... dieses Jahr in Stadt ... spielen lassen.

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mario_leipzig 14.11.2016, 08:11
7. Derby

wer sich noch an Derbys zwischen den beiden Vereinen erinnern kann wird bestätigen, dieses war keins.
Stumpfsinniger Singsang von "Ultras". Die Stimmung im Keller. Die jungen Spieler überfordert von der
von aussen hineingetragenen Erwartungshaltung. Die alten Zeiten sind definitiv und schon lange vorbei.

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tomkey 14.11.2016, 08:25
8. Alles Leipzig außer Rasenballsport

Beitrag 6 volle Zustimmung. Wer hat denn erwartet, dass da Fußball auf höchstem Niveau stattfindet? Und wer gestern im Alfed-Kunz sportpark zum Derby war, der geht wohl kaum regelmäßig zu Rasenballsport. Der will Fußball sehen und keine Show. Es lebe der Leipziger Fußball!

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_derhenne 14.11.2016, 08:43
9.

Von einem Pokalspiel und Stadtderby zwischen einem 4. und 5. Ligisten einen fußballerischen Leckerbissen zu erwarten, kann auch nur traurigen Medienvertretern einfallen, die auf den großen Knall gehofft haben und leider enttäuscht wurden:

Schade, diesmal nicht eskaliert, und wir hätten so gern Bürgerkriegsvideos gedreht! Und das nach so einer weiten Anreise, extra aus Hamburg... und dann spielen diese 4. und 5. Ligisten (bei Chemie übrigens Werktätige!) auch noch schlechteren Fußball als die Millionentruppe von Red Bull! Frechheit!

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