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Nach Sieg gegen Italien: ARD-Experte Scholl attackiert Löws Taktikchef
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"Er möge bitte morgens liegen bleiben": Mehmet Scholl hat nach dem Sieg gegen Italien Joachim Löws Spielbeobachter Urs Siegenthaler kritisiert. Der Grund: Löw hatte sich taktisch dem Gegner angepasst.

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Superfussl 03.07.2016, 09:33
80. Hinterher sind die meisten immer schlauer...

Wenn's Ergebnis feststeht, lässt sich toll kommentieren.
Ob man nun Schollis Meinung ist oder nicht - zunächst mal bleibt extrem hervor zu heben, dass er - nach einem Sieg - die Chuzpe hat, diese (aus meiner Sicht völlig berechtigte Kritik) so zu formulieren.
Mehr als albern und billig sind dagegen all jene Kommentare (und das sind 98% aller abgegebenen, ob nun von Experten oder Laien), die nach dem "wer gewinnt hat alles richtig gemacht"-Prinzip verfasst werden.
Eine taktische Analyse, die darauf fußt, ob der (schwach geschossene und glücklich verwandelte) letzte Elfer reingeht oder nicht, entwertet bei sachlicher Betrachtung den Analysten zum bloßen Addierer - Recht hat, wer mehr Tore schießt...
Daher: Großen Respekt allein dafür, daß eine Analyse ausnahmsweise mal nicht rein ergebnisorientiert erfolgt!

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k.blaubär 03.07.2016, 09:33
81. ard vs zdf

Die moderation von der ard ist einfach nicht auszuhalten. Ich fluche immer, wenn die ard überträgt. Langweiliges gelaber ohne aussagekraft, unqualifizierte sprüche, und das bisschen was vom spiel analysiert wird ist fachlich total daneben. Dagegen das zdf mit der lustig flotten autenthischen kombi aus olli+olli die wahren unterhalungswert bieten und dazu kahn, der echt was von fußball versteht. Dazu noch die taktik- vor und nachanalyse von holger stanislawski.

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Truetsche 03.07.2016, 09:34
82. Kritik an der Taktik

man braucht kein Mehmet Scholl, um die taktischen Fehler zu erkennen. Das weiß der Jogi sicher selber, dass das ein großer Fehler war, die Taktik derart umzustellen, dass vorne so gut wie gar nichts mehr zusammenläuft. Mit einer normalen Viererkette hätte man sicher vielleicht ein Gegentor bekommen, aber mit dem nötigen Druck und der eingespielten Truppe vorne sicher gegen diese schwachen Italiener mindestens 2 bis 3 Tore gemacht. Ein schöneres Spiel wäre es für uns Zuschauer dann sicher auch geworden....

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thrust26 03.07.2016, 09:35
83. Als Hobbytrainer...

würde ich Scholl recht geben. Schon vor dem Spiel habe ich an Löws Aussage gedacht, dass er 2012 einen Fehler gemacht habe, weil er seine Taktik an Italien angepasst habe. Genau wie gestern. Scholl war auch schon vor dem Spiel sehr reserviert, was den Wechsel angeht. Und viel Offensive war da wirklich nicht, stattdessen war die rechte Abwehrseite oft wirklich sehr offen.

Aber wie das Spiel mit der Elf vom Slovakei Spiel gelaufen wäre, werden wir nie erfahren.

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x-unerreicht 03.07.2016, 09:36
84. Hat gesessen!

Wenn Löw derart sein Konzept erklärt, zeigt, dass die Kritik von Scholl sein Ziel erreicht hat. Deutschland hatte kein Tempo im Spiel, es war ehrlich gesagt nicht schön anzusehen und auch unter dem was die Deutsche Mannschaft kann. Trotz der frühen Umstellungen, es war einfach nicht besonders gut. Trotzdem gewonnen. Mit GLÜCK!!!

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iunixes 03.07.2016, 09:37
85. Schon gemerkt?

Es wird im HF wieder einen Taktikwechsel geben (müssen), denn ein wichtiger Akteur für die bisherigen beiden Taktiken fällt ja beim nächsten Mal aus: Mats Hummels.
Sich an aktuelle Situationen und Rahmenbedingungen nicht anzupassen (und dazu gehört gerade auch der nächste Gegner), würde heißen, mit Vollgas gegen die Wand zu fahren, weil das ja mein Stil ist. Mal ehrlich, Julian Draxler hatte ein gutes Spiel gegen einen eher mittelmäßigen Gegner. Gegen Italien wäre er, da bin ich sicher, von deren Hintermannschaft völlig aus dem Spiel genommen worden. Im HF wird es, der Personalsituation geschuldet, wieder Umstellungen geben: mit Höwedes statt Hummels, mit Draxler oder Götze oder oder?
Ich glaube, dem Trainer- und dem medizinischen Stab des DFB kann man vertrauen, mehr als M. Scholl, denn die sehen die Spieler jeden Tag im Training.

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jasuly 03.07.2016, 09:38
86.

zwoelfter-september: "... Und die Spanier und wie sie alles hießen hatten nur Glück das wir uns auf deren Rumpelfussball umgestellt haben." *** Spanien spielt mit Sicherheit keinen "Rumpelfußball" und tat das in seiner vergangenen Glanzzeit schon gar nicht.

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poddy 03.07.2016, 09:39
87. Taktik Elfmeterschießen?

Scholl hat Recht. Aber warum hat eigentlich Schweinsteiger das Tor von den Italienern gewählt? Das war Risiko...

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walter_e._kurtz 03.07.2016, 09:39
88. zustimmung

Zitat von beingthere
Taktische Anpassung an den Gegner oder nicht? Natürlich muss man sein Spiel auch an die Stärken und Schwächen des Gegners anpassen. Immer nur stur sein eigenes Ding durchzuziehen, macht ein Team sehr berechenbar. Nur muss man dabei natürlich aufpassen, dass die eigene Spielstärke nicht darunter leidet. Insofern kann ich Scholls Kritik nachvollziehen. Das war nicht das schöne, berauschende Spiel der deutschen Mannschaft, zu der sie fähig ist. Der Erfolg gibt Löw recht, aber es hätte genauso gut andersum laufen können. Dann wäre die Kritik an seiner taktischen Marschroute wesentlich lauter. So ist man vor allem eins: ungemein erleichtert. Italien endlich in einem Turnier besiegt. Freude hat das Spiel nicht bereitet. Es war Anspannung pur von der ersten bis zur letzten Minute.
Sehe ich ganz ähnlich.
Denke, Scholl kritisiert auch nicht das komplette Spiel/die gesamte dt. Taktik, sondern die Tatsache, daß sich beide Mannschaften weitestgehend gegenseitig neutralisierten, denn es entstanden (u.a. wegen der taktischen Ausrichtung) äußerst wenige zwingende Torchancen.
Und mit nur wenig Pech wäre es anders gelaufen, und viele würden Scholls Kommentar nun beklatschen und auf den Abgesang von Löw einstimmen.
Schwamm ´drüber, der Bann ist gebrochen...
Bin eh´ der Meinung, das größte Problem vor und während des Spiels war die "Kaninchen vor der Schlange"-Blockade in den Köpfen, das läßt sich sogar am Spielverlauf ablesen ;-)
Aber, wie gesagt; die Blockade ist ja nun gelöst :-)

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millionwatts 03.07.2016, 09:39
89.

Dass jemand mal eine eigene Meinung hat und diese kundtut ist angesichts des restlichen weichgespülten Geplapper eigentlich sehr willkommen, aber inzwischen hat Scholl gefühlt an allem und jedem etwas auszusetzen und redet dabei immer so süffisant abwertend, als seien die Spiele eine persönliche Beleidigung ihm gegenüber. Einer von der Sorte, die glauben dass ihre Kacke nicht stinkt. Man kann die Aufstellung auch sachlich kritisieren, seine Kommentare zeugen schlichtweg von fehlendem Format.

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