Forum: Sport
Lohnungleichheit im Sport: Wut zur Lücke
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Frauen verdienen meist weniger als Männer - gerade auch im Sport. Weltweit gibt es Beispiele, wie das geändert werden kann. Doch der Deutsche Fußball-Bund sieht aktuell keinen Handlungsbedarf.

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furorteutonikus 23.02.2019, 21:04
1. Richtiges Stichwort

Das richtige Stichwort im Text lautet: "verdienen". Man sollte es wörtlich nehmen, dann erübrigt sich das Thema. Punkt.!

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Nordstadtbewohner 23.02.2019, 21:05
2. Respekt für die norwegischen Fußballmänner

Dass die Männer der norwegischen Fußballnationalmannschaft Sponsorengelder an die Frauennationalmannschaft abgeben, verdient meinen Respekt. Die Gleichstellung der Bezahlung in den Nationalmannschaften lässt sich recht einfach bewerkstelligen und dürfte niemanden wehtun. Anders schaut das im Vereinsfußball aus. Wenn dort die männlichen Top-Mannschaften den Frauenfußball subventionieren müssen und dadurch weniger verdienen, werden die Top-Vereine Spieler an das Ausland verlieren. Da geht es nämlich knallhart ums Geld und das wird sich kein Verein auf Dauer leisten können, wenn er international erfolgreich sein will.

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fblars 23.02.2019, 21:06
3. Angebot und Nachfrage

Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise, das mag man ungerecht finden, ist aber nun einmal so in einer Marktwirtschaft.

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lattenkracher11 23.02.2019, 21:06
4. Und stellen Sie sich vor

Sie sind Profi in der nordkoreanischen Topliga, da verdienen Sie auch weniger als in der Bundesliga. Diskriminierung? Im normalen Berufsalltag wird (zurecht) moniert, wenn gleiche Leistung nicht mit gleichem Gehalt honoriert wird. Im Sport sieht das aber anders aus. Will eine Frau so viel verdienen wie ein männlicher Profi, muss sie es „nur“ in die gleiche Liga schaffen. Da sie das aber nicht schafft, weil nicht auf dem entsprechenden Leistungsniveau, kann von Diskriminierung auch keine Rede sein. Warum wollen die Leute weltweit die Premier League sehen und nicht die albanische Liga? Weil das Niveau höher ist und entsprechend mehr Geld einspielt. Solange also Frauen nicht gegen Männer gewinnen, ist der Lohnunterschied für mich gerechtfertigt. Wenn ich sehe, dass beim Tennis Frauen gegeneinander sogar weniger Gewinnsätze spielen als Männer gegeneinander, finde ich die Diskussion sogar ziemlich frech.

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herwescher 23.02.2019, 21:09
5. Das Problem ist die Gender-Apartheid im Fußball ...

Wenn die Frauen in der Männer-Nationalmannschaft mitspielen dürften und umgekehrt die Männer in der Frauen-Nationalmannschaft genauso, könnte sich der DFB nicht mehr hinter zwei getrennten Systemen verstecken. Getrennte Antritts- und Siegprämen für Männlein und Weiblein würden sich selbst die alten weißen Männer im DFB nicht getrauen ...

Natürlich gilt für die Ligen das Gleiche ...

Gleicher Lohn für gleiche Leistung. Keine Segregation im Sport mehr ...

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strag 23.02.2019, 21:09
6.

" Es ist eine selbsterfüllende Prophezeiung. Zuschauer werden sich kaum für Frauensport begeistern, solange weniger über ihn berichtet wird. Und die TV-Anstalten rechtfertigen den geringen Anteil an Frauensport damit, dass dieser nun einmal nicht genug Zuschauer anspreche"

das Problem lässt sich meiner Meinung nach nur lösen, wenn es keine getrennten Sportarten nach Geschlechtern gibt. Also z.b. keinen reinen Männerfussball/Frauenfussball mehr, sonderen Frauen und Männer dürfen in gemeinsamen Mannschaften spielen.
Aber da die Athleten nach körperlichen Leistungen ausgewählt werden, wird das Ergebnis wohl noch verheerender ausfallen.

Die Lösung aus Norwegen ist nur eine reine Subventionierung des Frauensports.

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geando 23.02.2019, 21:10
7. Politisch verordnete Sportpolitik?

Schauen wir doch mal, was ein männlicher Spieler der Fussball-Nationalmannschaft von Luxemburg verdient. Vielleicht 20-30.000 Euro im Jahr? Ich weiss es nicht genau. Sicher ist nur, das kaum jemand Spiele dieser Mannschaft sehen will, weil sie einfach kein Spitzenniveau bieten. Wie im Artikel beschrieben: der Marktwert bestimmt den Preis. Ob man grösseres Interesse "erzwingen" kann, indem man den Spielen der luxemburger Fussballclubs die selbe Sendezeit einräumt wie Spielen der intenationalen Top-Vereine- vielleicht. Aber soll politisch verordnete Sportpolitik wirklich ein Fortschritt sein?

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Ignorant00 23.02.2019, 21:12
8. Pfleger vs. Manager? Beamter vs. Angestellter?

Löhne/Gehälter sind nicht fair!

Aber wenn eines komplett nachvollziehbar ist, dann das männliche Fußballspieler mehr Gehalt bekommen, als weibliche! Kaum irgendwo gibt es eine größere Diskrepanz im Umsatz/Gewinn, als zwischen diesen beiden Metiers!

Ich kann mich über die Löhne von helfenden Berufen (ala Krankenschwestern, Pfleger, Polizisten etc.) oder auch absoluten Niedriglohnberufen (ala Frsiöre, Paketfahrer etc.) echauffieren. Aber das Beispiel für Gender Gap ist einfach nur absurd!

Dann könnte man auch einen Sportarten Gap aufmachen und sich aufregen, das Volleyballerinnen soviel weniger verdienen als Fußballerinnen etc. pp.

NIcht alles was hinkt ist ein Vergleich!

PS. Im Übrigen genrieren wohl auch zu 95 % Männer den Umsatz im Männerfußball: MIt Kartenkäufen, Pay-TV Abos und Merchandise Umsätzen! Schade, das Frauen "Ihren Berufen" nicht ebensolche Umsätze bescheren....

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wizzard74 23.02.2019, 21:16
9. Wo ist das Problem?

Nach jedem fairen Maßstab, den man anlegt, darf die Bezahlungslücke auch nicht verwundern.
Die Vermarktungsfähigkeit von Männersport ist viel besser: z. B. Grand-Slam-Finale: Wer würde denn, wenn er sich zwischen den beiden entscheiden müsste, das Damenfinale dem Herrenfinale vorziehen?
Zieht man als Maßstab die reine sportliche Leistung, den Output, heran, ließe sich das Problem noch einfacher lösen. Gemäß der Regel, das heutzutage ja alle gleich sind, sollen einfach alle im gleichen Wettbewerb antreten. Ich freue mich schon drauf, wenn Serena Williams dann gegenüber Roger Federer unflätig wird.
Im Sport geht es nun mal nicht danach, wer sich am meisten bemüht hat, im professionellen Sport schon gleich gar nicht. Das ist Geschäft, und zwar durchaus noch etwas härter als im normalen Berufsleben (in dem Frauen übrigens 1:1 die gleichen Chancen haben und in dem ich so einige beobachte, die durch Leistung überzeugen und die selbstverständlich finanziell dafür belohnt werden - da ist noch keine einzige zu kurz gekommen).

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