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Nach Korruptionsvorwürfen: DFB-Präsident Reinhard Grindel tritt zurück
Alex Grimm/Getty Images

Der Druck wurde immer größer, jetzt ist es offiziell: Reinhard Grindel tritt vom Posten des DFB-Präsidenten zurück.

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briancornway 03.04.2019, 12:01
100. Klartext

Zitat von iq4u
Der Unterschied ! Zwischen Freigrenze und Freibetrag ! Herrn Grindel, Jurist schon. Manchem Profitroll nicht.
Demnach hätte Grindel die Uhr einerseits verzollen und andererseits als Schenkung bei der Steuererklärung berücksichtigen müssen, ist das so richtig ?
Und gehen Sie dabei von Vorsatz aus bzw. von Betrugsabsicht ?

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iq4u 03.04.2019, 12:14
101. Schenkungsfreibetrag 20.000 in 10 Jahren von allen Schenkern zusammen

Herr Grindel bekam „Den Wecker“ nicht als Privatmensch, ich bekomme sowas auch nicht beim Bäcker dazu. Es geht um seine Funktion, das „Güntig stimmen“ zukünftiger oder prämieren vergangener Abstimmungen zugunsten des ukrainischen Fussballverbandes vielleicht doch.
Bei der vielen Uhrenschenkerei, insbesondere in Brasilien und wer weiß wo noch ist nicht gerade davon auszugehen, das der Schenkungsfreibetrag nicht bereits ausgeschöpft worden wäre in den letzten 10 Jahren. Gibt sehr wahrscheinlich Post vom Hauptzollamt. Die absolute Realitätsferne, die jeden Sachkundigen vom Stuhl kippen lassen muss ist anzunehmen oder zu propagieren, es gäbe eine 6000 EUR Zollfreigrenze.
Das ist schon Region Anstiftung, in jedem Falle verwerflich und läßt einen Einzelfall nicht unbedingt annehmen.

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marcel_m 03.04.2019, 13:01
102.

Zitat von essenzofrelotius
dass hier wegen einer Fissballperson so viele Artikel rausgehauen werden. Bekanntlich spielt kein einziger Erstligafussballer für den Fan sondern nur für sein Konto. Bekanntlich checkt das aber der Fans nicht. Trotzdem ist Fakt dass hier über eine Person gesprochen wird die jedem Bürger mit Verstand vollkommen egal sein sollte unf jedes Wort übet ihn ist reine Zeitverschwendung !
Jede Person "mit Verstand" erkennt die gesellschaftliche Bedeutung des Sports, ja, auch des Profisports, an. Egoistisch oder ungebildet, doch auf ironische Weise elitär, vernachlässigen so Einige den pädagogischen, sozialen und ökonomischen Beitrag dieses Marktes, der trotz aller Korruption und Gewalt einen positiven Nettoeffekt produziert.

Ein Fußballspieler hat viele Gründe, warum er sich für diese Karriere entscheidet. Dass dazu lukrative Verträge gehören, ist an sich nicht verwerflich. Oder wollen wir eine kommunistische Gleichschaltung? Belassen wir es bei der freien Marktwirtschaft, zeigen den Menschen, die es missbrauchen, aber ihre Grenzen auf.

Sozialisation und der inhärente Drang nach Wettbewerb besteht in einem Naturgesetz, wir benötigen es. Im Sport als geeignetes Medium wird dies gelebt, der wiederum in unserer schönen kapitalistischen Welt professionalisiert gefördert wird. Aus Individuen erschließt sich eine für sie eminente soziale Gemeinschaft mittels einer kulturellen Identität; schon definitionsgemäß muss man daher in diesem Zusammenhang von einer Kultur sprechen. Die Außenseiter schließen sich jener an oder finden eine alternative Bewegung.

Typische Konflikte im Fußball-Milieu - die übrigens vor allem dem menschlichen Wesen indirekt eigen sind und sich mit einer Vernichtung dieses Zeitvertreibs eben woanders neu bilden würden - nehme ich beim Erhalt des aktuellen politischen Systems gerne in Kauf, was nicht heißt, dass sie zu dulden sind.

Die Vereinten Nationen erkennen Sport als Menschenrecht an. In diesem Recht herrscht die Maxime der Anerkennung von Regeln und Ehrlichkeit, also der UNO-Charta entnehmbare Grundsätze. Der Olympische Gedanke, ergo eine Vielzahl an sportlichen Disziplinen, beruht auf dieser Botschaft, der Generationen erreicht.

Das sprachwissenschaftliche Framing der letzten Tage in den Leserkommentaren von Spiegel Online, sobald die DFL und der heilige deutsche Steuerzahler zum Verfahrensgegenstand mutieren und wieder die Rede ist vom angeblichen "Sklavenhandel", "Brot und Zirkusspielen", et cetera pp., kreide ich aber, so kurzsichtig das Weltbild der von mir Adressierten sein mag, u. a. dem rufschädigenden (Fußball-)Proletariat selbst und allen Funktionären an, die als Gegenspieler ihrer Verantwortung nicht gerecht werden.

Ich kann dem Amt des DFB-Präsidenten gesamtpolitisch, so ist meine Reaktion zu interpretieren, sehr wohl etwas abgewinnen. Vielleicht sollte man eben diesen Posten nicht "verschwenden".

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peterhellmold 03.04.2019, 15:24
103. Wie war's möglich ?

Bezeichnend ist für mich weniger die Frage von Grindels beschämendem und peinlichem Abgang - denn der ist ja konsistent eingebettet in sein Gesamtverhalten - , als vielmehr die, wie ein Mensch, der sich bislang lediglich als Bundestags-Hinterbänkler und - offensichtlich - Strippenzieher (dis)qualifiziert hat, in einem differenzierten und hochorganisierten Gemeinwesen wie dem bundesrepublikanischen überhaupt einen solch herausragenden Posten bekleiden konnte. Dr Peter Hellmold, Lugala, Tanzania

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Justitia 03.04.2019, 16:25
104. Wie kam es zu Grindel als Präsi?

Zitat von peterhellmold
Bezeichnend ist für mich weniger die Frage von Grindels beschämendem und peinlichem Abgang - denn der ist ja konsistent eingebettet in sein Gesamtverhalten - , als vielmehr die, wie ein Mensch, der sich bislang lediglich als Bundestags-Hinterbänkler und - offensichtlich - Strippenzieher (dis)qualifiziert hat, in einem differenzierten und hochorganisierten Gemeinwesen wie dem bundesrepublikanischen überhaupt einen solch herausragenden Posten bekleiden konnte. Dr Peter Hellmold, Lugala, Tanzania
Bis die Sommermärchen-Problematik aufkam, war der Posten des DFB-Präsidenten in der Öffentlichkeit doch nur als Grüssonkel wahrgenommen worden. Niemand ausserhalb des Verbands selbst interessierte sich für die Besetzung dieses Sportfunktionärpostens. Bis auf MV, waren die Vorgänger - bis zur jeweiligen Amtsübernahme - in der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt. Nachdem Niersbach gehen musste, wollte man gerade ein bisher unbeschriebenes Blatt, eine Person, die keine Funktionärsvorgeschichte hat und damit völlig unabhängig von Seilschaften innerhalb der FIFA und UEFA ist. Der Andrang auf diesen Posten war auch überschaubar, kaum jemand wollte diesen Job übernehmen. Man meinte dann, mit Grindel eine solche Person gefunden zu haben, die ja auf den ersten Blick auch die genannten Anforderungen erfüllte.

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hippie.jonny 04.04.2019, 08:18
105. Ein Proto-Typ...

...aller neureichen Vollschädel in Deutschland in Politik und höheren Ämtern, eine Schande für ZDF, DFB und die CDU. Abkassieren eines Vollhirnis. Weitere im Club: Seehofer, Po-Falla, Von der Leyen, Lindner, nie richtig gearbeitet, aber abkassieren. Ach ja: Merkel, die obersten AFDler kann man gerne dazuzählen. Gründen wir eine Hall of Shame of BRD....

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