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Nach Rassismus-Eklat: Mutmaßliche Hetzer stellen sich der Polizei
DPA

Beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft sollen sie Nationalspieler rassistisch beleidigt haben - nun haben sie sich der Polizei gestellt. Es geht um den Vorwurf der Volksverhetzung.

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der_dr_Nickel 22.03.2019, 16:25
30. Stimmt, Lerneffekt...

Zitat von mostly_harmless
Das stimmt. Allerdings erinnere ich mich auch daran, dass während einer S-Bahn-Fahrt vom Hauptbahnhof ins Waldstadion zu Zeiten Yeboahs die Fans "Nazis raus" schrieen, als die Braunen "Sieg Heil" (oder sowas) brüllten. UND: Kein Eintracht-Fan wäre damals auf die Idee Idee gekommen, die EIGENEN Spieler zu bepöbeln. DAS ist erst seit dem "Aufstieg" der AfD so.
...https://m.youtube.com/watch?v=Adbjjjrck0s
Wenn es aber nur daran liegt das es der eigene Spieler ist. Na ja.

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charlybird 22.03.2019, 16:34
31. Falsch, da gab es andere Parteien

Zitat von Hans-Dampf
Das hat mit der AfD wenig zu tun. Sind Sie schon einmal in einem Fußballstadion gewesen? Affenlaute, wenn ein dunkelhäutiger Spieler den Platz betritt, waren schon in den 1980ern zu finden. Und wahrscheinlich schon vorher, aber da lebte ich noch nicht. Dass Anthony Yeboah als "Neger" von dummen Leuten genannt wurde, war auch keine Seltenheit. Und da hat nicht einmal jemand im geringsten an die AfD gedacht.
( NPD, Republikaner.....), die das ideologisch gedeckt haben.
Heute aber ist es viel schlimmer geworden, jetzt haben wir eine Partei aus der Mitte der Gesellschaft ( Man wird doch wohl noch sagen dürfen), die solche Vorkommnisse, die vielleicht früher einmal als rassistische Ausreisser bezeichnet wurden, verharmlosend akzeptieren und sich und ihre WählerInnen durch eine Opferrolle, da sie es ja sind, die als Nazis diskriminiert werden, entrüstet als aufrechte Demokraten präsentieren.
Ihr führender Hundeschlipsträger spricht aber davon, dass der ''Deutsche'' einen Boateng eigentlich nicht als Nachbarn haben möchte.

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Der_schmale_Grat 22.03.2019, 16:35
32. Alles richtig gemacht, mein Freund Dré

Schon seltsam, wie offener Rassismus wieder salonfähig wird. Als Basketballer, die wir beide waren, sind und bleiben, würde einem so ein derangiertes Verhalten nicht in den Sinn kommen. Hilfe "von links oder rechts" zu erwarten könnte auch im metaphorischen Sinne politisch gedeutet werden: Extreme Positionen vertragen sich am Ende des Tages wieder und machen gemeinsame Sache und der Mensch in der Mitte bleibt alleine stehen. Es bleibt noch viel zu tun.

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widower+2 22.03.2019, 16:38
33. Personalisiert

Zitat von der_dr_Nickel
Bei bestimmten Themen (Rassismus-im-Stadion, Pyros) möchte ich es aber nicht der Fanszene überlassen (oder gar dem Ordnerdient) wie dieses sanktioniert wird. Da denke ich schon, dass durch eine personalisierte Ticketausgabe ein Lerneffekt erfolgen könnte, wenn die betreffenden immer die direkte „Ansprache“ erhalten würden.
Die personalisierte Ticketabgabe ist doch schon weitgehend Realität. Im Stehplatzbereich hapert es dann an der Zuordenbarkeit, die aber durch die erhebliche Kamerapräsenz auch eigentlich gewährleistet sein sollte.

Was natürlich auch absolut erforderlich ist, ist eine eindeutige Positionierung der Vereine oder des DFB gegen Rassismus. Die ist sowohl bei Ihrem als auch bei meinem Verein und auch dem DFB eigentlich gegeben. Zum Glück werden diese Idioten ja jetzt auch strafrechtlich verfolgt.

Wenn aber die Verbalausscheidungen von (zum Glück wenigen) Schwachmaten die Abschaffung der Stehplätze zur Folge haben sollte, die Sie fordern, hätte ich damit ein Problem. Kein persönliches, da ich gar nicht mehr so lange stehen kann.:) Für meinen Sohn würde es mir aber leid tun. Dessen großer Traum ist es, einmal bei einem Heimspiel in der Ostkurve zu stehen. Leider hatte er trotz Bestellung für jedes einzelne Heimspiel dieser Saison bisher kein Glück.

Hinzu kommt, dass der günstigste Sitzplatz oft zweieinhalb so teuer ist wie der Stehplatz, was regelmäßige Stadionbesuche für einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung unmöglich macht. Außerdem hat es durchaus einen Grund, warum englische Fußballfans in nicht geringer Zahl in die Bundesligastadien pilgern, weil sie das Operettenpublikum in den meisten Stadien der Premier League satt haben. Von den dortigen Preisen ganz zu schweigen.

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eb1202 22.03.2019, 16:38
34. @drui #18

Zitat von drui
"Die Männer sind laut Polizei zwischen 30 und 40 Jahre alt und stammen aus dem Bereich der Polizeidirektion Braunschweig" Wie soll da von links oder rechts was kommen, wenn schon die anwesende Polizeibeamten betrunken und rassistisch sind?
Oh mein Gott, Sie verstehen diesen Satz aber auch überhaupt nicht, richtig? Damit sind doch als Täter nicht Polizisten gemeint!!

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zweitakterle 22.03.2019, 16:45
35. @aurichter

schlechter Vergleich mit den Staaten....
wohin das nationalistische Gehabe mit den Fahnen führt, kann man auch dort beobachten.
Der Hinweis zum Reichsparteitag drängt sich, abgesehen von der Vielzahl der Fahnen, aber auch der von den Nazis verwendeten Frakturschrift auf den Fahnen auf.
Unnötig und dumm fand ich die Diskussion vor Jahren um das Vereinswappen der VfB.... Es musste auch dort das überarbeitete Wappen wieder mit Frakturschrift-ähnlichem Gebolze versehen werden....

Auch mich erinnert der Wochenendauftritt der Fangszene mit dem Fahnenmehr an die unsäglichen Pegida-Aufmärsche !

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widower+2 22.03.2019, 16:50
36. Weit hergeholt?

Zitat von zeisig
Es gab schon immer Hohlköpfe, die auch vor rassistischewn Sprüchen nicht halt machten. Die gab es früher, die gibt es heute. Diesen Umstand irgendwie mit dem Aufstieg der AfD in Verbindung bringen zu wollen ist schon sehr weit hergeholt.
Ganz und gar nicht! Dass es diese Hohlköpfe gab und gibt und leider wohl auch weiter geben wird, ist richtig. Dass sich diese Hohlköpfe aber vermehrt wieder aus ihren Löchern trauen, hat sehr wohl mit dem Aufstieg der AfD zu tun. Die "Das-wird-man-ja-wohl-noch-sagen-Fraktion" wird mit dem Aufstieg der AfD immer größer.

Der gesellschaftliche Konsens, dass derartige Äußerungen gar nicht gehen, wird durch die AfD immer mehr aufgeweicht. Und dem muss von allen demokratischen Kräften, zu denen ich die AfD ausdrücklich nicht zähle, in aller Entschiedenheit entgegen getreten werden.

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gastundredner 22.03.2019, 17:10
37. Fahnen

Die deutsche Fahne, die des Hambacher Festes (nicht Forstes), der Weimarer Republik, der ersten demokratischen deutschen Gesellschaft, ist zu gut, um sie den Rechten und Deutschnationalen zu überlassen. Es ist die Fahne all derer, die hier wohnen, einen Ausweis der BRD haben oder einen solchen möchten. Darum fordere ich ein Bekenntnis aller deutschen Demokraten zu dieser Fahne, lasst sie uns massenhaft schwingen, überlasst sie nicht den Umdeutern. Wenn ein Bernd Höcke in einer Fernsehsendung eine präsentiert, sollen alle anderen Teilnehmer eine bekommen, die doppelt so groß ist wie dem Bernd seine !! Dann sind die Ewiggestrigen gezwungen, ihre tatsächlich eigenen (verbliebenen) Symbole zu zeigen und sich zu outen, die sind dann schwarz-weiß-rot.

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Tr1umph 22.03.2019, 17:14
38.

Zitat von kitaplatz
Mich wundert, dass auf dem Spielfeld vor dem Anpfiff seitens des DFB riesige Deutschlandfahnen geschwenkt wurden, fast wie bei einem Reichsparteitag. Ist das immer so neuerdings? Finde nur ich das etwas befremdlich? Leider sind im Netz keine Bilder mehr davon zu finden.... Ich sah auch nur den Schluss, da waren die meisten Fahnen bereits wieder eingerollt....
Nationalstolz hat mit Rassismuss nichts zu tun. Deutschland ist ein tolles Land, auf das man auch stolz sein darf. Gerade bei einem Länderspiel sind die Fahnen ja auch dafür da die Mannschaft anzufeuern. Bei Ligaspielen werden auch die Fahnen der Vereine geschwungen.

Nationalstolz ist hier in Deutschland eher unbekannt. Da sind die meisten anderen Länder ganz anders drauf. Finde ich im Prinzip nicht schlecht, von Stolz geleitet zu sein führt meist in die falsche Richtung. Man sollte aber aufpassen, dass man "pro Deutschland" nicht gleich mit Rassismuss verwechselt.

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Schartin Mulz 22.03.2019, 17:17
39. Man sollte bei aller berechtigten Empörung

aber bitte nicht den Eindruck erwecken, als wären wir ein Volk von Rassisten geworden. DIese Idioten sidn immer noch eine Minderheit. Die es leider immer gegeben hat.
Die Sensíbilität dagegen ist aber in den letzten Jahren stark gestiegen, was ja positiv ist. Aber nicht dazu führen sollte, dass man überreagiert und den Eindruck erweckt, das wären jetzt DIE Deutschen.

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