Forum: Sport
Liverpool im Champions-League-Finale: Überraschung!
DPA

Der FC Liverpool ist ein Überraschungsgast im Endspiel der Champions League. Der Einzug ist aber verdient: Kein anderes Team spielt so wuchtig nach vorne. Diese Offensivpower soll nun Real Madrid bezwingen.

Seite 1 von 6
cirus27 03.05.2018, 09:11
1. schon als kind war ich liverpool-fan, unvergeßlich, wie...

...kevin keegan berti vogts knoten in die beine gespielt hat...
hoffentlich ist die glückssträhne für die madrilenen jetzt vorbei.
glückauf, jürgen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gnarze 03.05.2018, 09:26
2. Überraschung?

In der Vorrunde gegen Sevilla(2x Unentschieden), Moskau und Maribor - Achtelfinale gegen Porto, Halbfinale gegen Rom. Ein glänzendes Spiel gegen City.

Der Fußballgott hat es bei der Auslosung nicht unbedingt schlecht mit den Reds gemeint.

Wünsche ihnen alles Gute, aber bei der Abwehr schwant mir gegen Real nichts Gutes - zumal die Abwehrspieler der Königlichen doch um einiges ausgebuffter sind als die von Rom.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kajoter 03.05.2018, 09:39
3.

Natürlich drücke ich Liverpool die Daumen, weil ein weiterer Erfolg Reals einfach langweilig wäre. Genauso langweilig, wie die deutsche Meisterschaft der Bayern oder der Abstieg von Köln. Dem Fußball sind die Überraschungsmannschaften fast vollständig abhanden gekommen und Liverpool bringt gerade eine neue Farbe in das Spiel. Sehr schön.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
at.engel 03.05.2018, 09:42
4.

Mein erster Gedanke war: 80 Millionen allein für einen einzigen Mann, und dann immer noch keiner vernünftige Abwehr... Wer soll da denn noch mithalten?! Selbst gute Clubs in anderen Ligen haben da einfach Null Chancen.
Mein zweiter war dann, dass Klopp vielleicht schaun sollte, die Champions League dieses Jahr zu gewinnen. Denn da gibt es noch ein paar andere Clubs, die über den Sommer wahrscheinlich "aufrüsten" müssen (teilweise altersbedingt) - Barcelona, Manchester City, Paris Saint Germain und natürlich auch Real Madrid - und wenn die erst mal das Scheckheft ziehen, sind Salah, Firmino und andere in ein paar Monaten weg (vor allem, wenn Liverpool das Finale nicht gewinnt). Und dann schaut Liverpool schon wieder ganz anders aus.
Ich finde diesen Scheckheft-Fußball ehrlich gesagt ensetzlich, aber die großen Clubs haben es so gewollt - einschließlich der Bayern übrigens, die da auch nicht mehr mithalten können.
Und die Dortmunder, die dürfen sich dann das Finale im Clubhaus anschaun und sich ein Poster von Klopp übers Bett hängen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cava63 03.05.2018, 10:25
5. Finanziell mithalten?

Ich weiß ja nun nicht, wie lange Sie sich schon mit Fußball beschäftigen. Also rekapituliere ich mal:
Ende der 60er waren die Bayern zwar aufstrebend (Europacup der Pokalsieger), aber selbst in München nur die zweite Kraft.
Das änderte sich in den 70ern, mit den 3 CL-Siegen (evtl. für Sie: Hieß damals Europacup der Landesmeister), und der Dauer-Rivalität mit Gladbach. Die Jahrhundertmannschaft aus überwiegend eigenem Nachwuchs machte den FC Bayern auf Dauer zu einem der erfolgreichsten Clubs in Europa, verursachte aber auch Schulden. Damals gab es weder volle Stadien noch üppige Fernsehverträge.
Uli H. schuftete 10 Jahre daran bis weit in die 80er hinein, diese Schulden - u.a. mit dem Verkauf von Rummenigge nach Italien - zu tilgen.
In den 90ern kam der FC Bayern zu Wohlstand, teils durch Inoovationen bei der internationalen Vermarktung, Merchandiding usw., während die Liga-Konkurrenz noch im Dornröschenschlaf lag. International allerdings war der FC Bayern aber auch in den 90ern ein Verkäufer, Kohler, Reuter und andere Stars konnten nicht gehalten werden.
Am Zahlungskräftigsten war damals tatsächlich der BVB. Der schaffte es dann auch, mit Hilfe von Schulden o.g. Spieler zurückzuholen, und verdiente durch den Erfolg in der CL auch zeitweise richtig Geld - während der FCB richtig zurückfiel.
Erst Ende der 90er - eigentlich nach dem tragisch verlorenen Finale gegen Manchester - ging bei Bayern die Post ab. Zu den international "Reichsten" wie den spanischen Clubs (Real staatsfinanziert, bei uns zum Glück undenkbar) oder den Engländern (Oligarchen, Scheichs, US-Investoren, irrsinnige Fernsehverträge) gehörte der FC Bayern aber nie.
Das heißt, daran hat sich nichts geändert. Dass der FC Bayern trotzdem bis heute einer der allerbesten und erfolgreichsten Clubs weltweit ist, verdient umso mehr Hochachtung und Respekt, der ihm auch überall (außer typischerweise im eigenen Land) entgegengebracht wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
riotaxista 03.05.2018, 10:29
6. Das war wohl dieses Glück, das Klopp ansprach...

Im Elfmeterschießen zwischen Real Madrid und Bayern ist Marcelo ein "Übeltäter". In diesem Fall werden 2 Strafen nicht angekündigt, aber der deutsche Klopp kann einfach über Glück reden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ProbeersEinfach 03.05.2018, 10:59
7.

Zitat von cava63
Ich weiß ja nun nicht, wie lange Sie sich schon mit Fußball beschäftigen. Also rekapituliere ich mal: Ende der 60er waren die Bayern zwar aufstrebend (Europacup der Pokalsieger), aber selbst in München nur die zweite Kraft. Das änderte sich in den 70ern, mit den 3 CL-Siegen (evtl. für Sie: Hieß damals Europacup der Landesmeister), und der Dauer-Rivalität mit Gladbach. Die Jahrhundertmannschaft aus überwiegend eigenem Nachwuchs machte den FC Bayern auf Dauer zu einem der erfolgreichsten Clubs in Europa, verursachte aber auch Schulden. Damals gab es weder volle Stadien noch üppige Fernsehverträge. Uli H. schuftete 10 Jahre daran bis weit in die 80er hinein, diese Schulden - u.a. mit dem Verkauf von Rummenigge nach Italien - zu tilgen. In den 90ern kam der FC Bayern zu Wohlstand, teils durch Inoovationen bei der internationalen Vermarktung, Merchandiding usw., während die Liga-Konkurrenz noch im Dornröschenschlaf lag. International allerdings war der FC Bayern aber auch in den 90ern ein Verkäufer, Kohler, Reuter und andere Stars konnten nicht gehalten werden. Am Zahlungskräftigsten war damals tatsächlich der BVB. Der schaffte es dann auch, mit Hilfe von Schulden o.g. Spieler zurückzuholen, und verdiente durch den Erfolg in der CL auch zeitweise richtig Geld - während der FCB richtig zurückfiel. Erst Ende der 90er - eigentlich nach dem tragisch verlorenen Finale gegen Manchester - ging bei Bayern die Post ab. Zu den international "Reichsten" wie den spanischen Clubs (Real staatsfinanziert, bei uns zum Glück undenkbar) oder den Engländern (Oligarchen, Scheichs, US-Investoren, irrsinnige Fernsehverträge) gehörte der FC Bayern aber nie. Das heißt, daran hat sich nichts geändert. Dass der FC Bayern trotzdem bis heute einer der allerbesten und erfolgreichsten Clubs weltweit ist, verdient umso mehr Hochachtung und Respekt, der ihm auch überall (außer typischerweise im eigenen Land) entgegengebracht wird.
Besonders die letzten Zeilen sind wichtig. Der Deutsche Fußballfan der nicht Bayern angehört ist schon oft ein Neider und wenn dann noch der Frust dazugekommt, dass die eigene Mannschaft nichts auf die Reihe kriegt, kommt noch Hass dazu, der sich in unflätigen und lächerlichen Postings entlädt.

Ich lese Foreneinträge und Diskussionen deswegen nur noch international, dort wird sachlicher und ohne pathologische Abneigung diskutiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
toll_er 03.05.2018, 11:16
8. Gunst der Stunde

Der FC Liverpool hat international gerade einen Lauf. Und das hat er, obwohl es eine Menge an "Klopp-Nörglern" gibt, eben dem Trainer Klopp zu verdanken. Das wird nicht ewig anhalten. Es gibt nur wenige Trainer, die auf Dauer eine Mannschaft an der Spitze halten können. Rechtzeitiger Wechsel, wie auch der von Herrn Klopp von Dortmund nach Liverpool, ist dann angesagt. Das hält den Fußball lebendig. Und den Liverpoolern zuzusehen, das macht im Augenblick Freude. Euphorie, Spielwitz, Spielwille, auch wenn die zum Teil gravierenden Mängel, gerade in der Abwehr nicht zu übersehen sind... vielleicht trägt und reicht das auch im Endspiel. Ich würde es ihnen wünschen. Und was die Finanzierung des weltweiten Fußballs angeht: Ja, kaum erträglich, was da wie an Summen gehandelt wird, aber: warum soll ich mit nach unten gezogenen Mundwinkeln rummeckern, wenn ich mir schöne und spannende Spiele anschauen kann?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spadoni 03.05.2018, 11:43
9. cava63

Mein Gott, welche Lobeshymnen auf den FC Bayern. Man mag ja, wie Sie, Bayern Fan sein, aber das ist dann doch des Guten etwas zuviel!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6