Forum: Sport
Maccabi Games in Deutschland: Die Mischpoke mischt Berlin auf
Rafael Herlich / EMG 2015

Erstmals finden in Deutschland die jüdischen Maccabi Games statt. Die Veranstalter in Berlin erhoffen sich ein großes Sportfest - und müssen den Teilnehmern gleichzeitig Sicherheitshinweise geben.

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olicrom 26.07.2015, 09:24
10. Dann beschäftigen Sie sich mal einfach...

Zitat von hanswurst3838
Ich finde sportliche Großereignisse und Multisportveranstaltungen wirklich toll! Aber mir erschließt sich der Sinn nicht, dass hier der Sport mit dem Glauben in Verbindung gebracht wird - bei allem schlimmen, was den Juden widerfahren ist. Genauso unsinnig wie diese Spiele fände ich Spiele, an denen ausschließlich Christen oder Muslime teilnehmen würden. Die Juden sollten sich überlegen, welchen Sinn so etwas macht - mehr Sinn macht aus meiner Sicht, sich auch mit Menschen anderen Glaubens zu messen, weil der Glaube im Sport und auch im sonstigen Zusammenleben eben keine Rolle spielen sollte.
... mit deutscher Geschichte. Das müsste im Grund schon reichen. Dann stoßen Sie auch irgendwann mal auf den Begriff "Zionismus". Oder auf die Tatsache, dass unsere lieben Vorfahren Juden schon seit Ende des 19. Jahrhunderts von ihren Sportvereinen,- veranstaltungen und Olympiaden ausgeschlossen haben. Also organisierten sie u.a. ihre eigenen Olympiaden = Makkabiaden. Und dann würden Sie auch merken, dass das alles nur sehr, sehr bedingt mit "Glauben" zu tun hat. Aber viel mit Geschichte, mit vergangener und aktueller Politik, mit Leuten, die eine starke gemeinsame Identität brauchten, um unsere Mütter und unsere Väter zu überleben. Und das war in vielen Fällen eben nur mittelbar der Glaube, sondern viel mehr eine politische, oft ur-sozialistische Überzeugung. Was ansonsten hier an ahistorischem Unsinn geschrieben wird, lässt einem einmal mehr an diesem Land verzweifeln.

Aber es ist sicher zu viel verlangt, sich auszukennen, bevor man Kommentare abgibt.

Shalom an alle Macher und Sportler der Makkabiade. Eine mutige und eine gute Entscheidung, dies in Berlin zu tun.

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andi2603 27.07.2015, 08:34
11. Sport unter der besonderen Hervorhebung der Religionszgehörigkeit?

Finde ich nicht gut! Das ist doch gerade was wir im NachNazi Deutschland nicht mehr wollen. Die Ab- (Aus-)grenzung von Bevölkerungsgruppen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit. Wenn als Mtmachkriterium beim Sport nicht mehr nur die körperliche Leistung steht sondern an erster Stelle die Religionszugehörigkeit dann ist das ein falsches Signal!

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westpfälzer 27.07.2015, 12:05
12. Ihr Angriff

Zitat von olicrom
... mit deutscher Geschichte. Das müsste im Grund schon reichen. Dann stoßen Sie auch irgendwann mal auf den Begriff "Zionismus". Oder auf die Tatsache, dass unsere lieben Vorfahren Juden schon seit Ende des 19. Jahrhunderts von ihren Sportvereinen,- veranstaltungen und Olympiaden ausgeschlossen haben. Also organisierten sie u.a. ihre eigenen Olympiaden = Makkabiaden. Und dann würden Sie auch merken, dass das alles nur sehr, sehr bedingt mit "Glauben" zu tun hat. Aber viel mit Geschichte, mit vergangener und aktueller Politik, mit Leuten, die eine starke gemeinsame Identität brauchten, um unsere Mütter und unsere Väter zu überleben. Und das war in vielen Fällen eben nur mittelbar der Glaube, sondern viel mehr eine politische, oft ur-sozialistische Überzeugung. Was ansonsten hier an ahistorischem Unsinn geschrieben wird, lässt einem einmal mehr an diesem Land verzweifeln. Aber es ist sicher zu viel verlangt, sich auszukennen, bevor man Kommentare abgibt. Shalom an alle Macher und Sportler der Makkabiade. Eine mutige und eine gute Entscheidung, dies in Berlin zu tun.
kann so nicht im Raum stehen bleiben! Menschen, diese Spiele unter religiösen Gesichtspunkten sehen, sehen dies richtig, weil, sie unterscheiden nicht nach Rasse sondern rein nach Religionszugehörigkeit! Oder wollen sie, dass wieder unterschieden wird zwischen "Juden deutscher Staatsangehörigkeit" und Deutschen jüdischer Religion?
Sind wir doch froh, dass nicht mehr nach "Rasse" unterschieden wird, sondern nur nach Religion!!!

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panorax 27.07.2015, 17:04
13. Der Spiegel ...

... scheint sich immer mehr dem Vokabular und der Denkweise seiner braun-roten Querfront-Klientel anzunähern. Gestern "futterte" Obama, heute kommt die "Mischpoke" nach Berlin.

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Robert_Rostock 28.07.2015, 07:04
14.

Zitat von panorax
... scheint sich immer mehr dem Vokabular und der Denkweise seiner braun-roten Querfront-Klientel anzunähern. Gestern "futterte" Obama, heute kommt die "Mischpoke" nach Berlin.
Haben Sie den Artikel gelesen? Waren Sie in den letzten Tagen in Berlin?

SPON zitiert die offizielle Eigenwerbung der Makkabiade:
" überall in der Stadt hängen Plakate mit den Slogans: "Die ganze Mischpoke ist am Start", "Meschugge in Berlin" oder "Gesucht wird die schnellste Ische Europas"."

Nochmal: Das hat sich nicht Der SPIEGEL ausgedacht, sondern die Veranstalter. Sind wahrscheinlich auch alles "braun-rote Querfront"

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skiski-bowski 28.07.2015, 10:28
15. Ach.

Zitat von manontherocks
Beiwörter wie Mischpoke und Ische sind rassistisch und sexistisch und sollten mit sowas nicht salonfähig gemacht werden.
Mit anderen Worten, die normale Benutzung der jiddischen Sprache bzw. einzelner Wörter im deutschen Kontext ist rassistisch und sexistisch? Sollte es Dir bisher nicht aufgefallen sein: Diese Worte waren und sind salonfähig. Heißen nichts anderes als verrückt, Familie und Frau. Was ist daran auszusetzen?

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olicrom 28.07.2015, 17:02
16. Man weiß offensichtlich nicht viel voneinander...

Zitat von skiski-bowski
Mit anderen Worten, die normale Benutzung der jiddischen Sprache bzw. einzelner Wörter im deutschen Kontext ist rassistisch und sexistisch? Sollte es Dir bisher nicht aufgefallen sein: Diese Worte waren und sind salonfähig. Heißen nichts anderes als verrückt, Familie und Frau. Was ist daran auszusetzen?
.... in diesem Land. Wer Kontakt zu Juden und jüdischen Gemeinden hat, weiß, dass diese Begriffe dort selbst gebraucht werden. Und zwar durchaus (ironisch) auch im doppeldeutigen Sinne.
Gut also, dass es eine Makkabiah gibt. Hingehen. Lernen. Spaß haben.

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bonngoldbaer 29.07.2015, 10:34
17. Bitterer Triumph

Dass die Maccabi Games dort stattfinden, wo der talentlose Maler, der die Juden ausrotten wollte, 1936 von vielen ausländischen Mannschaften mit erhobenem Arm gegrüßt wurde, ist zweifellos ein Triumph.
Dass man dafür in Kauf nehmen muss, dass der Sohn eines NSDAP-Ehepaars die Spiele eröffnet, macht den Triumph sehr, sehr bitter.

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