Forum: Sport
Nach Football-Leaks-Enthüllungen: Uefa will Vorwürfe gegen Infantino prüfen
SATISH KUMAR SUBRAMANI

DFB-Präsident Reinhard Grindel kündigte an, die Anschuldigungen innerhalb der Uefa zu thematisieren. Der ehemalige Generalsekretär soll 2014 bisher unbekannte Absprachen mit Klubs getroffen haben.

Seite 3 von 4
poitierstours 05.11.2018, 08:51
20. Das Geld liebt uns halt, ...

Das gierige Klotzen beim Millionenscheffeln hätte sich bei Realisierung der Super League vom Fußball final total verselbständigt, der Fußball, die Fans und die mediale Öffentlichkeit wäre nur noch Mittel zu Zweck. Alle Bundesligavereine müssten dieses Treiben mit einer Brandmauer einhausen, es sei denn sie l(i)eben den Traum, märchenhaft am Geldsegen zu partizipieren. Die Fans in den Stadien und am Bildschirm müssen begreifen, dass sie letztendlich verachtet werden. Die Fanclubs sollten sich nicht auf das Recht, Bengalos in den Stadien abrennen zu dürfen versteifen sondern über ihre von den Herren in den Hinterzimmern zugedachten Rolle nachdenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kajoter 05.11.2018, 08:59
21.

Die FIFA ist ein Staat im Staate und die Schweiz zeigte sich in dieser Causa schon aus Eigeninteresse immer sehr zugenöpft und wurde erst kooperativ, als das US-Justizministerium massiv eingriff.
Das System "Fußball" ist bereits seit einigen Jahren völlig aus der Bahn geraten, weil das sog. "große Geld" seine Gewinnmaximierung konsequent durchsetzen konnte. Und diejenigen, denen das Geld aus der Tasche gesogen wird, sind Fans und Steuerzahler. Man betrachte nur die Ticketpreise und die TV-Preise, die Kosten für Polizeieinsätze und Stadion-Neubauten. Diese verfallen z.B. in Südafrika und Brasilien allmählich, weil ihre Nutzung völlig unrentabel ist. Dabei wäre gerade in diesen Ländern das dafür verwandte Geld dringend nötig gewesen für Bereiche wie Bildung und Soziales. Aber die FIFA-Karawane rollt unbeeindruckt weiter und plündert das nächste Land aus.
In Katar wird ein Stadion mit Klimaanlage gebaut. Was soll man zu diesem Irrsinn noch sagen? Aber auch das wird von allen Bürgern bezahlt, die Ölprodukte konsumieren.
Die Gier des Herren Infantino, aber auch der Club-Bosse hat bislang in Fans und Politik zuverlässige Unterstützer besessen, da Fußball ein schlichter Volkssport ist und bei vielen Fans nationale Gefühle weckt. Ich würde es sehr begrüßen, wenn sie all ihr dafür verwandtes Geld in karitative Maßnahmen stecken würden und nur noch ihren kleinen Heimatverein auf dessen Bolzplatz besuchen würden.
Außerdem: Wer möchte denn tatsächlich die 385. Begegnung von Bayern gegen Real sehen? Oder die neu geschaffene U-12 WM? Oder die EM der Mannschaften mit den schlechtesten Fairnesswerten? Eine WM der Teams mit den meisten Langzeitverletzten wäre auch denkbar. Es gäbe also noch eine Menge an Wettbewerben, die man sich einfallen lassen könnte. Aber so etwas nennt man Inflation und die hat im Fußball bereits vor einigen Jahren eingesetzt. Und warum?
Nicht wegen des Sports.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ilja.albrecht 05.11.2018, 09:36
22. Ich verstehe nicht...

...wo das Problem liegt. Sowohl UEFA und insbesondere FIFA sind hochkriminelle Vereinigungen. Das erfordert von einem Chef die passenden Voraussetzungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
happy2010 05.11.2018, 09:36
23.

Internationale Sportverbände sitzen immer in Steueroasen, die Schweiz ist das Mekka dieser Verbände

Gründe:

Gesetzlich verbriefte Nichtstrafbarkeit von Korruption im Profisport
Erst vor wenigen Jahren in der Schweiz Gesetz geworden: Grund schweizer Geldgier, man hatte Angst, die Verbände wandern ab

Grund 2:
Nahezu NULL Steuer auf alle Gewinne (offiziell etwa 4%, wobei man diese 4% mit Tricks vierteln kann)

Grund 3:
Buchhalterische Auflagen für Multimilliardenkonzerne: Nahezu Null, Vereinsrecht.
Der Chef ist nahezu ein Gott

Unterm Strich ist dieses Business so lukrativ wie Drogenhandel, nichts bringt höhere Gewinne wie "steuerfrei"
Daher werden alle Tricks angewandt, um Gewinne weltweit in die Schweiz zu verschieben, und da dieses meist illegal ist, nimmt man zum verschieben ein undurchsichtiges Firmengeflecht, schleust Gewinne über Steueroasen in die Schweiz. Strohmänner sind meist Verwandte oder Freunde, Ehefrauen, Kinder...
So bleibt das Wissen in der Familie

Netter Nebeneffekt: Der "Chef" hat so viele Günstlinge in lukrative Positionen gebracht, dass die alles tun, damit der Chef der Chef bleibt
Der widerum hat kein Interesse die loszuwerden, immerhin wissen die zuviel

Und schon hat man das System UEFA UIC FIFA....

Das läuft seit Jarzehnten so

In der Schweiz wurde GERICHTLICH bewiesen, dass die FIFA über 1/4 Milliarde Bestechungsgelder bezahlt hat
-->Straffrei

Grund:

Die Schweiz verdient jedes Jahr alleine an der FIFA über 1 Milliarde
Deswegen trommelte Economiesuisse für noch laschere Gesetze
Die kamen dann 2015

Es wird sich NIE was ändern, solange man den Steueroasen nicht das diebische Handwerk legt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ruediger99 05.11.2018, 10:14
24.

Zitat von bstendig
Aber wir haben es in der Hand. Wenn keiner mehr ins Stadion geht und das auslaufende Sky-Abo nicht verlängert - ei gugge mol doo. Dann beginnt das Heulen und Zähneklappern. Ich bin schon lange so weit. Aber das bleibt wohl trotzdem ein "Traum". Die Branche hat es geschafft, den Leuten weiß zu machen, dass es relevant ist, ob ein Spiel gewonnen oder verloren wurde. Leute, ich sag euch was: Ist es nicht. Das ist genau so wenig relevant wie wenn ich China ein Sack Reis umfällt.
Sie als #16 sind der erste der die notwendige Konsequenz aus dieser Sache anspricht. Ich bin froh, dass mir der Fußball am Ar*** vorbei geht.

Ich denke nur:

Wenn die ihre private Super Liga machen wollen, dann sollen sie doch. Der Bundesliga wird es nur gut tun wenn mehr als eine Mannschaft für die Meisterschaft in frage kommt. Wenn keiner mehr zuschaut dann verdient mann auch kein Geld. Aber die Schafe werden sich auch diesen Schwachsinn reinziehen und danach wird auf Helene Fischer umgeschaltet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jjcamera 05.11.2018, 10:45
25. Politdeutsch

"...wir werden die Lage analysieren und gemeinsam über das weitere Vorgehen entscheiden", ist politdeutsch und heißt übersetzt: "wir werden vorerst nichts machen und darauf hoffen, dass über die Sache Grad wächst. Wenn nicht, veröffentlichen wir das Analyse-Statement ein zweites Mal".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alt-nassauer 05.11.2018, 11:08
26. Fußball ist Wirtschaft, Politik, Geopolitik und auch Militär...

Zitat von ex_Kamikaze
es geht hier nur um Fußball, also Brot und Spiele. Von richtig investigativen Journalisten erwarte ich mehr: nämlich das Aufstöbern von Zusammenhängen in Wirtschaft, Politik, Militär und Geopolitik. Was in den Hinterzimmern ausgekocht wird und wie die Sprechblasen für Volk und Presse entstehen. Wo die Themen für Parteien entstehen wo doch bekannt ist, das zB die Hauptregierungspartei der BRD ja kaum innerparteiliche Demokratie kennt und das auch bekannt ist. Schön das mal was gefunden wurde, aber das ist nur ein Anfang!
Wie sollte sich Fußball oder Sport generell "finanzieren" wenn es keine Wirtschaft gäbe. Sprich zum einen Werbung und Pay-TV. Das letztendlich vom Verbraucher bzw. Kunden refinanziert wird. Ich warte immer noch auf genauere Zahlen in wie weit Werbung den Produktpreis anhebt und somit Verbraucherpreise steigen lässt!

Politik ist Fußball auch. Über diesen "Massensport" an Zuschauer freut sich immer ein Politiker wenn er so eine Veranstaltung Vorort bekommt. Er sonnt sich dann bei Erfolgen der Sportler gleich mal mit.... Aber nicht nur das, den Politische Entscheidungen bei Infrastruktur oder die Unterstützung von Großveranstaltungen sind Abhängig davon was Politiker dazu beitragen. In Sotchi wurde zum Beispiel erst einmal Platz gemacht für die Sportstätte. Ob da Menschen gelebt haben oder auch nicht!

Geopolitik kann man auch unter diesem Punkt sehen. Wie zum Beispiel die Olympischen Spiele in China - Menschenrechte oder das Verhalten der Regierung ist in solchen Zeiträumen völlig ohne Belang. Da sind wir schon wieder bei Wirtschaftlichen Interessen. Die über Werbung und Sponsoring "neue" Märkte öffnet.

Militär kann und wird vielleicht in einigen Ländern auch noch mal eine Rolle spielen. Wenn Autoritäre Staaten und deren Staatschefs unbedingt so eine Veranstaltung wie Fußball WM durch ziehen wollen und das Volk erhebt sich vor der Veranstaltung. Allein um dem Sicherheitsaspekt der FIFA nach zukommen - siehe Brasilien Armee-Einsatz in den Armenviertel!

Der Sache mit dem Sport/Fußball kommt man nur bei, in dem man ihn in Zukunft völlig "banalisiert", ignoriert und verachtet. Bis Endlich diese Gigantische Seifenblase platzt und zu einem Nichts wird! Davor ändert sich einfach nicht - der "dumme" Zuschauer und Kunde wird nur geschröpft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
louis-winthorpe 05.11.2018, 12:17
27. Hurra

...Cum-Ex ist weg von der Titelseite... für mich der eigentliche Aufreger. Dort wurde geraubt und gesamtgesellschaftlicher Schaden angerichtet. Aus irgendeinem Grund muss dass aber schnell wieder aus dem Fokus verdrängt werden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spiegerlguckerl 05.11.2018, 12:30
28. Ach was

UEFA will Vorwürfe gegen Infantino prüfen? Dann weiss ich jetzt schon dass die nichts finden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
baronin 05.11.2018, 13:18
29. Recherche? Fehlanzeige!

Der Spiegel - und eine ganze Rotte äußerst jugendlich aussehender Journalisten - hängen im Rahmen eines hochkonspirativen Info-Verbandes gemeinsam am Trog eines gewissen "Whistleblowers" namens John, das kam auch gestern im TV. Dieser John, ein Deckname, klar, ist fortwährend an Leib und Leben gefährdet, er reitet spät durch Nacht und Wind und schüttet eimerweise wertvollste Daten aus, die er irgendwo und irgendwie aus den Tiefen der FIFA und/oder UEAFA herausgepopelt hat. Oder aus irgendeinem Daten-Papierkorb. Es kommt raus, dass die Burschen im Management der Top-Vereine unbedingt viel Geld verdienen wollen, wenn es geht sogar noch mehr, und dass sie ungern und selten Steuern zahlen! Ein heroischer Recherchekrimi, der allein auf geleakten Dokumenten basiert und in der Spiegel-TV-Reportage wird sichtbar: eine Abfolge nervenzerfetzender konspirativer Meetings in düsteren Kaschemmen und, naja, eher durchschnittlichen Hotels. Ein extrem gestresster, etwas dicklicher Radakteur sitzt u.a. auf Flughäfen herum, den Popo am Boden und das Laptop immer mit dem Screen zur Wand, weil alles so geheim ist. Und knallhart werden die Meldungen zwischen John und dem Journalisten gepostet, einmal wird John richtig nass, denn es regnet, und wir alle müssen fürchten, dass er sich erkältet haben könnte. Oder auch: dass der Journalist eine Blasenentzündung kriegen könnte. Der Mann gibt einfach alles, ach, alle geben alles. Spaß beiseite: Ich habe mich noch nie, nie, nie auch nur annähernd so gelangweilt und für den Spiegel geschämt. Und wer nicht gerade extrem süchtig nach Fußball und zugleich extrem naiv ist, im Glauben an eine heile, faire Fußballwelt, dem geht es fraglos auch so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 4