Forum: Sport
Nach WM-Halbfinalaus: Löw verteidigt Neid gegen Kritik
DPA

Bundestrainerin Silvia Neid hat einen prominenten Fürsprecher gefunden. Joachim Löw hält die Kritik an seiner Kollegin für "schlechten Stil". Aus der Liga gibt es aber weiter Gegenwind für die Trainerin.

Seite 3 von 5
mirau 06.07.2015, 12:05
20.

Ich hatte in den Fernsehreportagen und auch in den Interviews immer den Eindruck, die Mädels wären auf einer Klassenfahrt und sehen alles nicht so Verbissen.
Kein Zeichen dafür und kein Wort darüber unbedingt Weltmeister werden zu wollen!Der unbedingte Wille zum Finale war Augenscheinlich nie vorhanden.Das sah bei den Amerikanerinnen anders aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
axelmueller1976 06.07.2015, 12:07
21. Der DFB hat viel zu lang an Frau Neid festgehalten

Zitat von gruenbonz
und wenn man sah, dass die Abwehr - besonders die linke Seite - in den vorhergehenden Spielen grosse Probleme hatte - dann müsste die Trainerin eigentlich reagieren (Umstellung oder Auswechslung). Und die vielen planlosen Schüsse aufs Tor, statt weiter zu kombinieren, sind eigentlich auf WM-Niveau fehl am Platz. Yogis Einspringen ist kumpelhaft, hilft der Frau Neid aber nicht.
Bereits bei der letzten WM haben sich die Problem abgezeichnet. Aber der damalige DFB-Präsident war immer glücklich mit der Trainerin und war nicht zum Handeln bereit. Denkt man nur an den Fall Birgit Prinz.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
+LY 06.07.2015, 12:08
22. Löw hin und her

auch für Neid gilt, daß sie die Kritik an ihr, an jeder Einzelnen der Mannschaft, an allen Spielen der WM,
auch kann man nicht einfach drüber weggehen,
daß ihre Gruppe die schwächste von allen war,
einfach aushalten muß,
dazu muß Neid aber erstmal vom hohen Roß runter,
zumal diese Kritiken voll berechtigt sind,
und Kritik während des Turniers birgt immerhin die Chance, wenn man denn die Kritik annimmt, daß man noch was verbessern kann,
so war es wohl auch von den Vereinstrainern gedacht,
hinterher Kritik ändert am Turnier Ergebnis eh nichts mehr.
Vielleicht sollte Neid auch mal ihr Verhältnis zu den Vereinen und deren Führungsleuten überdenken, ihre Konterkritik spricht jedenfalls Bände,
und auch das Heulgesuse und -getue der Spielerinnen kann man auch anders deuten, ich tue es jedenfalls, nämlich als Wut darüber, daß im Gegensatz zum jeweiligen Verein in der Nationalmannschaft und mit Neid eben nichts klappt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
2469 06.07.2015, 12:21
23. Anstatt sich zu freuen

Soweit gekommen zu sein, wird jetzt dem Titel hinterhergetrauert. Typisch. War bei den Männern auch schon so, ein Phänomen welches nur im Fußball auftritt seltsamerweise. Klar, dass Löw Neid in Schutz nimmt. Diese beiden können ja keine Titel gewinnen;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wibramuc 06.07.2015, 12:38
24. Körpersprache

Zitat von mirau
Ich hatte in den Fernsehreportagen und auch in den Interviews immer den Eindruck, die Mädels wären auf einer Klassenfahrt und sehen alles nicht so Verbissen. Kein Zeichen dafür und kein Wort darüber unbedingt Weltmeister werden zu wollen!Der unbedingte Wille zum Finale war Augenscheinlich nie vorhanden.Das sah bei den Amerikanerinnen anders aus.
Diesen Eindruck völlig unterschiedlicher Körpersprache hatte ich beim Absingen der Nationalhymne beim Spiel USA-GER auch.

Vielleicht ein Hintergrund: grundsätzlich hätte fast die Hälfte des deutschen Teams - neun Spielerinnen - vom Alter her in einer U23-Auswahl mitspielen können. Die Amerikanerinnen sind dagegen im Schnitt 30 Jahre alt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hanswernersinn 06.07.2015, 12:41
25. Perspektive, bitte

Bevor alle überschnappen: Silvia Neid ist an allen internationalen Titeln des deutschen Frauenfußballs als Spielerin, Co-Trainerin oder Trainerin beteiligt gewesen. Als Trainerin hat sie 2 Europameisterschaften und eine Weltmeisterschaft (ohne Gegentor) gewonnen. Der englische Trainer, der sich in diesen Tagen vor Lob kaum retten kann hat Neid vor dem Deutschland-Spiel die beste Trainerin (m/w) in der Geschichte des Frauenfußballs genannt. Vielleicht hat sie doch ein bisschen mehr Plan, als man durch die Kommentare hier den Eindruck gewinnen könnte.

Zum WM-Aus: Deutschland ist ohne die Weltfußballerin (Keßler) und eine angeschlagene Spielmacherin (Marozsan) sowie zahlreichen weiteren Ausfällen angereist. Wie 2007 ist man dann knapp gegen den (zugegebenermaßen einfach spielerisch besseren) Weltmeister ausgeschieden.

Sicherlich besitzt Neid eine gewisse erfolgstrainertypische Sturheit. Ähnlich wie van Gaal, Rehhagel, Ferguson, Guardiola oder Mourinho, bei denen das aber aus irgendwelchen Gründen besser ankommt… Aber das WÄHREND des Turniers zu kritisieren zeugt sowohl von wenig Sachverstand als auch von fragwürdigem Charakter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
K. Behnert 06.07.2015, 12:50
26. Die Qualität des deutschen Damenfussballs...

nach den grausamen Vorstellungen der deutschen Damenmannschaft in Kanada sollte man zu der Erkenntnis gelangen, die Mario Basler einal in einer Talkshow bei Markus Lanz abgegeben hat: "Frauenfussball geht gar nicht". Auch die vielen Versuche der öffentlich rechtlichen TV-Anstalten, die Spiele der Damenmannschaften in attraktive Sendezeiten einzubinden, helfen nicht darüber hinweg, wie erbärmlich sich die Mannschaft präsentiert hat. Da helfen auch die vielen gut gemeinten Sprüche der Kommentatoren nicht weiter. ("Die deutschen Damen spielen jetzt besser als vorher" und dergl. Merke: Besser ist eine Steigerung von gut. Und dass sie gut gespielt hätten, das ist ja wohl bei aller Sympathie weit entfernt von der Realität) Also, macht nicht so viel Wind um eine derart schlecht spielende Damenmannschaft. Wie Damen richtig Fussbal spielen, das haben uns die US-Girls gezeigt. Da ist jede Kritik an der Bundestrainerin mehr als gerecht und der Wunsch nach mehr Verständnis für ihr Handeln kontraproduktiv.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meineeine020 06.07.2015, 12:51
27.

Zitat von Butenkieler
ist auch deutscher Frauenfußball-Meister. Ohne Bayern München gäbe es in Deutschland keinen Frauenfußball. Denn kein anderer Verein hat sich für den Fußballsport so eingesetzt, wie Bayern München. Für Herren als auch für die Frauen. Frau Neid sollte von sich aus zurücktreten und kompetenteren Profis die Leitung übergeben.
Zum ersten Mal in der Frauen-Bundesliga die Meisterschaft gewonnen und schon erklärt man Bayern zum Nabel der Welt was Frauen-Fußball angeht?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Luxinsilvae 06.07.2015, 12:54
28. Es kommt doch jetzt ...

... mit Frau Jones eine ausgewiesene Fachfrau, die seit Jahren zeigt, wie Sie als Trainerin Ihre Frau steht. Gerade Ihre Titelsammlung als Vereinstrainerin zeigt, dass sie fachlich und trainingsanalytisch im Frauenfussball zu den 3-4 besten Trainer/innen der Welt gezählt werden kann. Dann ist endlich Schluss mit dem erbärmlichen Gerede von Dreifach-Quoten-Frau und Cousinenwirtschaft beim DFB.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Joachim Franz 06.07.2015, 13:02
29.

Zunächst zum Inhaltlichen. Wenn gleich drei BL-Trainer dasselbe bei der Frauennationalmannschaft bemängeln, so ist das schon aussagekräftig. Da wäre was Technik und Ballbehandlung angeht, sogar noch mehr zu kritisieren. Nachdem was ich bei dieser Frauen-WM gesehen habe, ist die deutsche Frauennationalmannschaft nun wirklich nicht mehr zur absoluten Weltspitze hinzuzuzählen. Da ist man hinter Teams wie Japan und vor allem die USA schon ein Stück zurückgefallen. Aber auch Frankreich ist, wie man beim Duell in der ersten Halbzeit gesehen hat, spielerisch klar überlegen. Dass es gegen F in der zweiten Halbzeit ausgeglichen wurde und Deutschland immer stärker wurde, war lediglich der besseren Kondition der deutschen Spielerinnen zu verdanken. Gerade dieses Spiel zeigte, dass die Aussage Neids über den „katastrophalen Zustand“ ihrer Spielerinnen völlig aus der Luft gegriffen ist. Der körperliche Zustand war eigentlich das einzige, was in den Spielen gegen die starken Nationen gestimmt hat.

Was nun die Form der Kritik angeht. Natürlich kann Silvia Neid die Kritik nicht gefallen haben. Aber wenn sie nach zuletzt zwei schwachen Spielen (gegen F und USA) und dem Aus gegen eine klar überlegene amerikanische Gegner sagt, dass es nichts zu kritisieren gibt und die deutsche Mannschaft wider ein starkes Spiel geliefert hat, dann muss man sich nicht wundern, wenn sich Trainerkollegen berufen fühlen, den realitätsfernen Blick der Bundestrainerin zurechtzurücken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 5