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Nach Tibet-Protesten: DFB setzt Testspiele gegen chinesische U20 aus
DPA

Nach nur einer Partie hat der DFB die Testspiele der chinesischen U20 gegen Teams der Regionalliga Südwest vorerst gestoppt. Der Verband reagierte damit auf Tibet-Proteste auf den Rängen.

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jal1988 24.11.2017, 12:20
1.

Wer hier eine "breite Zustimmung erwartet" hat, ist ja wohl nicht ganz dicht oder gleichzeitig blind und taub! Und neben den "einigen Wenigen", denen es um Tibet geht, gibt es eine große Masse, die diese Spiele aus anderen Gründen (wie ich finde vollkommen zurecht) ablehnen. Und welche Möglichkeiten für die RL Südwest sind hier gemeint? Sollte etwa der chinesische Markt erschlossen werden?

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cs01 24.11.2017, 12:21
2.

Wie konnte der DFB erwarten, dass ein Ausverkauf von Menschenrechten auf breite Zustimmung stößt. Das Projekt wurde von Anfang an von den Fans der Mannschaften der Liga abgelehnt. 3 Vereine haben sich dann ja auch dem verweigert.

Es war von Anfang an klar, dass das passiert. Und jetzt reicht es schon, friedlich Flaggen zu schwenken, um Spiele ausfallen zu lassen.

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jnek 24.11.2017, 12:29
3. Nachtigall, ick hör' dir trapsen

Das klingt für mich verdächtig nach "Wie können wir es bis dahin schaffen, dass es keine derartigen Proteste mehr gibt?" Denn die betreffenden Leute werden auch im neuen Jahr die Gelegenheiten nutzen um ihre in Deutschland vom GG geschützte freie Meinung zum Ausdruck zu bringen.

Die "Auswirkungen auf die mögliche Entwicklung der Regionalliga Südwest", die wird man bei einem Abbruch des Experiments mit der Lupe suchen müssen, abgesehen von den paar EUR "Bakschisch", die bezahlt werden sollen.

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newbie99 24.11.2017, 12:30
4. Hätte Hinweis auf Meinungsfreiheit erwartet

Die Aussage des DFB-Funktionärs vermeidet so übertrieben genau jede Wertung des Vorfalls, dass fast schon wieder der Eindruck entstehen kann, als haben die Zuschauer mit der Tibet-Flagge tatsächlich irgendwie verwerflich gehandelt.
Es ist natürlich das Recht der chinesischen Mannschaft, den Platz zu verlassen und einen Abbruch des Spiels zu erzwingen. Genauso kann die chinesische Seite die ganze Spielfolge vorzeitig beenden. Wir sind ja ein freies Land.

Nur ist es in Deutschland genauso wenig verboten, die Flagge des chinesisch besetzen Tibets zu zeigen. Ich hätte einen irgendwie gearteten Hinweis auf eben diese Meinungsfreiheit vom DfB-Funktionär durchaus erwartet. Es sollte schon klar sein, dass wir hier nicht aus falsch verstandener Rücksicht auf die chinesischen Gäste von diesen Grundsätzen abweichen werden.
Und genauso wichtig ist es, dass der DfB bei den Verhandlungen um eine Fortsetzung an dieser Stelle nicht auf die Wünsche der Chinesen eingeht und wohlmöglich versucht, als zivilrechtlicher Veranstalter so etwas zu unterbinden.

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seehofer2016 24.11.2017, 12:31
5. Feige

- sowohl seitens der Chinesen (wenn man meint im Recht zu sein, sollte man ein Paar Flaggen ertragen können), aber vor allem natürlich Schwanzeinklemmen des DFB. Meinungsfreiheit? Igitt. Aber kennt man ja.

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frank_w._abagnale 24.11.2017, 12:32
6.

Mir tun die jungen chinesischen Fußballer leid.
Diese sind die wahren Leidtragenden.
Und das nur, weil "politische Aktivisten" den Sport zur Selbstdarstellung nutzen.

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Putsche 24.11.2017, 12:37
7.

Die Suppe habt ihr euch selber eingebrockt. Anstatt die Vermarktung des deutschen Profifußballs im Fokus zu haben (das ist nämlich die Kehrseite der Medallie und die Suppe, die die RL Südwest auslöffeln soll) sollte sich der Verband mal um seine eigenen Vereine kümmern. Meister müssen aufsteigen ist ein völlig berechtigter und nachvollziehbarer Einwand. Koch und Grindel gehören abgesetzt.

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komatzu 24.11.2017, 12:41
8. Liebe Chinesen

wilkommen in der Welt der Meinungsfreiheit.
aber Wie lange noch?
was wird passieren: der DFB wird festlegen dass der platzwart entscheiden darf was gezeigt werden darf. und das sind ganz bestimmt keine tibetanische Flaggen. gut evtl dürfen dann auch in Dortmund keine Bayern flaggen mehr gezeigt werden aber Hauptsache Geld fließt.

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Indigo76 24.11.2017, 12:45
9.

Zitat von newbie99
Und genauso wichtig ist es, dass der DfB bei den Verhandlungen um eine Fortsetzung an dieser Stelle nicht auf die Wünsche der Chinesen eingeht und wohlmöglich versucht, als zivilrechtlicher Veranstalter so etwas zu unterbinden.
Es handelte sich ja um sogenannte Aktivisten. Denen wird es ziemlich egal sein, ob sie zivilrechtlich legal oder illegal handeln, wenn sie beim nächsten Spiel die tibetanischen Flagge wedeln. Und wie will man das verhindern? Soll sich beim nächsten Spiel jeder Zuschauer bis auf die Unterhose ausziehen? Eine Fahne lässt sich wunderbar am Körper verstecken. Wenn die Aktivisten noch dazu clever sind, dann lassen sie zwei oder drei Spiele verstreichen. Wenn nichts geschieht, wird die Aufmerksamkeit sinken.

Wir müssen uns nichts vormachen. Wenn die Spiele weitergehen, wird es zu weiteren Protesten kommen. Die Chinesen werden damit leben - oder nicht.

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