Forum: Sport
Löw über Özil: "---"
Bongarts/Getty Images

Selbst die Bundeskanzlerin und der Außenminister äußern sich zum Rücktritt von Mesut Özil - nur der zuständige Bundestrainer und der DFB-Manager nicht. Dabei hat Joachim Löw seinem Mittelfeldspieler viel zu verdanken.

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im_ernst_56 24.07.2018, 13:26
40. Was erlaubt sich Löw?

Zitat von der_fünfte_reiter
wie naiv muß oder darf man eigentlich sein, wenn man davon ausgeht, daß Löw auf Sardinien am Strand sitzt und sich um nix kümmert. Nur weil er nicht laut polternd, emotional aufgewühlt, und dem Ahrenschen Zeitgeist entsprechend, impulsiv irgendeinen Blödsinn twittert oder postet oder was weiß ich, heißt das noch lange nicht, daß Löw nicht kommuniziert. Wer den Bundestrainer die letzten Jahre beobachtet hat, sollte mittlerweile gelernt haben, daß Löw erstmal in Ruhe und persönlich den Kontakt zu allen Beteiligten sucht, bevor er an die Öffentlichkeit geht. Wie verstockt muß man eigentlich sein, um davon auszugehen, daß nicht kommuniziert wird, nur weil es nicht an die große Glocke gehängt wird?
"Wie verstockt muß man eigentlich sein, um davon auszugehen, daß nicht kommuniziert wird, nur weil es nicht an die große Glocke gehängt wird?"

Momentmal. Wir leben in der Zeit von Twitter und Facebook. Da kann man doch nicht einfach so in Sardinien am Strand liegen. Wozu gibt es denn Smartphones und Tablets? Die Causa Özil ist inzwischen ein Staatsaffäre. Fast alle haben sich geäußert, die Bundeskanzlerin, der Außenminister, die Justizministerin und Cem Özdemir, ferner die Integrationsbeauftragte. Und dann noch fünf Meinungsbeträge auf SPON, davon einer von Jakob Augstein. Da hat man als Bundestrainer gefälligst ein Statement abzugeben. Was erlaubt sich eigentlich dieser Herr Löw? Ist der eigentlich noch Bundestrainer?

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konterspieler 24.07.2018, 13:27
41. Flasche leer ... !

Löw hatte unmittelbar nach der WM zwei ehrenhafte Alternativen: 1. er hätte eine WUT-Rede frei nach Trappatoni halten können: "....haben gespielt wie Flasche leer. .." usw., was wohl auch als angemessen bewertet worden wäre; oder: 2. er hätte auftreten können wie der Kapitän auf der 'Titanic', mit Worten wie: "Moment mal, wer hier gegen meine Spieler hetzt, der bekommt es mit mir zu tun, denn ich bin der verantwortliche Bundestrainer ...!" und hätte vermutlich Beifall auf der Pressekonferenz sofort nach dem Ausscheiden bekommen. - Im Sport kann man immer mal verlieren, das ist normal, worauf es aber ankommt ist: WIE, mit welcher Haltung, man verliert.
Statt einer aufrechten Haltung aber nur eine NICHT-Haltung zu produzieren, wie Löw und die dfb-Spitze es vollbracht haben, ist so etwas von erbärmlich, feige und unwürdig, das es nur eine einzige Konsequenz geben kann: ZURÜCKTRETEN...ALLE ...!

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troka 24.07.2018, 13:28
42. Im Kreise

Es ist nicht Özil und auch nicht Bierhoff, der die "Causa Erdogan/Özil" am "Kochen hält". Es sind einzig und allein die Medien, die nicht locker ließen, ob nun ÖR oder BILD oder Spiegel, immer wieder den "Fall" aufzureißen und jeden, de rüber den Weg lief zu fragen, ob denn das schlechte Abschneiden dieser BRD Auswahl nicht doch primär mit diesem nicht ganz Deutschen Fußballer zu tun haben könnte und seinem Bild mit einem ausländischen Präsidenten. Es ist der ständige, ungesunde Drang irgendetwas Prickelndes im täglichen Medienkampf um Einschaltquoten, Werbegelder, Fernsehzeiten, der die journalistische Sorgfalt und humanitäre Rücksichtnahme vergessen lässt. Um sich selbst und der eigenen Informationshysterie kreisend, hat man einem Bierhoff eine Aussage entlockt, die man ENDLICH hochkochen konnte, bis hin zu einer Stellungnahme von Özil, der sich dem Druck einer kreischend tumben deutschtümelnden Öffentlichkeit beugte. Der eine Stellungnahme abgab, die nicht hätte abgeben müssen. Er kann Bilder machen, mit wem er will - grundsätzlich. Es wäre eher angebracht, die deutsche Politik würde sich mal äußern zu den Waffengeschäften mit der Türkei, zu der direkten und direkten Unterstützung des IS durch die türkischen "NATO-Brüder". Die jahrelange Verbrüderung mit Regimen in der Türkei, die eigentlich nur den Namen Militärdiktatur verdient hätten. Dagegen treibt die deutsche Presse den hetzwilligen Deutschen vor sich her, der das dann auch mit sich machen lässt. Die Medien schaffen sich ihre eigenen Stories und funktioniert das nicht, wird kräftig nachgeholfen. Ohne News keine Kohle, da lohnt es sich schon mal, den gesunden Menschenverstand zu opfern. Insofern Herr Ahrens ist ihr Artikel die reine Heuchelei...

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RGK20 24.07.2018, 13:30
43. Ich vermute mal ...

der Bundestrainer Löw hat jetzt ein großes Problem. Er hat nämlich denselben Berater wie Mesut Özil auch. Und J. Löw wird von diesem ganz viel mehr Informationen wissen über diese ganze PR-Aktion als wir vielleicht vermuten. Deshalb schweigt er beharrlich, auch deshalb durfte Özil der PK wunschgemäß fernbleiben. Da war der Herr Bundestrainer sehr nachsichtig.

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seamanslife 24.07.2018, 13:31
44. Komplettversagen im wahrsten Sinne des Wortes

Das hat nichts mit dem DFB, der Bundeskanzlerin oder der Nationalmannschaft zu tun. Das ist das Ergebnis unseres Bildungssystems. Jedem halbwegs politisch gebildeten Menschen ist klar das man sich nicht freiwillig ohne Folgen mit einem Diktator (Sympathisanten der Muslimbruderschaft) auf eine Stufe stellt. Das ist einfach eine Sache des Anstandes und/auch der schulischen Bildung. Jedes Kind lernt in der Schule was eine Diktatur und eine Demokratie ist. Deshalb ist es abscheulich wenn ein deutscher Staatsbürger für einen ausländischen Diktator Wahlunterstützung wie auch immer macht.

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Betty Boop 24.07.2018, 13:31
45. Mesut Özil

Der DFB hätte sich von Herrn Özil nach dem Foto mit Herrn Erdogan distanzieren müssen anstatt zu schweigen. Es wäre besser gewesen, ihn nicht mit nach Russland zu nehmen.
Jemand, der in einer Demokratie aufwächst und sie zu schätzen weiß, kann sich nicht zusammen mit einem Diktator zu Propagandazwecken auf einem Foto ablichten lassen, Nationalmannschaft hin oder her.
Wie viele von den "Deutschtürken", die Herrn Erdogan gewählt haben, würden wohl gerne in der Türkei leben?

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offonline 24.07.2018, 13:32
46. Planspiele in und vor der Öffentlichkeit

Wahrscheinlich ist Herr Özil mit seinem Rücktritt auch seiner zukünftigen Nichtberücksichtigung durch Herr L., weil er bei dem NEUANFANG nach der TOTALKATASTROPHE keine Rolle mehr spielen würde, zuvorgekommen. Er ist schon ein ganz Schlauer und hat ganz schlaue Berater. Er hat sich der zukünftigen Diskussion über Sinn oder Unsinn der Manschaftsaufstellung clever entzogen. Kommt Zeit Kommt Ruhe und spätestens ab Beginn der Neuen Bundesligasaison ist Herr Ö. dann auch auf der Insel der Ruhe wieder weit weg von der deutschen Mainstreampresse und kann seinen Leidenschaften frönen.
Das Herr L. jetzt nichts sagt, ist genauso richtig, wie das er kurz vor dem nächsten Länderspiel wieder etwas sagt, was aber auch wieder keiner wirklich hören möchte?
Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Herren wurde in den letzten Jahren(von vielen BETEILIGTEN) zu einem PREMIUM PRODUKT entwickelt. Nun ist das PREMIUM PRODUKT auf die Schnauze gefallen. Die Frage ist doch: Wann steht das PREMIUM PRODUKT wieder auf, bzw. wer hilft beim AUFSTEHEN?

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thomas.kistler 24.07.2018, 13:33
47. Löw - baff und sprachlos?

Zitat von skudetzki567
Vielleicht ist der Bundestrainer ja erst mal genau so baff ob der Keule, die der Berater von Özil hier aus dem Sack gezogen hat. Der Abgang hätte ja auch kommentiert werden können damit, dass er sportlich keine Perspektive mehr im Deutschen Nationalteam sieht und dass er auch wegen der Kritik an seinem Verhalten ausserhalb des Spielfeldes ein für ihn unlösbares Problem sieht. Unlösbar, weil er als türkischstämmiger Deutscher und Muslim einfach die Kritik nicht versteht und in seinen Inhalten nachvollziehen kann. Das hätte man zu akzeptieren und viele hätten es akzeptiert. Das hätte Stil gehabt. Stattdessen wird ein Abgang hingelegt, der einen kühlen Beobachter schon erstmal etwas ins Staunen versetzt. Ausländerfeindlichkeit und Rassismus im DFB und vorallem an deren Spitze haben ihn quasi zu diesem Schritt gezwungen. Da ist wohl auch Löw erstmal sprachlos ...
Das glaub ich mit Verlaub eher nicht. Löw und Özil (und auch Gündogan) haben nämlich den gleichen Berate! Und sonst hat diese Beratungsagentur dann keine wirklich wichtigen Klienten mehr.

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luke77 24.07.2018, 13:33
48. peinlich

wie ihr mit fremden köpfen eure tore schiesst , und die bei ins verderben stürzt. nur noch peinlich irgendwann , dfb

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lupo62 24.07.2018, 13:39
49.

Fußball bewegt, aber es gibt wichtigeres als das Verhältnis zweier Spieler zum türkischen Ministerpräsiden. Seltsam auch, dass der zweite offenbar völlig aus der Diskussion raus ist. Ein Zeichen für eine gezielte Kampagne.

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