Forum: Sport
Nach positivem Dopingtest: Martin beklagt Vorzugsbehandlung von Froome
AP/dpa

"Hier wird mit zweierlei Maß gemessen": Radprofi Tony Martin hat den Weltverband für seinen Umgang mit dem positiv getesteten Toursieger Chris Froome scharf kritisiert. Der Brite selbst beteuert seine Unschuld.

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cum infamia 14.12.2017, 17:35
20. Sport ist ungesund !

Wie viele Kranke und Behindert es im Sport gibt, einfach erschreckend. Neben Asthmatikern ( die sonst sehr ,sehr selten sind ) Herzkranke, Gelenkkranke , und wer weiß nicht was noch. Komischerweise haben die "rettenden" Medikamente meist auch eine Dopingwirkung . Ist das evtl. der Sport, der so krank macht ?

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rad_thom 14.12.2017, 19:33
21.

Erinnert sehr stark an den Fall Armstrong. Auch hier gab es unterschlagene Testergebnisse.
Der UCI ist wirklich nicht mehr zu helfen und hat auch nichts gelernt.

Grundsätzlich scheint es ja so zu sein, dass ein Arzt erstemal alle möglichen Krankheiten zu attestieren, damit dann mögliche Substanzen genommen werden können.

Was ich merkwürdig finde ist, warum Tony Martin so austeilt.

Sehr schade.
Thomas

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Justitia 15.12.2017, 09:13
22.

Zitat von surftrine
Also bei 90% der Kommentare läuft mir die Galle über! Viel Gerede von Leuten die nicht "betroffen"sind. Mein Sohn ist Asthmatiker und Leistungssportler! Ausdauersport ist neben Medikamenten die wichtigste Therapie für ein normales Leben. Wenn dann das Kind bzw Jugendlicher auch noch Talent hat, wird natürlich weiter gefördert und trainiert. Mit Asthma gehört man nicht in die Kategorie Paraolympic! Auch auf Grund der Umweltverschmutzung gibt es immer mehr Atemwegserkrankungen. Ab einem bestimmten Kader bzw. Leistungsstand wird jeder Sportler von der NADA ( nationale Antidoping Agentur) überwacht. Hierzu muß jährlich das Asthma durch einen Facharzt neu diagnostiziert werden und dieses der Nada gemeldet werden, entsprechende Dokumente inkl der Medikation sind ständig bei sich zu führen. Ab einem höheren Leistungslevel wird der Arzt vorgegeben und versucht die Medikamente auf das geringstmögliche Level zu senken und nach Alternativen gesucht. Es kann also keiner sich so was ausdenken. Bei einigen wird die Krankheit allerdings erst unter Leistungssportmäßigem Training offenbar. Die NADA hat als Dopinggrenze 8 Hub festgelegt und 32 Hub?! Da setzt schon lange vorher Herzflimmern ein!!! Im übrigen zum Kommentar nur kerngesunde Sportler antreten lassen, ich kenne keinen Sportler der über Jahre intensivst ( 25-40h /Woche und mehr in der Wettkampfsaison) trainiert hat noch kerngesund ist. Dazu wird schon die Jugend zu stark verschlissen im immer schneller, höher, schneller...
Bei so einem Kommentar läuft mir die Galle über! Mit auf die Tränendrüse drücken und Argumente an den Haaren herbeiziehen, weshalb angeblich aus therapeutischer SIcht ein Asthmatiker Leistungswettkampfsport betreiben und verbotene Mittel einnehmen muss, damit er am professionellen Wettkampfsport teilnehmen kann, kommt man nicht weiter. Ihr Sohn kann ja gerne Sport als therapeutische Massnahme betreiben, es existiert aber kein Grund dafür, dass er und andere im Wettkampfsport dadurch einen Vorteil durch Einnahme eines als leistungsfördendes und an sich verbotenes Mittel erlangen.

Im übrigen geht es hier um einen Fall, bei dem ein Leistungssportler im Wettkampf sogar um den doppelten Wert über dem Grenzwert lag, der ohnehin nur bei einer Ausnahmegenehmigung gilt. Wie man hier nachlesen kann
http://www.handelsblatt.com/radsport-doping-oder-therapie-test-auffaellig-bei-tour-sieger-froome/20704328.html
wurde Froome mit diesem unzulässig hohen Wert einen Tag, nachdem er auf seine schärfsten Konkurrenten erheblich Zeit eingebüst hatte, erwischt. Wie man dieser Quelle auch entnehmen kann, soll er sich genau deshalb zu einer höheren Einnahme von Salbutamol entschlossen haben. Mit anderen Worten, der ach so kranke Froome hat die Dosierung nicht aus medizinischer Notwendigkeit sondern zur Leistungssteigerung eingesetzt. Dieses Beispiel zeigt somit sehr plakativ, welchen Missbrauch und welche Wettbewerbsverzerrung die Zulassung solcher Mittel mit sich bringt, vor allem, wenn es möglich ist, sie dauerhaft einzusetzen.

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